Hannover Scorpions mit zehn Punkten Vorsprung NordmeisterVizemeistertitel wird erst am Sonntag entschieden

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Und sie taten in ihrer Region etwas Gutes, denn mit dem Erfolg ebneten sie dem Regionsrivalen vom Pferdeturm, den Hannover Indians, den Weg auf Platz vier. Am Sonntag brauchen damit die Indians gegen den Tabellenvorletzten aus Duisburg nur noch einen Sieg nach Verlängerung um Platz vier endgültig zu zementieren. Richtig spannend ist und bleibt es dabei um Platz zwei. Tilburg gewann in Herne und muss zum letzten Spiel in das 600 Kilometer entfernte Rostock, während Essen, das Lokalgegner Duisburg besiegte, ein Heimspiel gegen Leipzig hat.

Wollen die Saale Bulls noch eine Chance auf Rang vier haben, müssen sie gegen Erfurt gewinnen. Aber die zuletzt etwas schwächelnden Thüringer haben ihrerseits noch die Möglichkeit, Platz sieben zu erklimmen. Allerdings müsste dazu, neben einem eigenen Sieg, Leipzig in Essen verlieren. Und es gibt noch einen weiteren Bewerber um Platz vier: Die Hammer Eisbären. Die Westfalen haben dafür ausgerechnet den schwersten Gegner, der möglich war, Nordmeister Hannover Scorpions. Aber vielleicht sind die Scorpions ja noch in Feierlaune und lassen die Hammer gewinnen. Auch um Platz neun geht es noch hoch her. Die mit Herne punktgleichen Rostocker treffen zuhause auf Tilburg, Herne auf Herford. Und auch Platz elf ist noch nicht ausgefochten. Duisburg hat zwar auf Herford drei Punkte Vorsprung, aber das schlechtere Torverhältnis und das schwerere Auswärtsspiel. Und doch können die Duisburger eine Hoffnung haben, denn in dieser Saison sind ausgerechnet sie der Angstgegner der Indians.

Hannover Scorpions – Saale Bulls Halle 3:1 (1:0, 2:1, 0:0)  

Im Augenblick ist Mellendorf für die Bulls keine Reise wert. Es hagelte die vierte Niederlage in Folge, wobei die Bulls am Ende Glück hatten, nicht weiter unterzugehen. Einer der Gründe stand zwischen den Pfosten und heißt Timo Herden. Die Nr. 35 der Bulls entschärfte 40 von 43 Schüssen, kam auf 93 Prozent Fangquote, konnte aber lediglich eine höhere Niederlage nicht verhindern. Halle zeigte sich in Mellendorf als technisch versierter, aber nicht engagiert genug agierender Verein, der am Ende froh sein konnte, dass man mit einem Minus von zwei Toren absolut im Rahmen blieb. Auf der anderen Seite zauberten die Scorpions zum Teil, konnten sich stellenweise eine klare Überlegenheit erarbeiten, scheiterten aber immer wieder entweder an Herder, an der eigenen Verspieltheit mit einem Pass zu viel oder auch an der vielbeinigen Abwehr der Gäste. Entscheidend für den Sieg der Scorpions war dabei die 31. Spielminute. Mit einer genialen Aktion überwand Bulls-Torjäger  Vihavainen Scorpions-Schlussmann Kuhn. Praktisch im Gegenzug entwickelte sich die gleiche Aktion auf der anderen Seite und Victor Knaub brachte seine Farben wieder in Führung. Der zweite Schlag, der Halle konfus machte, spielte sich zwischen der 34. und 38. Spielminute ab. Zuerst rammte Scorpions-Stürmer Airich seinen Kontrahenten in die Bande, kassierte eine verständliche Fünfer plus Spieldauer, wird damit zumindest für ein Spiel seinen Trainer Gaudet nicht zur Verfügung stehen. In der nun folgenden Fünf-Minuten-Strafe brachte Halle kaum eine gefährliche Situation zustande, war absolut nicht gefährlich. Dafür trafen die Scorpions, erhöhten durch Alt-Nationalspieler Reiss nach Pass von Koch und McPherson verdient auf Ruhestand. Im letzten Drittel zeigten dann beide Teams einige technische Kabinettstückchen, aber die Scorpions waren dabei jederzeit Herr im Haus und auch wenn die Bulls am Ende ihren starken Torhüter Timo Herden vom Eis nahmen, bis auf einen Pfostentreffer der Scorpions kam nichts spektakuläres mehr heraus. Nach der Partie bekamen die Hannover Scorpions als frischgebackener Nordmeister und Titelverteidiger ihren Pokal sowie für einen Spieler eine Goldmedaille überreicht. Danach wurde wahrscheinlich lange gefeiert, bevor am Sonntag die letzte Vorrundenpartie auf dem Plan steht.

