Heimniederlage gegen TimmendorfErfurt verliert mit 4:6

Felix Schümann hatte in der 48. Minute noch einmal auf 4:5 verkürzt. (Foto: Imago)Felix Schümann hatte in der 48. Minute noch einmal auf 4:5 verkürzt. (Foto: Imago)
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Eine alles in allem verdiente 4:6-Heimniederlage gegen die Beach Boys aus Timmendorf mussten die Black Dragons Erfurt am Sonntagnachmittag hinnehmen. Die Gäste, denen nur 15 Feldspieler zur Verfügung standen, beeindruckten dabei mit einfachem, effizientem und schnellem Hockey. Auf diese Taktik konnten sich die Erfurter zu keiner Zeit einstellen und so war die Niederlage eine fast logische Konsequenz.

Dabei hatten die Erfurter, deren Fans vor Spielbeginn mit einer tollen Choreographie beeindruckt hatten, noch den besseren Start ins Spiel und erspielten sich schnell erste Chancen. Aber erst ein Überzahlspiel nach knapp fünf Minuten sollte den ersten Torerfolg bringen. Nemecek und Zurek hatten Kapitän Grosch bedient und dieser vollstreckte trocken und unhaltbar für Buchholz in die kurze Ecke zur 1:0-Führung. Nach diesem Treffer versäumten es die Gastgeber jedoch, weiter Druck aufzubauen und so kamen die Gäste immer besser ins Spiel und nicht unverdient in der elften Minute zum Ausgleichstreffer durch Jason Horst. Dieser hatte einen Schuss von Busche unhaltbar für Löffelholz abgefälscht und so für den Ausgleich gesorgt. In der Folgezeit deutete sich schon an, dass das Spiel alles andere als ein Selbstläufer werden sollte. Die Gäste übernahmen nach dem 1:1 gar die Spielkotrolle und hatten gleich mehrfach die Gelegenheit in Führung zu gehen. Allein Löffelholz war es zu verdanken, dass es beim 1:1 blieb. Erst zum Ende des Drittels kamen die Gastgeber wieder besser ins Spiel und hatten durch Marcel Weise noch eine dicke Chance zum Führungstreffer, aber Buchholz blieb Sieger und es ging mit 1:1 in die erste Pause.

Den Beginn in den Mittelabschnitt hatten sich die Erfurter und ihre Fans mit Sicherheit anders vorgestellt. Zunächst agierten die Erfurter noch in einer doppelten Überzahl, blieben dabei aber erfolglos. Schlimmer noch, als Pierre Kracht von der Strafbank kommt, kann er vollkommen allein auf Löffelholz zugehen und verwandelte diesen Konter eiskalt zur erstmaligen Gästeführung. Nach diesem Rückstand kam von den Gastgebern zu wenig, immer wieder versuchte man mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen und machte es den Gästen damit natürlich um einiges leichter die Führung zu verteidigen. Und es kam noch schlimmer, in der 30. Spielminute konnten die Beach Boys die Führung gar auf 3:1 stellen. Dabei profitierten die Gäste von einem Fehler in der Erfurter Defensive, als man es versäumte die Scheibe konsequent zu klären. Nach diesem 1:3 versuchten die Erfurter ins Spiel zurück zu kommen, aber es dauerte bis zur 37. Minute, ehe ein Zurek-Schuss den Weg zum Anschlusstreffer ins Tor fand. Die Beach Boys aber hatten eine Antwort auf diesen Treffer parat. Zunächst konnte Löffelholz einen Konter der Gäste noch abwehren, aber nur kurz später kopierten die Gäste eben jenen Konter noch einmal und hatten diesmal Erfolg und gingen mit 4:2 in Front. Nur 23 Sekunden später, und damit zehn Sekunden vor der zweiten Pause, aber schlugen die Erfurter doch noch einmal zurück und trafen durch Huber zum 3:4. Damit ging es dann in die zweite Pause.

Die Erfurter Fans gingen noch mit Hoffnung auf Besserung ins letzte Drittel, aber weiterhin kamen die Black Dragons gar nicht richtig ins Spiel und die Gäste hatten weiterhin die besseren, weil klareren Aktionen. Und so kam es wie es kommen musste, die Beach Boys fuhren wieder solch einen kreuzgefährlichen Unterzahlkonter und wieder schlug dieser Konter im Tor ein. Die Erfurter kamen zwar schnell erneut zum Anschluss durch Schümann, aber mit dem Treffer zum 4:6 von Kracht in Überzahl war die Entscheidung dann endgültig gefallen und die Erfurter kamen diesmal nicht noch einmal ins Spiel zurück und die Gäste spielten die restlichen knapp sieben Minuten routiniert von der Uhr und nahmen so verdient die drei Punkte mit auf die Heimreise.

Tore: 1:0 (5:50) Christian Grosch (Roman Nemecek, Jan Zurek/5-4), 1:1 (10:40) Jason Horst (Robert Busche, Michael Chvostek/5-4), 1:2 (22:58) Pierre Kracht (Jared Wynia, Marcus Klupp/4-5), 1:3 (29:23) Pierre Kracht (Patrick Saggau, Marcus Klupp), 2:3 (37:07) Jan Zurek (Christian Grosch, Enrico Manske), 2:4 (39:27) Michael Chvostek (Marco Meyer, Tjalf Caesar), 3:4 (39:50) Josef Huber (Oliver Otte, Felix Schümann), 3:5 (46:32) Moritz Meyer (Marcus Klupp, Patrick Saggau/4-5), 4:5 (47:30) Felix Schümann (Oliver Otte, Josef Huber/5-4), 4:6 (53:34) Pierre Kracht (Jared Wynia, Marcus Klupp/5-4). Strafen: Erfurt 14 + 10 (Ulitschka) + 10 (Schümann), Timmendorf 16 + 10 (Saggau) + 10 (Busche). Zuschauer: 412.

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