Hannover Scorpions ziehen mit Rekordsieg an Indians vorbeiTilburg gewinnt Spitzenspiel gegen den ECH klar mit 6:1

Die Rostock Piranhas haben sich in der Tabelle weiter nach vorne bewegt. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Die Rostock Piranhas haben sich in der Tabelle weiter nach vorne bewegt. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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Es war übrigens das erste 15:1 in der Oberliga seit dem 7. Februar 2014, als Timmendorf gegen die Crocodiles Hamburg so hoch gewann. Das spielfreie Halle konnte sich über seinen Vorsprung vor Herne und Essen freuen, denn der HEV verkürzte auf nur noch drei Punkte, Essen verlor durch seinen Penaltysieg in Erfurt einen kostbaren Zähler. Im Kampf um Platz sieben blieb Rostock beim direkten Konkurrenten aus Hamburg siegreich, während die Leipziger die Duisburger Niederlage in Herne ausnutzen konnten und an diesen vorbeizogen. Hier bleibt es ebenfalls bis zum Ende spannend.

Tilburg Trappers – EC Hannover Indians 6:1 (0:0, 2:0, 4:1)

Wenn die Indians in Tilburg antreten, dann geht das meist in die Hose und so war es am 45. Spieltag ebenfalls. Bis zur Hälfte der Begegnung konnten die Indians sogar mithalten, dann setzten sich die spielerische und läuferische Klasse der Trappers durch, bei denen vor allem der einzige Kontingentspieler im Team, Brock Montgomery, brillierte. Er traf alleine dreimal (32., 49., 54.) und brachte den Gast somit höchstpersönlich zu Fall. Die weiteren Trappers-Tore markierten Max Hermens (34.), Kevin Bruijsten (42.) und Mitch Bruijsten (53.). Der von Roman Pfennings in der 56. Minute erzielte Ehrentreffer des Tabellendritten war jedoch hochverdient.

Crocodiles Hamburg – Rostock Piranhas 2:5 (0:1,1:4,1:0)

Auch wenn die Crocodiles für die Play-offs gesperrt sind, die Rostocker wollen mit sportlichen Mitteln den noch zu erreichenden siebten Platz erobern und sie kamen dem Ziel beim direkten Konkurrenten in beeindruckender Form nahe. Entscheidend war dabei die Klasse des Powerplays, denn die Piranhas erzielten eine phänomenale Quote von 75 Prozent. Drei von vier Möglichkeiten fanden durch Josh Rabbani (9.), Maurice Becker (27.) und Greg Classen (32.) ins Schwarze und da zwischendurch auch noch Tomas Kurka (24.,29.) seine Treffsicherheit bewies, führten die Gäste nach eben 32 Minuten im Eisland Farmsen mit 5:0. Die nicht aufgebenden Hamburger versuchten mit erhöhtem kämpferischen Einsatz die Aufholjagd aber zu mehr als zwei Toren durch Dominik Lascheit (40.) und Kevin Schnabel (49.) reichte es nicht.

Black Dragons Erfurt – Moskitos Essen 4:5 (1:0, 2:4, 1:0, 0:1) n.P.

Eine wirklich beeindruckende, weil auf hohem kämpferischem Niveau stehenden Partie bekamen die immerhin 680 Zuschauer zu sehen. Besonders überraschend die Erfurter Leistung, die trotz der eingefahrenen Tabellensituation, seit Wochen steht Platz elf im Abschlussklassement fest, den Essener einen heroischen Fight lieferten. Bereits in der neunten Minute traf Robin Sochan in Überzahl zum 1:0 und als in der ersten Minute des zweiten Drittels die Essener Veit Holzmann und Thomas Zuravlev das Ergebnis drehten, da schienen die schwarzen Drachen schon auf der Verliererseite. Aber die Thüringer gaben nicht auf, kamen in der 26. Minute durch Marcel Weise zum verdienten Ausgleich. Auch ein zweiter Doppelschlag der Gäste, in der 34. Minute trafen innerhalb von 40 Sekunden Andre Gerartz und Lars Grözinger, brachte die Gastgeber nicht aus der Spur. Michal Vazan (39.) verkürzte noch vor der zweiten Pause auf 3:4 und Robin Sochan, Erfurts bester Spieler, glich in der 45. Minute unter dem Jubel der Erfurter Anhänger aus. Mit diesem Spielstand ging es in die Verlängerung und dann noch ins Penaltyschießen, in dem am Ende Veit Holzmann den Moskitos den zweiten Punkt bescherte.

