Hannover Scorpions lassen sich auch von Halle nicht aufhalten22. Saisonsieg in Folge – Jung-Pinguine vernaschen Crocodiles

Die Wernerson-Libäck-Zwillinge – hier ist Linus an der Scheibe – waren wieder ordentlich am zweistelligen Sieg des EV Duisburg beteiligt.  (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Die Wernerson-Libäck-Zwillinge – hier ist Linus an der Scheibe – waren wieder ordentlich am zweistelligen Sieg des EV Duisburg beteiligt. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Den deutschen Rekord hält jedoch der Regionsgegner vom Pferdeturm aus dem Jahr 2002 mit 50 Siegen, aber wer weiß, was die Scorpions noch alles in dieser Spielzeit ins Visier nehmen. Mit der Niederlage in Hannover mussten die Bulls erst einmal, zumindest kurzfristig, Abschied von Platz zwei nehmen, der fest in Tilburger Hand ist. Und auch Platz drei ist noch längst nicht sicher, sind doch die Hannover Indians den Bulls auf den Fersen. Ebenfalls nahe dran wären die Hamburger Crocodiles, die sich jedoch in Krefeld zu einer Pleite hinreißen ließen. Herne auf Rang sechs ließ sich diese Chance nicht entgehen und verkürzte mit dem Sieg in Diez seinen Rückstand auf die Elbestädter auf nur noch neun Zähler. Die danach folgenden Leipziger kassierten ebenfalls eine dumme Niederlage und Hamm hätte aufholen können, aber Gegner Tilburg war auch vom Feinsten, so dass die Niederlage nicht ganz so schlimm einzuordnen ist.

Duisburg konnte durch seinen zweistelligen Erfolg den Vorsprung auf Herford ausbauen. Und am Tabellenende haben die Krefelder nach ihrem Erfolg gegen die Hamburger jetzt auf Rostock aufgeschlossen. Beide haben 24 Zähler.

Hannover Scorpions – Saale Bulls Halle 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

Die Scorpions sind nicht aufzuhalten. Nachdem Tilburg auswärts bezwungen wurde, gab es nun gegen Halle den 22. Sieg in Folge. Allerdings war dieser ziemlich umkämpft und vermittelte den 759 Zuschauern in der ARS-Arena schon mal den zu erwartenden Play-Off-Charakter. In den ersten beiden Dritteln, die die Scorpions optisch knapp vorne sahen, waren auch sie es, die jeweils ein Tor erzielten. Im dritten Abschnitt stürmten dann die Bulls, kamen auch zum hochverdienten Anschlusstor, um knapp sechs Minuten vor dem Ende das entscheidende dritte Gegentor zu kassieren. Da half es auch nicht, den ausgezeichneten Tim Herden genau drei Minuten vor dem Ende aus dem Tor zu nehmen. Die cleveren Scorpions, die wiederum nur mit 13 Feldspielern angetreten waren, überstanden die letzte Druckphase und machten mit ihrem Sieg die internen Verfolgerduelle noch spannender.

Tore: 1:0 (14:46) Ralf Rinke (Just, McPherson 5-4),2:0 (25:13) Brandon Alderson (Aquin, McPherson),2:1 (48:06) Matias Varttinen (Schütt, Weyrauch), 3:1 (53:53) Pascal Aquin (Just, Rinke)

Hammer Eisbären – Tilburg Trappers 1:2 (1:1, 0:0, 0:1)

Nach 180 Sekunden schien es, als ob es ein torreiches Spiel werden würde, denn bis dahin stand es nach Toren von Tegkaev und Stempher bereits 1:1. Danach verzweifelten die Sturmreihen am jeweiligen gegnerischen Torhüter, so dass bereits nach dritte Tagestor, es war das zweite für Tilburg, in der 53. Minute die Entscheidung bedeutete. Herausragend in einem Match mit Play-Off-Charakter die beiden Torhüter Daniel Filimonow (94,6 Prozent Fangquote) und Cedric Andree (96,4 Prozent).

Tore: 1:0 (01:48) Artur Tegkaev (Tschwanow, Spacek 5-4), 1:1 (03:00) Danny Stempher (Richards, Verkiel),1:2 (52:09) Giovanni Vogelaar (Hessels, van Gorp)

Icefighters Leipzig – Black Dragons Erfurt 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)

Diese Niederlage war für die Leipziger völlig überflüssig, aber auch verdient, denn die Erfurter zeigten sich in dem ausgeglichenen Duell als kampfkräftige Einheit, die auch defensiv einen sehr guten Tag haben kann. Und die Thüringer hatten zweimal Glück. Das erste beim 2:1, weil dieses ganze 150 Sekunden vor der zweiten Drittelpause fiel und das zweite Glück im Abschlussdrittel, weil May bereits nach 90 Sekunden seine Farben mit 3:1 in Führung brachte. Danach verhinderte die Erfurter Defensive, gepaart mit einer hervorragenden Leistung von Keeper Konstantin Kessler, das 2:3, jedenfalls bis zur 59.Spielminute. Die Leipziger, die Torhüter Eric Hoffmann bereits 138 Sekunden vor dem Ende vom Eis genommen hatten, konnten sich zwar über das 2:3 freuen, aber das erhoffte Unentschieden wurde es dann doch nicht.

