Herne nutzt Leipziger Schwäche und führt Liga anHalle putzt Tilburg deutlich; Überraschung durch Hamm

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Hannover Indians – Icefighters Leipzig 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 1:0) n.V.

Leipzigs Trainer Sven Gericke konnte sich nur mit Mühe beherrschen. Nach dem Spiel, auf der Pressekonferenz sagte er, dass er das Spiel als das reinste Chaos empfunden habe. Ein Fehlpassfestival auf beiden Seiten, von geordnetem Spiel keine Spur. Das mag tatsächlich für Phasen des Spieles gestimmt haben, aber sein Kontrahent, Indians-Coach Lenny Soccio meinte, dass beide Teams, gerade auch im defensiven Bereich ein hervorragendes Spiel abgeliefert hätten. Neben beiden Keepern, Eric Hoffmann bei Leipzig und Jan Dalgic für die Indians, zeigten beide Abwehrreihen Biss, kämpften um jeden Puck und ließen nur wenige Torchancen zu. Interessant wurde es immer dann, wenn Strafzeiten ausgesprochen waren. Gleich zweimal hatten die Leipziger die Chance, bei doppeltem Überzahlspiel das Spiel für sich zu entscheiden und zweimal ließen sie die Zeit ungenutzt verstreichen. Ähnlich auch die Indians. Ex-Indian Michael Burns knallte in der neunten Spielminute Hannovers Defender Nick Aichinger brutal in die Bande und kassierte zu Recht eine Fünfer plus Spieldauerstrafe, aber die Gastgeber schafften es nicht, in dieser Zeit in Führung zu geben. Das holten sie in der 21. Minute nach, als Kyle Gibbons, ausgerechnet in Unterzahl, einen Konter mit dem 1:0 abschloss. In der Folgezeit hätten die Leipziger mehrfach ausgleichen müssen, brachten aber die Scheibe nicht im Heiligtum von Dalgic unter und als schon niemand mit einem Ausgleich rechnete, fiel er doch. Robin Slanina bezwang mit viel Glück Dalgic und rettete seine Mannschaft in die Verlängerung. Die Entscheidung fiel in der 64. Spielminute, als Jayden Schubert seinen Teamkollegen Robin Palka schickte und dieser seinem neuen Team den Zusatzpunkt bescherte.

Tore: 1:0 (20:36) Kyle Gibbons (Bowles, Turnwald 4-5), 1:1 (51:15) Robin Slanina (Geiseler), 2:1 (63:14) Robin Palka (Schubert, Möller).

Krefelder EV U23 – Herner EV Miners 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)

Ein am Ende verdienter Erfolg der Gäste, die allerdings auch eine Menge Glück hatten, vor allem in letzten Drittel, als die Krefelder, allerdings viel zu spät, zur Aufholjagd bliesen. Somit blieben am Ende drei Spieler der Herner, die den „berühmten“ Unterschied machten. Keeper Björn Linda schwang sich mit 96,9 Prozent Fangquote zum Herrscher zwischen den Pfosten auf und vorne erledigte das Duo Tomi Wilenius und Nils Liesegang den Scoringjob. Beide holten sich drei Scorerpunkte ab. Lediglich bei der Herner Führung in der 14. Minute machten Alexander Komov und Denis Fominych die Arbeit. Danach kam das Duo dran und zerlegte mit seinem präzisen Spiel die Abwehr der Gastgeber. Nils Liesegang traf dreimal, Tomi Wilenius gab drei Assist und die restlichen Punkte steuerten Michael Ackers und Marcus Marsall bei. Für die kampfstarken Krefelder schoss Marcel Mahkovec in der 58. Minute den hochverdienten Ehrentreffer.

