Hannover Scorpions putzen Tabellenführer3:0-Erfolg gegen Duisburg

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Mit einem unglaublichen und mehr als verdienten 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) vor 851 Zuschauern besiegten die Hannover Scorpions den Tabellenführer EV Duisburg und brachten sich ganz deutlich wieder ins Gespräch bei der Besetzung der Plätze eins bis vier in der Oberliga Nord.

Dass die Hannover Scorpions dem Tabellenführer mehr abverlangen würden als der HSV, Preussen Berlin oder Timmendorf war ja zu erwarten gewesen, aber was es dann in der Langenhagener Eishalle zu sehen gab, glich einer kleinen Sensation. Die Scorpions waren von ihrem Trainer Lenny Soccio glänzend eingestellt worden, gaben sofort Vollgas und ließen dem Meister vom Niederrhein kaum Zeit zum Luftholen oder Agieren. Duisburgs Keeper Sebastian Stefaniszin musste sofort hellwach sein, um die Scorpions-Stürmer zu bremsen. Die Abwehr der Füchse stand unter Dauerdruck, konnte sich nur phasenweise befreien und als Andreas Morczinietz (16.) das längst fällige 1:0 erzielt hatte, da hätte es eigentlich schon wenigstens 4:1 stehen müssen. Das Schussverhältnis von 14:6 nach zwanzig Minuten sprach jedenfalls Bände.

Das zweite Drittel erschien wie eine Kopie des ersten. Ob Duisburgs Trainer Tomas Martinec in der Pause laut geworden ist, wurde nicht bekannt, aber ob seine Worte richtig angekommen sind, dürfte bezweifelt werden. Jedenfalls bestraften die Scorpions gleich die erste Duisburger Strafzeit, genommen von Bettahar wegen Beinstellen, mit dem 2:0, als der „Mann des Tages“, Andreas Morczinietz (24.), einschoss. Übrigens wiederum auf Vorlage von Igor Bacek, der sich als Top-Assistgeber am heutigen Tage gefiel. Auch in den nächsten 16 Minuten sah der Tabellenführer, der eigentlich auf Grund seiner Platzierung mit breiter Brust hätte anreisen müssen, sein Heil in einer verstärkten Verteidigung. Die gelegentlich vorgetragenen Konter fehlte jede Schärfe und wenn die von Jan Hemmes ausgezeichnet organisierte Verteidigung überwunden war, stand mit Förderlizenzkeeper Jimmy Hertel ein Mann zwischen der Pfosten, der nicht zu bezwingen war.

Auch im dritten Drittel änderten sich die Dinge nicht wirklich merklich. Lediglich zwischen der 48. und 53. Minute sah es so aus, als ob Duisburg den Ernst der Lage endlich begriffen hat. Grund für die Offensive war jedoch mehr eine Panne in der hannoverschen Organisation, als Daniel Lupzig sich eine „Diszi“ einhandelte, kurzfristig seine Farben mit drei gegen fünf spielen mussten und kurze Zeit darauf zwei Hannoveraner und nur ein Duisburger vom Eis mussten und die Füchse erneut mit Überzahl agieren konnten. Diese Phase wurde mit Glück und Routine überwunden und danach schien es, als ob die Duisburger Spieler die Hoffnung aufgegeben hatten. Zwar nahm Füchse-Coach Martinec 96 Sekunden vor Schluss seinen überzeugenden Keeper vom Eis, aber das Vabanquespiel ging prompt nach hinten los. Hemmes erhielt von Hertel (sein erster Saisonassist) den Puck, bediente Jeffrey Keller und dieser erhöhte durch den Empty-Netter auf 3:0. Der Sieg war haushoch verdient, belegt allein schon durch das Schussverhältnis 46:19.

Während die Scorpions am kommenden Wochenende mit dem Spiel beim Hamburger SV (11. Dezember, 19.30 Uhr) und am Sonntag gegen den Lokalrivalen aus der Wedemark (13. Dezember, 18.30 Uhr) zwei relativ leichte Gegner haben, müssen die Duisburger zwar nur einmal antreten, aber der Gegner hat es in sich; es ist der direkte Verfolger. Die Tilburg Trappers treten am 13. Dezember ebenfalls um 18.30 Uhr in der Scania-Arena zum Duell an.

Tore: 1:0 (15:22) Morczinietz (Bacek, Hemmes), 2:0 (23:13) Morczinietz (Lupzig, Bacek/5-4), 3:0 (59:33) Keller (Hertel, Hemmes/ENG). Strafen: Hannover 8 + 10 (Lupzig), Duisburg 8. Zuschauer: 851.

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