Hannover Scorpions mit 19 Punkten Vorsprung fast NordmeisterHerne rutscht in Herford aus – Diez-Limburg putzt Erfurt

Die Hammer Eisbären konnten den Krefelder EV nicht stoppen. Die Schwarz-Gelben gewannen mit 8:3. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Die Hammer Eisbären konnten den Krefelder EV nicht stoppen. Die Schwarz-Gelben gewannen mit 8:3. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Im Spitzenspiel setzten sich die Hannover Scorpions klar in Halle durch und weil Herne im letzten Drittel in Herford auf die Nase fiel, haben die Nord-Hannoveraner schon 19 Punkte Vorsprung. Da ist es durchaus erlaubt, die ersten Scouts in den Süden zu schicken. Die Crocodiles holten sich zwei Punkte in Leipzig und erhöhten den Vorsprung auf die Hannover Indians auf fünf Punkte. Immer stärker werden im Augenblick die Krefelder und sicherlich haben sie schon die sechs Punkte entfernten Hallenser im Visier. Da auch die Diezer und die Herforder ihr derzeitiges Können demonstrierten, wird es wohl um die Plätze sieben bis zehn in den nächsten Wochen heiß hergehen.

Krefelder EV U23 – Hammer Eisbären 8:3 (3:2, 4:1, 1:0)

Obwohl die Hammer zuletzt aufstrebende Tendenz zeigten, waren sie am Freitagabend in Krefeld chancenlos. Gegen den KEV setzte es eine verdiente Niederlage, wobei die Hammer das Problem hatten, dass der KEV eine Powerplay-Quote von 50 Prozent schaffte bei gesamt acht Möglichkeiten, während die Gäste, bei nur drei Möglichkeiten immerhin noch auf 33 Prozent kamen. Im ersten Drittel fielen die Tore stellenweise im Minutentakt und hätten die Zuschauer sicherlich gut unterhalten, wenn sie denn zugelassen worden wären. Adam Kiedewicz (5.), Patrick Demetz (13.) und Leon Hauf (19.) trafen für die Krefelder, für die Hammer waren Gianluca Balla (12.) und Andreas Valdix (15.) treffsicher. Im zweiten Drittel überrannten die KEV-Jungs ihre Gäste. Michael Fomin (22.) und Mike Fischer (24., 28.) sorgten für das 6:2 und für Frust beim Eisbären-Stürmer Ibrahim Weißleder. Dieser kassierte nach einem Check gegen den Kopf eine Fünfer plus Spieldauer und in dieser Phase erhöhte Adrian Grygiel (35.) auf 7:2. Tim Dreschmann (38.) verkürzte zwar auf 3:7, aber das letzte Tor des Tages erzielte wieder ein Krefelder, in diesem Fall Julius Bauermeister (48.) zum 8:3-Endstand.

EG Diez-Limburg – Black Dragons Erfurt 6:4 (2:1, 2:2, 2:1)

Die Diezer überraschten die zuletzt sehr stark spielenden Erfurter mit einer äußerst effizienten Spielweise und sechs Toren, die immer zur rechten Zeit fielen. Niklas Hildebrand (4.) und Konstantin Firsanov (9.) sorgten erst einmal für ein beruhigendes 2:0. Sean Fischer (17.) verkürzte auf 1:2. Im zweiten Drittel brachte gleich der erste Angriff, abgeschlossen von Konstantin Firsanov, das 3:1. Mit einer leichten zeitlichen Verzögerung schlugen die Erfurter mit einem Doppelschlag zurück. Alexander Spister (34.) und Arnoldas Bosas (36.) trafen zum 3:3. Dann kam der Auftritt vom Diezer Neuzugang Kyle Brothers. Der Kanadier, der aus der dritten schwedischen Liga (Kiruna) gekommen war, traf gleich in seinem ersten Spiel für seinen neuen Verein und das auch noch mit zwei Toren hintereinander. In der 38. und 42. Minute erzielte er das 4:3 und das 5:3. Cheyne Matheson (50.) erhöhte sogar noch auf 6:3, ehe Arnoldas Bosas (55.) für das vierte Tor der Erfurter sorgte.

