Herner EV bleibt nach Sieg im Lokalderby an der Spitze182 Strafminuten in Leipzig

Die Crocodiles Hamburg besiegten die Saale Bulls Halle. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg) (Holger Beck / HB-Fotografie.de)Die Crocodiles Hamburg besiegten die Saale Bulls Halle. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg) (Holger Beck / HB-Fotografie.de)
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Die Leipziger hätten sich noch bis auf Platz vier hochspielen können, ließen sich aber von den Hannover Indians die Butter vom Brot nehmen und blieben auf sechs. Direkt dahinter genau diese Indians, die allerdings immer noch fünf Punkte Rückstand auf Leipzig haben. Duisburg verlor hauchdünn in Herne, hat jetzt drei Punkte Rückstand auf die Indians, spürt etwas den Atem von Rostock, das sich ihnen bis auf fünf Punkte genähert hat. Essen zeigte in Tilburg eine vorzügliche Leistung, die jedoch nicht belohnt wurde und mittlerweile hat sich der Rückstand gegenüber Rostock auf sechs Punkte erhöht. Jetzt müssen sie erst einmal den knappen Vorsprung auf Erfurt halten, dass nur einen Zähler zurückliegt.

Tilburg Trappers – Moskitos Essen 7:4 (3:1, 2:3, 2:0)

Es ist schon merkwürdig. Immer wenn Essen auftaucht, tun sich die Trappers schwer. So auch am heutigen 2. Weihnachtstag, und das nach einem klaren 3:0-Vorsprung. Entscheidend für die Moskitos war wohl, dass beide Torhüter nicht in der Form waren, um wenigstens einen Punkt aus Tilburg zu entführen. Bereits der erste Angriff durch Janne de Bonth nach 49 Sekunden schlug ein. Sieben Minuten später trafen kurz hintereinander Mickey Bastings (8.) und Kevin Bruijsten (9.) und das Spiel schien entschieden. Daraufhin wechselte Essens Trainer Larry Suarez Keeper Kevin Beech gegen Leon Frensel aus und das tat zunächst den Essenern gut. Florian Kraus (16.) verkürzte noch vor der ersten Pause auf 1:3. Die Aufmunterung in der Kabine schien den Moskitos gut getan zu haben, denn auch ihnen gelang fast ein Doppelschlag. Florian Kraus (22.) und Enrico Saccomani (24.) glichen zum Entsetzen der knapp 2300 Zuschauer aus und auch das von 4:3 von Kevin Bruijsten (32.) glich, nur elf Sekunden später, Mark Zajic (32.) aus. Die Freude über den Ausgleich störte wohl die Konzentration der Essener Verteidigung, denn wiederum 40 Sekunden später führten die Niederländer wieder nachdem Diego Hofland getroffen hatte. Dieser Spielstand blieb bis zur 58. Minute bestehen. Dann trafen Janne de Bonth (58.) und Mickey Bastings (59.) zum Endstand 7:4.

Crocodiles Hamburg – Saale Bulls Halle 6:3 (1:2, 1:1, 4:0)

Ein nahezu unglaubliches letztes Drittel bescherte den Crocodiles doch noch einen Sieg im direkten Duell der Verfolger. Nach 40 Minuten hatten die Bulls nach Toren von Kyle Helms (4.), Nicholas Miglio (15.) und Davide Vinci (40.) geführt, bei Gegentoren von Patrick Saggau (9.) und Andre Gerartz (27.). Im letzten Drittel war Halle weiterhin überlegen, aber die Crocodiles spielten bei ihren Kontern deutlich effizienter und trafen gleich viermal bei 13 Torschüssen (Schusseffizienz: 31 Prozent). Patrick Saggau (41.), Tobias Bruns (44.), Chase Witala (50.) und Thomas Zuravlev (58.) hießen im letzten Drittel die Hamburger Torschützen.

