Hannover Scorpions verbuchen überraschende HeimpleiteDramatische Kämpfe um die Plätze sechs und zehn

(Foto: dpa)(Foto: dpa)
Lesedauer: ca. 6 Minuten

Auf die Spitze können beide kaum noch hoffen, zu sicher zieht Halle seine Kreise. Auch Leipzig steht ziemlich fest auf Platz vier, während die Indians den hohen physischen Belastungen trotzten, auch in Hamm gewannen und nun auf Herne und Hamburg fast 0,1 Punkte Vorsprung haben. Herne hat noch 0,009 Punkte Vorsprung auf Hamburg, aber auch drei Spiele mehr absolviert. Platz sechs zu erreichen wird schwer für die Ruhrstädter. Ebenso spannend geht es die Plätze neun und zehn zu. Rostock verlor zwar, aber die Konkurrenz aus Essen und Herford auch und die beiden letzten haben genau einen Punkt auf dem Haben-Konto. Auch am Tabellenende gab es einen Wechsel zu bestaunen. Die zuletzt stärker werdenden Krefelder konnten Diez-Limburg überholen, stehen jetzt auf Rang zwölf.

Black Dragons Erfurt – Saale Bulls Halle 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)

Auch ohne Torjäger Joonas Niemelä bleiben die Bulls auf ihrer Siegesspur. Cheftrainer Ryan Foster, gerade mit einer Vertragsverlängerung vom Verein ausgestattet, setzt dabei auf eine konsequent Abwehrarbeit, bei der ein Durchkommen fast unmöglich ist. Und wenn es mal klappt, stehen mit Sebastian Albrecht und Eric Steffen zwei gute Torhüter zwischen den Pfosten. Auch heute zeigte Albrecht ein exzellentes Spiel, ließ sich nur einmal, bei doppelter Unterzahl durch Arnoldas Bosas, überlisten. Ansonsten fingt er alles weg, kam auf 96,3 Prozent Fangquote. Beste Akteure bei Halle waren Pascal Grosse mit drei Punkten, sowie Lukas Valasek, Maurice Becker und Tatu Vihavainen mit je zwei Punkten. Erfurt konnte Halle nur seine Kampfkraft entgegenhalten, hatte aber letzten Ende keine echte Siegchance.

Tore: 0:1 (02:37) Tatu Vihavainen (Valasek, Grosse), 1:1(19:25) Arnoldas Bosas (Fischer, Beach 5-3), 1:2 (35:31) Patrick Grosse (Becker, Gollenbek), 1:3 (37:01) Tim May (Vihavainen, Valasek 5-4), 1:4 (53:45) Maurice Becker (Striepeke, Grosse)

Hannover Scorpions – Crocodiles Hamburg 2:5 (1:1, 0:3, 1:1)

Diese Niederlage war, zumindest auch Scorpions-Sicht, so unnötig wie ein Kropf. In einem ausgeglichenen Spiel überzeugten die Gäste mit einem überragenden Powerplay, während die Scorpions in dieser Disziplin nichts auf die Kette bekamen. 50 Prozent Erfolgsquote bei den Crocodiles, null bei den Gastgebern. Dazu leistete sich wenige Sekunden vor Ende Brad Ross noch eine Auseinandersetzung mit Sam Verelst, die ihm eine Fünfer plus Spieldauer einbrachte und somit ein Spiel Sperre. Ein Umstand, der bei Coach Tobias Stolikowski nicht gerade für Begeisterung gesorgt hat. Während bei den Scorpions kein Spieler besonders positiv auffiel, zeigte Harrison Reed mit drei Punkten bei den Hamburgern seine Stärke. Auch bei den Torhütern war Kai Kristian mit 95 Prozent deutlicher Sieger gegen Brett Jaeger (87,5 Prozent).

Tore: 1:0 (07:04) Mike Hammond (Ross, Gron), 1:1 (15:05) Harrison Reed (Martens, Reimer 5-4), 1:2 (27:09) Adam Domogalla (Schaludek, Verelst), 1:3 (33:39) Dennis Reimer (Reed, Zuravlev 5-3), 1:4 (37:13) Thomas Zuravlev (Reed, Martens), 2:4 (45:55) Robin Just (Raabe, Airich), 2:5 (48:27) Maximilian Schaludek (Gauch, Verelst)

Moskitos Essen – Icefighters Leipzig 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

Ein verdienter Erfolg der Icefighters, die über zwei Drittel die klar bessere Mannschaft waren und den Essenern erst den Ehrentreffer gönnten, als sie selbst mit vier Toren Vorsprung führten. Bester Akteur der Gastgeber war auch der Torschütze, denn Mitch Bruijsten schoss gleich zehnmal auf das von Leipzigs Eric Hoffmann verteidigte Tor und damit mehr als doppelt so häufig wie seine Mitspieler. Bei Leipzig überzeugten vor allem Spieler der dritten und vierten Angriffsformation, die zusammen sieben Scorerpunkte einsammeln konnten.

