Harzer Falken sammeln lediglich Lob und AnerkennungKnappe Niederlage gegen Wedemark

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Bereits vor dem Spiel standen die Zeichen nicht unbedingt günstig. Denn neben dem dauerverletzten Fabian Pyszynski musste Trainer Norbert Pascha auch noch auf die zweite Defensivkraft Semen Hildebrand sowie die Stürmer Christian Schock, Florian Böhm und Lukas Brückner verletzungs- bzw. krankheitsbedingt verzichten. Und so war es klar, dass man gegen die Scorpions aus der Wedemark, die sich gerade erst mit Björn Bombis zusätzlich verstärkt hatten, eine eher defensive Ausrichtung bevorzugte und sich auf Konter verlegte. So gehörte das erste Drittel den Wedemarkern, die durch zeitweise unverständliche Strafen gegen die Falken noch zusätzlich die Gunst der Überzahl erhielten. Zwar konnten die Falken immer mal wieder gute Konter setzen, vor allem Ryan McGrath, der bei einem Alleingang allerdings neben das Tor traf. Doch insgesamt sollten die Scorpions einfach mehr Spielanteile haben. So fiel das 1:0 eigentlich folgerichtig, nicht nur ob der Überlegenheit, sondern auch weil es im Powerplay der Wedemarker Charlie Adams war, der eine Unordnung vor dem Harzer Kasten erfolgreich nutzte.

Und als der erneut prächtig aufgelegte Adams in der 26. Minute ein Zuspiel von Dennis Schütt mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel zum 2:0 krönte, sollte man meinen, dass das Spiel nun vollends gelaufen sei. Doch wie so oft in dieser Saison zeigten die Falken einmal mehr Kampfgeist und kamen immer besser ins Spiel. Nun auch begünstigt durch diverse Überzahlsituationen. Denn sollten im ersten Drittel nur die Falken die Strafbank besetzten war es nun auch mal an den Wedemarkern, die Kühlbox besuchen zu dürfen. Zwar konnte man in der 30. Minute ein Powerplay nutzen, als Christian Wittmann einen Schuss von Artjom Kostyrev unhaltbar zum 1:2-Anschlusstreffer abfälschte, doch insgesamt musste man resümieren, dass das Powerplay an diesem Abend nicht so effektiv genutzt werden konnte, wie noch zwei Tage zuvor gegen Duisburg, wo man gleich drei Überzahltreffer erzielte. So erarbeitete man sich diverse Chancen, hatte die Scorpions mittlerweile gut im Griff, doch viel zu oft wurde das Tor verfehlt oder man fand seinen Meister im Wedemarker Schlussmann Dennis Korff. Und so ging man erneut mit einem Treffer im Rückstand in die nächste Pause.

Das Schlussdrittel sollte den 50 Harzer Anhängern noch die ein oder andere Chance bieten, doch Zählbares gab es in diesem ausgeglichenen Spielabschnitt nicht mehr zu bestaunen. Selbst ein Powerplay zwei Minuten vor Schluss und die Herausnahme von Torwart Fritz Hessel, der eine hervorragende Partie ablieferte und sein Team durch diverse Glanztaten im Spiel hielt, zu Gunsten eines sechsten Feldspielers konnte dem Spiel nicht mehr die entscheidende Wende geben. Zu groß war dann doch der Kraftakt, den man an diesem Wochenende bewältigen musste und man konnte in einigen Szenen bereits erkennen, dass die Beine immer schwerer wurden. So war Trainer Norbert Pascha auch vollends zufrieden mit der kämpferischen und taktischen Einstellung seiner Jungs in den beiden Spielen, die es zu bewältigen gab. Und das musste man auch sein. Denn nach einem so großartigen Spiel gegen Duisburg auf einen Gegner wie Wedemark zu treffen und dabei auf einen ganzen Block verzichten zu müssen – da ist es absolut bemerkenswert, wie das Falkenteam über das gesamte Spiel gesehen gleichwertig agierte und bei etwas mehr Schussglück durchaus auch mindestens einen Punkt hätte mitnehmen können.

So bleiben die beiden Spiele des Wochenendes ein Beweis der großartigen Moral des Teams. Auch wenn man durch die Siege von Erfurt (6:1 gegen FASS Berlin) und vor allem dem aktuellen Überraschungsteam aus Rostock, das den Crocodiles Hamburg eine unerwartete 7:9-Niederlage bescherte, zunächst auf den zwölften Tabellenplatz abrutscht, wohingegen sich Wedemark durch den Sieg gegen die Falken wieder berechtigte Hoffnungen auf die Play-off-Teilnahme machen kann, da die Hannover Indians derzeit schwächeln und nur noch zwei Punkte vor den Scorpions liegen. Für das Team von Trainer Pascha gilt es nun, mit genau der Einstellung wie an diesem Wochenende weiter zu arbeiten und vielleicht schon am nächsten Wochenende weitere Punkte zu sammeln. Dann erwartet man mit Halle einen Gast, der dem Falken-Team in der Vergangenheit immer ganz gut gelegen hat, bevor es am Sonntag in Rostock zum direkten Vergleich mit dem Tabellennachbarn von der Ostsee kommt.


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