Harzer Falken in Halle und gegen Erfurt gefordertPersonelle Lage etwas entspannt

Lasse Bödefeld und Tim Lucca Krüger. (Foto: nordstadtlicht.com/Harzer Falken)Lasse Bödefeld und Tim Lucca Krüger. (Foto: nordstadtlicht.com/Harzer Falken)
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Und so ließ Trainer Bernd Wohlmann den Mantel des Schweigens unberücksichtigt und analysierte die beiden Partien gegen Hamburg und die Hannover Scorpions ausgiebig. Zu viele Fehler summierten sich in diesen beiden Spielen und veranlassten dazu, dem System den notwendigen Feinschliff zu verpassen, der dann auch durch das Team realistisch umgesetzt werden kann. Zudem lässt er Leon Hungerecker ins Harzer Tor zurückkehren, um Fritz Hessel und Dennis Korff die notwendige Pause zu verschaffen. Dazu stehen Wohlmann bis auf die beiden Dauerverletzten Artjom Kostyrev und Max Bauer alle Spieler zur Verfügung und so entspannt sich auch die Lage in der Defensive etwas, wo man nun wieder auf drei komplette Verteidigungsreihen zurückgreifen kann. Was in beiden Spielen ausschlaggebend werden sollte. Denn sind die Saale Bulls aus Halle nicht unbedingt ein Gegner, mit dem man sich in direkter Konkurrenz wähnen kann, so kommt mit den TecArt Black Dragons aus Erfurt ein Team in den Harz, das auch in der Tabelle durchaus noch in Reichweite liegt.

Zwar liest sich die 0:6-Niederlage im Hinspiel in Erfurt nicht unbedingt nach einer Großchance auf Punkte, doch muss man hier zum einen berücksichtigen, dass der Harzer Kader zu diesem Zeitpunkt noch ein anderer war und man es sich zum anderen in Erfurt immer etwas schwerer tut. Doch Erfurt gelingt bislang genau das, was den Harzern fehlt. Die Duelle gegen die direkte Konkurrenz aus Berlin, Timmendorf und eben dem Harz haben die Thüringer allesamt schadlos absolviert und stehen entsprechend nur zwei Punkte hinter Rostock auf Platz elf der Tabelle. Einzig ein Sieg gegen eines der Top-Teams blieb den Erfurtern im Gegensatz zu den Falken bislang verwehrt.

Und zu diesen Top-Teams zählt wohl auch die Mannschaft aus Halle. Mit drei Punkten Rückstand auf Platz drei auf einem guten sechsten Tabellenplatz gönnten sich auch die Saale-Bullen anfangs der Saison einen neuen Kontingentspieler. Und dies obwohl Bryan Cameron bis dahin in vier Spielen satte vier Tore und zwei Torvorlagen auf dem Konto hatte. Doch insgesamt war man mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis anscheinend noch nicht zufrieden und verpflichtete für Cameron mit dem 35-jährigen Nathan Robinson einen Spieler, der mit Mannheim und den Eisbären Berlin zwischen 2006 – 2009  einen Titel-Hattrick in der DEL hinlegte und in dieser Liga in 381 Spielen 300 Punkte und zuvor in der nordamerikanischen AHL in 278 Spielen 183 Punkte erzielte. Und auch in der Oberliga Nord stehen bereits nach zehn Spielen acht Tore und sieben Torvorlagen auf dem Konto des Kanadiers. Doch auch in der Defensive lässt die Mannschaft von Trainer Dave Rich kaum etwas anbrennen. Denn die Verteidigung um den Kanadier Steven Tarasuk und den erfahrenen Kai Schmitz ermöglicht Schlussmann Kevin Beech einen überragenden Gegentoreschnitt von 1,5, mit dem er alle anderen Torhütern der Liga hinter sich lässt. Entsprechend darf man nicht so fahrlässig mit den Chancen umgehen, wie noch im Hinspiel, als Halle mit 5:1 die Oberhand behielt und man auf Harzer Seite ein „gut gespielt aber (in 125 Sekunden mit drei Gegentoren) verloren“ verbuchen musste.

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