Herner EV entscheidet Derby zu Beginn des Schlussdrittels5:2 gegen den EV Duisburg

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Zwei Drittel lang waren die Gäste in vielen Phasen ebenbürtig und verlangten dem HEV alles ab. Mit diesem Sieg haben sich die Grün-Weiß-Roten auch rechnerisch für den direkten Weg in die Play-offs qualifiziert und so nebenbei mit dem fünften Derbysieg in dieser Saison gegen die Nachbarn aus Essen und Duisburg auch die interne Derby-Wertung für sich entscheiden können.

Vor dem Spiel musste HEV-Coach Danny Albrecht gleich zwei Hiobsbotschaften hinnehmen. Die beiden Verteidiger Tom Schmitz und Julius Bauermeister fielen kurzfristig mit einer bösen Augeninfektion aus. Da auch Mike Schmitz fehlte, weil er bei den Krefeld Pinguinen spielte, musste der HEV-Trainer, der sich selber eine Knieverletzung zugezogen hatte, nicht nur gehandicapt an der Bande stehen, sondern mit Cornelius Krämer und Moritz Schug zwei Stürmer in die hinteren Reihen beordern. Den Spielfluss der Grün-Weiß-Roten hemmte das nicht, im Gegenteil. Die Partie nahm sehr schnell von beiden Seiten Fahrt auf. Lois Spitzner hatte schon in der ersten Minute zwei Chancen, dann prüften die Füchse mit einem Konter Björn Linda im HEV-Gehäuse und danach mussten die Grün-Weiß-Roten die erste Unterzahl überstehen. In der fünften Spielminute führte ein schneller Herner Angriff über Nico Kolb und Nils Liesegang durch Kapitän Michel Ackers zum 1:0. Die Gäste von der Wedau schockte das nicht, sie blieben weiterhin gut in der Partie und Björn Linda musste einige Male retten. Auch der HEV hatte weiterhin gute Möglichkeiten, so dass die Begegnung spannend und offen blieb.

Daran änderte sich auch in Abschnitt zwei nichts, die Füchse wurden sogar noch stärker und gefährlicher. Damit war der 1:1-Ausgleichstreffer in der 31. Minute nicht so die ganz große Überraschung. Im vierten Powerplay konnte Diego Hofland den Treffer im zweiten Nachschuss erzielen. Aber der HEV zeigte auch Überzahl-Qualitäten und nutzte seine zweite Powerplay-Situation in der 34. Minute, als Patrick Asselin den Puck quer spielte und Marcus Marsall von der linken Seite freie Schussbahn hatte und den Puck ins Duisburger Tor hämmerte. Ein insgesamt ausgeglichenes Drittel endete mit einer weiteren Rettungstat von Björn Linda mit der Pausensirene.

Im letzten Drittel konnte sich der HEV in der 43. Minute nach einem Duisburger Angriff befreien und dann wurde Lois Spitzner auf die Reise geschickt. Er setzte sich auf der rechten Seite durch und sein Schuss war maßgeschneidert. Vom Innenpfosten ging der Schuss zum 3:1 ins Füchse-Gehäuse. Als Nils Liesegang nur 22 Sekunden später aus zentraler Position das 4:1 markieren konnte, nahm Duisburgs neuer Trainer Dirk Schmitz sofort eine Auszeit. Sein Team hatte kurzzeitig die Ordnung verloren. Trotzdem konnte Brad Snetsinger weitere 72 Sekunden später das 5:1 erzielen. Direkt vor dem Tor fälschte er einen Schuss gekonnt ab. Damit war eine Entscheidung gefallen. Der HEV hatte noch weitere gute Möglichkeiten, aber auch die Gäste von der Wedau, die noch nicht aufgaben. Aber erst in der 55. Minute konnten sie durch Pavel Pisarik auf 2:5 verkürzen. In der Schlussminute entschärfte Björn Linda noch einen Penalty der Gastgeber, so dass es keine Ergebniskorrektur mehr gab.

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