Tore: 0:1 (13:09) Alexander Komov (Fominych), 0:2 (14:36) Nils Liesegang (Wilenius, Marsall), 0:3 (32:14) Nils Liesegang (Wilenius, Ackers), 0:4 (55:32) Nils Liesegang (Wilenius, Ackers), 1:4 (57:30) Marcel Mahkovec (Schitz, Guay Tessier).

Herforder EV – Hannover Scorpions 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.

In einem hochspannenden Spiel, das bei weitem mehr als die anwesenden 532 Zuschauer verdient hatte, zeigte sich der Titelverteidiger nur dank seiner Effizienz als am Ende glücklicher Sieger. Die Herforder, die schon in der Vorbereitung geglänzt hatten, kauften den Mellendorfern mehrfach den Schneid ab und zwangen den Scorpions eine nicht erwartete Verlängerung auf. Entscheidend schließlich für die Gäste der britische Neuzugang Mike Hammond, dem bereits nach elf Sekunden in der Overtime der Siegestreffer gelang.

Tore: 1:0 (02:06) Nils Bohle (Weikamp, König), 1:1 (16:05) Victor Knaub (Trattner, Klöpper), 2:1 (24:09) Elvijs Biezais (Garten, Stocker 5-3), 2:2 (25:54) Mike Hammond (Just 4-5), 2:3 (60:11) Mike Hammond (Just, Reiß).

Saale Bulls Halle – Tilburg Trappers 6:3 (3:1, 2:2, 1:0)

Das  Spitzenspiel des Tages endete mit einem verdienten Erfolg der Hallenser. Der Grund für den Erfolg bestand zum einen im Überzahlspiel. Die Niederländer leisteten sich zu viele Strafen, bekamen selbst nur zwei Chancen und vermasselten diese. Die Bulls dagegen bekamen sechs Möglichkeiten und kamen am Ende auf 50 Prozent Erfolgsquote. Der zweite Grund stand zwischen den Pfosten. Während Tilburgs Ian Meierdres auf äußerst mäßige 83,3 Prozent Fangquote kam, konnte sich auf der anderen Seite Sebastian Albrecht mit 90,6 Prozent Fangquote profilieren. Witziges Detail am Rande: Beide Torhüter konnten sich sogar einen Assistpunkt anschreiben lassen. Der dritte Grund war die Nervenstärke der Bulls. Ihnen gelang noch in den ersten acht Spielminuten eine 2:0 Führung und diesen Vorsprung konnten sie bis zum Ende halten, in der 59. Minute sogar noch ausbauen.

Tore: 1:0 (01:52) Lukas Valasek (Vihavainen, Walkowiak), 2:0 (07:49) Niklas Hildebrand (May, Gollenbek 5-4), 2:1 (08:20) Max Hermens (Meierdres), 3:1 (09:33) Joonas Niemelä (Vihavainen, Halbauer 5-4), 3:2 (25:33) Ties van Soest (Hermens, Vogelaar), 4:2 (28:20) Sergei Stas (Hoffmann, Schmitz 5-4), 4:3 (33:45) Brett Bulmer (van Oorschot, Verkiel), 5:3 (39:59) Niklas Hildebrand (Niemelä, Fomin), 6:3 (58:39) Joonas Niemelä (Albrecht, Schmitz 4-5 ENG)

EG Diez-Limburg – Moskitos Essen 4:3 (0:2, 2:0, 2:1)

Langsam wird man sich in Diez fragen, was noch passieren muss, damit mehr als 146 Zuschauer die Tore passieren. Der Neuling, die Essener Moskitos starteten frech, gingen mit 2:0 in Führung und hatten danach nur noch das Problem, dass ihnen ein Diezer Spieler mehr zu schaffen machte als alle anderen zusammen. Die Rede ist von Thomas Matheson. Der 30jährige Kanadier trat ab der 27. Spielminute zusammen mit seinem kanadischen Partner Kyle Brothers in Aktion, schoss drei Tore und war am Ende doch nicht der beste Scorer des Spieles, denn eben jener Kyle Brothers durfte sich sogar die vollen vier Punkte gutschreiben lassen. Ein weiterer Diezer Gewinner war Keeper Tim Stenger. Stenger kam im zweiten Drittel für den leicht indisponierten Jan Guryca, kassierte nur noch ein Gegentor und stach damit seinen Gegenüber Marvin Frenzel aus, wobei beide die 90 Prozent-Fangquote knackten. Für die tapferen Essener war das Trio Aaron MacLeod, Thomas Richter und Mitch Bruijsten mit jeweils zwei Scorerpunkten am erfolgreichsten.

