Hannover Scorpions setzen lokale Siegesserie fort und bleiben SpitzenreiterElfter Sieg in Folge gegen Indians – Hamm überrascht Crocodiles

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Die Indians, am Freitag noch schmachvoller Verlierer gegen Halle, hatten jedenfalls den Rivalen lange nicht mehr so nahe an einer Niederlage wie am Sonntag. Ebenfalls glücklich die Crocodiles aus Hamburg, die trotz einer überraschenden Pleite gegen Hamm Platz zwei behielten. Allerdings rückten ihnen jetzt die Herner auf den Pelz, die beim Sieg in Herford ebenfalls den Beistand von Glücksgöttin Fortuna benötigten. Tilburg konnte in Leipzig alle drei Punkte einheimsen und sprang auf Rang fünf. Herford blieb auf Rang sechs und Hamm überholte sogar Titelverteidiger Halle, kann jetzt von einer nie gekannten Position nach hinten schauen. Im hinteren Feld tat sich nicht viel bis auf die Tatsache, dass die Hannover Indians mit Platz 13 eine Position einnehmen, die ihrem Kader nicht gerecht wird. 

Icefighters Leipzig – Tilburg Trappers 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)

In der Begegnung zweier äußerst diszipliniert agierenden Teams warn die Niederländer etwas glücklicher, am Ende auf Grund ihrer starken Effizienz der verdiente Sieger. Bester Spieler war dabei Tilburgs Keeper Cedrick Andree. Der Kanadier mit niederländischem Pass, und wie sein Kollege Logan Denoble (Herford) aus den U-Sports (Uni of Prince Edward verpflichtet, sorgte dafür, dass Tilburg erstmals in Leipzig ohne Gegentor gewann. Weitere Pluspunkte für die Gäste waren die Leistung von Giovanni Vogelaar, der an zwei der drei Tore beteiligt war und die 50 Prozent Erfolgsquote beim Powerplay.

Tore: 0:1 (03:13) Giovanni Vogelaar (Sills 5-4), 0:2 (18:30) Mikko Virtanen (van Oorschot, Hermens 5-4), 0:3 (56:56) Giovanni Vogelaar (ENG)

Herforder EV – Herner EV Miners 5:6 (2:2, 1:2, 2:1, 0:1) n.P.

Lediglich 714 Besucher wollten die Begegnung zwischen den bisher enorm stark auftretenden Gastgebern und Herne sehen. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn beide Teams spielten mit offenem Visier, kamen am Ende auf insgesamt 74 Torschüsse und zwangen die jeweils gegnerischen Torhüter zu besonderer Aufmerksamkeit. Überragender Akteur auf dem Eis und von Herne kaum zu halten war Herfords neuer Ausländer Logan Denoble. Der 24jährige Kanadier, der von der St. Mary`s Uni in Halifax (Nova Scotia) nach Ostwestfalen kam, begeisterte die Zuschauer, erzielte drei Tore, brachte sein Team mit dem späten 5:5 Ausgleich in die Verlängerung und kann nach nach nur fünf Punktspielen schon neun Punkte verzeichnen bei einer sagenhaften Schusseffizienz von 35,7 Prozent. Auf der anderen Seite brillierten die Herner mit einer homogenen Mannschaftsleistung, vor allem der erste Block stach mit +9 hervor, während der zweite Block nur ein minus 7 erbrachte und somit stark abfiel.

Tore: 1:0 (02:32) Max Pietschmann, 1:1 (07:44) Braylon Shmyr (Hane, Köhler), 2:1 (08:31) Logan Denoble (Begovs, Hutt), 2:2 (10:29) Dennis Swinnen (Shmyr, Linda), 3:2 (22:01) Aaron Reckers (Garten, Berezowskij 5-4), 3:3 (27:33) Kevin Kunz (Köhler, Peleikis 5-4), 3:4 (35:22) Benjamin Hüfner (Seto, Peleikis 5-4), 3:5 (42:49) Lars Stelzmann (Shevyrin, Gottwald), 4:5 (44:27) Logan Denoble, 5:5 (56:51) Logan Denoble (Gerstung, Hutt 5-4), 5:6 (65:00) Chris Seto (PEN)

