Hannover Scorpions stürmen auf Platz eins der Oberliga NordSpiel zwischen Krefeld und Hamburg ausgefallen

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Mit diesem bereits zweiten Saisonerfolg belohnten sich die Westfalen mit dem Sprung auf Platz drei selbst. Dieser Freitag, der 13. war dann auch der Spieltag der beiden hannoverschen Teams. Die Indians holten sich aus der Talsohle, ihr Keeper verbuchte seinen ersten Shutout und sie machten einen Sprung um drei Plätze auf Rang acht. Nachbar Scorpions überrollte seine Gastgeber von der Ostsee und schoss sich auf den Platz an der Sonne, während die Tilburger ihren dritten Auswärtssieg feierten und sich direkt hinter den Scorpions platzierten. Herne überholte Halle und dann gab es, von den Indians abgesehen, keine großen Verschiebungen. Überraschendes Schlusslicht sind die Leipziger Icefighters, die wohl im Augenblick bei 18 Gegentoren in drei Spielen Probleme mit ihrer Defensive offenbaren.

Hammer Eisbären – EC Hannover Indians 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)

Im dritten Heimspiel die dritte Niederlage. Die Hammer zahlen als Aufsteiger im Augenblick eine Menge Lehrgeld. Auch im Spiel gegen die Indians zeigten die Eisbären ein beherztes Spiel, ließen sich jedoch von den erfahrenen Indians auskontern. Immerhin dauerte es in dem äußerst fairen Spiel, lediglich eine 2+2 Minuten-Strafe für Indians-Verteidiger Bovenschen war die einzige Ausnahme, ansonsten gab es nur insgesamt 14 Strafminuten, 13 Minuten, ehe das erste Tor fiel. Der sich scheinbar in seiner Reihe mit Bacek und Burns sehr wohl fühlende Thore Weyrauch brachte die Indians mit 1:0 in Führung. Noch ehe sich die Hammer richtig auf den Rückstand eingerichtet hatten, schlugen die Niedersachsen wieder zu. Robby Hein erhöhte in der 16. Minute auf 2:0. Psychologisch sehr ungünstig für die Hausherren das dritte Gegentor bereits nach 57 Sekunden im zweiten Drittel, wiederum durch Weyrauch und seinen beiden Mitstreitern. Jetzt wurde Hamm nervös, denn drei Gegentore gegen abwehrstarke Hannoveraner sind fast nicht aufzuholen. In der 29. Minute war das Spiel bereits endgültig gelaufen, als Brett Bulmer das 4:0 besorgte. Dabei blieb es bis zur 51. Minute, dann traf erneut Bulmer, wiederum auf ein Zuspiel von Bowles zum Endstand 5:0.

Rostock Piranhas – Hannover Scorpions 5:9 (1:4, 1:2, 3:3)

Einen Tag der offenen Tür hätten die Zuschauer in Rostock mitbekommen, wenn sie denn zugelassen worden wären. Leider war dem nicht so und so gab es für die beiden Trainer eine Erkenntnis. Für den Rostocker Übungsleiter Niels Garbe, dass seine Mannschaft in der Defensive noch Luft nach oben hat und dass sein Team wiederum bis zum Schluss kämpft und die Kondition stimmt. Für Scorpions-Chef Tobias Stolikowski, dass seine Auswahl für die Sturmreihen stimmt und Einkauf Tomi Wilenius ein perfekter Ersatz für Pelletier ist. In der Tat, die Scorpions überrollten ihre Gastgeber und nach spätestens 30 Minuten war die Frage nach dem Sieger klar beantwortet. Die Tore für die Scorpions markierten Roman Pfennings (1., 51.), Julian Airich (7.), Tomi Wilenius (8., 15.), Felix Kolupaylo  (22.), Victor Knaub (37.), Andre Reiß (49.) und Mario Valery-Trabucco (54.). Mit dem Tor von Trabucco stand es bei Gegentoren von Fabio Frick (8.) und Jörg Noack (29.) bereits 9:2 für die Scorpions, als die Piranhas zur aktiven Ergebniskosmetik schritten und durch Luis Rentsch (55.) und Tom Pauker (58., 60.) noch fast im Minutentakt auf 5:9 verkürzen konnten. Zu bemerken wäre noch, dass  Scorpions-Coach Tobias Stolikowski, wie auch sein Gegenüber Niels Garbe seinen Keeper tauschte. Für  Brett Jaeger kam Ansgar Preuß, für Eric Steffen kam Jascha Strobel.

