Herner EV feiert neunten Sieg in Folge8:2 gegen die Crocodiles Hamburg

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Der HEV-Coach lobte seine Mannschaft hinterher erneut und stellte die harte und konsequente Arbeit seiner Spieler mit diesem nicht zu stoppenden Siegeswillen heraus. In einer schnellen und kampfbetonten Partie mit reichlich Emotionen, die sich aus einigen diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen entwickelten, setzte sich der HEV im letzten Abschnitt durch. Bis zur 39. Minute war die Begegnung beim Zwischenstand von 3:2 noch offen, dann aber machte der Tabellenführer alles klar.

Bereits nach 13 Sekunden deuteten die Gäste mit dem allersten Angriff des Spiels ihre Gefährlichkeit an. Ein weiter Pass von Crocodiles-Kapitän Christoph Schubert fand im Topscorer der Liga, Brad McGowan, den gesuchten Abnehmer. Aber HEV-Goalie Michel Weidekamp ließ sich nicht überraschen. Beide Teams waren sofort hellwach und so war schon nach 58 Sekunden eine tolle Stimmung in der Halle. Denn die Gysenberger konnten das erste Powerplay der Begegnung nutzen. Ganze neun Sekunden brauchten sie dafür, dann konnte Aaron McLeod einen guten Pass von Brad Snetsinger zur 1:0-Führung verwandeln. Und die Stimmung sollte vor über 1300 Zuschauern schnell noch besser werden. Thomas Richter mit einem verdeckten Schuss in der vierten Minute und Jan-Niklas Pietsch mit einem überlegten Blueliner drei Minuten später erhöhten auf 3:0. Damit nicht genug, weitere Herner Chancen folgen – bis zur elften Minute. Dann entschied Hauptschiedsrichter Andre Schrader nach einer Attacke gegen Damian Schneider nicht auf eine Hamburger Strafe, sondern schickt den HEV-Stürmer wegen einer Schwalbe in die Kühlbox. Das beste Powerplay-Team der Liga nahm die Gelegenheit dankend an und es stand 3:1. Der HEV stürmte trotzdem weiter und geht mit klaren Vorteilen in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste aus der Hansestadt besser ins Spiel, wobei auch der HEV weiter gute Chancen herausholte und um die 25. Minute sogar eine 5:3-Überzahlchance hatte. Die brachte aber außer einem Schuss ans Außennetz nichts ein. Der nächste Aufreger folgte in der 30. Minute. Damian Schneider bekam eine weitere Strafe aufgebrummt, es folgten Reklamationen von der Bank und von Alexander Eckl und das Herner Strafenkonto füllte sich. Zwei Minuten Bankstrafe, eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen den jungen Verteidiger und ein zweiminütiges 5:3-Powerplay für die Crocodiles, die auch diese Chance nutzen und postwendend auf 2:3 aus ihrer Sicht verkürzen konnten . Die wieder aufgekommene Spannung schien sich in der 34. Minute etwas zu legen, als Thomas Dreischer einen Schuss von Aaron Reckers ins Hamburger verlängern konnte. Der Hauptschiedsrichter, der sehr nahe an der Situation stand, entschied sofort auf Tor, aber nach längeren Beratungen mit Linienrichterin und Linienrichter fand der Treffer keine Anerkennung. Damit war das 4:2 aufgeschoben – aber nicht aufgehoben. Nach einer starken Vorarbeit von Bradley Snetsinger in Überzahl, der einige Hamburger umkurvte, war es Aaron McLeod, der freistehend den Pass von seinem Stürmerkollegen aufnahm und verwandelte.

Im letzten Abschnitt hatte der HEV dann das Spiel schnell fest in der Hand und in der 47. Minute war es eine Kopie des zuvor nicht gegebenen Treffers. Dieses Mal zählte aber das Tor und es stand 5:2. Mit dem 6:2 in der 52. Minute durch Michel Ackers, der irgendwie die Scheibe von der Seite am Hamburger Keeper vorbei brachte, konnte die Siegesgesänge angestimmt werden. Und die wurden durch Sam Verelst noch zusätzlich untermauert, der in der 54. und 57. Minute sein Torkonto aufstockte zum Endstand von 8:2.

Am kommenden Wochenende ist es wieder Zeit für Skorpione. Am Freitagabend empfängt der Herner EV am heimischen Gysenberg die Scorpions aus Hannover (20 Uhr), Sonntag geht es dann nach Wedemark. Bei den dortigen Scorpions beginnt die Partie um 18.30 Uhr.

Tore: 1:0 (0:58) McLeod (Snetsinger, Ackers/5-4), 2:0 (3:07) Richter, 3:0 (6:39) Pietsch (Snetsinger, Verelst), 3:1 (10:36) Gerartz (McGowan, Schubert/5-4), 3:2 (29:45) McGowan (Mitchel/5-3), 4:2 (38:52) McLeod (Snetsinger, Kreuzmann/5-4), 5:2 (46:10) Dreischer (Reckers, Schneider), 6:2 (51:07) Ackers (McLeod, Kreuzmann/5-4), 7:2 (53:59) Verelst (Snetsinger, McLeod), 8:2 (56:23) Verelst (Snetsinger, McLeod). Strafen: Herne 10 + 10 (Eckl), Hamburg 14. Zuschauer: 1314.


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