Tore:  1:0 (07:51) Steven Raabe (Klöpper, Pohl), 1:1 (30:49) Tatu Vihavainen, 2:1 (31:16) Michael Knaub (Koch, McPherson), 3:1 (38:06) Andre Reiss (McPherson, Koch)

Herner EV Miners – Tilburg Trappers 3:5 (1:1, 1:2, 1:2)  

Verdienter Erfolg der Tilburger über Herner, die bis zuletzt nicht aufgaben  und die sich, auf Grund ihrer starken Moral, einen Punkt verdient hätten. Herne ging im ersten Drittel in Führung und konnte bis zur 51. Minute das Spiele offen halten. Vermutlicher Genickbruch der Miners war die schnelle Tilburger Führung nach dem 3:3 Ausgleich, wobei die Niederländer nur 13 Sekunden benötigten. Bester Herner war Young mit drei Scorerpunkten, bei Tilburg überraschte neben Joly Huisman, dem in dieser Saison erstmals drei Tore in einem Spiel gelangen.

Tore: 1:0 (12:53) Michel Ackers (Young, Polter), 1:1 (19:41) Branden Gracel (van Gorp, Hermens), 1:2 (25:21) Jay Huisman (van Soest, Joly), 2:2 (29:48) Justin Young (Ackers, Swinnen), 2:3 (39:58) Jay Huisman (Joly), 3:3 (42:08) Dennis Swinnen (Liesegang, Young), 3:4 (42:21) Branden Gracel (Oliver, Loginov), 3:5 (50:03) Jay Huisman (Joly)

Black Dragons Erfurt – Hammer Eisbären 2:7 (0:2, 1:4, 1:1)  

Erst der zweite Sieg der Eisbären im neunten Treffen beider Vereine in Erfurt und der erste seit Jahren. Danach folgten sechs Niederlagen in Serie. Absolut entscheidend für den hohen Erfolg der Eisbären war das gnadenlos effiziente Powerplay. Vier von fünf Chancen wurden genutzt, was einer Erfolgsquote von 80 Prozent entspricht. Während bei Erfurt kein Spieler hervorstach, glänzten bei Hamm Gollenbeck und Zuravlev mit je drei Punkten.

Tore: 0:1(03:55) Thomas Zuravlev (Balla, Luknovsky 5-4), 0:2 (10:57) Moritz Israel (Luknovsky, Balla 5-4), 1:2 (22:35) Enzo Herrschaft (Reed), 1:3 (23:08) Connor Kotte (Tschwanow, Gollenbeck), 1:4 (31:53) Moritz Israel (Gollenbeck, Zuravlev 5-4), 1:5( 33:07) Christopher Schutz (Spacek, Sillanpää 5-4), 1:6 (39:17) Thomas Zuravlev (Soy, Gollenbeck), 2:6 (43:04) Tom Pauker (Eichstatt), 2:7 (48:09) Quirin Stocker (Korte, Tschwanow)

Füchse Duisburg – Moskitos Essen 1:6 (0:1, 1:2, 0:3)  

