Hannover Scorpions weiterhin mit blütenreiner WesteDiez verbessert sich auf Rang sieben – Halle stößt auf fünf vor

Die Saale Bulls Halle (dunkle Trikots) besiegten die Hammer Eisbären. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Die Saale Bulls Halle (dunkle Trikots) besiegten die Hammer Eisbären. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Die gelungenste schaffte Diez-Limburg mit dem Sieg in Herford. Essen hatte gegen Herne drei Punkte in der Hand und verspielte sein gutes Blatt. Die Scorpions bezwangen auch den zweiten Topgegner hintereinander, auch wenn die Tore nicht wie reife Früchte fielen und Lokalrivale Indians scheint dem Abwärtstrend erfolgreich zu trotzen.

Saale Bulls Halle – Hammer Eisbären 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)

Erneut waren die Bulls in personeller Unterzahl, konnten diesmal aber immerhin 12 Spieler melden, somit einen mehr als zuletzt. Sie trafen auf 15 Eisbären, die sich mit aller Macht gegen die zu erwartende Niederlage wehrten und am Ende mit hohem Haupt das Eis verlassen durften. Immerhin hatten sie es fertiggebracht, die frühe Führung durch Goalgetter Chris Schutz fast eine halbe Stunde zu behaupten und auch nach dem 1:2 waren sie noch nicht geschlagen. Trainer Jeff Job nahm sogar seinen starken Torhüter Daniel Filimonow vom Eis, musste aber das irgendwie ungerechte 1:3 durch einen Empty-Netter hinnehmen. Bei beiden Mannschaften gefiel die gesamtheitliche Leistung, sowie natürlich beide Torhüter, die mit 96 Prozent (Herden) bzw. 94,4 Prozent (Filimonow) glänzten.

Tore: (09:17) Chris Schutz (Brothers, Lavallee), 1:1 (36:31) Niklas Hildebrand (Vihavainen, Tousignant), 2:1 (46:33) Marius-Lucas Demmler (Weyrauch, Hoffmann), 3:1 (59:48) Mathieu Tousignant (Pfennings, Gauch ENG)

Füchse Duisburg – Hannover Indians 2:4 (0:2, 1:1, 1:1)

Die Frage war vor dem Spiel: Hat den Indians das 0:1 im Lokalderby geholfen oder nicht und kann Aufsteiger Duisburg die nervliche Problematik bei den Gästen ausnutzen? Die Antwort lautete: Auch wenn noch nicht alles Gold ist, was bei den Gästen glänzte, sie befinden sich auf dem Weg der Besserung. In Duisburg beim frech auftretenden Neuling stand zuerst die Sicherheit im Vordergrund. Als alles lief, gab es mehr Vorstöße und die führten auch, stellenweise durch unfreiwillige Hilfe der Füchse, zur 2:0-Führung der Indians, die diesen Vorsprung dann auch bis zum Spielende erfolgreich verteidigten. Lediglich in einer Phase kamen sie noch einmal in Bedrängnis. Im zweiten Drittel war noch keine Minute gespielt, als Duisburgs Marvin Cohut auf 1:2 verkürzte und die Indians kurzfristig die Orientierung verloren. Bei den Füchsen gefielen Linus Wernerson Libäck, Oula Uski sowie Marvin Cohut. Zehn Sekunden vor Spielende traf Ex-Indians-Verteidiger Thomas Ziolkowski gegen seinen alten Verein zum Endstand 2:4. Bei den Gästen waren Tobias Möller, Matthew Pistilli, Andrej Strakhov und Keeper David Miserotti-Böttcher die stärksten Kräfte. Beim EVD, der auf acht Spieler verzichten mussten, kamen viele eigene Youngster und Förderlizenzspieler des Kölner DNL-Teams zum Einsatz.

