Herne und Rostock sind die Gewinner des SpieltagsRückschläge für Essen und Duisburg

Der Herner EV setzte sich bei den Crocodiles Hamburg durch. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Der Herner EV setzte sich bei den Crocodiles Hamburg durch. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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Vorne mit 88 Punkten thronen die Tilburg Trappers, acht Punkte dahinter die Hannover Scorpions und weitere sieben Punkte zurück, auf Rang drei die Hannover Indians. Zwischen den Indians und der ersten Gruppe mit mehreren Mannschaften liegen weitere sieben Punkte, so dass man schon fast von einer Vorentscheidung bei den ersten drei Plätzen sprechen kann. Einen echten Sprung, auch wenn es weiterhin Platz sechs ist, hat Herne gemacht, denn durch den eigenen Sieg beim direkten Konkurrenten aus Hamburg und dem gleichzeitigen Erfolg der Hallenser gegen Essen sind nun diese drei ein ganzes Pünktchen auseinander. Hier ist absolute Spannung angesagt. Auf sieben befinden sich die Crocodiles, die im Augenblick unter fast schon irregulären Bedingungen, sprich regelmäßig nur mit zehn Feldspielern, antreten und sich beachtlich schlagen, an diesem Wochenende allerdings ohne Punktgewinn. Trotzdem haben sie fünf Punkte Vorsprung vor Rostock, das mit dem Sieg gegen Duisburg diese und die spielfreien Leipziger überholen konnte. Auch hier ist noch einiges zu erwarten. Die letzten drei sind dagegen zu weit abgeschlagen, so dass hier das Endklassement schon steht.

Crocodiles Hamburg – Herner EV 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)

Die Hamburger werden immer weniger und trotzdem waren sie in der Lage, den Hernern einen harten Kampf zu bieten. Mit dem Neuzugang Ken Schnabel gingen gerade einmal zehn Feldspieler auf die Eisfläche des Eislandes Farmsen und diese hielten bis zur 20. Minute ein torloses Remis. Bis zur 33. Minute blieb es bei dem Spielstand, dann brachte Cornelius Krämer die Gäste mit 1:0 in Führung. Dennis Thielsch erhöhte in der 40. Minute auf 2:0, aber die kampfstarken Hamburger brachten durch Dominik Lascheit in der 47. Minute noch einmal Spannung in die Partie. Die endgültige Entscheidung fiel dann auch erst fast genau zehn Minuten später, als Kuhnekath Marcus Marsall schickte und dieser den guten Hamburger Keeper Kai Kristian zum 3:1-Endstand überwand.


Preussen Berlin – EC Hannover Indians 0:9 (0:3,0:1,0:5)

Die nur 120 Zuschauer bekamen ein sehr einseitiges Spiel zu sehen, denn die Indians, die nach dem 3:6 nicht nur ein paar Stellschrauben, sondern einen ganzen Motorblock scheinbar umgestellt haben, zeigten sich auch in diesem Spiel in der Defensive absolut stabil und kassierten zum zweiten Male in Folge kein Gegentor. Die Tore der hochüberlegenen Indians, die auch 15:1 hätten gewinnen können, erzielten Arnoldas Bosas (7., 23.), Igor Bacek (8.), Roman Pfennings (12., 56.), Robby Hein (44.), Nicholas Turnwald (50.), Stefan Goller (51.) und Andreas Morczinietz (56.). Bester Mann der Berliner war im übrigen Keeper Morten Braun, der alleine eine zweistellige Niederlage verhinderte.