Tore: 0:1 (05:21) Dominik Luft (Lamers, Richter), 0:2 (17:53) Aaron MacLeod (Richter, Bruijsten), 1:2 (26:13) Thomas Matheson (Brothers, Ketter), 2:2 (31:09) Kyle Brothers (Slaton, Lavallee), 2:3 (48:45) Enrico Saccomani (MacLeod, Bruijsten), 3:3 (53:46) Thomas Matheson (Lavallee, Brothers 5-4), 4:3 (54:06) Thomas Matheson (Patocka, Brothers).

Hammer Eisbären – Crocodiles Hamburg 5:2 (0:2, 2:0, 3:0)

Das war die Überraschung des Tages. Die Hammer, die wie üblich starteten, nach zwanzig Minuten zurücklagen und auf die man vermutlich keinen Pfifferling mehr wettete, kamen zurück, fighteten als wenn es um ihr Leben ging und auf einmal klappte es. Besonders beeindruckten, neben Torhüter Daniel Filimonow die beiden Stürmer Michael Maaßen und Igor Furda, die beide drei Scorerpunkte schafften. Die Hamburger konnten lediglich ein Drittel gefallen, danach ließen sie die Eisbären gewähren, kassierten sogar zwei Gegentore in Überzahl und am Ende hatten sie das Spiel verdient verloren.

Tore: 0:1 (01:09) Dominik Lascheit (Zuravlev), 0:2 (12:30) Maximilian Schaludek (Zimmermann, Verelst), 1:2 (26:22) Michael Maaßen (Lichnovsky), 2:2 (35:54) Christopher Schutz (4-5), 3:2 Christopher Schutz (Furda 4-5), 4:2 (58:23) Igor Furda (Spacek, Maaßen ENG), 5:2 (59:17) Michael Maaßen (Junge, Furda ENG).

Rostock Piranhas – Black Dragons Erfurt 4:5 (1:1, 2:3, 1:1)

Einen echten Fight, qualitativ um einen der Pre-Play-Off-Plätze, lieferten sich die Piranhas und die Black Dragons. Am Ende hatten die Statistiker 93 Schüsse gezählt und gesamt 65 Strafminuten gezählt. Die meisten der Strafminuten kassierte dabei der Erfurter Petr Gulda, der sich mit dem Rostocker Florian Kraus eine handfeste Auseinandersetzung lieferte und, im Gegensatz zu Kraus mit fünf Strafminuten, gleich deren dreißig kassierte. In dieser Zeit schoss Erfurt zwei Tore und weil ihnen auch noch zwei Shorthander gelangen, war der Erfolg letzten Endes verdient.

Tore: 1:0 (17:01) Lukas Koziol (Combs, Pauker 5-4), 1:1 (17:31) Adam Kiedewicz (Jakob, Banach), 2:1 (27:41) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Lavallee), 2:2 (33:01) Felix Schümann (Bosas, Keil 4-5), 2:3 (37:22) Sean Fischer (Wunderlich, Gerartz 4-5), 3:3 (37:46) Mark Ledlin (Balla, Pauker), 3:4 (38:27) Kyle Beach (Wunderlich, Fischer), 3:5 (42:09) Sean Fischer (Beach, Schmid  5-4), 4:5 (55:15) Lukas Koziol (Gerstung, Schaffrath).


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