Hannover-Teams setzen sich in zwei Spitzenspielen durchNeuer Tabellenführer kommt aus Tilburg

Die Hannover Indians besiegten die Saale Bulls Halle. (Foto: Manfred Schneider)Die Hannover Indians besiegten die Saale Bulls Halle. (Foto: Manfred Schneider)
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Hinter dem Duo folgt gar ein Trio mit nur zwei Punkten Rückstand. Die offensivstarken Scorpions führen dieses Trio an, danach folgt Leipzig und Lokalrivale Indians, die den Tabellenführer mit einer Niederlage nach Hause schickten. Auf Rang sechs hat sich Hamburg eingenistet und das gleiche gilt für den siebten aus Herne. Im hinteren Tabellenfeld zeigten Krefeld und Rostock mit ihren Auswärtssiegen Lebenszeichen und beide überholten den jeweils vor ihnen liegenden.

Hannover Indians – Saale Bulls Halle 6:4 (2:2, 2:1, 2:1)

Das zweite sogenannte Spitzenspiel in der Nordgruppe neben der Begegnung in Herne bot in etwa das Niveau, das der Paarung entsprach. Jederzeit spannend, stellenweise sogar hochklassig. Überraschend, dass nur knapp 1.917 Zuschauer den Weg zum Pferdeturm fanden. Die Partie hätte definitiv 3.000 Zuschauer verdient gehabt. Überraschend der Start. Die Indians begannen mit viel Tempo, wirkten allerdings auch etwas nervös und vor allem übermotiviert. Das brachte die Gästeabwehr ins schwimmen und Bullrichsalz Ryan Forster bekam Schwitzattacken. Foster: „In den ersten Minuten waren wir nicht bereit, mussten permanent in Unterzahl spielen und kamen erst danach zurück in die Begegnung.“ Die Indians gingen zwar durch Parker Bowles in Führung, machten aber in dieser Phase zu wenig aus ihren Möglichkeiten und danach eine Lehrstunde von Halle, wie man es besser macht. Der überragende Finne Joonas Niemelä führte die Hausherren zweimal erfolgreich in die Irre und drehte mit zwei Toren die Partie. Halle war jetzt überlegen und  wäre auch mit der Führung in die erste Pause gegangen, wenn es nicht das Solo von Verständniszugang Sebastian Christmann gegeben hätte. Obwohl massivst beim Abschluss gestört, überwand er Halles Torhüter Sebastian Albrecht. Im zweiten Drittel übernahm die erste Reihe der Indians das Kommando. Während hinten Pohl und Hertel absicherten, besorgte der erste Block das 3:2 und 4:2. Das war ärgerlich für die Bulls, die in dieser Spielphase drauf und dran waren, selbst in Führung zu gehen. Besonders das 4:2 von Palka gehörte in die Kategorie „absolutes Glück“, denn der Puck passte genau zwischen Albrechts Oberarm und dem Pfosten. Vielleicht machten diese zwei Tore die Indians zu sicher, denn die wütenden Hallenser schlugen sofort in Form von Ex-Indian Roman Pfennings zurück. Dieser knallte die Scheibe über die Fanghang von ECH-Keeper Dalgic mit Wucht unter die Latte. Im dritten Drittel wog das Geschehen hin und her. Auch wenn die Geschwindigkeit jetzt etwas nachließ, die Dramatik nahm mit jeder Minute zu. Und in der 54. Minute gelang dann den Gästen ein beeindruckender Spielzug, als Vihavainen, zusammen mit Valasek, Niemelä, Schmid und Stas die prägende Figur der Bulls, Niklas Hildebrand bediente und dieser problemlos zum 4:4 ausglich. Wer würde das Spiel gewinnen? Nur 129 Sekunden später kam die Antwort. Der gute, aber nicht auffällige Kyle Gibbons überwand die Gästeabwehr, Albrecht konnte klären aber die Scheibe nicht kontrollieren und Branislav Pohanka ließ sich nicht zweimal bitten, traf zum umjubelten 5:4. Das traf die Bulls bis ins Mark. Konsequenterweise nahm Bulls-Trainer Forster seinen Torhüter in der Schlussphase mehrfach vom Eis, aber der Erfolg stellte sich nicht ein. Im Gegenteil:  Der wiederum sehr starke Robin Palka traf mit einem Empty-Netter zum 6:4-Endstand. ECH-Trainer Lenny Soccio: „Alles in allem ein verdienter Sieg. Wir hatten noch mindestens drei hochkarätige Chancen, die jedoch sämtlichst vergeben wurden.Dazu spielten wir in der Abwehr fast perfekt.“