Saale Bulls Halle – Herner EV 1:4 (1:0, 0:1, 0:3)

Das  Spitzenspiel der Oberliga ging knapper aus, als es das Ergebnis zu zeigen vermag. In der ausgeglichenen Begegnung hatten bis zur 42. Spielminute Valtteri Hotakainen (2.) und Michael Ackers (23.) getroffen. Bis dahin sah auch das Schussverhältnis mit 20:21 ausgeglichen aus. Dann kamen die fünf starken Minuten der Herner und Halle war verloren. Den Torreigen eröffnete Michael Ackers mit seinem zweiten Tor (43.). Dann erhöhten Dennis Thielsch (46.) und Marcus Marsall (49.) und Halle waren alle Zähne gezogen. Da halfen auch kleine Tricks von Halles Trainer Ryan Foster nicht, der zwischendurch zweimal seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte um mehr Druck zu erzeugen. Halle scheiterte an einem stark agierenden Herner Team, dass seine Anwartschaft auf einen der ganz vorderen Plätze deutlich untermauerte.

Black Dragons Erfurt – Tilburg Trappers 1:4 (0:1, 1:3, 0:0)

Ein hochverdienter Erfolg der Tilburger, die in ihrem dritten Auswärtsspiel in Folge zum dritten Erfolg kamen. Dabei zeigten sie, dass sie nach dem Fast-Debakel von Hamm, wo sie nur mit viel Glück gewannen, dazugelernt hatten und durch eine klar konzentriertere Spielweise sich diese drei Punkte redlich verdienten. Auch das Schussverhältnis von 45:27 untermauert diese Sichtweise. Nach dem Diego Hofland die Niederländer in der 16. Minute in Führung brachte, erhöhte in einer Art One-Man-Show Reno de Hondt (26., 30.) mit zwei Toren auf 3:0. Immerhin gelang den tapferen Thüringern durch ihren Neuzugang Arnoldas Bosas in der 39. Spielminute der mehr als verdiente Ehrentreffer. Den Abschluss markierte Janne de Bonth vier Sekunden vor Ende des zweiten Drittels mit seinem Tor zum 4:1. Herausragende Akteure der Begegnung waren die Niederländer Janne de Bonth, der an allen vier Toren beteiligt war sowie Kilian van Gorp, der sich drei Assist anschreiben konnte. Auf Erfurter Seite brillierte Keeper Konstantin Kessler mit 91,1 Prozent Fangquote trotz der vier Gegentore.

Herforder EV – Icefighters Leipzig 6:5 (2:2, 4:3, 0:0)

Eine nahezu unglaubliche Partie lieferte Aufsteiger Herford gegen den Leipziger Favoriten ab. Die Dragons führten dabei schon mit 6:3, mussten noch vor der zweiten Pause den Anschluss zum 6:5 hinnehmen, um dann nach dem Offensivspektakel der ersten beiden Abschnitte auf Ergebnishaltung umzuswitchen und den Vorsprung über die Ziellinie zu retten. Diese Begegnung hatte definitiv viel zu bieten und man kann nur hoffen, dass bald wieder Fans zugelassen werden. Im ersten Drittel hatte in der Begegnung Leipzig die Hosen an, aber Herford ging zweimal in Führung. Erst traf Herfords Kanadier Emil Lessard-Aydin mit seinem ersten Saisontor zum 1:0 (5.) und Ralf Rinke (13.) zum 2:1, zwischendurch glichen Ryan Warttig (9.) und Robin Slanina (19.) aus. Im zweiten Drittel umgekehrtes Spiel. Diesmal gingen die Icefighter in Führung. Maximilian Spöttel brachte sein Team in der 23. Minute mit 3:2 in Führung, aber dieser Vorsprung brachte gegen erwachende Herforder keine Sicherheit. Im Gegenteil, die Westfalen explodierten und Leipzig konnte nur staunend dabei stehen. Innerhalb von 180 Sekunden drehte der HEV das Ergebnis auf 5:3. Lars Bödefeld (24.), Christophe Lalonde (25.) und Matyas Kovacs (26.) waren die Herforder Torschützen, dem Björn Bombis in der 33. Minute noch das 6:3 folgen ließ. Jetzt wechselte Leipzig den Keeper. Für Patrick Glatzel kam Eric Hoffmann und mit diesem die Sicherheit zurück. Hoffmann blieb bis zum Ende fehlerfrei, Leipzig schoss durch Moritz Israel (38.) und Hennes Albrecht (40.) noch zwei Tore, konnte aber das entscheidende sechste Tor nicht mehr erzielen, so dass die drei Punkte bei den Ice Dragons blieben.

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