Hannover Scorpions sichern sich die VizemeisterschaftLeipzig überholt Rostock und Hamburg, Essen zieht an Herne vorbei

Im Duell zwischen den Crocodiles und den Füchsen ging der EV Duisburg trotz Rückstands als Sieger vom Eis. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Im Duell zwischen den Crocodiles und den Füchsen ging der EV Duisburg trotz Rückstands als Sieger vom Eis. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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Um Platz vier dagegen wird es noch einmal richtig spannend. Halle unterlag, wie zu erwarten war, in Tilburg und braucht am letzten Spieltag einen Heimsieg gegen die Harzer Falken. Ein machbares Unterfangen. Erheblich schwerer die Aufgabe des Tabellenfünften, den Essener Moskitos. Sie treffen auf die Scorpions und der Sechste Herne misst sich mit Tilburg. Auf Platz sieben hat es sich Leipzig gemütlich gemacht, muss aber am Sonntag am hannoverschen Pferdeturm die Platzierung verteidigen. Die punktgleichen Crocodiles treffen auswärts auf die launischen Erfurter und die lauernden Rostocker müssen nach Berlin. Die Duisburger Füchse haben am Sonntag spielfrei und können sich auf die Pre-Play-offs vorbereiten, wobei allerdings der Gegner noch nicht feststeht. Das gleiche gilt für Erfurt, das sicherlich Beobachter nach Berlin und Hannover geschickt hat. Ganz hinten gab es auch noch eine Vorabentscheidung. Die Harzer Falken hielten Platz zwölf und die bittere rote Laterne wanderte in diesem Jahr nach Berlin zu den Preußen.

Rostock Piranhas – Moskitos Essen 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)

In einem engen Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten, gingen die Moskitos am Ende als verdienter Sieger vom Eis. Allerdings kämpften die Piranhas wie die Löwen und weil die Moskitos mit allen Mitteln dagegenhielten, konnte am Ende Schiedsrichter Simankov auf 29 ausgesprochene Strafen, darunter zwei Disziplinarstrafen zurückblicken. Die Diszis erhielten übrigens der Rostocker Koopmann und der Essener Pfänder. Die Tore erzielten für Essen Stephan Kreuzmann (19.) bei doppeltem Überzahlspiel, Julian Airich (38.), Andre Gerartz (40.) und Nicolas Strodel (52.). Das einzige Tor der Piranhas markierte Maurice Becker in der 38. Spielminute.

Harzer Falken – Black Dragons Erfurt 4:5 (1:2, 1:1, 2:1, 0:1) n.P.

Immerhin 802 zahlende Zuschauer ließen sich am Freitagabend im Wurmbergstadion sehen und diese bekamen ein spannendes Match mit vielen Toren zu sehen, wobei das Happy End, zumindest für die Gastgeber, am Ende ausfiel. Auch ein interessantes Detail: Alle acht Tore, die aus dem Spiel herausfielen, wurden bei personellem Gleichstand erzielt. Ein Fakt, den man bei weitem nicht immer sieht. Für die kampfkräftigen Harzer erzielten Zach Josepher (8.), Tim Dreschmann und (26.,52.), Tim Krüger (42.) die Tore, für die Erfurter trafen Maurice Keil (14.), Christoph Ziolkowski (17.), Enzo Herrschaft (34.) und Reto Schüpping (55.) die Tore. Da in der Verlängerung Erfurt zwar überlegen war aber nicht traf, musste das Penaltyschiessen für die Entscheidung herhalten und da war Robin Sochan der Garant für den zweiten Erfurter Punkt.

Crocodiles Hamburg – Füchse Duisburg 4:5 (1:1, 2:1, 1:2, 0:1) n.V.

Den Füchsen gelang in der Eishalle Farmsen ein glückliches, aber auch verdientes Comeback. Vor allem werden sie sich über das 1:3 vom Mittwoch geärgert haben, denn mit zwei Siegen über die Elbestädter hätte der Kampf um Platz acht noch spannend werden können. Tatsächlich zeigten die Wedauer endlich mal wieder Nehmerqualitäten, wie sie im Boxsport üblich sind und sie schlugen zurück, als niemand mit ihnen rechnete. Nach dem schnellen 1:0 für die Gäste durch Diego Hofland (11.) trafen Patrick Saggau (19.), Tuukka Laakso (26.) und Josh Mitchell (31.) zum 3:1 für Hamburg. Auch das 2:3 von Michael Fomin (33.) konterten die Hamburger mit einem schnellen Tor im dritten Drittel, als Gianluca Balla (41.) das 4:2 erzielte. Wie gut der neue Füchse-Coach Dirk Schmitz seine Mannschaft motivieren konnte, zeigte das letzte Drittel. Pavel Pisarik (45.) traf zum 3:4 und Ricco Ratajczyk glich in der 57. Minute aus. Ausgerechnet eine Strafe wegen unsportlichen Verhaltens von Josh Mitchell nutzte André Huebscher in der 63. Minute zum 5:4 für die Gäste aus.