Icefighters Leipzig – Harzer Falken 3:2 (1:1, 0:1, 2:0)

Eine leidenschaftliche Abwehrleistung, ein cleveres taktisches Konzept und ein überragender Keeper Fritz Hessel. Mit diesen drei Fakten hätten die Falken fast einen Punkt aus Leipzig entführt und die Icefighters können am Ende glücklich sein, dass sie mit dem Erfolg sogar wieder die Duisburger überholt haben. Bereits am Anfang hätte die Leipziger gewarnt sein müssen, als Dennis Gulda die Falken schon nach vier Minuten in Führung brachte. Vielleicht kam das 1:1 der Hausherren zu früh, denn bereits 80 Sekunden später lochte Daniel Volynec ein. Die Braunlager setzten danach auf diszipliniertes Abwehrspiel mit Kontern und brachten das Remis nicht nur in die erste Pause, sie gingen in der 27. Minute durch das achte Saisontor von Robert Zerbst sogar mit 2:1 in Führung. Vielleicht wäre es sogar für die Falken gut ausgegangen, hätten nicht drei Leipziger, die zuletzt häufiger für ihre Mannschaft die Kastanien aus dem Feuer geholt haben, auch diesmal wieder ihre Treffsicherheit bewiesen. Bei beiden Toren im letzten Drittel gab Florian Eichelkraut die Vorlage und die Tore erzielten Antti Paavilainen (50.) und Damian Schneider (58.).

Herner EV – Füchse Duisburg 5:2 (1:0,1:1,3:1)

Die Herner waren gewarnt. Vor einigen Wochen hatten die Füchse nach ihrem Trainerwechsel sofort in Essen mit 5:3 gewonnen und das wollten die Herner, die immer noch heftig um Platz vier buhlen, unbedingt vermeiden. Heraus kam eine kämpferische Partie, in der sich, bei verteiltem Spiel, die Hausherren etwas cleverer anstellten und am Ende die drei Punkte einsacken konnten. Dem frühen 1:0 von Michael Ackers (5.) vor 1319 Zuschauern folgten im zweiten Drittel, auf beide Seiten jeweils ein Powerplaytor. Erst traf Diego Hofland (31.) für die Gäste zum 1:1, dann erzielte Marcus Marsall (34.) das 2:1. Ein Dreifachschlag in der 43. und 44. Minute entschied die Partie zugunsten der Hausherren. Lois Spitzner, Nils Liesegang und Brad Snetsinger überwanden Duisburger Torhüter Sebastian Staudt. Immerhin konnte Füchse-Topscorer Pavel Pisarik mit seinem 44. Saisontor das Ergebnis statistisch leicht verschönern. Diego Hofland vergab in der letzten Minute einen Penalty für Duisburg.

Hannover Scorpions – Preussen Berlin 15:1 (3:0, 7:0, 5:1)

Über die Qualität dieser Begegnung braucht man bei diesem Ergebnis nicht zu diskutieren. Interessant höchstens, dass die Mellendorfer für die 15 Tore nur 38 Schüsse brauchten, was einer Effizienz von 39 Prozent entspricht. Sehr außergewöhnlich, steht doch der aktuelle Wert der Scorpions über die Saison gesehen, bei 13,9 Prozent. Die bestens unterhaltenden 856 Zuschauer sahen Tore von Patrick Schmid (6.,22.), Chad Niddery (8.,24.,56.), Matt Wilkins (20.), Dennis Arnold (31.), Sebastian Lehmann (36.,37.), Sean Fischer (37.), Björn Bombis (40.,52.), Robin Ringe (44.) und Marius Garten (50.). Das Ehrentor für die tapferen, aber chancenlosen Berliner schoss 89 Sekunden vor Schluss Tyler Brower; er verdarb damit Scorpions-Schlussmann Enrico Salvarani den verdienten Shutout.

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