Tore: 0:1 (18:36) Michael Bezouska (Joly, Gulda),1:1 (24:09) Jonas Wolter (Riekkinen, Hannon), 1:2 (37:26) Alexandre Ranger (Joly, Bezouska,1:3 (41:30) Tim May (Riedl), 2:3 (58:54) Walther Klaus (Heyter, Östling)

Herforder EV – Hannover Indians 4:5 (1:3, 2:2, 1:0) 

Ein schwer zu beschreibendes Spiel ging am Ende glücklich, aber auch verdient an die Gäste aus Hannover. Diese waren angereist mit der schweren Bürde ihres schwerst erkrankten Torhüters Jan Dalgic. Für ihn setzte Trainer Björn Naujokat erstmals in dieser Saison Sebastian Graf ein. Der Kaufbeurer, der wie Dalgic einst beim Allgäuer Klub beheimatet war, zeigte dabei bei seiner Saisonpremiere eine starke Leistung. Dass ein Torwart, der am 39. Spieltag seine ersten Saisonminuten spielt, etwas nervös ist, kann man absolut verstehen, aber Graf meisterte diese Hürde mit Bravour und zeigte sich im Laufe der Begegnung als einer der Matchwinner. Dass es am Ende knapp werden würde, hatten sich die Indians selbst zuzuschreiben. Im ersten Drittel trafen sie in der siebten Minute innerhalb von nur zwanzig Sekunden zweimal und auch das Gegentor der bis dahin optisch gleichstarken Herforder konterten sie schnell mit ihrem dritten Tor. Im Mitteldrittel wurde die spielerische Überlegenheit noch deutlicher. Die Hannoveraner erhöhten locker auf 5:1 und auch das zweite Gegentor schien sie nicht wirklich zu schocken. Und dann kam die 38. Spielminute. Bacek und Robin Palka leisteten sich nacheinander zwei Strafen und die Indians kamen, verständlich bei doppeltem Unterzahlspiel, ins schwimmen. Sie überstanden die erste Strafzeit, bei der zweiten klingelte es und weckte die Gier der Herforder, die nicht nur das dritte Tor, sondern auch kurz nach Beginn des letzten Drittels gar auf 4:5 verkürzten. Der Ausgleich fiel jedoch nicht, auch ein Verdienst von Graf. Und auf der anderen Seite standen die Indians viermal alleine vor Torhüter Justin Schrörs, um sich dann jeweils mit ungenauen Pässen in letzter Sekunde selbst aus dem Spiel zu nehmen. Schrörs zeigte eine exzellente Leistung, aber es reichte nicht, denn am Ende hatten die Indians wieder die Partie gut im Griff. Nach der Begegnung wurde der nicht anwesende Indians-Torhüter Jan Dalgic als „Spieler des Tages“ geehrt, und die Herforder überreichten den Gästen das Ergebnis einer Sammelaktion für Dalgic, was ebenfalls großes Kino darstellte.

Tore:0:1 (06:49)Philip Messing (Kiss, R.Palka), 0:2 (07:00) Robin Palka (Kiss), 1:2 (10:41) Rustams Begovs (Stocker, Gerartz), 1:3 (18:08) Philip Messing (D. Palka, R. Palka), 1:4 (23:18) Robin Palka (Kiss, D. Palka), 1:5 (31:40) Sofiene Bräuner (Selan), 2:5 (32:36) Logan Denoble (Hutt, König), 3:5 (39:29) Rustams Begovs (Garten, Gerartz 5-4),4:5 (40:52) Kevin Hutt (Denoble, Patocka)

EG Diez-Limburg – Herner EV Miners 5:7 (1:3, 0:3, 4:1) 

Eigentlich hatten die Herner das Spiel schon klar für sich entschieden. Nach zwei Dritteln führten sie mit 6:1, aber die Limburger zeigten ihren Gästen, dass sie nicht nur konditionell, sondern auch moralisch voll auf der Höhe sind. Zolmanis und Bondarenko verkürzten, aber zum Glück hatten die Miners den Mann des Tages in ihren Reihen, Alexander Komov. Die Leihgabe aus Bad Nauheim erzielte in der 56. Minute das beruhigende 7:3 für die Herner, die trotzdem noch einmal kurzfristig zittern mussten, weil Konstantin Firsanov ausgerechnet in der Schlussminute ein Doppelpack für die Limburger schnürte und sein Team bis auf zwei Tore heranbrachte. Herausragend auf Diezer Seite, obwohl nicht unter den Torschützen, Egils Kalns mit vier Assist, die ihn in der Ligaassistliste bis auf Platz sechs hochschießen ließen. Bei Herne glänzte natürlich der bereits erwähnte Alexander Komov und auch Chris Seto, dem im Mitteldrittel zwei Tore innerhalb von einer Minute gelangen.