Hannover Scorpions – Herner EV 7:3 (1:3, 1:0, 5:0)

Zwei Drittel bestätigten die Herner ihren Ruf als Angstgegner der Scorpions. Zu diesem Zeitpunkt führten sie nach Toren von Lois Spitzner (5.), Nico Kolb (7.) und Brad Snetsinger (7.) bei heimischen Toren von Matt Wilkins (2.) und Sean Fischer (27.) mit 3:2. Begünstigt wurde auch die Führung des HEV durch Schwächen von Mellendorfs Keeper Enrico Salvarani. Dieser hatte beim Hinspiel in Herne während der Woche geglänzt, musste jedoch in diesem Spiel bereits nach sieben Minuten seinen Platz im Tor für Stammkeeper Christoph Mathis verlassen. Im dritten Drittel zeigten sich die Gastgeber dann deutlich treffsicher als die Ruhrstädter, trafen durch Sean Fischer (45.), Björn Bombis (47.), Christoph Koziol (57.), Patrick Schmid (60., ENG) und Dennis Arnold (60.) gar noch fünfmal, während er HEV trotz seiner zehn Torschüsse leer ausging.

Tilburg Trappers – Saale Bulls Halle 4:3 (1:1, 0:1, 3:1)

In dem fairen Spitzenspiel, in dem wie in Braunlage alle Tore bei personellem Gleichstand fielen, mussten sich der Spitzenreiter ganz schön anstrengen, um die drei Punkte auf dem Haben-Konto zu verbuchen. Tyler Mosienko schoss die Bulls in der siebten Minute in Führung und auch der Ausgleich durch Jordy van Oorschot (20.) brachte den Tabellenvierten nicht aus dem Tritt. Im Gegenteil: Als Maximilian Schaludek das zweite Drittel mit dem 2:1 in der 21. Minute eröffnete, da wurden die Niederländer nervös und als Nathan Burns in der 43. Minute gar auf 3:1 erhöhte, da schienen die Tilburger auf der Verliererseite. Aber das Anschlusstor zum 2:3 von Nardo Nagtzaam in der 47. Minute motivierte die Niederländer zu noch mehr Anstrengungen und in der 58. Minute war es dann soweit. Innerhalb von zehn Sekunden drehten Ivy van den Heuvel und Ryan Collier das Ergebnis.

Icefighters Leipzig – Preussen Berlin 8:2 (2:1, 5:1, 1:0)

Auch wenn am Ende wieder ein deutlicher Sieg der Icefighters zu Buche stand, die Preussen gaben am 47. Spieltag einen klar besseren Eindruck ab als noch zwei Tage zuvor beim 1:13. Im Gegenteil, die Berliner konnten nicht nur in der ersten Spielviertelstunde das 0:0 halten, sie gingen in der 17. Minute durch Lukas Ogorzelec mit 1:0 in Führung. Für eine Mannschaft, die mittlerweile über 300 Gegentore kassiert hat, ein Zustand glückseliger Freude mit dem Ergebnis, dass die Konzentration für 120 Sekunden wegfiel und es prompt noch zwei Gegentore gab. Ryan Warttig (18.) und Niklas Hildebrand (19.) machten aus dem 0:1 ein 2:1. In den zweiten 20 Minuten übernahmen die Icefighters für knapp zehn Minuten die optische Führung, erhöhten durch Damian Schneider (23.), Antti Paavilainen (26.) und Daniel Volynec (27.) auf 5:1. Mit dem 6:1 von Hildebrand (30.) war die Partie endgültig vorentschieden. Immerhin erzielte Cam Mathäs in der 36. Minute das zweite Preußen-Tor, ehe der Leipziger Alexander Seifert mit seinen ersten zwei Saisontoren in der 38. und 56. Minute den Schlusspunkt setzte.


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