Hannover Scorpions setzten sich im Spitzenspiel durchIndians kassieren hohe Heimniederlage

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Allerdings fiel der Sieg nur so hoch aus, weil Essen erst nach dem 0:4-Rückstand anfing, Eishockey zu spielen. Durch diese Niederlage mussten die Essener den Konkurrenten um Platz zwei, die Tilburg Trappers, wieder vorbeilassen. Beide Teams trennt jedoch nur das unterschiedliche Torverhältnis. Zwei Punkte holte Erfurt in Leipzig, bestätigte Platz vier, konnte damit den Angriff der Saale Bulls Halle abwehren, wobei die Hallenser wohl erst einmal froh sind, dass sie die zur Zeit heimschwachen Hannover Indians von Platz fünf verdrängen konnten. Kaum zu glauben, aber die Pferdetürmler hatten die Chance auf Platz vier und versemmelten diese, wurde mit dem Abstieg auf Rang sechs richtig bestraft. Und am Sonntag greift Leipzig in Duisburg nach Platz sechs, während die Indians bei den punktgleichen Saale Bulls antreten. Und weil die Plätze acht bis zehn, sprich Hamm, Herne und Rostock sämtlichst voll punkteten, wird es im Mittelfeld noch so richtig spannend.

Hannover Scorpions – Moskitos Essen 6:3 (4:0, 0:1, 2:2)

Kaum glaubhaft, aber wahr. Hätten nur die letzten 44 Spielminuten gegolten, dann hätte Essen 3:2 gewonnen. Taten die Westdeutschen aber nicht, weil sie die ersten Minuten auf der Eisfläche noch gar nicht wach waren, und ihren Torhüter Leon Hümer mehrfach sträflich im Stich ließen. Nach dem dritten Gegentor war dessen Arbeitstag gelaufen und Stammkeeper Kucis kam. Er kassierte zwar noch ein viertes Gegentor, aber die Mannschaft hatte das Wecksignal ihres Trainers wohl mitbekommen, denn auf einmal waren ganz andere Stechmücken aktiv. Sie spielten deutlich konzentrierter, kamen auch schnell im zweiten Drittel zum ersten Tor, mussten dann aber bis ins letzte Drittel warten, bis Cornett die Begegnung wieder spannend machte. Mit dem 5:2 von Trattner schien die Begegnung entschieden, aber Essen griff tief in die Trickkiste, nahm sechs Minuten vor dem Ende Keeper Kucis vom Eis und traf 15 Sekunden später durch Reimer, der zwei Tore am Abend schoss, zum 3:5. Danach warfen die Essener alles nach vorne, kassierten jedoch einen Konter, den Aquin mit dem entscheidenden Empty-Netter abschloss. Herausragender Akteur beim Tabellenführer war McPherson mit vier Punkten sowie Aquin, der immerhin drei Zähler beitrug. Auf Essener Seite bescheinigte Scorpions-Trainer Gaudet dem Essener Keeper Kucis eine mehr als solide Leistung, und Reimer, der zwei Tore erzielte.

Tore: 1:0 (00:47) Allan McPherson (Raabe, Klöpper), 2:0 (06:07) Allan McPherson (Airich, Heinrich), 3:0 (07:23) Christoph Kabitzky (McPherson, Aquin), 4:0 (15:38) Patrick Klöpper (Heinrich), 4:1 (24:21) Dennis Reimer (Gottwald, Komov), 4:2 (42:43) Nicolas Cornett (Behrens, Stelzmann), 5:2 (52:19) Louis Trattner (Pohl), 5:3 (54:17) Dennis Reimer (Zolmanis, Biezais 6-4), 6:3 (57:25) Pascal Aquin (Reiss, McPherson ENG)

Tilburg Trappers – Saale Bulls Halle 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.

Auch in der zweiten Partie der Saison blieben die Trappers gegen die Bulls Sieger. Allerdings fiel am 1. Oktober der Sieg mit 5:2 deutlich höher aus als diesmal. Zu verdanken hatten die Tilburger die beiden Punkte ihrem Kanadier Gracel, der beide Tore erzielte, sowie ihrer eigenen Disziplin, denn die im Powerplay starken Hallenser bekamen durch null Strafminuten der Tilburger keine Gelegenheit, ihre Stärken auszuspielen.

Tore: 1:0 (05:14) Brayden Gracel (5-4), 1:1 (48:59) Brett Perlini (Merl, Köhler), 2:1 (61:55) Brayden Gracel (Hermens, Hofland 5-4)

Icefighters Leipzig – Black Dragons Erfurt 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:1) n.P. 

