Hannover Scorpions übernehmen TabellenführungTilburg gewinnt am Pferdeturm – Traumstart für Erfurts Neuzugang

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Auf Rang drei mit neun Punkten Rückstand Tilburg, das sich vor ausverkauftem Haus am Pferdeturm  für die beiden bisherigen Heimniederlagen revanchierte und den heimischen Indians einen heimsieglosen Dezember bescherte. Das war eine Premiere, auf die die Indians sicherlich hätten verzichten können. Mit etwas Glück und einem Glücksgriff setzten sich die Erfurter gegen Rostock nach Overtime durch und blieben auf Schlagweite zu Tilburg, auch wenn die Niederländer einen Pluspunkt mehr kassierten.

Topgewinner war sicherlich für Erfurt der Bosas-Ersatz Santeri Haarala, der zwei der drei Tore schoss, darunter auch das Game Winning Goal. Wunderbar auch für die Black Dragons: Ihre unglaubliche Saison wurde mit einem ausverkauften Haus von den Fans honoriert. Und es gab noch etwas zu bejubeln. Die Verfolger aus Halle und aus Hannover kassierten Heimniederlagen, so dass Erfurt jetzt fünf Punkte Vorsprung vor Halle hat. Hamm zeigte sich nach der Heimklatsche gegen die Indians wieder in der Spur, gewann in Herford, wenn auch mit etwas Glück. Platzwechsel auch auf Rang acht. Leipzig gewann in Halle und weil Rostock und Herne unterlagen, überholten die Messestädter ihre Konkurrenten. Damit erhöhte sich der Rückstand der Füchse Duisburg auf den Tabellenzehnten auch auf fast unaufholbare 16 Punkte.

Hannover Indians – Tilburg Trappers 2:5 (1:2, 1:1, 0:2) 

Im Augenblick scheinen die Indians lieber auswärts als zuhause antreten zu wollen. Dabei war die Hütte gegen Tilburg wiederum mit 4.608 Zuschauern ausverkauft und die Stimmung entsprechend. Am Ende stand die fünfte Heimniederlage in Folge und als Novum gab es erstmals seit Beginn der Geschichtsschreibung am Pferdeturm einen heimsieglosen Dezember. Das Spiel ist letztlich schnell geschildert. Die Indians bestimmten das Spiel, kreierten aber nicht genug Torchancen und waren bei weitem nicht so gefährlich wie sie hätten sein sollen. Immerhin hatte man den gleichen Gegner in dieser Saison bereits zweimal in dessen Halle besiegt. Tilburg stand massiv in der Defensive, wagte nur vereinzelt Konter und hatte damit Erfolg. Die Indians, die zuletzt in Hamm beeindruckt hatten, zeigten sich von der starken gegnerischen Physis beeindruckt und auch wenn der Ausgleich zum 1:1 bei doppeltem Überzahlspiel fiel, die Gastgeber hätten zu diesem Zeitpunkt längst führen müssen. Dazu antworteten die Gäste immer schnell mit eigenen Treffern auf Gegentore, brachten die Indians immer wieder in Zugzwang. Nach der schnellen Führung von van Soest gelang Varttinen der Ausgleich, aber nur drei Minuten später führte Tilburg wieder. Die Indians warfen alles nach vorne, kamen nach schier endlosen 21 Minuten zum Ausgleich, nur um 18 Sekunden später wieder zurückzuliegen. Das dritte Tilburger Tor von Joly war der Genickbruch für die Hausherren, die sich daraufhin nicht mehr entscheidend im gegnerischen Drittel durchsetzen konnten. Die Tore vom stärksten Tilburger Gracel und schließlich von Hofland besiegelten eine weitere Niederlage einer hannoverschen Mannschaft, die scheinbar dringend weniger an der Physis als vielmehr an der Psyche arbeiten muss.