Tore: 0:1 (14:27) Robin Palka (Möller, Strakhov), 0:2 (17:51) Sebastian Christmann (Pistilli, Selan 5-4), 1:2 (20:39) Marvin Cohut (Wernerson Libäck, Uski), 1:3 (38:31) Nico Selivanov-Esposito (Bräuner, Pistilli), 1:4 (44:15) Joe Kiss (Strakhov, Möller), 2:4 (59:50) Thomas Ziolkowski (Wernerson Libäck 5-4)

Black Dragons Erfurt – Krefelder EV U23 4:2 (2:0, 1:2, 1:0)

Das war ein hartes Stück Arbeit für die Black Dragons. In einem absolut ausgeglichenen Spiel hatten die Erfurter mit dem Trio Michal Bezouska, Tim May und Eric Wunderlich einen Topakteur mehr in ihren Reihen als der Krefelder Gast, der sich wieder auf die DEL-Erfahrung von Martin Schymainski und Adrian Grygiel stützen konnte. Außerdem starteten die Erfurter besser, gingen mit 3:0 in Führung und hatten den Gast fast an der Niederlage, aber die Krefelder rissen sich am Riemen, schlugen mit einem Doppelschlag zurück und hielten die Begegnung bis zum Ende spannend. Erstaunliches Statistikdetail: Die Krefelder hatten nur zwei Überzahlspiele und nutzten beide. Das bedeutet 100 Prozent und damit liegen die KEV-Jungs nach fünf Spieltagen in der Oberliga Nord mit 40 Prozent auf Platz eins. Gratulation !

Tore: 1:0 (03:40) Michal Bezouska (Herrschaft, May), 2:0 (14:58) Michal Bezouska (May, Geuß), 3:0 (20:28) Arnoldas Bosas (Mannes, Wunderlich), 3:1 (38:41) Adrian Grygiel (Schymainski, Benes 5-3), 3:2 (39:29) Martin Benes (Schymainski, Grygiel 5-4), 4:2 (57:32) Eric Wunderlich (Bezouska, May)

Moskitos Essen – Herner EV 4:5 (2:2, 1:0, 1:2, 0:1) n.V.

Dieser Herner Erfolg beinhaltete auch das berühmte „blaue“ Auge. Die Herner, spieltechnisch stärker als die Essener, ließen sich von deren Kampfkraft und Moral beeindrucken, obwohl sie zwischendurch 2:1 führten. Der Ausgleich fiel nur Sekunden später und als Essen fünfeinhalb Minuten vor Spielende gar mit 4:2 führte, da gab man kaum noch einen Pfifferling für den HEV. Aber die Herner gaben nicht auf, warfen alles nach vorne und Glücksgöttin Fortuna war wohl von soviel Schwung angetan, denn ihr Füllkrug brachte zwei Tore und die Verlängerung. Die Essener waren geschockt, ließen in der 62. Minute Hüfner und Swinnen gewähren und letzterer bediente Braylon Shmyr und dieser markierte mit seinem fünften Saisontor das entscheidende 5:4.

Tore: 1:0 (02:08) Enrico Saccomani (de Wit, Frick), 1:1 (09:31) Chris Seto (Ackers), 1:2 (13:05) Braylon Shmyr (Köhler, Peleikis), 2:2 (13:31) Kevin Bruijsten (Dmitriew, M. Bruijsten), 3:2 (27:45) Aaron McLeod (Kreuzmann, Dmitriew 5-4), 4:2 (54:40) Mitch Bruijsten (Slanina, Dmitriew), 4:3 (57:25) Dennis Swinnen (Ackers, Elten 5-4), 4:4 (59:29) Nicolas Cornett (Ackers, Seto), 4:5 (61:27) Braylon Shmyr (Swinnen, Hüfner)

Rostock Piranhas – Crocodiles Hamburg 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)

Diese Heimniederlage war für die Piranhas so überflüssig wie ein Kropf. Bei einem am Ende ausgeglichenen Schussverhältnis war es leider die Unfähigkeit, die Scheibe an Hamburgs zugegebenermaßen starken Torhüter Kai Kristian vorbeizubringen. Dabei war der Start perfekt. Nach nur 59 Sekunden traf Kilian Steinmann mit seinem ersten Saisontor zur frühen Führung. Auch als Dominik Lascheit per Überzahlspiel schnell den Spielstand egalisierte, schien dies bei den Rostockern abzutropfen, aber tief im Innern war es wohl anders. Im zweiten Drittel brachte Rajala die Gäste in Führung, und jetzt fingen die Nerven der Piranhas an zu flattern, was beim 1:3 zum Ausdruck kam, als Reimer gar ein Shorthander gelang. Danach hatten die Hamburger, die defensiv wieder ein starkes Spiel ablieferten, kein Problem die drei PUnkte mit nach Hause zu nehmen. Beste Akteure bei den Gästen waren Dominik Lascheit, Philip Hertel, Philip Kuschel und natürlich Torhüter Kai Kristian.

