Herne beendet Aufstiegshoffnungen der ScorpionsHannover Scorpions

Herne beendet Aufstiegshoffnungen der ScorpionsHerne beendet Aufstiegshoffnungen der Scorpions
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Beide Teams hatten konkrete Ziele vor Augen. Die Scorpions wollten ihre geringe Chance auf den Aufstieg durch einen Sieg gegen den Westoberligisten wahren, die Herner wollten das 2:4 aus dem Heimspiel vergessen machen. Die Folge war ein ziemlich hartes erstes Drittel mit sage und schreibe 67 Strafminuten. Eishockey wurde auch gespielt und es begann wie üblich. Die Scorpions im Vorwärtsgang und bereits nach 141 Sekunden klingelte es im Kasten von Hernes Keeper Benjamin Voigt. Vielleicht fiel das 1:0 zu schnell, denn jetzt wähnten sich die Scorpions auf der Siegerstraße, während die Herner die physische Komponente verstärkten. Sie griffen früher an, provozierten wo es ging und die Hannoveraner fielen darauf ein. Der Erste war Sven Gerbig, der einer harten Attacke von Michel Ackers zum Opfer fiel und sich zu einem Stockcheck hinreißen ließ, der ihm eine Spieldauer einbrachte. Scorpions-Coach Lenny Soccio: „Ein probates Mittel, wenn auch grenzwertig. Einer meiner Leistungsträger fällt durch dieses dumme Revanchefoul nun für das Duisburg-Spiel aus. Darüber wird zu sprechen sein.“ Der Ausfall von Gerbig brachte die Scorpions ziemlich durcheinander. Herne wirkte läuferisch gut, spielerisch nicht stark, aber physisch sehr präsent und so war das 1:2 auch keine Überraschung, kam aber urplötzlich. Christian Nieberle, bisher wenig als Torschütze beim HEV aufgefallen, durfte sich vor dem Tor von Scorpions-Keeper Englbrecht austoben und schon stand es 1:2. Jetzt war die Stimmung richtig aufgeheizt. Die Gastgeber sahen ihre Felle schwimmen, die Gäste wollten mit aller Macht den Sieg und verwechselten hartes mit brutalem Spiel. Folgerichtig sah Antti-Jussi Miettinen in der 20. Minute nach einem Kniecheck ebenfalls die rote Karte, sprich er musste in die Kabine.

Hauptschiedsrichter Engelmann hatte nach den stressigen ersten zwanzig Minuten wohl keine Lust mehr auf weitere Scharmützel. Konsequent bestrafte er ab der 20. Minute und die ersten, die die neue Linie des Schiris begriffen, waren die Herner. Jetzt wurde nur noch gefoult, wenn es der Schiri nicht sah, während die Scorpions die Strafbank weiter bevölkerten. Die spielerische Linie ging jetzt bei den Hausherren völlig verloren gegangen und wurde von Damian Schneider hart bestraft. Der HEV-Stürmer besorgte in der 27. + 28. Minute im Alleingang die 4:1 Führung seiner Mannschaft und das Spiel schien in der Folge entschieden. Völlig konzeptlos versuchten die Scorpions wieder ins Spiel zu kommen, während die Herner 15:7 Torschüsse zu verzeichnen hatten. Das der Nordmeister für Überraschungsmomente sorgen kann, wurde in der 36. Minute deutlich. Maxi Hüsken, von Pape gut bedient, überwand mit einem satten Schuss ins linke Eck Benny Voigt im HEV-Kasten und brachte die Hoffnung zurück in die, mit 1.156 Zuschauern, darunter etwa 50 aus Herne, nicht komplett gefüllte Langenhagener Eishalle.

Scorpions-Coach Lenny Soccio: „Im dritten Drittel beschlossen wir Eishockey zu spielen.“  Auf einmal funktionierte das Scorpions-Spiel, obwohl man auf Topstürmer Sven Gerbig verzichten musste. Im gleichen Maße, wie die Herner kräftemäßig nachließen, stürmten die Scorpions und hatten auch Glück. Sergej Janzen (43.) und Alex Janzen (49.) glichen aus und der HEV hatte es mehrfach alleine seinem Keeper Benny Voigt zu verdanken, dass es beim 4:4 blieb.

Eigentlich war nur die Frage, wann das 5:4 fällt und es fiel auch, nur auf der falschen Seite. Jakob Rumpel, im Hinspiel noch wegen Verletzung fehlend, versenkte die Scheibe zum entscheidenden 4:5 im Netz. Während die Gästefans den Sieg feierten, verschwanden die Langenhagener schnell aus der Halle. Ihnen, wie auch dem Management, war klar, dass damit der Aufstieg ad acta gelegt werden muss. Die Planung für die kommende Saison kann nun begonnen werden.


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