Herner EV beendet Erfolgsserie der Hannover ScorpionsHalle gewinnt Verfolgerduell

Die Hannover Indians besiegten die Rostock Piranhas. (Foto: Manfred Schneider)Die Hannover Indians besiegten die Rostock Piranhas. (Foto: Manfred Schneider)
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Merkwürdig nur, dass sie in Herne im Dezember haushoch gewonnen hatten. Für die Mellendorfer jedoch kein Problem, haben sie doch immer noch 27 Punkte Vorsprung. Somit brauchen sie noch 13 Zähler aus den restlichen 13 Spielen, um die Nordmeisterschaft einzusacken.

Tilburg und Halle kamen zu wichtigen Siegen und auch die Hannover Indians besiegte die Mannschaft ihres Ex-Trainers Lenny Soccio letztlich klar, blieben auf Rang vier. Dieser wichtige Platz ist für die Crocodiles Hamburg im Augenblick sehr weit weg nach den beiden Niederlagen vom Wochenende und die Elbestädter müssen aufpassen, dass ihnen Herne nicht zu nahe rückt. Im Kampf um Platz acht stehen sich Hamm und Duisburg gegenüber und Erfurt hat im Augenblick gute Karten, sich gegen Herford, Diez-Limburg und Essen Platz 10 zu sichern. Für die Play-downs einspielen können sich Krefeld und Rostock.

Hannover Scorpions – Herner EV Miners 3:4 (2:2, 0:0, 1:1, 0:1) n.P.

Die Sphinx der Liga hat wieder zugeschlagen. An schlechten Tagen haben die Herner gegen jeden ihre Probleme, hat guten gewinnen sie selbst beim Tabellenführer. Und die Hannover Scorpions werden sich fragen, warum sie in Herne klar gewannen, aber beide Heimspiele gegen die Westdeutschen vergeigten. Vielleicht lag es an einer gewissen Selbstsicherheit, vielleicht aber auch am schnellen Erfolg im ersten Drittel, als sich Andre Reiß aufmachte, seinen Stürmerkollegen vorzumachen, wie man den Ex-Scorpion im Herner Tor, Björn Linda, überwinden kann. Die Antwort des HEV kam jedoch prompt und nach den schnellen vier Toren nach nur zehn Minuten war erst einmal eine halbe Stunde Schluss mit Torjubel. In der 45. Minute packte endlich Scorerkönig Allan McPherson zu, verwertete eine Vorlage von Alderson zur Führung, aber auch diese hielt nicht. Michel Ackers glich erneut aus und danach gab es keine Entscheidung. Nicht zum Spielende und nicht in der Verlängerung und so musste das Penaltyschießen entscheiden, wo schließlich Routinier Nils Liesegang den Hernern den wichtigen zweiten Punkt bescherte.

Tore: 1:0 (00:41) Andre Reiß (McPherson, Aquin), 1:1 (06:44) Elvijs Biezais (Elten, Ackers), 2:1 (07:23) Andre Reiß (Kabitzky, Trattner), 2:2 (10:20) Braylon Shmyr (Liesegang, Köhler 5-4), 3:2 (44:21) Allan McPherson (Alderson, Thomson), 3:3 (51:50) Michel Ackers (Biezais, Köhler), 3:4 (65:00) Nils Liesegang (PEN)

Saale Bulls Halle – Crocodiles Hamburg 4:1 (0:0, 3:1, 1:0) 

Den Crocodiles Hamburg geht scheinbar zum Ende Saisonende die Kondition aus. Nach der vermeidbaren Heimniederlage gegen Herford am Freitag kassierten die Elbestädter in Halle eine weitere Niederlage, auch wenn die Bulls noch der Titelverteidiger sind und vor der Begegnung leicht favorisiert waren. Im ersten Drittel neutralisierten sich beide Vertretungen, sorgten trotzdem für einige spannende Spielszenen, in denen sich beide Torhüter, Kai Kristian bei Hamburg und Tim Herden bei Halle, auszeichnen konnten. Als Hamburg in der 28. Minute durch Luis Müller in Führung ging, schien eine Überraschung im Bereich des möglichen, aber Halle gelang fast umgehend der Ausgleich und nur zwei Minuten nach dem 1:1 von Merl brachte Becker die Bulls-Farben erstmals in Front. In der 39. Minute erhöhte Merl in Überzahl auf 3:1. Bei diesem Spielstand blieb es bis zur 58. Minute, als ausgerechnet ein Shorthander von Bulls-Stürmer Pfennings die Entscheidung brachte.

