Herner EV bleibt trotz Hannoverscher Attacken auf einsScorpions kanzeln Halle ab, Indians zeigen in Essen Topmoral

Die Hannover Scorpions machten es gegen Halle zweistellig.  (Foto: Manfred Schneider)Die Hannover Scorpions machten es gegen Halle zweistellig. (Foto: Manfred Schneider)
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Herne gewann das Spitzenspiel gegen die Leipziger Defensivspezialisten. Titelverteidiger Hannover Scorpions verjagte förmlich die Bulls aus Halle. Die Hannover Indians ließen erst Neuling Essen gewähren, um dann eine Probe ihrer Moral und Kondition zu zeigen. Herford lag in Erfurt schon 0:4 zurück, um in letzter Sekunde noch fast zum Ausgleich zu kommen. Die Tilburger ließen sich von Hamburg überraschen, Diez gewann in Hamm und Krefeld zeigte nach dem 0:8 von Herford auch Moral und Ehrgeiz und setzte den Rostocker am Tabellenende fest.

Hannover Scorpions – Saale Bulls Halle 11:1 (7:0, 1:0, 3:1)

Das sogenannte Spitzenspiel der Oberliga Nord verkam zu einer Offensivdemo des Favoriten. Die Bulls waren wohl im Geiste noch in der Kabine, als sie bereits 0:3 zurücklagen. Auch eine Auszeit half nicht, der Sturmlauf der Scorpions ging bis zum 7:0 weiter. Erst dann hatte Halles Trainer Ryan Foster ein Einsehen mit seinem leicht indisponierten Keeper Sebastian Albrecht, dem man allerdings nicht die Schuld in die Schuhe schieben darf, und wechselte diesen gegen Eric Steffen aus. Das gesamte Hallenser Defensivverhalten hatte in der ersten Spielviertelstunde nur besseres Regionalligaformat, und so etwas kann, und passierte dann auch, gegen ein Team wie die Scorpions böse ins Auge gehen. Nach dem 7:0 war freilich die Messe gelesen. Die Scorpions nahmen etwas den Druck aus ihrem Spiel und die Bulls, hielten mit, konnten aber die abgeklärte Abwehr der Hausherren nicht in Bedrängnis bringen. In den letzten zwanzig Minuten begann sich der Scorpions-Torhunger wieder zu melden. Nach dem verdienten Ehrentor der Gäste, durch Joonas Niemelä, aber auch nur in Überzahl, ging es munter mit dem Toreschießen der Scorpions weiter. Supis, Kabitzky und Just machten es schließlich zur Freude der knapp 900 Fans, darunter auch ein Dutzend aus Halle, zweistellig.

Tore: 1:0 (01:10) Tyler Gron (Pietsch, Klöpper), 2:0 (03:13) Thomas Supis (Valery Trabucco, Airich), 3:0 (05:32) Julian Airich (Valery Trabucco, Pietsch), 4:0 (10:19) Julian Airich (Valery Trabucco, Just), 5:0 (14:33) Patrick Klöpper (Hammond, Knaub 5-4), 6:0 (16:19) Louis Trattner (Kabitzky, Reiß), 7:0 (17:29) Alexander Heinrich (Airich, Valery Trabucco5-4), 8:0 (32:01) Tyler Gron (Hammond), 8:1 (44:39) Joonas Niemelä (Pfennings, Schmid 5-4), 9:1 (51:57) Thomas Supis (Airich, Just), 10:1 (55:11) Christoph Kabitzky (Knaub, Trattner), 11:1 (57:10) Robin Just (Supis, Pietsch)

Tilburg Trappers – Crocodiles Hamburg 1:2 (0:0, 0:2, 1:0)

Mit einer großartigen Defensivleistung holten die Hamburger, die erst am Freitag gegen den Ligafavoriten aus Mellendorf 3:5 verloren hatten, in den Niederlanden die erhofften drei Punkte. Bester Mann, logisch bei einem Erfolg und 22:32 Torschüssen, der Hamburger Torhüter Kai Kristian, der am Ende 96,7 Prozent Fangquote aufweisen konnte. Im Spiel, dass kämpferisch hochklassig war und im zweiten Drittel förmlich explodierte, stand es nach den ersten zwanzig Minuten noch 0:0. Im zweiten Drittel gingen dann die Crocodiles durch Harrison Reed und Norman Martens mit 2:0 in Führung. Das Ehrentor der Trappers schoss im letzten Drittel Diego Hofland. Im Mitteldrittel kassierten der Hamburger Yannis Walch und die Niederländer Janne de Bonth jeweils eine Fünfminutenstrafe plus Spieldauer.

