Hannover Scorpions weiterhin mit blütenweißer WesteTilburg gewinnt zweistellig – Duisburg überrascht gegen Herne

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Sechs Punkte hinter den Scorpions, auf Rang vier, die heutigen Kanoniere aus Tilburg, die der KEV-Jugend deutlich zeigten, wie schwer es sein kann, in der Oberliga Punkte zu holen. Das mussten auch die Leipziger einsehen, die jedoch auch mit Halle, obwohl wiederum nur mit einem Minikader angetreten, einen Topgegner hatten. Und dass Diez-Limburg nicht mehr mit der letzten Saison zu vergleichen ist, mussten auch die Hannover Indians merken, die nur mit ach und krach und einem neuen Ausländer diese Hürde nehmen konnten. Das nutzten die Essener Moskitos aus, die Rostock besiegten und jetzt Platz acht einnehmen. Herford musste einen Rückschritt bis auf Rang zehn hinnehmen, knapp jetzt vor Duisburg. Hamm hätte auch noch was mitzureden gehabt, aber die Begegnung gegen Erfurt fiel coronabedingt aus. Ganz hinten behielten Rostock und Krefeld ihre Plätze.

Hannover Scorpions – Herforder EV 6:2 (2:1, 3:0, 1:1)  

Einer der besten Spieler auf dem Eis, obwohl die Fangquote neun Prozent unter der von Scorpions-Torhüter Brett Jaeger lag, war Herfords Keeper Kieren Vogel. Der Herforder entschärfte 42 von 48 Schüssen und war fast allein verantwortlich dafür, dass es am Ende nicht zweistellig wurde. Dazu kam, dass die Scorpions nach dem 5:1 den großen Druck vom Herforder Tor nahmen und lieber Kraft für die Begegnung am Sonntag in Hamburg sparten. Bis zum 5:1 zeigten vor allem die heimischen Kontingentspieler Brandon Alderson und Allen McPherson eine ansteckenden Spiellaune, von der sich schließlich auch Ex-Scorpions Marius Garten anstecken ließ, dem immerhin zwei Tore gelangen.

Tore: 1:0 (04:03) Julian Airich (Reiss, Aquin), 2:0 (15:04) Patrick Klöpper (Trattner, Kabitzky), 2:1 (18:26) Marius Garten (König, Unger), 3:1 (20:43) McPherson (Aquin, Alderson), 4:1 (23:44) Brandon Alderson (McPherson, Rinke), 5:1 (27:56) Christoph Koziol (Kabitzky, Heinrich), 5:2 (51:01) Marius Garten (Begovs), 6:2 (57:05) Brandon Alderson (McPherson, Supis)

Icefighters Leipzig – Saale Bulls Halle 4:3 (1:1, 1:2, 1:0) n.P.

Zwar hatten die Leipziger am Ende die Nase vorn, aber es war äußerst knapp und keiner der 2249 Zuschauer hätte sich beschweren können, wenn Halle die Eisfläche als Sieger verlassen hätte. Die Gäste, die wiederum mit nur elf Aktiven antraten, waren über zwei Drittel das stärkere Team und durch ein kluges Konzept auch optisch besser. Sie führten jedoch nur mit 3:2, mussten im letzten Abschnitt, als die Kräfte schwanden und Leipzig immer dominanter wurde, durch ein Unterzahltor den Ausgleich hinnehmen, konnten sich jedoch in die Verlängerung retten. Hier blieb es beim Remis und im abschließenden Penaltyschiessen hatten die Leipziger schließlich Joonas Wolter den entscheidenden Torschützen.

Tore: 0:1 (05:00) Marius-Lucas Demmler (Tousignant, Vihavainen 5-4), 1:1 (13:59) Dominik Piskor (Klaus, Sauer), 2:1 (23:39) Luis Rentsch (Burns, Wolter), 2:2 (33:18) Vojtech Suchomer (Vihavainen, Tousignant), 2:3 (36:43) Roman Pfennings (Walkowiak, Tousignant), 3:3 (43:16) Nicolas Sauer (Piskor 5-4), 4:3 (65:00) Joonas Wolter

EG Diez-Limburg – Hannover Indians 2:3 (1:0, 1:1, 0:2)  

In dem Mittelfeldduell setzte sich letzten Endes das etwas clevere Team durch. Die Limburger, im Gegensatz zu früheren Zeiten in diesem Spiel absolut gleichwertig, hatte seine besten Zeiten in der ersten Spielhälfte, als die Kontingentspieler Zolmanis, Kalns und Bajaruns für eine komfortable 2:0-Führung sorgten. Danach fingen sich die Gäste, die zwar mit vollem Kader, aber ohne Trainer Lenny Soccio angereist waren, und trafen zum Anschluss. Im letzten Drittel zeigten dann die Indians etwas mehr Biss, schossen zwei Tore und konnten am Ende, trotz zweier Strafzeiten, ihr eigenes, von David Miserotti-Böttcher erneut glänzend bewachtes Tor freihalten.