Auch die zweite Begegnung an gleicher Stelle ging für die Black Dragons 2:1 aus. Diesmal waren sie im Penaltyschießen die etwas Glücklicheren. In dem Match, in dem Leipzig optisch etwas stärker wirkte, zeigte Erfurt ein hervorragendes Defensivspiel. Im ersten Drittel gingen die Gäste durch Müller in Führung, kassierten erst im letzten Drittel frühzeitig den Ausgleich. Danach blieb es bei dem Ergebnis bis zum Penaltyschießen.

Tore: 0:1 (08:44) Luis Müller (Pauker, Haarala), 1:1 (41:59) Brad Snetsinger (Volkmann, Hannon), 1:2 (65:00) Tom Pauker (PEN)       

Hannover Indians – Hammer Eisbären 1:4 (0:1, 1:1, 0:2)

Wenn Hamm kommt an den Pferdeturm kommt, sieht es im Augenblick problematisch für die Indians aus. Die letzten drei Heimspiele gegen die Eisbären gingen allesamt verloren mit dem verheerenden Torverhältnis von 4:16. Das schlimme an der Niederlage auch diesmal war, dass die Indians zwar optisch die Hosen an hatten, aber bei 44:16 Torschüssen eine echte Unfähigkeit, was Gefährlichkeit betraf, an den Tag legten. Hamm stand hinten stabil, hatte mit Filimonow einen sicheren Rückhalt und vorne vier gefährliche Stürmer, die in den entscheidenden Phasen für die Tore sorgten. Dies waren Soy, Israel, Nieleck und Schutz mit je zwei Punkten.

Tore: 0:1 (05:15) Lennard Nieleck (Schutz, Soy), 1:1 (25:46) Branislav Pohanka (Varttinen), 1:2 (28:26) Tyler Soy (Schutz, Nieleck), 1:3 (54:46) Marius Demmler (Israel, Bappert), 1:4 (56:36) Moritz Israel (ENG)

Herner EV Miners – Füchse Duisburg 6:4 (2:3, 3:0, 1:1)

Die Serie blieb bestehen. Herne blieb zum elften Mal in Folge gegen Duisburg siegreich, ist seit exakt acht Jahren gegen die Füchse ungeschlagen. Allerdings bedarf es eines Kraftaktes und einem stark aufspielenden Jan Dalecky, der an fünf der sechs Tore beteiligt war. Dazu zeigten auch Ackers, Swinnen und Liesegang eine gute Leistung, während bei den Füchsen Brice, Piskor und Schymainski auffielen.

Tore: 1:0 (02:40) Dennis Swinnen (Ackers, Dalecky), 1:1 (05:43) Dominik Piskor (Schymainski, Walkowiak), 1:2 (06:23) Valentin Pfeifer (Neumann, Lundh Hahnebeck), 2:2 (10:54) Michel Ackers (Swinnen, Dalecky), 2:3 (11:11)9 Martin Schymainski (Brice, Neumann 4-5), 3:3 (20:52) Justin Young (Dalecky, Nedved), 4:3 (31:29) Tim Krüger (Keresztury, Hayes), 5:3 (38:18) Jan Dalecky (Ackers, Liesegang), 5:4 (40:43) Dominik Piskor (Neumann, Brice 5-3), 6:4 (44:05) Jan Dalecky (Liesegang, Spezia)

Rostock Piranhas – Herforder EV 5:3 (1:2, 3:0, 1:1)

Der Sieg war dringend notwendig, und am Ende hatten die Rostocker gegen gleichstarke Ice Dragons knapp die Nase vorn. Entscheidend für die Piranhas war eine kurze, etwa vierminütige Phase zu Anfang im zweiten Drittel, als die Gastgeber aus dem 1:2 ein 4:2 machten. Herford gab jedoch nicht auf, traf zum Anschluss und hielt die Begegnung bis zum Ende spannend. Erst ein Empty-Netter von Schaludek sicherte schließlich den Piranhas die drei Punkte. Überragender Akteur bei Rostock war Dansereau mit drei Punkten, bei Herford glänzte Hildebrand, der mit seinen drei Punkten an allen Toren der Gäste beteiligt war.

Tore: 0:1 (03:43) Emil-Ayvaz Lessard Aydin (Gulda, Hildebrand 4-5), 1:1 (06:38) Keegan Dansereau (Bejmo, Welke 5-4), 1:2 (08:53) Anton Seidel (Hildebrand, Garten), 2:2 (21:56) Keegan Dansereau (Schaludek, Welke), 3:2 (24:54) Kilian Steinmann (Voronow, Bloem 5-4), 4:2 (25:06) Jack Bloem (Siradze, Jakob), 4:3 (47:23) Dennis Gulda (Hildebrand, Maslovskis 5-4), 5:3 (59:08) Maximilian Schaludek (Paul-Mercier, Dansereau ENG)


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