Herforder EV und Hannover Indians überraschen mit AuswärtssiegenKrefeld verlässt Platz 15 – Scorpions haben Probleme in Duisburg

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Und dann gab es noch eine gute Meldung aus Tilburg. Der einzige Verfolger, bei jetzt 29 Punkten Rückstand, leistete sich gegen den Großraumgegner der Scorpions, den Indians eine Heimniederlage, spürt jetzt die Hallenser Saale Bulls direkt im Nacken mit nur drei Punkten Vorsprung. Mit dem gleichen Rückstand verfolgen jetzt die Indians Halle, nachdem sich die Crocodiles eine unnötige Heimpleite gegen Herford geleistet haben. Auch Herne wird die Hamburger Pleite mit Genuss registriert haben. Jetzt sind es nur noch acht Punkte Rückstand bei zwei bisher ausgefallenen Spielen. Da ist noch jede Menge Spannung drin.

Hamm auf Platz acht hat zwar den wiederhergestellten Kontakt zu Leipzig wieder verloren, konnte aber zwei Punkte Vorsprung auf Duisburg herausholen. Erfurt kassierte eine Niederlage in Herne, hat aber nur fünf Punkte Rückstand auf die Füchse und noch drei Spiele nachzuholen. Das wird im Kampf um Rang acht noch eng werden und auch Herford wird noch mitmischen wollen. Ganz schwer, aber nicht unmöglich, ist der Kampf von Diez-Limburg und Essen um Platz zehn. Allerdings müssten jetzt ein paar Siege folgen, damit die Hoffnung am Leben bleiben kann. Ganz hinten tat sich auch was. Obwohl mit einem neuen Headcoach ausgestattet, mussten die Rostocker von Krefeld die rote Laterne übernehmen.

Tilburg Trappers – Hannover Indians 2:5 (1:2, 0:1, 1:2)

Die Überraschung des Spieltages. Die Indians, vor wenigen Wochen noch an gleicher Stelle 2:6 unterlegen, zeigten sich diesmal erheblich selbstbewusster und vor allem unglaublich effizient. Tilburg berannte das Indians-Gehäuse, in dem Keeper David Böttcher-Miserotti wieder eine DEL2-würdige Leistung (95,6 Prozent Fangquote) abgab, und die Indians schossen die Tore, meistens zum richtigen Zeitpunkt. Das Schussverhältnis sprach am Ende mit 45:22 klar für die Trappers, die aber diesmal das Zielvisier nicht richtig eingestellt hatten. Spielverlierer bei den Niederländern war die dritte Reihe, die mit einer minus acht-Wertung aus dem Spiel gingen. Bei den Gästen überragte der Kapitän Branislav Pohanka mit drei Punkten, sowie Dennis Palka und Matthew Pistilli. Neuzugang Riku Tiainen kam in der dritten Reihe mit Pohl, Esposito-Selivanov und Schubert aufs Eis, fiel aber bis auf eine Strafe in der 49. Minute noch nicht auf.

Tore: 1:0 (07:32) Reno de Hondt (Richards, Stempher), 1:1 (12:40) Matthew Pistilli (Turnwald, Pohanka 5-4), 1:2 (18:55) Dennis Palka (Pistilli), 1:3 (34:41) Robin Palka (Selan, Böttcher-Miserotti), 2:3 (41:19) Jordy Verkiel, 2:4 (55:26) Sebastian Christmann (D. Palka, Pohanka), 2:5 (59:23) Branislav Pohanka (ENG)

Füchse Duisburg – Hannover Scorpions 2:4 (0:0, 2:1, 0:3)

Die Siegesserie der Hannover Scorpions geht weiter. Auch im 25. Spiel in Folge blieben sie siegreich, mussten jedoch auch auf die Dienste von Glücksgöttin Fortuna zurückgreifen, auch wenn das Schussverhältnis von 33:20 für die Scorpions eindeutig war. Dass die Duisburger trotz ihrer defensiven Grundhaltung das erste Drittel optisch ausgeglichen schafften, war schon eine Überraschung. Im zweiten Drittel ging es damit weiter und die 807 Fans im Fuchsbau werden sich gewundert haben, wie clever ihre Mannschaft gegen den haushohen Favoriten, der wiederum mit nur 13 Feldspielern aufgelaufen war, agierte. Die 2:1-Führung war nicht unverdient. Im letzten Drittel zogen dann die Gäste eines ihrer Asse aus dem Ärmel, den Doppelschlag. In der 47. Minute änderten Just und Klöpper den Rückstand in eine Führung, die Raabe noch ausbaute.

