Herforder EV überrennt Hannover Indians mit RekordergebnisScorpions und Halle holen mit Glück zwei Punkte

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Auf der anderen Seite wird man sicherlich am Wochenende heiß diskutiert haben, denn mit einer derartigen Leistung sind die Indians auch gegen Erfurt am Sonntag nur Außenseiter.Die Scorpions verloren gegen die Tilburger durch ihre Verlängerung 0,04 Punkte, sind aber noch weit voran. Halle holte gegenüber Tilburg nichts auf, wird sich aber über die Niederlagen der Crocodiles und Indians gefreut haben, denn so wurde der Vorsprung auf 0,25 bzw. 0,3 Punkte ausgebaut. Herne holte gegen Leipzig nicht auf, Erfurt und Diez-Limburg bauten ihren Vorsprung auf Krefeld aus. Herford überholte mit seinem Sieg die Rostocker, hat aber auf Krefeld immer noch 0,22 Punkte Rückstand.

Tilburg Trappers – Hammer Eisbären 7:3 (0:1, 3:1, 4:1)

So locker wie in den vergangenen Jahren fahren die Trappers die Siege zu Hause nicht mehr ein. Auch der Tabellenletzte aus Hamm machte den Niederländern das Leben schwer und diese konnten erst im dritten Drittel die Partie endgültig für sich entscheiden, wobei das Ergebnis auch etwas zu hoch ausfiel. Bereits der Spielstart war außergewöhnlich. Milan Svarc (3.) nutzte ein Powerplay zur Gästeführung und die Trappers versuchten, mit viel Kampf und Härte noch im gleichen Drittel den Ausgleich zu erzwingen, aber dieses Unterfangen ging schief. Bereits der erste Angriff der Trappers in der 21. Minute brachte durch Bison Bartek den Ausgleich aber der beste Hammer Stürmer, Milan Svarc (24.) schaffte kurz darauf die erneute Gästeführung. So blieb es bis zur 36. Minute, dann schlugen die Trappers zu. Mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 43 Sekunden drehten Kevin Bruijsten und Jonne de Bonth das Ergebnis. Im dritten Drittel hatte dann Tilburgs Stürmer Max Hermens seinen Auftritt. Persönlich erhöhte er in der 46. und 47. Spielminute auf 5:2. Als in der 49. Minute de Bonth nach einem Kniecheck eine Fünfer plus Spieldauer erhielt, hätten die Hammer noch einmal aufholen können, aber es sprang lediglich ein Tor zum 3:5 durch Gianluca Balla (54.) heraus. Jetzt resignierten die Eisbären und Delany Hessels (58.) und Reno de Hondt (59.) trafen zum Ende 7:3.

Rostock Piranhas – Black Dragons Erfurt 3:5 (2:2, 0:1, 1:2)

In einem ausgeglichenen Spiel blieben die Erfurter die etwas glücklicheren Sieger, weil sie einfach ihre zahlreichen Chancen besser nutzten. Ganz klasse im ersten Drittel: Vier Tore und keine einzige Strafzeit. Für die Rostocker trafen August von Ungern-Sternberg (8.) und Matthew Pistilli (18.), für die Erfurter Alexander Spister (9.) und Arnoldas Bosas (12.). Das gleiche im zweiten Drittel. Wieder kamen beide Vertretungen ohne Strafzeit aus und diesmal fiel nur ein Tor und zwar durch Alexander Spister (26.). Felix Schümann (48.) erhöhte auf 4:2 für die schwarzen Drachen und dann war es in der 53. Minute soweit: Die erste Strafzeit des Spieles. Der Erfurter Maurice Keil musste raus und das nutzte Thomas Voronow (54.) zum Anschlusstor. In der 58. Minute gelang Enzo Herrschaft das 5:3 für die Gäste und dabei blieb es, trotz der Herausnahme von Rostocks Keeper Leon Meder.

Saale Bulls Halle – Icefighters Leipzig 4:3 (1:0, 0:2, 2:1, 1:0) n.P.

Ein starkes Spiel beider Mannschaften, das am Ende etwas glücklich an die Bulls ging. Die Icefighters mussten sich nach der Schlusssirene an die eigene Nase fassen, denn bei einem Schussverhältnis von 45:34 sollten eigentlich drei Punkte drin sein. So ging es nach Toren von Tatu Vihavainen (16.), Michal Schön (46.) und Leon Fern (47.) für Halle, sowie Robin Slanina (36.), Michal Velecky (37.) und Hubert Berger (49.) ins Penaltyschießen, wo Tatu Vihavainen den entscheidenden Penalty für Halle versenkte.

