Hannover Scorpions erobern mit Sturmlauf Platz einsTilburg gewinnt Spitzenspiel gegen Indians – Essen schockt Herne

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Damit steht der Titelverteidiger wieder auf Platz eins, verfolgt von Halle, dass es aber in Krefeld sehr schwer hatte. Tilburg und Leipzig überholten die Indians, die sich zwar zwei Niederlagen am Wochenende abholten, aber auch gegen Teams, die zu den Topfavoriten gehören. Hamburg schob sich an Erfurt vorbei ins Mittelfeld und am Ende überraschten, wie bereits angedeutet, Essen und vor allem Rostock, dass endlich den ersten Saisonsieg einfahren konnte.

Tilburg Trappers – Hannover Indians 4:2 (2:0, 1:2, 1:0)

Da war mehr drin für die Indians bei diesem besonderen Spiel. Besonders, weil es erstens das Spitzenspiel des heutigen Nord-Spieltages war und zum anderen, weil Indians- Kontingentspieler Parker Bowles vor zwei Jahren selbst in Tilburg angestellt war und Trappers- Kontingentspieler Brett Bulmer vor einem Jahr noch in Diensten der Indians stand. Mehr war drin, weil beim Spielstand 2:3 aus Sicht der Indians sich erst Pape und Pohl, zusammen mit Hofland, auf die Strafbank verdrückten und kurze Zeit später sich auch noch Mieszkowski zu ihnen gesellte und dies prompt von Max Hermens zum 4:2 ausgenutzt wurde. Damit war auch die Ausgleichschance weg und Indians-Trainer Lenny Soccio seiner Optionen beraubt. Davor hatten die Tilburger durch Reno de Hondt (10.) und Brett Bulmer (12.) mit einem Doppelschlag für das 2:0 gesorgt. In der 34. Minute traf Bulmer auch noch zum 3:1, ebenfalls in Überzahl. Für die Hannoveraner trafen bis dahin Joe Kiss (27.) und Niko Selivanov (34.) zum 1:2 bzw. 2:3.

Tore: 1:0 (09:19) Reno de Hondt, 2:0 (11:45) Brett Bulmer (Hermens), 2:1 (26:50) Joe Kiss (Mieszkowski 5-4), 3:1 (33:23) Brett Bulmer (Hermens, Vogelaar), 3:2 (33:55) Niko Selivanov, 4:2 (54:44) Max Hermens (Vogelaar, Bulmer 5-3)

Black Dragons Erfurt – Crocodiles Hamburg 2:5 (1:3, 1:0, 0:2)

Vor wiederum nur knapp 300 Zuschauern bekamen die Black Dragons eine Lehrstunde in Effektivität von ihren Gästen. Besonders effizient dabei Harrison Reed, dem gleich vier Tore gelangen und der damit der Held des Tages bei den Hamburgern war. Bester Akteur bei Erfurt war der litauische Nationalspieler Arnoldas Bosas mit zwei Punkten.

Tore: 0:1 (01:31) Sam Verelst (Reed, Domogalla), 1:1 (13:56) Arnoldas Bosas (Wunderlich, Schüpping 5-4), 1:2 (15:32) Harrison Reed (Verelst, Gauch), 1:3 (18:05) Harrison Reed (Verelst, Domogalla), 2:3 (27:59) Thomas Schmid (Bosas, Schümann), 2:4 (43:22) Harrison Reed (Reimer, Östling 5-4), 2:5 (59:31) Harrison Reed (Schmitz, Domogalla).

Krefelder EV U23 – Saale Bulls Halle 3:4 (0:1, 2:0, 1:3)

Das waren drei schwer erkämpfte Punkte für die Bulls. Ihre Gastgeber, die Krefelder U23, zeigte sich über die vollen sechzig Minuten als ebenbürtig und lediglich eine kleine Konzentrationsschwäche zu Anfang des dritten Drittels kostete die verdiente Belohnung, sprich Punkte. Herausragend bei Halle der erste Block mit Joonas Niemelä, Patrick Schmid und Philipp Halbauer, die jeweils zwei Punkte machten. Auf Krefelder Seite traf von allen drei Sturmreihen jeweils ein Spieler (Edwin Schitz, Luca Hauf und Brian Westerkamp). Für die Unterhaltung der nur 35 interessierten Zuschauer sorgten neben der Spannung der Krefelder Tom Schmitz und der Hallenser Maurice Becker, die sich nach einem Fight eine reiner Fünfer abholten.

Tore: 0:1 (16:22) Lukas Valasek (Schmid, Halbauer 5-4), 1:1 (29:17) Edwin Schitz, 2:1 (32:16) Brian Westerkamp (Nix), 2:2 (40:45) Patrick Halbauer (Niemelä, Stas 5-4), 2:3 (45:26) Sergei Stas (Hildebrand, Becker), 3:3 (47:18) Luca Hauf (Onckels, Mahkovec), 3:4 (48:49) Joonas Niemelä (Schmid, Grosse).