Tore: 0:1 (02:46) Ties van Soest (Huisman), 1:1 (09:03) Matias Varttinen (Turnwald, Pohanka 5-3), 1:2 (12:38) Braycen Gracel (Borgman, de Hondt 5-4), 2:2 (33:58) Jonas Wolter (Horschel, Christmann), 2:3 (34:16) D`Artagnan Joly, 2:4 (43:25) Brayden Gracel (de Hondt, Hermens), 2:5 (50:01) Diego Hofland (Gracel)

Herner EV Miners – Hannover Scorpions 3:5 (2:0, 0:3, 1:2) 

Letztlich ein klarer und verdienter Erfolg des neuen Tabellenführers. 43:24 Torschüsse sprechen eine klare Sprache und doch hatten die Scorpions eine Menge Glück, denn im ersten Drittel wurden sie nahezu perfekt ausgekontert. Ackers und Nedved brachten die knapp 1.400 Fans mit ihren beiden Toren zum toben. Dann begann der Tabellenzweite mit seinem Spiel, konnte aber im ersten Drittel noch nicht für den Umschwung sorgen. Das passierte in den zweiten zwanzig Minuten. Obwohl Herne passabel mithielt, gelang den Gästen mit drei Toren der Umschwung, wobei Aquin mit zwei Überzahltoren innerhalb von nur 65 Sekunden für den Hauptanteil sorgte. Stöhrs überraschender Ausgleich in der 45. Minute sorgte für Spannung, aber an diesem Abend stand die Scorpions-Offensive, gerade auch in Überzahl, für absolute Qualität. Kirsch brachte seine Farben erneut in Führung und diesmal konnten die Miners nicht mehr folgen. Wruck beendete schließlich die Frage nach dem Sieger mit dem fünften Gästetor.

Tore: 1:0 (03:33) Michel Ackers, 2:0 (05:21) Ondrej Nedved (Braun, Korus), 2:1 (28:30) Travis Oleksuk (Airich, Klöpper), 2:2 (35:25) Pascal Aquin (Raabe, Wruck 5-4), 2:3 (36:30) Pascal Aquin (Kabitzky, Raabe 5-4), 3:3 (44:38) Mateo Stöhr (Braun, Keresztury), 3:4 (47:45) Justin Kirsch (Wruck, Raabe 5-4), 3:5 (52:36) Dylan Wruck (Thomson, Kabitzky)

Black Dragons Erfurt – Rostock Piranhas 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) n.V.

Der Matchwinner war der Neuzugang. Nach der wohl langwierigen Verletzung von Arnoldas Bosas reagierte die Erfurter Führung und holte als Ersatz den Finnen Santeri Haarala. Haarala wurde vom britischen EIHL-Ligisten Manchester Storm losgeeist und überzeugte sofort in Erfurt, in dem er für die zwei entscheidenden Tore gegen Rostock sorgte. Aus Piranha-Sicht zeigte die Formkurve nach dem desaströsen 1:7 gegen Halle wieder nach oben.

Tore: 0:1 (20:18) Maximilian Schaludek (Pöpel, Dansereau), 1:1 (24:22) Philip Hertel, 2:1 (45:48) Santeri Haarala (Jakob, Pauker), 2:2 (58:29) Oscar Bejmo (Pöpel, Schaludek), 3:2 (61:40) Santeri Haarala (Pauker, Reed)

Saale Bulls Halle – Icefighters Leipzig 1:2 (0:1, 1:0, 0:1) 

Ein glücklicher, aber wie so häufig nicht unverdienter Erfolg der Gäste, die am Spielende einen Hauch mehr Glück hatten. Das Siegestor von Virch fiel 48 Sekunden vor Spielende, so dass Halle keine wirkliche Chance für den Ausgleich noch hatte. Beide Teams zeigten eine starke Leistung, herausragend agierten beide Torhüter. Halles Herden kam auf 92,9 Prozent Fangquote, Leipzigs Hoffmann gar auf 96,8 Prozent.

Tore: 0:1 (02:45) Brad Snetsinger (Farrell, Moberg5-4), 1:1 (29:24) Vojtech Suchomer (Bassler), 1:2 (59:12) Erik Virch (Schietzold, Gibbons)

Herforder EV – Hammer Eisbären 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) 

Herford, das vor 867 Zuschauern ohne die abgewanderten Riekkinen und Gerartz antrat, zeigte eine starke kämpferische Leistung gegen die Hamemr Eisbären und hätte einen Punkt durchaus verdient gehabt. Beeindruckénd war die defensive Leistung der Gastgeber, die auch in Torhüter Justin Schrörs /(94,1 Prozent Fangquote) ihren besten Mann hatten. Er wurde aber von Sebastian Weber im Eisbären-Tor mit 95,8 Prozent Fangquote sogar noch übertroffen.

Tore: 1:0 (20:18) Logan deNoble (Gerstung), 1:1 (32:49) Thomas Zuravlev (Soy,  Schutz, 1:2 (45:03) Oleg Tschwanow (Evanish).


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