Hannover Scorpions nehmen auch die Tilburger HürdeLeipzigs Wolter besiegt Rostock im Alleingang – Krefeld schockt Essen

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Anders sieht es bei den Scorpions aus. Diese machten mit dem 3:2 in Tilburg einen wichtigen Schritt, um die Hallenser nicht aus den Augen zu verlieren. Hinter diesem Trio bleibt es spannend. Die Indians, Hamburg und Herne waren spielfrei und so konnten sich die Leipziger dank ihres Stürmers Jonas Wolter bis auf einen Punkt an die Indians heranschleichen. Klammheimliche Freude auch in Erfurt. Das eigene Spiel gewonnen und die direkte Konkurrenz in Rostock und Essen schwächelte, Herford war spielfrei. Am Ende gab es eine weitere Überraschung. Der Sieg der Krefelder in Essen brachte Hamm wohl die Erkenntnis, dass jede Hoffnung auf Platz 13 in dieser Saison illusorisch ist.

Tilburg Trappers – Hannover Scorpions 2:3 (0:0, 0:3, 2:0)

Ein glücklicher, aber nicht unverdienter Erfolg im Spitzenspiel der Oberliga Nord für den aktuellen Tabellenzweiten. Ein echter Sechs-Punkte-Sieg, denn selbst wenn die Tilburger ihre beiden Nachholspiele gewinnen sollten, lägen sie immer noch einen Punkt hinter den Scorpions. Der Titelverteidiger zeigte sich in Tilburg selbstbewusst und sehr clever. In der fairen Begegnung mit insgesamt nur zehn Zeitstrafen nutzen die Scorpions im zweiten Drittel eine herausragende Möglichkeit. Bulmer und Vogelaar mussten nacheinander auf die Bank und die Scorpions hatten für 23 Sekunden ein doppeltes Überzahlspiel. Das nutzten sie nicht, aber nur vier Sekunden später klingelte es erstmals im Kasten von Ruud Leeuwesteijn. Die cleveren Scorpions schoben gleich das zweite Tor nach und vier Minuten nach dem 2:0 folgte gar das 3:0, erzielt von Förderlizenzspieler Luis Schinko, der für das Spitzenspiel aus Wolfsburg gekommen war. Jetzt mussten die Tilburger zurückkommen, was ihnen aber gegen die sichere hannoversche Abwehr schwerfiel, da diese die beiden ersten Topreihen der Trappers gut im Griff hatten. Erst in der 46. Minute traf Dritte-Reihe-Stürmer Wouter Sars zum 1:3, aber auch diese Motivation verpuffte recht schnell. Das 2:3 von Max Hermens nach einem Solo kam letztendlich zu spät.

Tore: 0:1 (26:04) Robin Just (Klöpper, Reiß 5-4), 0:2 (27:26) Tyler Gron (Hammond, Pietsch), 0:3 (31:15) Luis Schinko (Valery Trabucco, Supis), 1:3 (45:09) Wouter Sars (Hessels, Bruijsten), 2:3 (57:15) Max Hermens.

EG Diez-Limburg – Saale Bulls Halle 0:4 (0:0, 0:2, 0:2)            

Ein klarer und verdienter Erfolg gegen ein Heimteam, dass alles gab und schließlich sogar zu hoch unterlag. Die Limburger, die auf dem Spielberichtsbogen sogar zwei Feldspieler mehr als Halle (14:12) aufweisen konnten, zeigten über 40 Minuten ein äußerst engagiertes Spiel und Halle hätte sich auch nicht wundern müssen, wenn einer der Diezer Torschüsse auch im Tor gelandet wäre. Die Bulls müssen sich bei Keeper Sebastian Albrecht dafür bedanken, dass sie mit einem blauen Auge in die zweite Pause kamen. Im dritten Drittel fehlte den Hausherren schlicht die Kraft, Halle übernahm jetzt deutlich das Kommando, konnte aber die Überlegenheit erst in den letzten drei Minuten für zwei weitere Tore umsetzen. Bester Mann einer guten Diezer Mannschaft war Keeper Jan Guryca mit 94,5 Prozent Fangquote, bei Halle ragten Maurice Becker, Tatu Vihavainen und Erik Gollenbek mit je zwei Punkten heraus und natürlich Torhüter Sebastian Albrecht mit einem Shut-out. Wie hart der Kampf auch ausgefochten wurde, zeigen zwei Fünfer plus Spieldauer an. Bereits in der 36. Spielminute durften der Limburger Jan Wächtershäuser sowie Bulls-Stürmer Michael Fomin die Kabinendusche ausprobieren.

