Heimsieg gegen den HSVNeuwied macht das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

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Unaufgeregt, aber hoch konzentriert – so haben die Neuwieder Bären am Sonntag ihre Pfichtaufgabe in der Oberliga Nord gegen den Hamburger SV erfüllt. Der EHC schlug die Norddeutschen mit 6:2 (1:0, 2:1, 3:1) und machte damit das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Die Deichstädter festigten den achten Tabellenrang und konnten auch den Abstand nach oben verkürzen.

Maximilian Franzreb. Den Namen sollte man sich merken. Es müsste schon echt viel schief laufen, wenn der 19-Jährige nicht schon bald permanent in höheren Ligen aufläuft. Der Keeper des HSV fehlte im Hinspiel, als die Bären in Stellingen mit 9:0 gewonnen. Franzreb feierte damals zeitgleich sein Saisondebüt bei den Hamburg Freezers in der DEL und hielt beim Auswärtsspiel in Wolfsburg (2:0) prompt seinen Kasten sauber. In Neuwied raubte Franzreb den Bären im Kollektiv die Nerven. „60 Schüsse hat er von uns mindestens bekommen“, sagte EHC-Trainer Craig Streu. „Er war wirklich überragend.“ Auch HSV-Trainer Chapin Landvogt lobte seinen Schlussmann: „Er ist das Herzstück unserer Mannschaft. Und trotzdem sitzt er jetzt in der Kabine und ist sauer, weil er sechs Tore kassiert hat. Er ist unheimlich ehrgeizig, und das ist auch gut so.“

Dass die Neuwieder mit einer knappen Führung in die erste Pause gingen, hatten sie der vierten Angriffsreihe um Jens Hergt, Moritz Schug und dem 1:0-Torschützen Maurice Keil zu verdanken. Streu hatte erneut 22 Spieler aufbieten können. Dominik Lascheit, Felix Spöttel und Garret Pruden liefen für den Kooperationspartner Bad Nauheim auf, Dima Butasch und Eigengewächs Tobias Paus musste pausieren. Verteidiger Robin Schütz von den Kölner Junghaien (ein Assist) gehörte wie schon freitags gegen die Hamburg Crocodiles ebenso zum Kader wie die zwei Mannheimer Jungadler Keil und Dennis Wengrzik. Und eben jener Keil traf in der 12. Minute zum 1:0, nachdem der EHC die deutlich aktivere Mannschaft war, Hamburg aber die bis dahin beste Chance hatte: Nach einem abgefälschten Schuss lag die Scheibe frei am langen Pfosten, Matthias Oertel hätte nur einschieben brauchen - doch EHC-Keeper Björn Linda warf sich reaktionsschnell dazwischen und verhinderte den Rückstand (10.).

Im zweiten Abschnitt besorgte zunächst Stürmer Josh Rabbani das beruhigende 2:0 (24.) - der Deutsch-Amerikaner sollte öfters mit gebrochener Hand spielen. Drei Tore in zwei Spielen markierte Rabbani seit seiner Blitz-Rückkehr an diesem Wochenende. Besonders sehenswert im zweiten Abschnitt: der dritte EHC-Treffer, mit viel Übersicht und Spielwitz vorbereitet von Stephan Fröhlich, vollendet von Artur Tegkaev (29.). Doch auch die Hamburger durften ein Tor bejubeln, wenngleich das 1:3 durch Dustin Parks (35.) den Spielverlauf nicht wirklich veränderte. Der HSV blieb defensiv gefordert, der EHC blieb bestimmend.

Im letzten Abschnitt setzten die Neuwieder US-Stürmer die sportlichen Ausrufezeichen: Brian Gibbons traf im Doppelpack zum 4:1 (42.) und 5:2 (49.), Josh Myers traf in Unterzahl zum 6:2 (53.). Dazwischen machte Dustin Parks seinen zweiten Treffer des Abends zum zwischenzeitlichen 2:4 aus Sicht der Hamburger (48.). Die Partie jedoch war da bereits entschieden.

„Unser Einsatz hat heute nicht gereicht“, sagte HSV-Trainer Landvogt. „Wir hatten einen Gameplan, den wir nicht zu 100 Prozent umgesetzt haben. Neuwied ist eine sehr gute Mannschaft, die in der Lage ist, Fehler des Gegners gnadenlos zu bestrafen. Das ist heute öfters passiert. Wir hätten heute auch deutlich mehr Tore kassieren können.“ Sein Gegenüber zeigte sich nach einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum Heimspiel gegen die Crocodiles zufrieden: „Wir haben kontrolliert gespielt. Die Jungs wollten heute unbedingt einen solchen Start wie am Freitag verhindern, waren dieses Mal schon nach kurzer Zeit im Spiel drin. Für uns war es wichtig, die Scheibe oft zum Tor zu bringen und viele Chancen zu kreieren. Insgesamt war das eine tolle Leistung der Mannschaft.“

Tore: 1:0 (11:12) Maurice Keil (Jens Hergt, Moritz Schug), 2:0 (23:50) Josh Rabbani (Brian Gibbons, Janne Kujala), 3:0 (28:14) Artur Tegkaev (Marius Erk, Stephan Fröhlich), 3:1 (34:25) Dustin Parks (Matthias Oertel, Michael Piluso), 4:1 (41:46) Brian Gibbons (Goran Pantic, Josh Rabbani), 4:2 (47:38) Dustin Parks (Dominic Steck, Matthias Oertel), 5:2 (48:40) Brian Gibbons (Josh Rabbani, Dennis Schlicht), 6:2 (52:39) Josh Myers (Josh Rabbani, Robin Schütz/5-4). Strafen: Neuwied 6, Hamburg 6. Zuschauer: 957.

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