Tore: 1:0 (04:41) Parker Bowles (Gibbons, Pohanka 5-4), 1:1 (14:54) Joonas Niemelä (Pfennings), 1:2 (16:05) Joonas Niemelä (Vihavainen, Halbauer 5-4), 2:2 (18:53) Sebastian Christmann, 3:2 (29:51) Joe Kiss (Palka, Schubert), 4:2 (34:29) Robin Palka (Kiss, Schubert), 4:3 (36:04) Roman Pfennings, 4:4 (53:33) Niklas Hildebrand (Vihavainen, Gollenbek), 5:4 (55:42) Branislav Pohanka (Gibbons, Bowles), 6:4 (59:09) Robin Palka.

Black Dragons Erfurt – Tilburg Trappers 2:3 (1:1, 0:2, 1:0)

Nach der klaren 2:5 Heimniederlage vom Vortag wollten es die Erfurter am Sonntag besser machen und sie machten es auch besser. Die Verteidigung hielt länger durch, Keeper Nick Vieregge erwischte einen Sahnetag und der Sturm konnte immerhin die niederländische Defensive zweimal überwinden. Interessant, dass die Niederländer, in den letzten Jahren regelmäßig die bösen Buben der Liga, sich nur eine einzige Strafe abholten und den Erfurtern kein einziges Powerplay überliessen. Bester Erfurter war diesmal Rechtsverteidiger Thomas Schmid mit zwei Assist, während bei den Niederländern die drei Torschützen diese Position einnahmen. Kurios: Alle drei Tilburger Tore waren Einzelaktionen, bei denen es keine Assists zu zählen gab.

Tore: 0:1 (01:16) Ties van Soest, 1:1 (09:54) Fritz Denner (Schmid, Böttner), 1:2 (34:58) Danny Stempher, 1:3 (35:20) Diego Hofland, 2:3 (53:28) Felix Schümann (Schmid, Herrschaft).

Icefighters Leipzig – Herforder EV 3:1 (0:1,1:0, 2:0)

Endlich wurde mal ein Leipzig die 1000er Zuschauermarke geknackt und die Fans bekamen zwar kein hochwertiges, dafür aber ein bis zum Ende spannendes Spiel präsentiert. Angeführt von Robin Slanina und Connor Hannon, die beide je zwei Scorerpunkte einkassierten, setzten sich die Messestädter nach hartem und leidenschaftlichem Kampf durch. In Führung gingen die ebenbürtigen Herforder in der 18. Spielminute durch Elvis Biezaijs. Zwar konnte Patrick Demetz im zweiten Drittel schnell ausgleichen, aber erst ein halber Doppelschlag zwischen der 44. und der 48. Spielminute entschied die Partie. Kurz nach den beiden Toren kam es noch zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen dem Leipziger Stopinski und dem Herforder Pöpel, die  beiden eine einfache Fünf-Minuten-Strafe einbrachte.