Hannover Scorpions – Herner EV 6:5 (3:0, 2:3, 0:2, 1:0) n.V.

Das Spiel bot einige Ähnlichkeiten zur ersten Partie im November, in der die Scorpions die erste von bisher nur zwei Niederlagen kassiert hatten. Damals gingen die Herner mit 4:0 in Führung, diesmal die Hausherren mit 3:0, obwohl die Herner stellenweise ziemlich Druck machten und die Scorpions froh waren, mit Brett Jaeger einen erstaunlich sicheren Keeper zwischen den Pfosten zu haben. Nachdem Andre Reiß (7.) zum 1:0 traf, erhöhten Mario Valery Trabucco (16.) und Christoph Koziol (20.) auf 3:0. Dann begann die Herner Aufholjagd. In einem, ab der 30. Minute leider auch nickeligen Spiel, traf zunächst Nils Liesegang (29.) zum 1:3. Fedor Kolupaylo (31.) brachte mit dem 4:1 die Scorpions wieder mit drei Toren in Führung aber nur eine Minute später gelang Colton Kehler das Herner 2:4 und der Kanadier markierte auch zwei Minuten vor der zweiten Drittelsirene das 3:4 in Überzahl. Bevor es jedoch in die Kabine ging, erzielte Robert Peleikis (40.), ebenfalls in Überzahl, das 5:3. Im letzten Drittel brachten zwei weiteren Powerplay zwei Tore. Christoph Ziolkowski (47.) traf zum 4:5 und Richard Mueller (59.) zum Ausgleich. Vielleicht hatte die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet, denn in der Overtime dauerte es bis zum 6:5 nur 37 Sekunden. Mario Valery Trabucco erzielte das 6:5 und damit die Entscheidung zugunsten des Tabellenführers.

EG Diez-Limburg – Crocodiles Hamburg 3:2 (2:0, 0:2, 1:0)

Ein Zauberstart der Diezer brachte die Rockets schnell mit 2:0 in Führung. Dafür gesorgt hatten die Torgaranten Kyle Brothers (5.) und Thomas Matheson (8.), letzterer in Überzahl. Im zweiten Drittel kamen die Hamburger mächtig zurück, setzten sich stellenweise in der Diezer Hälfte fest und kamen durch ihren Deutsch-Polen Adam Domogalla (28., 36.) dem seine ersten Tore seit zehn Wochen gelangen, zum Ausgleich. Auch im dritten Drittel waren die Crocodiles tonangebend, aber eine unübersichtliche Aktion vor dem Tor von Hamburgs Keeper Kai Kristian wusste Tim Marek (55.) mit diesem Diezer Siegestor auszunutzen.

Herforder EV – Hannover Indians 8:0 (6:0, 2:0, 0:0)

Es gibt Spiele, die in die Geschichte eingehen. Ein solches war diese Partie, denn die einen werden noch in Jahren von diesem Spiel, besonders von dem ersten Drittel, schwärmen, die anderen werden mit Schaudern an den „schwarzen Freitag in Herford“ zurückdenken. Dass der HEV ein Team vom Pferdeturm noch nie so hoch besiegt hat, wird man sich denken können. Der bisherige Rekord stammt vom 21. Februar 1999 (5:3) bzw. 2. März 2001 (6:4) und wurde somit pulverisiert. Die Indians kassierten ihr letztes 0:8 am 24. November 1995, noch in der DEL, bei der Düsseldorfer EG. Noch länger her aus ECH-Sicht ist ein 0:6 im ersten Drittel. Am 20. Oktober 1989 wurde man zuletzt in Essen beim damaligen EHC Essen-West derart überrannt.

Am gestrigen Freitag schafften dies die Herforder durch Emil Lessard (3.), Christophe Lalonde (4., 12.), Philipp Brinkmann (13.), Ralf Rinke (13., 16.). Im zweiten Drittel, die Indians tauschten bereits in der 13. Minute Keeper Lukas Schaffrath gegen David Zabolotny aus, sah die Welt für die Gäste etwas ruhiger aus, und trotzdem kassierten sie zwei weitere Gegentore. Lasse Bödefeld (34.) und Tim Krüger (35.) erhöhten auf ein unglaubliches 8:0.


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