Tore:1:0 (03:02) David Lademann (Zolmanis, Seifert), 1:1 (08:35) Lennard Nieleck (Seto, Shmyr), 1:2 (14:20)Alexander Komov (Liesegang, Köhler), 1:3 (14:29) Alexander Komov (Elten, Liesegang),1:4 (32:07) Chris Seto (Shmyr, Nieleck), 1:5 (32:49) Chris Seto (Shmyr, Nieleck), 1:6 (39:50) Valentin Der (Hane),2:6 (41:56) Sandis Zolmanis,3:6 (44:19) Dennis Bondarenko (Kalns, Seifert), 3:7 (55:23) Alexander Komov (Elten), 4:7 (59:05) Konstantin Firsanov (Kalns, Teljukin), 5:7 (59:27) Konstantin Firsanov (Lademann, Teljukin)

Krefelder EV U23 – Crocodiles Hamburg 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)

Man muss diese Krefelder wieder ernst nehmen, auch wenn es zwischendurch immer mal schwache Phasen mit ein paar Niederlagen gab. Die Hamburger taten dies sicherlich, aber sie waren sich nicht der 2:0 Führung wohl relativ sicher, kassierten noch im zweiten Drittel zwei Gegentore zum Ausgleich und als Altmeister Grygiel 88 Sekunden vor Ende gar die Krefelder Führung erzielte, wussten die konsternierten Hamburger keine Antwort mehr. Bei Krefeld waren Manuel Nix und Edwin Schitz die besten Akteure mit je zwei Punkten, bei Hamburg, enttäuschte vor allem die zweite Formation, die keinen Punkt erreichte.

Tore: 0:1 (13:44) Maximilian Schaludek (Fleischmann, Domogalla 5-4),0:2 (20:13) Juuso Rajala (Spöttel, Kuschel), 1:2 (31:36) Edwin Schitz (Nix, van der Ven 5-4),2:2 (38:39) Aaron McLeod (Nix, Schitz),3:2 (58:31) Adrian Grygiel (Benes, Bauermeister),

Füchse Duisburg – Rostock Piranhas 10:3 (5:1, 0:1, 5:1)

Tag der offenen Tür im Hinterbänklerduell. Erstmals nach ihrem Aufstieg gelang den Füchsen ein zweistelliger Erfolg, der letztlich sogar noch höher hätte ausfallen können, wären sie nicht im Mitteldrittel in eine Art Verwaltungsstarre gefallen. So konnten die Rostocker, die sich im ersten Drittel vermutlich wie im Auge eines Tornados vorkamen, Hoffnung machen auf mehr, um am Ende fürchterlich einzugehen. Herausragend wieder einmal die schwedischen Brüder Wernerson Libäck, wobei Pontus das Familienduell gegen Bruder Linus mit 6:3 Punkten für sich entscheiden konnte. Ebenfalls drei Punkte sammelte auch Überzahlspezialist Manuel Neumann ein. Und noch ein Duisburger war vermutlich besonders glücklich: Valentin Pfeifer. Dem gebürtigen Duisburger gelang nicht nur sein erster Saisontreffer, sondern gleich auch noch seiner erster Saisondoppelpack.

Tore: 1:0 (07:54) Pontus Wernerson Libäck (L. Wernerson Libäck, Uski), 2:0 (11:11) Oula Uski (Neumann, P. Wernerson Libäck 5-4), 3:0 (11:54) Leonoardo Stroh (Nedved, Fomin), 4:0 (12:45) Valentin Pfeifer (Bartuli, Schmitz), 5:0 (14:49) Oula Uski (Wernerson Libäck, L. Wernerson Libäck), 5:1 (18:01) Mark Ledlin (Dansereau, Barry),5:2 (20:34) Dante Hahn (Dansereau, Henderson),6:2 (42:10) Pontus Wernerson Libäck (Lunemann, L. Wernerson Libäck 5-3),7:2 (44:55) Mark Heatley (Nedved, Taraschewski), 7:3 (46:49) Keegan Dansereau (Barry), 8:3 (51:49) Cornelius Krämer (Neumann, P. Wernerson Libäck), 9:3 (52:16) Michael Fomin (R. Lundh Hahnebeck), 10:3 (54:11) Valentin Pfeifer (Neumann, P. Wernerson Libäck)


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