Tore: 1:0 (26:38) Linus Wernerson Libäck (Fomin), 1:1 (32:12) Ralf Rinke (Thomson, Reiß), 2:1 (38:20) Michael Fomin (L. Wernerson Libäck, Lundh Hahnebeck), 2:2 (46:23) Robin Just (Aquin, McPherson 5-4), 2:3 (47:03) Patrick Klöpper, 2:4 (55:26) Steven Raabe (McPherson, Alderson)

Crocodiles Hamburg – Herforder EV 4:5 (2:1, 2:2, 0:2)

Die zweite Überraschung des Spieltages. Die unangenehm, aber fair spielenden Herforder ließen ihre Gastgeber nie ergebnistechnisch enteilen, blieben sogar nach dem 3:4 kalt wie eine Hundeschnauze und als sich die Begegnung dem Ende näherte und die 1.300 Zuschauer auf einen knappen Sieg hofften, kam die Stunde des Rustams Begovs. Der Lette, der bis dahin kaum aufgefallen war, traf zum Ausgleich und setzte noch 150 Sekunden später mit seinem zweiten Tagestor einen drauf, versetzte den Crocodiles einen Schock, den diese nicht mehr verdauen konnten. Bei Hamburg, dass noch ohne den frisch verpflichteten finnischen Verteidiger Wiljami Kupiainen aus Joensuu, antrat, war Ilja Fleischmann, Förderlizenzspieler aus Weißwasser, mit drei Punkten bester Akteur. Überraschend auch die Stärke der Ice Dragons, die stellenweise die Hamburger beherrschten und sich bei 40:29 Torschüssen die drei Punkte auch verdient hatten. Und einen statistischen Stellenwert hatte der Sieg für die Herforder auch. Als Ice Dragons hatten sie zuvor noch nie bei den Crocos gewonnen. Der letzte Herforder Sieg, ein 3:2, stammte vom Januar 2001.

Tore: 1:0 (00:49) Ilya Fleischmann (Lascheit, Renner), 1:1 (07:00) Lukas Krumpe (Pietschmann), 2:1 (19:57) Yannick Walch (Rajala), 2:2 (21:40) Nicklas Müller (Pietschmann), 3:2 (25:43) Dominik Lascheit (Zuravlev, Fleischmann), 3:3 (29:17) Ulib Berezovskyy (Gerartz), 4:3 (32:34) Illya Fleischmann (Domogalla, Walch), 4:4 (56:55) Rustams Begovs, 4:5 (59:28) Rustams Begovs (Gerstung, Berezovskyy)

Herner EV Miners – Black Dragons Erfurt 6:2 (1:2, 4:0, 1:0)

Die Heimserie der Herner gegen Erfurt hielt. Der vierte Sieg hintereinander bei 23:6 Toren. Allerdings täuscht die Höhe des Sieges über den Spielverlauf, denn die Erfurter waren zumindest in der ersten Spielhälfte gut mit im Spiel, machten dem HEV das Leben schwer. Zum Glück klappte bei den Einheimischen das Powerplay. Zwei Tore bei sechs Chancen ergibt 33 Prozent Erfolgsquote und war einer der Sieggaranten. Ein weiterer war Nils Liesegang, der seine Mannschaft antrieb und bei den ersten drei Toren sämtlichst beteiligt war. Ebenfalls drei Punkte steuerte Elvijs Biezais bei, dem drei Assist gelangen.

Tore: 1:0 (05:59) Nils Liesegang (Biezais, Hüfner 5-3), 1:1 (16:28) Alexandre Ranger (Joly, Bezouska), 1:2 (19:59) Maurice Keil (Bosas, Schüpping), 2:2 (31:40) Lennard Nieleck (Liesegang, Linda 5-4), 3:2 (33:05) Nils Liesegang (Elten, Biezais), 4:2 (34:01) Dennis Swinnen (Shmyr, Seto), 5:2 (39:43) Chris Seto (Hüfner, Biezais), 6:2 (58:18) Marlon Polter (Shmyr, Swinnen)

Rostock Piranhas – Saale Bulls Halle 3:7 (0:2, 1:2, 2:3)

Auch in Rostock gab es eine Serie, die jedoch nicht riss. Halle gewann zum achten Male in folge in Rostock bei 40:16 Toren. Und auch diese achte Begegnung zeigte schonungslos die Differenz zwischen beiden Mannschaften. Rostock kämpft schon jetzt um den Klassenerhalt, während Halle das große Ziel DEL2 noch nicht aus den Augen verloren hat. Ausgestattet mit einem überragenden finnischen Angriffsduo, Varttinen und Vihavainen produzierten neun Scorerpunkte, sowie einem hervorragenden Defender, Dennis Schütt gab vier Assist, und weiteren guten deutschen Oberligaspielern ausgestattet, zogen die Bulls von Anfang an ihre Kreise, waren bis zum 7:1 hochkonzentriert und ließen erst danach noch zwei Gegentore zu, als die Partie längst entschieden war. 