Tore: 0:1 (24:30) Erik Gollenbek (Fomin, Becker), 0:2 (26:20) Roman Pfennings (Hoffmann, Gollenbek 5-4),0:3 (57:51) Tatu Vihavainen, 0:4 (59:01) Joonas Niemelä (Vihavainen, Becker)

Icefighters Leipzig – Rostock Piranhas 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)  

Der Spieler des Tages war eindeutig Jonas Wolter. Der gebürtige Kölner war vor der Saison aus Memmingen gekommen und hatte bis jetzt zweimal getroffen. In der Begegnung gegen Rostock verdreifachte er fast seine Torrate, verbesserte sich in der Torschützenliste um 55 Plätze auf 110. Noch verrückter sein Durchstarten in der Überzahlstatistik, da er alle drei im Powerplay erzielte. Hier verbesserte sich Jonas Wolter von Rang 89 auf 20, steht jetzt gleich mit Spielern wie Ralf Rinke (Herford) oder Marcus Marsall (Herne) oder auch Jesse Dudas vom heutigen Gegner Rostock. Nicht zu vergessen aber auch Reihenkollege Tim Heyter, der alle drei Assist gab und Joonas Riekkinen, der ebenfalls zwei Punkte beisteuerte. Die Rostocker, die bei personeller Gleichheit stark agierten, hatten das Pech, dass die Leipziger Abwehr souverän spielte und Patrick Glatzel zwischen den Pfosten mit 94,4 Prozent Fangquote wieder einen Sahnetag erwischte.

Tore: 0:1 (07:23) Justin Maylan (Pauker, von Ungern-Sternberg), 1:1 (13:07) Jonas Wolter (Riekkinen, Heyter 5-4), 2:1 (27:52) Jonas Wolter (Noack, Heyter 5-4), 3:1 (57:12) Jonas Wolter (Riekkinen, Heyter 5-4)

Hammer Eisbären – Black Dragons Erfurt 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)            

So etwas tut weh. Vor 408 zahlenden Zuschauern kämpften die Eisbären wie um ihr Leben, quälten den Erfurter Favoriten, um am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. Erfurt war zwar optisch stärker, ließ aber die letzte Konsequenz zum Tor vermissen. Dazu zeigte sich Hamms Torhüter Daniel Filimonow erneut in Prachtform, konnte sich am Ende über 94 Prozent Fangquote erfreuen, was aber nicht reichte. Die gleiche Fangleistung erbrachte Erfurts Torhüter Konstantin Kessler. Neben Kessler bester Erfurter war Kyle Beach, der erst 12 Sekunden vor Spielende mit einem Empty-Netter die drei Punkte für sein Team klar machte.

Tore: 1:0 (02:50) Christopher Schutz (Gretz), 1:1 (04:59) Reto Schüpping (Bosas, Fischer), 1:2 (22:45) Petr Gulda (Beach, Herrschaft), 1:3 (39:37) Arnoldas Bosas (Beach, Schmid 5-4), 2:3 (50:02) Kyle Brothers (Schutz, Gretz), 2:4 (59:48) Kyle Beach (ENG)

Moskitos Essen – Krefelder EV U23 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)         

Totgesagte leben manchmal länger als erwartet. Die Krefelder, abgeschlagener Tabellenvorletzter, aber in den letzten Wochen mit einer respektablen Formsteigerung, brachten den Essenern, die noch um einen Pre-Play-Off-Platz kämpfen, eine unangenehme Heimniederlage bei. Vor 456 zugelassenen Fans hatten die Krefelder in den ersten vierzig Minuten optisch ein leichtes Übergewicht und führten verdient. Danach war ihr Keeper Patrick Klein warmgeschossen und als die Essener mit Macht auf den Ausgleich drängten, stand die Krefelder Defensive, Klein ließ kein Tor mehr zu und konnte sich am Ende für seine 97,6 Prozent Fangquote als Matchwinner feiern lassen.

Tore: 0:1 (07:28) Lars Ehrich (Bauermeister, Maierhofer 5-4), 1:1 (30:39) Aaron MacLeod (Huebscher, Frick), 1:2 (39:47) Lars Ehrich (Dreschmann, Mahkovec), 1:3 (51:44) Edwin Schitz (Bauermeister, Kolle)

EC Hannover Indians – Herforder EV ausgefallen

Crocodiles Hamburg – Herner EV Miners ausgefallen


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