Tilburg Trappers – Black Dragons Erfurt 6:3 (1:1, 2:1, 3:1)

Man sollte es eigentlich nicht glauben, aber obwohl am Ende ein Schussverhältnis von 52:20 für die Tilburger statistisch erfasst war, hieß es bis sechs Minuten vor Schluss noch 3:3. Der Grund waren drei Erfurter Tore bis zur 55. Minute, erzielt von Robin Sochan (2.), Michal Vazan (24.) und Maurice Keil (43.). Die wild anstürmenden Niederländer trafen zunächst durch Giovanni Vogelaar (15.), Mitch Bruijsten (32.) und Brock Montgomery (36.). Erst zwei Überzahlspiele in den letzten vier Minuten entschieden schließlich das Spiel. Das 4:3 erzielte Nick de Ruijter (56.) und Danny Stempher (58.) und zehn Sekunden kam sogar noch ein Empty-Netter durch Ivy van den Heuvel dazu.


Rostock Piranhas – Füchse Duisburg 7:4 (1:0, 2:3, 4:1)

Obwohl die Piranhas drei Spieler weniger als die Füchse auf den Spielberichtsbogen brachten, zeigten sie sich im dritten Drittel deutlich stärker und brachten die Überlegenheit mit dem Ergebnis auch auf das Papier. Allerdings wehrten sich die Füchse nach Kräften, lagen nach 14 Minuten nach einem Tor von Andrei Teljukin mit 0:1 zurück, glichen in der 28. Minute durch Jan Tramm zum 1:1 aus und mussten zwei Minuten später einen Doppelschlag der Rostocker verkraften, als Greg Classen (29.) und Constantin Koopmann (30.) den Spielstand auf 3:1 setzten. Die Antwort der Füchse war phänomenal. Artur Tegkaev (35.), Lasse Uusivirta (40.) und Sam Verelst (44.) drehten das Spiel und auf einmal stand es 4:3 für die Duisburger. Jetzt waren die Piranhas gefordert und diese zeigten, warum ihnen in dieser Saison alles zuzutrauen ist. Innerhalb von 106 Sekunden zielte Michal Bezouska zweimal genau, schoss seine Tore 24 und 25 und drehte erneut das Ergebnis. Jetzt führten die Piranhas 5:4 und als Greg Classen in der 50. Minute das 6:4 schoss, war das Spiel fast entschieden. Trotzdem nahm Duisburger Trainer Reemt Pyka 49 Sekunden vor Schluss seinen Torhüter Sebastian Staudt vom Eis um 25 Sekunden später das 7:4 durch Kevin Piehler zu erleben.

Hannover Scorpions – Harzer Falken 8:1 (2:0, 4:1, 2:0)

Nach dem 0:3 vom Pferdeturm hatte Scorpions-Trainer Dieter Reiß schon die Rückkehr zur alten Torgefährlichkeit angedeutet und seine Mannschaft setzte die Forderung um. Den Torreigen begann Björn Bombis in der 15. Minute mit einem Shorthander, danach trafen Marian Dejdar (19.), Patrick Schmid (24., 52.), Sebastian Lehmann (34.), Sachar Blank (36.), Matt Wilkins (39.) und Dennis Arnold (44.). Den Falken-Ehrentreffer markierte Artyom Kostyrev (33.). Zu erwähnen wäre noch, dass Scorpions-Ersatzkeeper Salvarani im dritten Drittel das Tor sichern durfte und alle sechs Schüsse abwehren konnte.

Saale Bulls Halle – Moskitos Essen 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) n.P.

In einem hochdramatischen Match setzten sich die Bulls gegen Essen durch und erreichten damit den tabellarischen Anschluss an die Moskitos. Obwohl die Gastgeber optisch stärker waren, fielen in den ersten beiden Dritteln keine Tore. In der 47. Minute traf Julian Airich nach Vorlage von Miglio zum 1:0 für Essen und als es zwei Minuten vor Schluss immer noch so stand, nahm Halles Trainer Dave Rich folgerichtig seinen Keeper Justin Schrörs vom Eis und tatsächlich gelang den Bulls 36 Sekunden vor Spielende das 1:1 durch Chris Francis. In der darauf folgenden Verlängerung gab es keine Entscheidung, so dass es ins Penaltyschießen ging, in dem Tyler Mosienko zugunsten von Halle das entscheidende Tor schoss.


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