Hannover Scorpions und Selber Wölfe im HalbfinaleOberliga-Play-offs kompakt

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Selber Wölfe – Icefighters Leipzig  3:1 (0:0, 2:0, 1:1)

Play-off-Endstand: 3:1

Die Selber haben es geschafft. In Spiel vier machten sie den Sack zu, gewannen Spiel und Serie mit dem gleichen Ergebnis, nämlich 3:1. Obwohl die vierte Partie an einem Werktag stattfand, hatte das Play-off-Fieber die bayrische Porzellanmetropole erreicht. 2637 Fans wollten den Einzug in die nächste Runde mitverfolgen, aber die Gäste, die unbedingt einen Sieg für einen Serienausgleich benötigten, blieben in der Defensive im ersten Drittel stark, retteten ein 0:0 in die Pause. Im zweiten Drittel verflachte das Spiel zunächst, was durchaus im Sinn der Leipziger war, als unverhofft das 1:0 fiel. Gare und Piwowarczyk spielten Herbert Geisberger frei und der überwand den starken Gästekeeper Roßberg zum 1:0. Das brachte neuen Schwung in die Spielweise der Gastgeber und neun Minuten später zeigte sich Geisberger selbst als Torvorbereiter, als er Lukas Povizil bediente und dieser das 2:0 markierte. Die Leipziger Marschroute im dritten Drittel war klar, alles nach vorne, was jedoch nicht funktionierte. Ian McDonald traf in der 46. Minute zum entscheidenden 3:0, aber der ausgerechnet gegen Selb stark spielende Damian Schneider war es schließlich vorbehalten, den verdienten Ehrentreffer für die Icefighters zu erzielen. Am Ende stand  es 3:1 für die Gastgeber, die sich jetzt auf das Halbfinale freuen können.

Hannover Scorpions – Starbulls Rosenheim 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)

Play-off-Endstand: 3:1

Wären die Spiele gegen den Lokalrivalen vom Pferdeturm nicht gewesen, ausgerechnet an einem Dienstag im März hätte es einen Zuschauerrekord in Mellendorf gegeben. 1705 Zuschauer, darunter etwa 100 aus Rosenheim, wollten die Partie sehen und sie bekamen einen erneuten Krimi geboten. Die nur mit 15 Feldspielern angetretenen Gastgeber, die ohne die gesperrten Schütt und Lehmann antreten mussten, spielten im ersten Drittel nicht wie erwartet superdefensiv, sondern brachten die Defensive der Gäste mehr als einmal ins Schwitzen. Da auch die Rosenheimer, die ja einen Sieg unbedingt brauchten, einen Vorwärtsdrang aufwiesen, bekamen die Zuschauer zahlreiche Chancen zu sehen, die jedoch sämtlichst von beiden Keepern, Linda bei den Scorpions, Steinhauer bei den Starbulls, vereitelt wurden. Im zweiten Drittel übernahmen die Starbulls zwar optisch das Kommando, konnten aber die sattelfeste Scorpions-Defensive nicht überwinden. Anders machten es die Gastgeber, bei denen einer der schnellen Konter sein Ziel fand. Pantic prüfte Steinhauer und den Abpraller konnte  Brian Gibbons in der 32. Minute zum 1:0 verwerten. Jetzt lief den Rosenheimern die Zeit weg und obwohl sie drückten, kamen sie vorerst zu keinem nennenswerten Ergebnis. Erst in der 58. Minute konnte Michael Baindl einen Pass von Tobias Draxinger zum 1:1 nutzen. Damit sollte zumindest erst einmal die Verlängerung erreicht sein, glaubten alle Rosenheimer und mussten mit ansehen, wie Scorpions-Goalgetter Patrick Schmid sieben Sekunden vor Schluss noch einen letzten Schussversuch wagt und dieser irgendwie den Weg über die Linie findet. Selbst die Scorpions glauben zunächst nicht an ihren Erfolg, werden dann aber eines Besseren belehrt, als Schiedsrichter Carsten Lenhardt, für alle überraschend, das Tor gibt. Damit haben die Scorpions die Serie mit 3:1 gewonnen.

Moskitos Essen – Deggendorfer SC 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)

Play-off-Stand: 2:2

Auch in Essen war der Besuch prächtig, einem vierten Play-off-Spiel in einer Serie würdig. 2553 Zuschauer waren anwesend, darunter auch einige Deggendorfer und sie sahen eine Essener Mannschaft, die dem aktuellen Südmeister mehr als Paroli gab. Dabei war der Start für die Moskitos nicht günstig. Dmitrij Litesov traf bereits nach 71 Sekunden für die Gäste, die sich zwei Minuten später betreten ansahen. Anstatt die Strafe gegen Essens Bires zum 2:0 auszunutzen, mussten die Deggendorfer den Ausgleich hinnehmen, als Dominik Lascheit entwischte. Die Moskitos sind in dieser Saison im Norden für ihre Doppelschläge berühmtberüchtigt und genau so ein Doppelschlag war für die Vorentscheidung zuständig. In der 25. Minute erzielte Julian Lautenschlager das 2:1, dem Kyle deCoste 77 Sekunden später das 3:1 folgen ließ. Die Deggendorfer mussten den Rückschlag erst einmal verdauen, gingen dann daran, den Rückstand aufzuholen und waren in der 38. Minute erfolgreich, als Kyle Gibbons das 2:3 markierte. Ausgerechnet ein Bayer, ein gebürtiger Franke, Marcel Pfänder, erzielte in der 55. Minute mit dem 4:2 das Game-Winning-Goal. Da half auch der erneute Anschlusstreffer des DSC durch Rene Röthke in der 58. Minute und die Herausnahme von Keeper Cody Brenner nichts. Am Ende hatten die Moskitos beim 4:3 wieder zugestochen und so treffen sich beide Vertretungen als einzige am Gründonnerstag zur finalen fünften Ausgabe dieser Serie.


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