Tore: 0:1 (04:24) Matias Varttinen (Schütt, Schmid), 0:2 (18:43) Tatu Vihavainen (Schütt, Weyrauch), 0:3 (30:41) Matias Varttinen (Vihavainen, Schütt), 1:3 (33:35) Dante Hahn (Barry, Ledlin 5-4), 1:4 (36:18) Matias Varttinen (Vihavainen, Weyrauch), 1:5 (45:44) Roman Pfennings (Schütt, Merl), 1:6 (48:06) Thomas Merl (Schmid, Vihavainen 5-4), 1:7 (49:14) Tatu Vihavainen (Varttinen, Weyrauch), 2:7 (53:20) Tom Pauker (Döring, Kraus), 3:7 (56:07) Tom Pauker (Döring, Ledlin)

Krefelder EV – Hammer Eisbären 4:5 (0:2, 1:1, 3:1, 0:1) n.P.

Hamm, der eindeutige Favorit, schien wenige Minuten vor Ende als der eindeutige Sieger. Die Hammer hatten ihren Vorsprung aus dem ersten Drittel bis weit ins Abschlussdrittel erfolgreich verwaltet, auch dank der treffsicheren Chris Schutz und Kyle Brothers, um dann exakt zwei Sekunden vor dem regulären Ende den Ausgleich von Ex-DEL-Profi Martin Schymainski zu kassieren. Am Ende reichte es für die Eisbären doch noch zum Zusatzpunkt, aber die KEV`ler verdienten sich ihren Ehrenpunkt, der sie vom letzten Platz befreite, auf Grund ihrer blendenden Moral. Überragender Krefelder war Adrian Grygiel, der an allen vier Toren der Jung-Pinguine auf dem Eis war.

Tore: 0:1 (08:13) Daniel Reichert (Schutz, Esche), 0:2 (18:58) Samuel Dotter (Brothers, Schutz 5-4), 1:2 (23.08) Edwin Schitz (McLlwain, Grygiel 5-4), 1:3 (38:05) Kevin Trapp (Lavallee, Esche), 2:3 (42:12) Adrian Grygiel (Schymainski, Dobryskin), 2:4 (54:15) Chris Schutz (Brothers, Reichert), 3:4 (55:39) Adrian Grygiel (Benes, Schitz), 4:4 (59:58) Martin Schymainski (Grygiel, Schitz), 4:5 (65:00) Kyle Brothers

Moskitos Essen – EG Diez-Limburg 4:2 (1:1, 0:0, 3:1)

Auch die zweite Saisonheimpartie gegen Diez-Limburg gewannen die Moskitos. Nach dem 7:4 vom November folgte nun ein 4:2. Allerdings wurden die drei Punkte mühevoll erkämpft, denn Diez war gleichwertig, lediglich unglücklicher im Abschluss. Und einmal unkonzentriert, und zwar in der 56. Minute, als Kevin Bruijsten in Unterzahl die Essener in Führung brachte. Überhaupt das Powerplay der Limburg ist vom Ergebnis so unberechenbar wie ein schwarzes Loch. Mit 25,8 Prozent liegen die Limburger auf einem starken fünften Platz im Norden, haben aber zehn Gegentore in Überzahl bekommen. Lediglich die Krefelder sind mit elf noch schlechter. Bei Essen gefielen neben Torhüter Nils Velm (93,8 Prozent Fangquote) noch Mark Zajic, Fabio Frick und Mitch Bruijsten. Bei Diez gefielen die Kampfkraft und die Moral.

Tore: 1:0 (05:08) Robin Slanina (Zajic, Martens), 1:1 (15:39) Marcel Kurth (Lademann, Kalns 5-4), 1:2 (42:46) Niko Lehtonen (Firsanov, Bondarenko), 2:2 (44:46) Mark Zajic (Saccomani, Frick), 3:2 (55:17) Kevin Bruijsten (M. Bruijsten, Schmitz 4-5), 4:2 (56:14) Fabio Frick (M. Bruijsten, Behrens)


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