Der Tabellenvorletzte, der erneut zahlreiche U-20-Spieler einsetzte, zeigte kämpferisch und moralische eine gute Leistung, konnte aber dem Tabellendritten über die gesamte Spielzeit nicht gefährlich werden. Immer dann, wenn es drohte schwierig zu werden, gelang den Essenern ein Tor. Als Neumann im zweiten Drittel gar den Anschluss herstellte, schien Duisburg für eine Überraschung sorgen zu können, aber nur zwei Minuten später hatten die Moskitos wieder den Vorsprung ausgebaut, den sie dann sukzessive erhöhten. Das hielt aber die Füchse nicht davon ab, beim Stand von 1:4 sieben Minuten vor dem Ende gar den Torhüter, in diesem Fall Schwarte, aus dem Kasten zu nehmen. Prompt fiel das 1:5, dem Komov noch das sechste und letzte Gästetor folgen ließ. Auffallend lediglich, dass die insgesamt 74 Strafminuten das Spiel in einem falschen Licht erscheinen lassen, denn in der Zahl sind bereits zwei Fünfer plus Spieldauer (Zolmanis für Essen und Walch für Duisburg enthalten).

Tore: 0:1 (12:02) Elvijs Biezais (Zolmanis, Lewandowski), 0:2 (22:14) Nicolas Cornett (Komov, Dmitriew), 1:2 (31:45) Manuel Neumann (Pfeifer, Fomin 5-4), 1:3 (33:11) Dennis Reimer (del Monte, Saccomani), 1:4 (45:35) Ryan del Monte, 1:5 (55:59) Elvijs Biezais (Saccomani, Hane ENG), 1:6 (59:44) Alexander Komov (Saccomani, Lewandowski 5-4)

Icefighters Leipzig – Rostock Piranhas 4:2 (0:0, 0:1, 4:1)  

Mühevoller Sieg der Leipziger, die über zwei Drittel benötigten, um die defensiv- und spielstarken Rostocker zu bezwingen. Wichtigster Akteure war dabei Jan-Luca Schumacher, der mit zwei Toren alle anderen Spieler in den Schatten stellte.

Tore: 0:1 (25:15) Kilian Steinmann (Dansereau, Paul-Mercier), 1:1 (40:38) Jan-Luca Schumacher (Volkmann, Heyter), 2:1 (43:17) Andre Schietzold (Gibbons, Hannon), 3:1 (43:39) Jan-Luca Schumacher (Volkmann, Stopinski), 3:2 (51:16) Mike Mieszkowski (Kunz, Tramm), 4:2 (57:57) Victor Östling (Eichelkraut, Schietzold ENG)

Herforder EV – Hannover Indians 2:5 (0:1, 1:1, 1:3)  

Wie häufiger zuletzt spiegelte das Ergebnis der Indians nicht deren Überlegenheit wieder. 47:17 Torschüsse zeigen auf, dass die Herforder mit ihren Torchancen trotz der Niederlage recht effizient umgingen, während die Niedersachsen mindestens drei Tore mehr hätten erzielen müssen. Im ersten Drittel war das Spiel noch recht ausgeglichen, im zweiten hielten die Herforder bis zum zweiten Indians-Tor auch noch gut mit. Danach schwanden, verständlich, die Kräfte der Hausherren und ein Doppelschlag der Indians in der 43. Spielminute beendete die Frage nach dem Sieger. Beste Herforder neben Torhüter Justin Schrörs (89,4 Prozent Fangquote) waren Hildebrand und Seidel, die an beiden Toren beteiligt waren. Bei den Indianist glänzten Bacek mit drei Punkten, sowie Trinkberger, der unter der Woche seinen Vertrag um ein Jahr am Pferdeturm verlängerte, Pohanka und Gron mit je zwei Punkten.

Tore: 0:1 (04:26) Maximilian Pohl (Salituro, Gron), 1:1 (22:41) Anton Seidel (Hildebrand, Gerstung), 1:2 (28:28) Igor Bacek (Trinkberger, Pohanka), 1:3 (42:37) Tyler Gron (Bacek, Pohanka 5-4), 1:4 (43:53) Tom Stumpe (Besle, Trinkberger), 1:5 (49:04) Igor Bacek (Messing, Varttinen), 2:5 (59:45) Niklas Hildebrand (Seidel, Krumpe)


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