Tore: 0:1 (26:43) Norman Martens (Schmitz, Zuravlev), 0:2 (33:59) Harrison Reed (Östling, Zimmermann), 1:2 (40:51) Diego Hofland (Bulmer, van Gorp)

Black Dragons Erfurt – Herforder EV 8:6 (3:0, 1:0, 4:6)

Ein ziemlich verrücktes Spiel bekamen die wiederum nur 235 Zuschauer in Erfurt zu sehen. Zwei Drittel waren die Black Dragons Herr Im Haus, auch dank einer funktionierenden Defensive. Das änderte sich schlagartig im Abschlussdrittel, als die Herforder komplett auf Offensive umschalteten und auf Aufholjagd gingen, die fast noch erfolgreich gewesen wäre. Herausragend in der Partie der Erfurter Andre Gerartz, dem gleich vier Einschüsse gelangen. Bester Spieler der Gäste war der Lette Rustams Begovs mit drei Toren.

Tore: 1:0 (00:22) Reto Schüpping (Gulda, Gerartz), 2:0 (03:12) Arnoldas Bosas (Denner, Schmid), 3:0 (12:16) Andre Gerartz (Fischer, Schüpping), 4:0 (29:07) Andre Gerartz, 4:1 (40:30) Tubuli Berezovskij (Garten, Bombis), 5:1 (43:00) Andre Gerartz (Fischer, Wunderlich), 5:2 (44:24) Rustams Begovs (Rinke, Biezaijs), 5:3 (46:09) Ralf Rinke (Stocker, Biezaijs 5-4), 6:3 (46:46) Andre Gerartz (Schümann, Fischer5-4), 6:4 (47:29) Rustams Begovs (Biezaijs, Rinke), 7:4 (49:43) Petr Gulda (Schümann, Bosas), 8:4 (50:06) Adam Kiedewicz (Kessler), 8:5 (53:56) Björn Bombis (Koziol, Berezovskij), 8:6 (57:45) Rustams Begovs (Biezaijs, Koziol, 5-4).

Krefelder EV U23 – Rostock Piranhas 4:3 (1:0, 2:1, 1:2)

Im Kellerderby setzten sich die Krefelder knapp aber nicht unverdient durch. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, das 1:1 endete, zogen die Krefelder im Mitteldrittel auf 3:1 davon. Nach dem vierten Gegentor besannen sich die Gäste von der Ostsee auf ihre Stärken, beeindruckten in der 50. Spielminute mit einem Doppelschlag, konnten aber die Krefelder Abwehr zum Ausgleich nicht mehr überwinden. Überragend an diesem Abend die Krefelder Adrian Grygiel, Lukas Hauf und Marcel Mahkovec mit jeweils drei Scorerpunkten.

Tore: 1:0 (01:25) Adrian Grygiel (Hauf, Mahkovec), 1:1 (24:13) Florian Kraus (Herz, Marek), 2:1 (30:20) Tim Dreschmann (Schitz, Nix), 3:1 (34:20) Luca Hauf (Grygiel, Mahkovec), 4:1 (45:17) Luca Hauf (Grygiel, Mahkovec), 4:2 (49:51) Lukas Koziol (Combs, Steinmann), 4:3 (50:58) Justin Maylan (Pauker, Lavallee 5-4) 

Herner EV Miners – Icefighter Leipzig 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

1.046 Fans kamen in die Herner Hannibal-Arena, um das Spitzenspiel der Oberliga Nord zu sehen. Und  sie sahen eine Begegnung, in der die Gastgeber am Ende zu Recht gewannen, die Leipziger aber sich nie hängen ließen und die Spannung bis zum Ende bestehen blieb. Überragend in der Partie das Trio Marcus Marsall, Tomi Wilenius und Nils Liesegang, die zusammen auf sieben Scorerpunkte kamen. Wohltuend, dass die Partie mit insgesamt 18 Strafminuten auskam.