Tore: 0:1 (27:52) Luis Müller (Lascheit, Zuravlev), 1:1 (30:00) Thomas Merl (Schmid, Hoffmann), 2:1 (32:22) Maurice Becker (Hoffmann, Schmid), 3:1 (38:06) Thomas Merl (Varttinen, Vihavainen 5-4), 4:1 (57:33) Roman Pfennings (4-5)

Black Dragons Erfurt - Tilburg Trappers 1:5 (0:2, 1:1, 0:2)

Die Gegenwehr der Erfurter war groß, aber gegen die Kaltschnäuzigkeit der Trappers hatten die Thüringer keine Chance. In der fairen Begegnung mit insgesamt nur 20 Strafminuten, davon alleine 14 im ersten Drittel, starteten die Niederländer erfolgreich, gingen mit 3:0 in Führung. Der Anschlusstreffer von Maurice Keil brachte noch einmal Hoffnung für die Black Dragons, aber im letzten Drittel sorgte ein Doppelschlag der Trappers von Stempher und Virtanen für den letztlich klaren Erfolg der Tilburger.

Tore: 0:1 (16:55) Reno de Hondt (van Gorp), 0:2 (19:04) Mikko Virtanen (van Oorschot), 0:3 (24:24) Max Hermens (Loginov, van der Schuit), 1:3 (32:33) Maurice Keil (Joly, Bosas), 1:4 (43:05) Danny Stempher (Hofland, Loginov), 1:5 (44:48) Mikko Virtanen (Hofland)

Hammer Eisbären – Füchse Duisburg 1:4 (0:1, 1:0, 0:3) 

Die Aufholjagd der Eisbären ist definitiv zu Ende. Gegen Duisburg setzte es die sechste Niederlage in den letzten acht Spielen und bei dieser Performance ist auch der aktuelle achte Tabellenplatz schwer in Gefahr, denn direkt hinter den Eisbären steht jetzt der aktuelle Gegner aus Duisburg. Sieggarant der Wedauer war dabei Pontus Wernerson Libäck, der mit seinen drei Toren die Eisbären praktisch alleine erlegte, allerdings trauter Gemeinsamkeit mit Bruder Linus und dem finnischen Mannschaftskollegen Uski. Hamm zeigte zwar optisch eine gute Leistung, konnte sich aber nie gegen die kompromisslose Defensive der Füchse wie gewollt durchsetzen.

Tore: 0:1 (02:28) Pontus Wernerson Libäck (L. Wernerson Libäck), 1:1 (21:39) Samuel Dotter (Balla, Tegkaev), 1:2 (50:20) Michael Fomin (Ziolkowski, L. Wernerson Libäck), 1:3 (58:13) Pontus Wernerson Libäck (Nedved, Uski), 1:4 (59:51) Pontus Wernerson Libäck (Uski, L. Wernerson Libäck)

Hannover Indians – Rostock Piranhas 5:1 (1:1, 0:0, 4:0)

Bei der anschließenden Pressekonferenz wurde es irgendwie surreal. Auf der Gästeseite jener Trainer, der noch im Dezember auf der Gastgeberseite gesessen hatte und dafür saß auf diesem Platz sein Nachfolger, Björn Naujokat. Lenny Soccio fasste das Spiel mit kurzen Worten zusammen, zeigte sich aber zufrieden über seine Mannschaft, die die ersten vierzig Minuten frisch spielte, und die Indians immer wieder zu höchster Konzentration forderte. Björn Naujokat sah es ähnlich, formulierte es aber harsch, als er meinte, dass seine Mannschaft zwei Drittel nicht vorhanden gewesen war. Tatsächlich zeigten die Piranhas, solange die Kräfte hielten, eine starke Leistung, gingen durch Hahn im ersten Drittel in Führung und auch der glückliche Ausgleichstreffer der Indians nur wenige Minuten später brachte sie nicht aus der Fassung. So ging es auch über das zweite Drittel und Indians-Keeper David Böttcher-Miserotti musste mehr als einmal alle seine Fangkünste zur Verfügung stellen, um einen weiteren Rückstand zu vermeiden. Erst in den letzten zwanzig Minuten, als den Piranhas die Kräfte schwanden, übernahmen die Indians die eindeutige Spielführung und erzielten mit Glück und Können vier Tore. Besonders erfreulich: Der Nürnberger Neuzugang vom Dezember, Aaron-Pelle Besle sogar mit dem GWG (Game Winning Goal) und der Januar-Neuzugang Riku Tiainen trafen. Der Finne, erstmals auf dem Pferdeturm-Eis unterwegs, zeigte in Ansätzen, dass er eine echte Verstärkung sein kann. Besonders auffallend seine läuferischen Qualitäten, sein Auge und vor allem seine langen Arme, bei einer Größe von 1,94 Meter kein Wunder.