Tore: 0:1 (19:19) Robin Slanina (Eichelkraut), 0:2 (29:44) Connor Hannon (Stopinski, Farrell 5-4), 0:3 (36:24) Felix Stopinski (Hon), 0:4 (44:49) Sebastian Hon (Wolter, Eichelkraut), 1:4 (47:36) Mitch Bruijsten (Hein, Luft)

Tilburg Trappers - EG Diez-Limburg 6:1 (1:0, 1:1, 4:0)

Wer erwartet hatte, dass sich die Limburger in Tilburg kampflos ergeben würden, sah sich nach der Begegnung getäuscht. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, der zwar von Tilburg überlegen geführt wurde, aber je näher die Niederländer dem gegnerischen Tor kamen, dessen enger und schwieriger wurde es. Das Torschussverhältnis lautete 47:7 und doch stand der Sieg erst nach 48 Minuten fest. Zwei Drittel hielten die Limburger ein 1:2, dann schossen die Trappers innerhalb von nur sieben Minuten drei Tore und mitten in dieser Phase eskalierte die bis dahin recht faire Begegnung. Erst lieferten sich Tilburgs Danny Stempher und Limburgs Paul König einen Fight, der nur mit fünf Minuten für beide geahndet wurde. Das war dann der Weckruf für Brett Bulmer und Wouter Sars auf Tilburger Seite und Nikonor Dobryskin und David Lademann auf Limburger Seite, sich ebenfalls zu prügeln. Schiedsrichter Ramon Sterkens sah sich gezwungen, alle vier mit einer Fünfer plus Spieldauer zu belegen, was am Ende 67:67 Strafminuten bzw. addiert 134 bedeutete und gleichzeitig der höchste Wert war seit dem Dezember 2019, als sich Leipzig und die Indians auf 182 Strafminuten hochschaukelten.

Tore: 1:0 (04:47) Ties van Soest (van der Schuit, Jacobs), 2:0 (24:14) Brett Bulmer (van der Schuit, Hermens 5-4), 2:1 (39:25) Jordan King (Drover, Krymskiy), 4:1 (46:41) Ties van Soest (van der Schuit, Sars), 5:1 (47:53) Raimond van der Schuit (Muller), 6:1 (57:44) Reno de Hondt (van der Schuit, Loginov)

Herner EV Miners – Rostocker EC 6:0 (1:0, 2:0, 3:0)

In der letzten Saison verließen die Rostocker Herne mit drei Punkten und 7:6 Toren und in dieser Saison gab es null Punkte und 1:16 Tore. Das können die Rostocker sicherlich besser, wie sie im Herbst beim heimischen 7:0 gegen Herne bewiesen haben. Dabei konnten sie beim Schussverhältnis sogar gut mithalten. Dreißigmal prüften sie Björn Linda, ohne Erfolg, während es für den HEV in 37 Versuchen sechsmal klingelte. Verantwortlich für diese starke Ausbeute war Hernes Finne Tomi Wilenius, dem ein astreiner Hattrick gelang. Ein weiterer Leistungsträger war Defender Robert Peleikis, der zwar nur einen Punkt holte, aber in der Plus/Minuswertung auf +4 kam.

Tore: 1:0 (04:46) Denis Fominych (Orendorz, Ackers), 2:0 (20:16) Tomi Wilenius (Swinnen, Liesegang), 3:0 (35:43) Tomi Wilenius (Liesegang, Swinnen), 4:0 (56:12) Tomi Wilenius (Ackers, Hüfner), 5:0 (56:23) Nils Elten (Linda, Tegkaev), 6:0 (59:29) Marcus Marsall (Orendorz, Peleikis)

Hammer Eisbären – Hannover Indians 4:5 (3:3, 0:2, 1:0)

Das war knapp für die Hannover Indians. Der Favorit wankte, fiel aber nicht und dass trotz einer riesigen Überlegenheit. Während die Hammer äußerst effizient ihre Chancen nutzten, auf 20 Prozent Schusseffizienz kamen, versagten die Indians in dieser Kategorie mit nur 8,7 Prozent. Beste Spieler der Eisbären waren Christopher Schutz und Kyle Brothers und natürlich Torhüter Daniel Filimonow, während sich bei den Indians, die in den letzten vier Tagen drei Spiele absolvieren mussten, Kyle Gibbons, Tobias Möller, Robin Palka und Branislav Pohanka die Bestnoten verdienten.