EG Diez-Limburg – Crocodiles Hamburg 4:5 (1:4, 2:1, 1:0)

Nach langen Wochen der Ungefährlichkeit zeigten die Limburger den favorisierten Hamburgern die Zähne. Vor allem das Powerplay beeindruckte am heutigen Abend, denn von ganzen fünf Gelegenheiten nutzen die Hessen gleich drei, was einer Erfolgsquote von 60 Prozent entsprach. Aber auch die Hamburger zeigten in dieser Disziplin eine gute Leistung, hatten ebenfalls fünf Chancen und nutzten zwei aus, was 40 Prozent entsprach. Im Spiel zeigten die Hamburger im ersten Drittel kaltschnäuziges Eishockey, was ihnen jeden Vorsprung einbrachte, der am Ende die drei Punkte sicherte. Bester Spieler auf Limburger Seite war Linksstürmer Kyle Brothers mit drei Assist, auf Crocodiles-Seite konnte Dennis Reimer ebenfalls mit drei Scorerpunkten (1 Tor) gefallen.

Tore: 0:1 (06:23) Dominik Lascheit (Zuravlev, Gauch), 0:2 (11:04) Dennis Reimer (Zuravlev, Reed 5-4), 1:2 (18:04) Tom Voronow (Brothers, Lademann 5-4), 1:3 (19:25) Jan Tramm (Verelst, Reimer), 1:4 (19:59) Dominik Lascheit (Reimer, Tramm), 2:4 (24:41) Thomas Matheson (Brothers, Bettahar), 2:5 (36:14) Sam Verelst (Gauch, Östling 5-4), 3:5 (39:57) Niko Lehtonen (Seifert, Bettahar 5-4), 4:5 (43:55) Thomas Matheson (Slaton, Brothers 5-3).

Herner EV Miners – Hannover Scorpions 3:4 (2:3, 0:1, 1:0)

In einem wahren Spitzenspiel, das mehr als die anwesenden 952 Zuschauer verdient hatte, setzten sich clevere Niedersachsen gegen Gastgeber durch, die trotz ihrer Leidenschaft und Kampfes wiederum den Angstgegner nicht bezwingen konnten. Dabei sah es am Anfang gut für den HEV aus. Ex-Scorpion Tomi Wilenius brachte die Gastgeber in Führung. Nur eine halbe Minute später glich Mike Hammond für die Scorpions aus. In der 15. Minute brachte Thomas Supis die Gäste erstmals in Führugn und diesen Vorsprung baute Christoph Kabitzky, heute bester Scorpion neben Keeper Ansgar Preuß, eine Minute vor der ersten Drittelpause auf 3:1 aus. Die Herner reagierten cool auf diesen Zweitorerückstand. Nur 12 Sekunden nach dem dritten Gegentor traf Nils Liesegang zum Anschluss. Im zweiten Drittel erhöhte Christoph Kabitzky auf 4:2, ehe Markus Marsall bereits in der 47. Minute mit dem dritten Herner Tor den Entstand herstellte. Beeindruckend: Trotz der Rivalität kamen beide Mannschaften am Ende mit ganzen drei Strafen (6 Strafminuten) aus.

Tore: 0:1 (09:53) Tomi Wilenius, 1:1 (10:24) Mike Hammond (Just, Pietsch), 1:2 (14:02) Thomas Supis (Gron, Reiß), 1:3 (19:00) Christoph Kabitzky (Hammond, Just 5-4), 2:3 (19:12) Nils Liesegang (Marsall, Hüfner), 2:4 (33:27) Christoph Kabitzky (Hammond), 3:4 (46:07) Markus Marsall (Liesegang, Moberg).

Moskitos Essen – Rostock Piranhas 4:5 (0:1,0:3, 4:0, 0:1) n.P.