Tore: 1:0 (06:14) Marcus Marsall (Liesegang, Ackers), 2:0 (16:40) Tomi Wilenius (Marsall, Peleikis), 2:1 (28:20) Patrick Demetz (Wolter, Heyter 5-3), 3:1 (30:20) Dennis Swinnen, 3:2 (55:11) Michal Schön, 4:2 (58:59) Marcus Marsall (Liesegang, Wilenius ENG)

Hammer Eisbären – EG Diez-Limburg 1:3 (0:0, 1:3, 0:0)

In einem jederzeit spannenden Spiel zeigten sich die Gäste als leicht besser. Vermutlich hatten die Eisbären am Freitag in Hannover zu viel Kraft verloren. Auf alle Fälle steigerten sich die Diezer, zeigten im Mitteldrittel auch offensiv die Krallen und heimsten am Ende drei wichtige Punkte ein.

Tore: 0:1 (25:09) Dominik Patocka (Brothers, Matheson), 1:1 (27:02) Samuel Dotter (Spacek, Trapp), 1:2 (29:06) Thomas Matheson, Patocka), 1:3 (37:49) Kevin Lavallee (Voronow, Seifert)

Moskitos Essen – Hannover Indians 5:7 (0:1, 4:1, 1:5)

Das Spiel hatte, schon im Oktober, echtes Play-off-Format. Zumindest von der Spannung und Dramatik. 12 Minuten vor Schluss führten die Essener noch mit 4:2 um danach einzubrechen und den Indians noch den Sieg zu schenken. Allerdings war diese zwei Drittel die bessere Mannschaft und sie zeigten eine fantastische Moral. Mit diesem Erfolg im Background kann man sich schon auf den nächsten Freitag freuen, wenn die geografischen und tabellarischen Nachbarn aus der Wedemark am Pferdeturm auftauchen. Spielbeginn ist hier 20 Uhr. Überragender Akteur beim Sieger war Neuzugang Robin Palka. Der gebürtige Gummersbacher verbesserte sich in der Scorerstatistik mit seinen heutigen fünf Punkten von Platz 84 auf 19. Da konnte keiner mithalten, noch nicht einmal sein Kapitän Branislav Pohanka, dem auch drei Punkte gelangen. Auf Essener Seite konnten noch am ehesten Dominik Luft und Enrico Saccomani mit jeweils drei Punkten gefallen.

Tore: 0:1 (05:26) Robin Palka (Turnwald, Thalmeier), 1:1 (20:32) Dominik Luft (Saccomani, Bruijsten), 2:1 (29:08) Mike Glemser (Luft, Saccomani 5-4), 3:1 (33:15) Mike Glemser (Vinci, Richter), 4:1 (35:37) Aaron MacLeod (Bruijsten, Huebscher 5-3), 4:2 (38:10) Parker Bowles (Möller, Selivanov), 4:3 (49:14) Joe Kiss (Palka, Pohanka 5-4), 4:4 (49:58) Niko Turnwald (Bowles, Gibbons), 4:5 (52:30) Igor Bacek (Pohanka, Palka), 4:6 (54:12) Robin Thalmeier (Bacek, Palka), 5:6 (57:31) Andre Huebscher (Luft, Saccomani), 5:7 (58:46) Branislav Pohanka (Palka, Pohl ENG).

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Oberliga Nord Hauptrunde

Sonntag 17.10.2021
Tilburg Trappers Trappers
4 : 2
Hannover Indians Indians
Black Dragons Erfurt Erfurt
2 : 5
Crocodiles Hamburg Hamburg
Krefelder EV Krefeld
3 : 4
Saale Bulls Halle Halle
Hammer Eisbären Hamm
1 : 3
Icefighters Leipzig Leipzig
Herner EV Herne
2 : 5
ESC Moskitos Essen Essen
Rostock Piranhas Rostock
7 : 5
Herforder EV Herford
Hannover Scorpions Scorpions
9 : 2
EG Diez-Limburg Limburg
Freitag 22.10.2021
Krefelder EV Krefeld
- : -
EG Diez-Limburg Limburg
Black Dragons Erfurt Erfurt
- : -
Hannover Indians Indians
Hannover Scorpions Scorpions
- : -
Icefighters Leipzig Leipzig
Herner EV Herne
- : -
Hammer Eisbären Hamm
Tilburg Trappers Trappers
- : -
ESC Moskitos Essen Essen
Rostock Piranhas Rostock
- : -
Crocodiles Hamburg Hamburg
Herforder EV Herford
- : -
Saale Bulls Halle Halle