Tore: 0:1 (09:05) Dante Hahn (Pauker, Barry), 1:1 (13:20) Sofiene Bräuner (Aichinger, R. Palka), 2:1 (41:35) Aaron-Pelle Besle (Aichinger, Bräuner), 3:1 (48:45) Robin Palka (Selan, Kiss), 4:1 (50:44) Sofiene Bräuner (Messing, Schubert), 5:1 (59:41) Riku Tiainen (R. Palka)

Icefighters Leipzig – Moskitos Essen 4:3 (1:2, 0:1, 2:0, 1:0) n.V.

Mit einem blauen Auge kamen die Leipziger im Duell mit Essen davon. Die Stechmücken kassierten zwar schnell das erste Gegentor des Tages, als es bereits nach 135 Sekunden hinter Torhüter Nils Velm einschlug, wandelten aber danach, auch dank eines starken Powerplays mit am Ende 100 Prozent Erfolgsquote, den Rückstand in eine 3:1 Führung. Im dritten Spielabschnitt berannten dann die Leipziger das Gästetor, trafen in der 53. Minute durch Riekkinen zum Anschluss und glichen 99 Sekunden vor Spielende aus. In der Overtime gelang schließlich Leipzigs Schweden Victor Östling das entscheidende vierte Tor.

Tore: 1:0 (02:15) Florian Eichelkraut (Geiseler, Virch), 1:1 (12:23) Mitch Bruijsten (Dmitriew, Daniels 5-4), 1:2 (14:22) Devon Daniels (Dmitriew, M. Bruijsten), 1:3 (28:00) Devon Daniels (M. Bruijsten, K. Bruijsten 5-4), 2:3 (51:55) Joonas Riekkinen (Hannon, Burns), 3:3 (58:21) Florian Eichelkraut (Hannon, Wolter), 4:3 (62:01) Victor Östling (Piskor, Wolter)

EG Diez-Limburg – Krefelder EV U23 5:3 (1:2, 2:0, 2:1) 

Mit diesem Sieg wahrten die Diez-Limburger ihre Hoffnung, am Vorrundenende vielleicht noch Platz zehn oder wenigstens den sicheren Klassenerhalt mit Platz elf zu erreichen. Entscheidend hierfür waren zwei Dinge. Einmal das funktionierende Powerplay. Zwei Versuche, zwei Treffer gleich 100 Prozent Erfolgsquote. Bei Krefeld klappte im Vergleich in Überzahl nichts. Dazu hatten die Limburger mit dem Quartett Zolmanis, Kalns, Kolupaylo und Firsanov einen entscheidenden Vorteil, denn die vier sammelten zusammen zehn PUnkte ein. Krefeld hatte dagegen nur zwei Akteure, die über sich hinauswuchsen. Zum einen Justin van der Ven und Nikita Krymskiy, die beide zwei Punkte holten.

Tore: 0:1 (06:20) Aaron McLeod (Nix, Schymainski), 1:1 (08:50) Konstantin Firsonov (Zolmanis, Steffen), 1:2 (18:58) Nikita Krymskiy (Luknovsky, van der Ven), 2:2 (36:18) Fedor Kolupaylo (Brunner, Fleischer), 3:2 (39:33) Fedor Kolupaylo (Zolmanis, Kalns 5-4), 3:3 (42:28) Justin van der Ven (Krymskiy, McLlwain), 4:3 (46:22) Konstantin Firsonov (Kalns, Valenti), 5:3 (47:33) Egils Kalns (Zolmanis, Bondarenko)


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