Tore: 0:1 (01:52) Robin Palka (Pohanka 4-5), 1:1 (06:50) Michel Maaßen (Trivellato), 1:2 (07:20) Branislav Pohanka (Bacek, Möller), 1:3 (10:54) Niko Selivanov-Esposito (Gibbons, Möller), 2:3 (11:58) Joshua Stephens (Lichnovsky, Rosenthal), 3:3 (12:52) Christopher Schutz (Brothers, Calovi), 3:4 (26:24) Parker Bowles (Gibbons, Aichinger), 3:5 (31:28) Kyle Gibbons (Palka, Kiss), 4:5 (47:12) Jesse Roach (Schutz, Brothers)

Krefelder EV U23 – Herforder EV 7:4 (2:1, 2:2, 3:1)

Was für ein Unterschied? Vor zwei Monaten kassierten die Krefelder gegen den HEV zuhause noch ein 1:9 und jetzt gewann man, durchaus verdient, mit 7:4. Wichtigste Erkenntnis für Krefelds Trainer Elmar Schmitz: Seine Jungs können Tore schießen und nicht nur Kontingentspieler Ty Kolle. Besonders stark am Ende Manuel Nix, dem bisher in der ganzen Saison erst zwei Tore gelangen, zuletzt vor drei Tagen gegen Erfurt und der sich in der Torschützenliste um 44 Plätze auf 133 verbesserte. Ärgerlich für Herford, dass in den letzten beiden Dritteln ebenbürtig war, dass die Chancenverwertung nicht funktionierte. Auch nur ein Powerplaytor bei sechs Gelegenheiten sind eindeutig bei solch wichtigen Spielen zu wenig.

Tore: 1:0 (15:36) Edwin Schitz (Kolle), 2:0 (16:41) Marcel Mahkovec (Hauf, Grygiel), 2:1 (16:58) Jan-Niklas Linnenbrügger (König, Unger), 2:2 (23:00) Rustams Begovs (Garten, Rinke), 3:2 (26:03) Ty Kolle (Nix, Schitz), 4:2 (30:18) Valentin Pfeifer (Mahkovec, Hauf 5-4), 4:3 (31:32) Rustams Begovs (Garten, Rinke 5-4), 5:3 (47:44) Luca Hauf (Rutkowski 4-5), 5:4 (51:30) Jörn Weikamp (Krocker, Pietschmann), 6:4 (53:14) Manuel Nix (Kolle), 7:4 (59:23) Manuel Nix (Grygiel)


Du willst die wichtigsten Oberliga-News, Spielpläne und Live-Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die Hockeyweb-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple​  und Android​.
Schon im Januar Interesse
Emil Lessard-Aydin kommt zum Herner EV

Der Herner EV und Emil Lessard-Aydin werden in der Saison 2022/23 zusammenarbeiten. Der Stürmer sollte bereits im Januar nach Herne kommen, doch dies ließ sein Studi...

Schwede kommt aus der Alps Hockey League
Albin Lindgren verteidigt für die Lindau Islanders

​Mit Martin Mairitsch ist eine von drei Kontingentstellen seit einigen Wochen besetzt. Nun aber konnten die EV Lindau Islanders ihren zweiten von drei Kontingentspie...

Kanadier kehrt zurück
Killian Hutt wieder im Kader der Herforder Ice Dragons

​Der Herforder EV hat die dritte Kontingentstelle mit einem bekannten Gesicht besetzt. Killian Hutt trägt ab der kommenden Saison wieder das Trikot der Ice Dragons u...

Ice Dragons präsentieren sechsten Neuzugang
Dominik Patocka wechselt aus Lindau zum Herforder EV

​Vom Bodensee über Prag nach Ostwestfalen – der Herforder EV präsentiert seinen nächsten Neuzugang für die kommende Saison. Dominik Patocka wechselt vom Süd-Oberligi...

Sebastian Moberg verstärkt die Farmsener
Crocodiles Hamburg verpflichten finnischen Verteidiger

​Die Crocodiles Hamburg haben die zweite von drei Kontingentstellen mit Sebastian Moberg besetzt. Der Verteidiger wechselt vom Herner EV zu den Elbstädtern und unter...

Zuletzt in Selb und Bad Tölz
Pascal Aquin wechselt zu den Hannover Scorpions

​Der 1,88 Meter große und 91 Kilogramm schwere Außenstürmer Pascal Aquin schließt sich dem Oberligisten Hannover Scorpions....

Becker und Elten bleiben
Kooperation zwischen Herner EV und Iserlohn Roosters verlängert

​Der Herner EV und die Iserlohn Roosters werden auch in der Saison 2022/23 zusammenarbeiten. Goalie Finn Becker und Abwehrspieler Nils Elten bleiben am Gysenberg und...

Kanadier kommt aus 2. französischer Liga
Vier Neue für die Rostock Piranhas

​Die Rostock Piranhas haben auf dem vereinseigenen Sommerfest am Samstagnachmittag vor mehreren Hundert Fans die ersten Neuverpflichtungen vorgestellt. ...

AufstiegsplayOffs zur DEL2