Saale Bulls Halle – Hannover Scorpions 3:6 (0:2, 1:2, 2:2)

Eine exzellente Leistung des Tabellenführers brachte einen hochverdienten Sieg. Im ersten Drittel versuchten die Scorpions gar nicht erst eine defensive Grundhaltung. Sie pressten, versuchten die Hallenser in deren Drittel zu drücken und hatten letztendlich mit dieser Taktik Erfolg. Dennis Arnold (15., 18.) brachte sein Team mit 2:0 in Führung. Nach dem 3:0 von Roman Pfennings (27.) konnte zwar Tatu Vihavainen (28.) auf 1:3 verkürzen, aber der überragende Dennis Arnold (39.) traf kurz vor zweiten Drittelpause zum 4:1. Im letzten Drittel beherrschten die Scorpions zunächst das Spiel. Roland Peleikis (47.) und Patrick Schmid (52.) erhöhten gar auf 6:1, ehe das finnische Duo in Diensten von Halle, Valtteri Hotakainen (57.) und Tatu Vihavainen (59.) wenigstens eine leichte Ergebniskosmetik anwenden konnten.

Icefighters Leipzig – Crocodiles Hamburg 3:4 (1:0, 0:0, 2:3, 0:1) n.V.

Diese Niederlage war, auch wenn die Hamburger eine starke Moral und Kampfgeist zeigten, aus Leipziger Sicht unnötig. Die Abwehr leistete vierzig Minuten eine sehr gute Leistung, um dann den cleveren Hamburgern jene Möglichkeiten einzuräumen, die Topscorer wie Lascheit oder Zuravlev natürlich ausnutzen. In den ersten zwanzig Minuten, die relativ ausgeglichen waren, brachte Hannes Albrecht seine Farben in der 20. Minute in Führung. Im zweiten Drittel war Leipzig klar tonangebend, konnte sich aber gegen die physische starke Abwehr der Elbestädter nicht durchsetzen und wieder hatte Hamburgs Keeper Kai Kristian einen glänzenden Tag erwischt. Zwischen der 41. Und der 50. Minute änderten sich die Verhältnisse. Die schlauen Hamburger erzielten durch Dominik Lascheit (42.), Dennis Reimer (47.) und Normen Martens (49.) eine 3:1 Führung. Jetzt mussten die Leipziger offensiver agieren und auf einmal klappte es auch mit dem Toreschießen. Oliver Noack erzielte in der 52. Minute sein erstes Saisontor zum 2:3 und Florian Eichelkraut (55.) glich aus. In der Verlängerung passierte nicht mehr allzu viel und als sich alle Welt auf ein Penaltyschießen einstellte, zielte Hamburgs Thomas Zuravlev noch einmal genau und verschaffte seinem Team den dringend benötigten Zusatzpunkt.

Herforder EV – Herner EV 6:3 (1:1, 1:2, 4:0)

Wie ausgeglichen mittlerweile, von den Scorpions vielleicht mal abgesehen, die Liga ist, zeigte sich bei diesem Spiel in Herford. Der Neuling präsentierte sich über die vollen sechzig Minuten hochkonzentriert und im Abschlussdrittel auch noch abschlussstark. Besonders beeindruckend die Ex-Scorpions-Fraktion mit Garten und Bombis, die zusammen auf sechs Assistpunkte kamen. In den ersten beiden Dritteln zeigten sich die Herner noch als abgezockter, führten nach vierzig Minuten nach Toren von Richie Mueller (2.), Patrick Asselin (32.) und Denis Fominych (38.) und Herforder Toren von Ralf Rinke (2.) und Marius Garten (26.) durchaus verdient mit 3:2. Im letzten Drittel zeigten sich dann die Herforder als überraschend zielsicher und zwei Doppelschläge erbrachten schließlich einen, in dieser Höhe, kaum für möglich gehaltenen Erfolg. Die Herforder Tore in diesem Drittel markierten Christophe Lalonde (45.), Guillaume Naud (46.), Tim Krüger (48.) und Matyas Kovacs (50.). Anzumerken wäre noch, dass die Herner die vielen Gegentore nur schwerlich verkrafteten und Denis Fominych als Höhepunkt einen Stockstich landete, der mit einer Fünfer plus Spieldauer vom Schiedsrichter Michael Fendt geahndet wurde.


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