Ein wirklich verrücktes Spiel bekamen die 626 Zuschauer am Essener Westbahnhof zu sehen. Im ersten Drittel übernahmen die Piranhas das Kommando, schnürten stellenweise die Essener ein und gingen nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Im zweiten Spielabschnitt drehte sich die Begegnung, zumindest optisch, komplett. Die Essener belagerten förmlich das Rostocker Tor, aber dieses schien wie vernagelt. Piranha-Keeper Luca di Berado huschte wie ein Irrwisch zwischen den Pfosten und vereitelte zehn Schusschancen der Essener. Die Rostocker sahen sich daher zum Kontern gezwungen und sie ein regelrechtes Lehrdrittel für die Moskitos ab. Von ganzen vier Schusschancen konnten drei versenkt werden, was 75 Prozent Erfolgsquote entsprach. Nach dem 4:0 für die Piranhas sprach im letzten Drittel nichts für die Essener und auf einmal kamen diese zurück, erzielten vier Tore in Folge, hatten in Aaron MacLeod und Mike Glemser ihre besten Kräfte, während die Kräfte bei den Gästen nachließ. Am Ende stand es 4:4 und weil in der Verlängerung nichts mehr passierte, musste das Penaltyschiessen für die Entscheidung sorgen. Hier war schließlich der Rostocker Jonas Gerstung der entscheidende Schütze für die Gäste.

Tore: 0:1 (02:56) Jesse Dudas (Maylan, Morgan), 0:2 (21:36) Gianluca Balla (Koziol, Herz), 0:3 (26:50) Gianluca Balla (Koziol, Dudas), 0:4 (35:11) Lukas Koziol (Dudas, Balla), 1:4 (40:58) Stephan Kreuzmann (Bruijsten, Saccomani 5-4), 2:4 (46:07) da Vinci (Glemser, Spelleken), 3:4 (53:34) Enrico Saccomani (MacLeod, Huebscher), 4:4 (55:42) Mark Zajic (Glemser, Luft), 4:5 (65:00) Jonas Gerstung.

Hammer Eisbären – Krefelder EV U23 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) n.P.

Da war wirklich viel Pech mit im Spiel der Eisbären. Im Kellerderby (Tabellen dreizehnter gegen den zwölften) setzten sich die Krefelder Niederrheiner knapp durch, erzielten gar erst 32 Sekunden vor Spielende den Ausgleich und sicherten sich am Ende mit einem im Penaltyschiessen zwei Punkte. Beste Akteure der Eisbären waren Christopher Schutz und Michal Spacek mit je drei Scorerpunkten, auf Krefelder Seite brillierte Julius Bauermeister ebenfalls mit drei Scorerpunkten.

Tore: 1:0 (16:29) Artyom Alexandrow (Spacek, Schutz 5-4), 2:0 (35:38) Christopher Schutz (Dotter, Spacek), 2:1 (36:23) Adrian Grygiel (Mahkovec, Bauermeister), 2:2 (39:58) Luca Hauf (Bauermeister, Grygiel), 3:2 (51:49) Christopher Schutz (Roach, Spacek), 3:3 (59:28) Marcel Mahkovec (Bauermeister, Dreschmann), 3:4 (65:00) Maciel Rutkowski.

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Oberliga Nord Hauptrunde

Freitag 21.01.2022
Icefighters Leipzig Leipzig
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EG Diez-Limburg Limburg
Black Dragons Erfurt Erfurt
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ESC Moskitos Essen Essen
Hannover Scorpions Scorpions
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Hammer Eisbären Hamm
Herner EV Herne
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Tilburg Trappers Trappers
Saale Bulls Halle Halle
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Crocodiles Hamburg Hamburg
Rostock Piranhas Rostock
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Hannover Indians Indians
Herforder EV Herford
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EG Diez-Limburg Limburg
Sonntag 23.01.2022
Tilburg Trappers Trappers
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Hannover Scorpions Scorpions
Crocodiles Hamburg Hamburg
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Herner EV Herne
Icefighters Leipzig Leipzig
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Rostock Piranhas Rostock
Hammer Eisbären Hamm
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Black Dragons Erfurt Erfurt
ESC Moskitos Essen Essen
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Krefelder EV Krefeld
EG Diez-Limburg Limburg
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Saale Bulls Halle Halle
Hannover Indians Indians
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Herforder EV Herford