Herne gewinnt Topspiel durch Last-Minute-TorMcLeod trifft in Halle 12,9 Sekunden vor Schluss

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3:2 (0:1, 2:1, 1:0)-Auswärtssieg bei den Saale Bulls aus Halle, zwei Tage zuvor ein 4:3-Heimsieg im Revierderby gegen die Duisburger Füchse – besser kann man sich nicht gegen zwei Top Teams durchsetzen. So war dann auch die Stimmung nach Spielende und auf der Rückfahrt von Sachsen-Anhalt an den Herner Gysenberg hervorragend. „Meine Mannschaft hat innerhalb von knapp 48 Stunden zweimal Großes geleistet. Dieser kämpferische Einsatz und der unbedingte Siegeswille verdient Respekt und deshalb haben sich die Jungs nun ein paar trainingsfreie Tage verdient“, meinte HEV-Chefcoach Frank Petrozza nach Spielende. Die kleine Ruhephase ist möglich, da am kommenden Wochenende Länderspielpause ist. Erst am Freitag, 11. November, geht es ab 20 Uhr mit dem Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig weiter. Bis dahin kann sich der Herner EV die Oberliga-Tabelle von ganz weit oben betrachten, wobei es für die Spannung und Ausgeglichenheit der Liga spricht, dass die ersten sechs Teams nach gut einem Drittel dieser Runde nur vier Punkte voneinander getrennt sind.

Die Begegnung im Hallenser Eisdom brauchte vor 1255 Zuschauern eine gewisse Anlaufzeit, um eine ähnliche Intensität aufzubauen wie am Freitagabend am Gysenberg. HEV-Keeper Christian Wendler musste in der sechten Spielminute nach einer guten Kombination von Igor Bacek auf Artur Tegkaev zum ersten Mal sein Können unter Beweis stellen, zwei Minuten später hatte die Angriffsformation um Brad Snetsinger die erste Herner Möglichkeit. Und so ging es weiter mit wechselnden Chancen. Die beste hatte Saale-Bulls-Stürmer Danny Albrecht in der zwölften Minute, als er plötzlich frei vor dem Tor von Christian Wendler auftauchte, aber scheiterte. Es folgte eine gute Überzahlgelegenheit des HEV, die aber auch nichts Zählbares einbrachte. Das machten die Saale Bulls in der 18. Minute besser und kamen durch Dennis Fominych zur 1:0-Führung. Sören Hauptig hatte kurz vor der ersten Pause den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Sebastian Albrecht im Tor der Gastgeber.

Der 1:1-Ausgleich fiel dann in der 25. Minute durch Aaron McLeod, der von Verteidiger Jan-Niklas Pietsch bedient wurde. Der Herner EV versuchte nun immer mehr, das Heft in die Hand zu nehmen, musste aber in der 29. Minute die erneute Führung der Gastgeber durch Danny Albrecht einstecken. Die hielt knappe fünf Minuten lang, dann bediente Brad Snetsinger von der rechten Seite mustergültig seinen Sturmpartner Sam Verelst, der links vor dem Hallenser Tor stehend den Puck zum 2:2 einlochen konnte. Kurz darauf hätte Brad Snetsinger sogar die erste Herner Führung markieren können, die sollte allerdings noch länger auf sich warten lassen. Stattdessen gab es erst einmal einige Strafzeiten durch den nicht immer günstig postierten Hauptschiedsrichter Seedo Janssen.

Im Schlussabschnitt bestimmte das Team von Frank Petrozza dann klar das Geschehen. Thomas Richter hatte sofort eine gute Möglichkeit, danach Damian Schneider sowie Dominik Luft. Die Gastgeber kamen nur noch durch gelegentliche Konter ins Spiel, die allerdings nicht ungefährlich waren. Die weiteren Chancen der Gysenberger durch Aaron McLeod, Brad Snetsinger, Sören Hauptig und Christian Nieberle im weiteren Spielverlauf waren (noch) nicht vom Erfolg gekrönt. Den Siegesjubel sparte man sich bis ganz zum Schluss auf. Es waren noch 49 Sekunden zu spielen, als Saale-Bulls-Stürmer Denis Fominych sich seine vierte Zwei-Minuten-Strafe an diesem Abend abholte und damit dem HEV das finale Powerplay bescherte. Zu einem Zeitpunkt, als man sich schon gedanklich mit einer möglichen Overtime befasste. Die war dann nicht mehr nötig, zur Freunde der mitgereisten Herner Fans, die ihr Team gebührend feiern und damit in den verdienten „Kurzurlaub“ schicken konnten.

Tore: 1:0 (17:43) Fominych (Schmitz, Bacek/5-4), 1:1 (24:44) McLeod (Pietsch), 2:1 (28:30) D.Albrecht (Wunderlich, Wartenberg/5-4), 2:2 (33:01) Verelst (Snetsinger, Schneider), 2:3 (59:47) McLeod (Ackers, Snetsinger/5-4). Strafen: Halle 12 + 10 (Tegkaev), Herne 12 + 10 (Kreuzmann). Zuschauer: 1255.

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