Icefighters Leipzig – EC Hannover Indians 1:6 (1:1, 0:5, 0:0)

Eine regelrechte Schlacht fand im Leipziger Kohlrabizirkus statt. Vor 1704 Zuschauern, darunter rund 400 Hannoveraner, musste Schiedsrichter Andrej Simankov gleich 182 Strafminuten (92 für Leipzig, 90 für Hannover) verteilen. Vor allem im Mitteldrittel, als den Icefightern die Felle davon zu schwimmen drohten, gab es mehrere heftige Prügeleien mit drastischen Strafen. Die Leipziger Moritz Israel und Erek-Dierk Virch sowie die Indians Nickolas Bovenschen und Thomas Pape kassierten jeweils eine Fünfer plus Spieldauer. Schade für Pape, dass er eigentlich der Spieler des Tages für die Indians war, erzielte er doch in der ersten Spielminute sowie in der 21. Minute gleich zwei Tore. Weitere Indians-Tore markierten Mike Glemser (30.), Nickolas Bovenschen (31.), Thore Weyrauch (32.) und Chad Niddery (38.). Das Ehrentor der Leipziger besorgte Damian Schneider (14.) in Überzahl.

Hannover Scorpions – Black Dragons Erfurt 5:3 (1:1,1:1,3:0)

Einen Arbeitssieg verbuchten die Scorpions gegen die Black Dragons, denn diese wehrten sich verzweifelt, spielten auf Konter und hatten auch Glück, dass die heimische Defensive nicht immer so konzentriert agierte wie zuletzt. Vor immerhin 1258 Fans schossen Ralf Rinke (3.), Björn Bombis (28.), Patrick Schmid (44.,59.) und Mario Valery-Trabucco (53.) die Tore für die Gastgeber, für Erfurt waren Janne Toivanen (8.), Sean Fischer (22.) und Reto Schüpping (51.) erfolgreich. Held des Tages war der Erfurter Torhüter Martin Otte-Günzler, der von 56 Torschüssen 51 (91,1 Prozent) abwehren konnte.

Herner EV – Füchse Duisburg 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)

Das waren drei glückliche Punkte für die Herner im Lokalderby. Die zuletzt nicht so stark auftretenden Füchse hatten sich eine Menge vorgenommen und spielten dementsprechend forsch mit, ohne mit Strafzeiten zu glänzen. Das tat dem Spiel gut und am Ende war es ein sehr knappes Ergebnis. Bereits nach fünf Minuten traf Matt Abercrombie zum 1:0 für die Füchse. Erst in der 15. Minute gelang Patrick Asselin der Ausgleich. Dennis Thielsch brachte die Grün-Weiß-Roten in der 22. Minute erstmals in Front aber Duisburgers neuer Kontingentspieler Kyle Gibbons traf in der 35. Minute zum 2:2. Ganze vier Sekunden vor der zweiten Drittelpause traf Dennis Thielsch in Überzahl zum 3:2. Dominik Piskor erhöhte in der 47. Minute auf 4:2. Der Anschluss von Artur Tegkaev in der 51. Minute machte es wieder spannend, aber den Duisburgern gelang bei allen Anstrengungen nicht mehr der Ausgleich.

Rostock Piranhas – Krefelder EV U23 7:2 (3:1, 3:1, 1:0)

Eine relativ klare Sache war die Begegnung zwischen Rostock und dem Tabellenletzten. Vor etwas über 800 Zuschauern hatten die Piranhas deutliche Spielvorteile, die sich neben dem Schussverhältnis (44:23) auch bei den Toren auszählten. Chris Stanley (15., 18., 30.,49.) war mit vier Toren der absolute Matchwinner der Ostseestädter. Die weiteren Tore der Gastgeber schossen Josh Rabbani (18.), Phil Miethling (26.) und Maurice Becker (40.). Für die nie aufgebenden Krefelder war Michael Jamieson (17., 39.) Doppeltorschütze.

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