Hammer Eisbären – Crocodiles Hamburg 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)

Eine kleine Überraschung, auch wenn den Hamburgern Niederlagen in Hamm bekannt vorkommen. Immerhin war es innerhalb der letzten vier Begegnungen bereits die dritte Niederlage. Kristallisieren sich die Eisbären gar als Angstgegner für die Crocodiles heraus? Tatsache ist, dass die Hammer die 0:7-Klatsche in Mellendorf gut weggesteckt haben und sie bei ihrem Erfolg gegen den favorisierten Tabellenzweiten mit einer starken Defensivleistung, gepaart mit diszipliniertem Spiel und gar nur zwei Strafminuten, am Ende auch beim Schussverhältnis (38:32) die Nase vorn hatten. Bei den Crocodiles fiel auf, dass die sonst immer hochgelobten Kontingentspieler nicht so auffielen wie gewünscht. Bei Hamm gefiel noch neben Chris Schutz und Kyle Brothers Tim Marek, der von 2016 bis 2018 sogar einmal selbst in Hamburg tätig gewesen war.

Tore: 0:1 (12:25) Maximilian Spöttel (Lascheit, Tramm), 1:1 (15:20) Chris Schutz (Brothers, Marek), 2:1 (26:58) Kyle Brothers (Lavallee, Schutz)

Hannover Scorpions – Hannover Indians 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Die Serie bleibt bestehen. Die Scorpions holten gegen den Regionsrivalen den elften Sieg in Folge, gewannen nach dem 7:0 gegen Hamm auch ohne Gegentor gegen die Indians. Allerdings hing dieser Sieg am seidenen Faden, denn die Indians, am Freitag noch nach der desaströsen Pleite gegen Halle von den eigenen Fans ausgeschimpft, reagierten so wie man es von einem angeschlagenen Sportler und Verein erwartet und erhofft. Mit 19 Feldspielern, ohne den Letten Elvis Biezais, der auf Grund seines uninspirierten Auftritts vom Kader ausgeschlossen wurde, zeigten die Indians die perfekte Reaktion, hatten am Ende 46:29 Torschüsse aufzuweisen, scheiterten aber immer wieder am Tausendsassa im Scorpions-Gehäuse, Brett Jaeger. Außerdem trafen sie das Gehäuse, wie aber auch Ralf Rinke, der im zweiten Drittel etwas zu genau zielte. Als alle dann schon die Verlängerung vor Augen hatten, hatte Ex-Indian und Ex-Nationalspieler Andre Reiß seinen Auftritt. Er überquerte die blaue Linie und ließ einen Handgelenkschuss ab, der nicht sonderlich scharf aber äußerst präzise war und der wiederum exzellente Miserotti-Böttcher im Indians-Kasten war geschlagen.               Am Ende konnte konstatiert werden, dass auch Spiele mit nur einem Tor exzellent sein können. Die Scorpions konnten die Tabellenführung behaupten, die Indians befinden sich klar auf dem Weg der spielerischen Besserung.

Tore: 1:0 (59:33) Andre Reiß

Saale Bulls Halle – Erfurt Black Dragons 2:5 (1:1, 1:1, 0:3)

Für die Heimpleite des selbsterklärten Ligafavoriten und Titelverteidigers gibt es gleich mehrere Gründe. Der erste: Wiederum, wie am Freitag am Pferdeturm, nur 11 Feldspieler, allerdings auch nur gegen 13 Erfurter und nicht wie vor zwei Tagen gegen 19. Zweitens: Erfurt konnte defensiv agieren, war der Außenseiter und ließ sich nicht auskontern. Drittens: Arnoldas Bosas war an allen fünf Toren beteiligt, auch wenn am Ende zwei Empty-Netter mit dabei waren. Viertens: Auch mit elf, konditionell bestens aufgestellten Akteuren, muss ein besseres Powerplay herauskommen als gegen Erfurt. Von acht Möglichkeiten wurden sieben vergeben. Das ist eindeutig zu wenig. So gesehen ist der Erfurter Erfolg sicherlich glücklich, letzten Ende nicht unverdient.

