Harzer Falken unterliegen den Black Dragons ErfurtBraunlage verliert mit 2:5

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Dass es dann eine für ein Vorbereitungsspiel rekordverdächtige Kulisse wurde, lag vor allem daran, dass Erfurt mit 350 Fans aus 20 verschiedenen Eishockeystandorten mit einem Sonderzug angereist war. Und so wurde es ein sehr stimmungsvoller Nachmittag im Wurmbergstadion, zu dem die Harzer Falken nicht unwesentlich beitrugen. Denn vor allem im ersten Drittel gaben sie dem Gegner ordentlich Paroli und zeigten, ähnlich wie im Mitteldrittel in Berlin, bereits ein sehr gutes Spiel. Zwar hatten die Erfurter in den ersten sechs Minuten deutlich mehr Spielanteile, doch die Harzer kamen immer besser ins Spiel und so kann man insgesamt resümieren, dass das erste Drittel relativ ausgeglichen mit sehr guten Chancen auf beiden Seiten war.

Allerdings muss man auch resümieren, dass man den Black Dragons an diesem Nachmittag zu viele Gastgeschenke servierte. Denn entweder war man in den Ecken nicht konsequent genug, patzte beim Abspiel oder ließ den Gegner vor dem Tor zu viel Zeit und Raum. Und so konnten die Erfurter das anfänglich gerechte 0:0 bis zur 44. Minute in eine 4:0-Führung umwandeln, bevor der erneut sehr gut aufgelegte Gregor Kubail ein Zusammenspiel mit Dennis Gulda und Patrik Franz zum ersten Harzer Heimtor verwandeln konnte. Ein Tor, das nochmal Kräfte freisetzte und die Falken zurück ins Spiel brachte, bis ein katastrophaler Aufbaupass aus dem eigenen Drittel den Dragons fünf Minuten später die endgültige Vorentscheidung zum 1:5 brachte. Ein Ergebnis, dass der sehr auffällige Richard Zerbst in der 57. Minute nur noch verkürzen konnte.

So ärgerte sich Headcoach Arno Lörsch nach dem Spiel auch berechtigt über die viel zu hohe Niederlage bzw. darüber, dass man überhaupt verlor. „Mir kam das teilweise wie Weihnachten vor. Das, was im ersten Drittel schon richtig gut lief, haben wir uns später durch viele zu viele Geschenke wieder verdorben“, fasste er das Spiel später kurz und knapp zusammen. Und so wird es bereits in der nächsten Trainingswoche sicherlich nicht entspannter werden, wenn es darum geht, die Powerplayformationen einzuspielen und auch die Sturm- und Verteidigungsreihen fix zu machen. Überzeugt haben dürfte zumindest das Pärchen Artjom Kostyrev und Gregor Kubail, die in beiden Spielen schon recht gut harmonierten und immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgten. Wohl auch gesetzt sein dürften Erik Pipp und Michael Buonincontri, wobei sich Letzterer gegen Erfurt noch in zu vielen Einzelaktionen verlor und diesmal keine entscheidenden Szenen erspielen konnte. Wie diese Paare ergänzt werden, sollte sich dann im Laufe der Woche zeigen. Denn Dennis Gulda spielte in beiden Reihen eine sehr gute Rolle und zeigte schon jetzt, dass sich seine Verpflichtung noch auszahlen kann. Und auch Richard Zerbst zeigte in beiden Spielen viel Einsatz und krönte seine gute Leistung mit einem Tor gegen Erfurt.

Günstig wird dabei wahrscheinlich die Auswahl des nächsten Vorbereitungsgegners. Denn mit den Hammer Eisbären geht es am kommenden Wochenende zwei Mal gegen einen Regionalligisten, der mit Sicherheit nicht zu unterschätzen ist, jedoch grundsätzlich Gelegenheiten bieten sollte, die jeweiligen Spielformationen zu probieren. „Ich gehe davon aus, dass wir nach dem Wochenende gegen Hamm feste Reihenkonstellationen haben, mit denen wir dann auch in das letzte Vorbereitungswochenende gehen werden. Wir haben viele gute, aber auch einige nicht so gute Dinge gesehen, mit denen wir nun arbeiten können. Ich bin guter Dinge, dass wir diese Woche den nächsten Step machen und uns am Wochenende schon deutlich gefestigter präsentieren werden“, schaut Trainer Arno Lörsch voraus und bittet gleichzeitig um  Geduld und Vertrauen in das Team. „Die Jungs arbeiten sehr gut und hart und wenn es dann noch nicht komplett für 60 Minuten Vollgas reicht, muss man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Gedanken machen.“


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