Tore: 1:0 (02:53) Sandis Zolmanis (Kalns, Bajaruns), 2:0 (22:34) Sandis Zolmanis (Kalns, Bajaruns 5-4), 2:1 (33:55) Branislav Pohanka (Pistilli, Schubert), 2:2 (41:12) Matthew Pistilli (Bräuner, Thalmeier), 2:3 (48:21) Igor Bacek (Pistilli, Pohanka 5-4)

Füchse Duisburg – Herner EV Miners 5:2 (2:0, 1:0, 2:2)  

Obwohl die Herner als klarer Favorit ins Derby gingen, unterlagen sie, konnten das im Augenblick herrschende Gesetz der Serie nicht beenden. Und das lautet, dass die Füchse gegen Herne nunmehr den vierten Sieg in Folge reinholten. Der letzte Miners-Erfolg datiert vom Oktober 2018 (5:3). In dieser Partie glänzte vor allem der erste Duisburger Block, dem gleich vier Tore gelangen, zwei durch Oula Uski. Die Herner, die zwar gleichwertig agierten, aber nicht stärker waren, konnten erst zehn Minuten vor Ende den Duisburger Abwehrwall überwinden, wo Füchse-Torhüter Niklas Lunemann mit 94,4 Prozent Fangquote ein überragendes Spiel ablieferte.

Tore: 1:0 (01:00) Pontus Wernerson Libäck (Neumann, Uski), 2:0 (19:02) Oula Uski (Neumann 5-4), 3:0 (27:59) Linus Wernerson Libäck (P. Wernerson Libäck, Heatley), 3:1 (49:40) Denis Fominych (Liesegang 5-4), 4:1 (53:39) Lennart Schmitz (Heatley, Fischer), 4:2 (57:35) Nicolas Cornett (Shmyr, Hane), 5:2 (59:54) Oula Uski (Nedved, Lunemann 4-5, ENG)      

Krefelder EV U 23 – Tilburg Trappers 2:11 (0:1, 0:3, 2:7)  

Tag der offenen Tür in Krefeld. Dabei sah es nach den ersten beiden Dritteln keineswegs nach einem Krefelder Zusammenbruch aus. Die Trappers führten zwar schnell mit 1:0, mussten sich dann aber bis zum zweiten Tor fast eine halbe Stunde genügen und auch nach 40 Minuten stand es erst 4:0. Kaum hatte das letzte Drittel begonnen, folgten innerhalb von fünf Minuten gleich zwei Doppelschläge der Niederländer und es stand 8:0 für die Trappers. Immerhin konnten die KEV`ler danach noch zwei Tore erzielen, aber schließlich machte es Diego Hofland in der 58. Minute zweistellig. Damit kassierten die Krefelder gegen die Tilburger im fünften Heimversuch die fünfte Niederlage, dazu schon die zweite zweistellige bei einem Torverhältnis von 6:35.

Tore: 0:1 (02:18) Reno de Hondt (van Oorschot, Stempher), 0:2 (29:55) Ties van Soest (Hessels, de Bonth), 0:3 (34:29) Max Hermens (Timmer, Virtanen), 0:4 (38:52) Janne de Bonth (Virtanen, van Oorschot), 0:5 (40:17) Noah Muller (Hermens), 0:6 (41:01) Ties van Soest (Sars, de Bonth), 0:7 (44:49) Janne de Bonth (Vogelaar, van Gorp), 0:8 (45:03) Reno de Hondt (Stempher, Timmer), 1:8 (46:47) Manuel Nix (Grygiel, Pfeifer), 1:9 (53:17) Max Hermens (Virtanen, Hofland), 2:9 (56:44) Martin Benes (Grygiel 5-3), 2:10 (57:33) Diego Hofland (Virtanen), 2:11 (58:50) Chris Sills

Moskitos Essen – Rostock Piranhas 6:2 (3:0, 3:1, 0:1)  

Ein verdienter Erfolg der Moskitos über auswärtsschwache Piranhas. Bei Essen überzeugten neben den normalen Torjägern vom Dienst vor allem Fabio Frick mit zwei Assist und der zweifache Torschütze Damian Schneider. Bei Rostock gefiel noch am ehesten die am Ende noch erfolgreiche Sturmlinie mit dem Doppeltorschützen Dante Hahn, sowie den Assistgebern Pauker Ledlin.

Tore: 1:0 (05:28) Alexei Dmitriew (M. Bruijsten, Saccomani), 2:0 (13:27) Damian Schneider (Zajic, Frick 5-4), 3:0 (14:58) Toni Lamers (Frick, Slanina), 4:0 (26:20) Mitch Bruijsten (McLeod, Behrens), 5:0 (35:20) Damian Schneider (Saccomani, Luft), 6:0 (37:02) Mark Zajic (Slanina, Junge), 6:1 (37:25) Dante Hahn (Pauker, Ledlin), 6:2 (54:12) Dante Hahn (Pauker, Ledlin)

Ausgefallen:

Hammer Eisbären – Black Dragons Erfurt 


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