Tore: 1:0 (09:28) Lukas Valasek (Hildebrand 5-4),1:1 (19:23) Arnoldas Bosas (May, Belendir), 1:2 (30:15) Arnoldas Bosas (Schüpping, Banach), 2:2 (34:55) Thore Weyrauch (Hildebrand, Suchomer), 2:3 (48:14) Reto Schüpping (Bosas 4-5), 2:4 (59:17) Arnoldas Bosas (Wunderlich, Schüpping ENG), 2:5 (59:45) Arnoldas Bosas (May, Belendir ENG)

Krefelder EV U23 – Moskitos Essen 4:5 (0:2, 1:1, 3:1, 0:1) n.V.

Dieses Westderby hatte sicherlich mehr als die nur anwesenden 95 Zuschauer verdient. Die Krefelder, angetrieben von ihrer erfahrenen ersten Sturmreihe, brachten die Essener mehr als einmal in Nöten, und der am Ende erreichte Punkte war auch mehr als verdient. Die Essener Gäste hatten ihre Gewinner im zweiten Block in der Besetzung Kreuzmann, Schmitz, Slanina, McLeod und Zajic, weil dieser am Ende mit +7 aus der Plus-Minus-Statistik herausging. Erwähnenswert: Die Krefelder egalisierten im dritten Drittel innerhalb von nur 137 Sekunden nicht nur einen Rückstand, sondern gingen auch in Führung und hätten diese fast bis zum Ende erfolgreich verteidigt. Beide Teams nutzten ihre wenigen Powerplaychancen rigoros. Essen hatte am Ende 50 Prozent, Krefeld sogar 66 Prozent.

Tore: 0:1 (06:54) Mitch Bruijsten (Dmitriew, McLeod 5-4), 0:2 (15:59) Kevin Bruijsten (Saccomani, Martens 5-4), 1:2 (37:24) Martin Schymainski (Grygiel, Stephens 5-4), 1:3 (39:31) Mark Zajic (Slanina, Schmitz), 2:3 (43.56) Adrian Grygiel (Bauermeister, Reich), 3:3 (44:40) Edwin Schitz (Nix, Benes), 4:3 (46:13) Manuel Nix (Schitz, Ehrich 5-4), 4:4 (57:23) Fabio Frick (Saccomani, Slanina), 4:5 (61:27) Aaron McLeod (K. Bruijsten, Frick)

EG Diez-Limburg – Rostock Piranhas 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

Obwohl es nur neun Strafzeiten insgesamt gab, brillierten in dieser Begegnung die Kontingentspieler und die Spezialisten. Überragend beim Gastgeber der Lette Lauris Bajaruns, der an allen fünf Toren seines Teams beteiligt war, sowie seine Mitspieler Egils Kalns und Sandis Zolmanis. Zusammen kassierte das Trio mit 12 von 15 möglichen Scorerpunkten eine optimale Ausbeute. Bei Rostock holten die kanadische Fraktion alle sechs Punkte. Im Powerplay zeigten sich die Gastgeber mit 50 Prozent Erfolgsquote in Verteilerlaune, aber auch Rostock konnte glänzen, kam sogar auf 66,7 Prozent.

Tore: 0:1 (02:23) Keegan Dansereau (Henderson, Hahn 5-4), 1:1 (08:21) Sandis Zolmanis (Kalns, Bajaruns), 2:1 (11:15) Torben Reuner (Bajaruns, Kalns), 2:2 (23:28) Brett Parnham (Henderson, Ledlin 5-4), 3:2 (30:06) Egils Kalns (Zolmanis, Bajaruns 5-4), 4:2 (38:52) Sandis Zolmanis (Bajaruns, Kalns 5-4), 5:2 (57:31) Lauris Bajaruns (Lademann, Herz 5-3)


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