Tore: 1:0 (00:59) Kilian Steinmann (Richter, Hahn), 1:1 (04:54) Dominik Lascheit (Reimer, Kuschel 5-4), 1:2 (25:11) Jussi Rajala (Reed, Walch), 1:3 (30:10) Dennis Reimer (Lascheit, Hertel 4-5), 1:4 (44:49) Philip Kuschel (Hertel, Lascheit)

Herforder EV – EG Diez-Limburg 3:4 (1:2, 0:2, 2:0)

Die Überraschung des Spieltages. Herford, zuvor auf Grund seines Saisonstarts hochgelobt, sah sich, eine Vermutung, wohl schon vorab als Sieger und musste eine peinliche Heimniederlage hinnehmen. Nebenbei: Es war der erste Sieg von Diez in Herford seit jenem 8:7 im Dezember 2020. Entscheidend neben einer exzellenten Abwehrarbeit war, dass die Scorer vom Dienst nicht so in Vollzug traten wie sonst, sondern mit Michael Brunner und David Lademann zwei Spoiler, die mit jeweils ihrem ersten Saisontor die Weichen somit auf Sieg stellten. Im letzten Drittel kam Herford noch einmal mächtig heran, hatte nach dem 3:4 noch volle acht Minuten Zeit und schaffte es nicht, die zuletzt viel gescholtene Limburger Abwehr mit einem unglaublich starken Tommi Steffen (jetzt mit 4,00 Gegentoren/Spiel auf Rang 16) zu überwinden. Bei Herford zeigte wie gewohnt Rustams Begovs mit zwei Toren die stärkste Leistung.

Tore: 0:1 (07:40) Lauris Bajaruns (Zolmanis, Kalns), 0:2 (12:29) Michael Brunner (Zolmanis, Kardas), 1:2 (14:58) Logan Denoble, 1:3 (30:34) David Lademann (Lehtonen), 1:4 (32:53) Paul König (Fleischer, Scherf 5-4), 2:4 (44:24) Rustams Begovs (Gerstung, Denoble), 3:4 (51:02) Rustams Begovs (Hutt) 

Hannover Scorpions – Icefighters Leipzig 3:1 (2:1, 1:0, 0:0)

Vermutlich wird man sich in Mellendorf langsam fragen, warum Heimspiele im Augenblick so wenig Zuschauer ziehen. Obwohl mit den Leipziger Icefightern nach den Indians ein weiterer Spitzenklub das Eis betrat, waren wiederum nur 511 Zuschauer anwesend. Und diese bekamen eine Begegnung serviert, die wie auch schon das Spiel gegen die Indians stellenweise Play-Off-Charakter aufwies.

Besonders der Start war schon fast rekordverdächtig. Nach 132 Sekunden traf der beste Spieler des Tages, Pascal Aquin, zum 1:0, und nur 68 Sekunden später glich Leipzigs Joonas Riekkinen wieder aus. Wer jetzt durchatmeten wollte, musste sich beeilen, denn schon zwei Minuten später führten die Gastgeber wieder. Julian Airich traf mit seinem vierten Saisontor (Platz 20 in der Scorerliste) zur erneuten Führung. Danach wurde es etwas ruhiger. Leipzig versuchte sich neu zu organisieren und die Scorpions den Vorsprung zu halten, am besten auszubauen. Das gelang dann in der 39. Minute, als erneut Pascal Aquin zuschlug. Danach stellten die Gastgeber um auf Ergebnisverwaltung          und weil Brett Jaeger, wie schon gegen die Indians, auch gegen Leipzig einen Sahnetag hatte, blieb es bei dem Ergebnis. Beste Akteure bei den Scorpions waren die beiden Kontingentspieler Pascal Aquin und Brandon Alderson, bei Leipzig glänzte das Team, Joonas Riekkinen und trotz der drei Gegentore Torhüter Patrick Glatzel.

Tore: 1:0 (02:12) Pascal Aquin (Alderson, McPherson) , 1:1 (03:20) Joonas Riekkinen (Burns, Heyer), 2:1 (05:25) Julian Airich (McPherson, Rinke), 3:1 (38:57) Pascal Aquin (McPherson, Thomson)


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