Hammer Eisbären – Icefighters Leipzig 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)

Die Hammer kommen langsam aber sicher in der diesjährigen Oberliga Nord an, aber noch reicht es nicht, um die Topteams in Verlegenheit zu bringen. Gegen Leipzig brachte Tim Junge die Eisbären in Führung und erst in der 36. Minute gelang den Leipzigern der Ausgleich durch Connor Hannon, auch begünstigt durch ein Powerplay. Die Entscheidung dann in der 48. Minute. Der Hammer Samuel Dotter leistete sich einen Bandencheck und weil er sich danach noch einen Fight mit Michael Burns leistete, der beiden eine Fünfer brachte, hatte Leipzig ein Überzahlspiel, das Filip Stopinski zum 2:1 nutzte. Nur eine Minute später erhöhte Oliver Noack auf 3:1 und entschied damit die Begegnung.

Tore: 1:0 (17:01) Tim Junge (Trivellato, Maaßen), 1:1 (35:24) Connor Hannon (Farrell, Riekkinen 5-4), 1:2 (49:41) Filip Stopinski (Slanina, Heyter 5-4), 1:3 (50:44) Oliver Noack (Riekkinen, Hannon).

Herner EV Miners – Moskitos Essen 2:5 (1:0, 0:3, 1:2)

Und wieder einmal endete ein Derby mit einer Überraschung. Aufsteiger Essen, klarer Außenseiter vor der Begegnung, zeigte mit einer starken Defensivleistung, einer gut umgesetzten Taktik und einem starken Torhüter Fabian Hegmann ein echtes Ausrufezeichen. Nach dem ersten Saisonheimsieg am Freitag folgte nun ein Dreier in der Fremde, auch wenn diese nur eine Straßenbahnlänge entfernt war. Während bei Herne lediglich Dennis Swinnen zu gefallen wusste, holten bei Essen Thomas Ziolkowski, Aaron MacLeod, Mitch Bruijsten und Marc Zajic zwei Punkte, Andre Huebscher kam sogar auf deren drei Zähler. Und noch eine schlechte Meldung für den HEV. In der 54. Minute leistete sich Michel Ackers einen Faustkampf und wurde daraufhin mit einer Fünfer plus Spieldauer belegt.

Tore: 1:0 (11:22) Dennis Swinnen, 1:1 (21:24) Andre Huebscher (Ziolkowski, Kreuzmann), 1:2 (23:41) Aaron MacLeod (Zajic, Mannes), 1:3 (26:46) Marc Zajic (MacLeod, Huebscher), 1:4 (42:24) Enrico Saccomani (Luft, Bruijsten), 1:5 (52:23) Mitch Bruijsten (Ziolkowski, Huebscher), 2:5 (55:31) Tomi Wilenius (Swinnen, Moberg).

Rostock Piranhas – Herforder EV 7:5 (1:0, 3:2, 3:3)

Zu einem Torfestival artete die Begegnung zwischen dem Tabellenletzten und dem neunten aus Herford. Besonders beeindruckend bei den Piranhas das Trio Jonas Gerstung, Justin Maylan und August von Ungern-Sternberg, das zusammen auf unglaubliche 15 Scorerpunkte kam und von der Herforder Abwehr nicht neutralisiert werden konnte. Bei Herford konnten nur Ralf Rinke und Rustams Begovs gefallen, die beide jeweils drei Scorerpunkte beitrugen. Überraschend gewann Rostocks Keeper Lukas Schaffrath mit 86,5 Prozent Fangquote das Duell mit Philip Lehr, der auf nur 78,6 Prozent kam.

 

Tore: 1:0 (06:28) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Gerstung), 2:0 (21:08) Jonas Gerstung (Maylan, Balla), 2:1 (24:34) Elvijs Biezais (4-5), 3:1 (26:06) Jonas Gerstung (Maylan, von Ungern-Sternberg 5-4), 3:2 (28:35) Björn Bombis (Berezowskij, Pöpel), 4:2 (33:26) Jonas Gerstung (Morgan, von Ungern-Sternberg), 4:3 (44:04) Ralf Rinke (Begovs, Biezaijs), 5:3 (44:43) Gianluca Balla (Maylan, von Ungern-Sternberg), 6:3 (49:39) Jonas Gerstung (Maylan), 6:4 (58:32) Rustavs Begoms (Rinke, Lehr 5-4), 6:5 (59:31) Rustams Begovs (Rinke, Garten), 7:5 (59:37) Lukas Koziol (Maylan ENG).

Hannover Scorpions – EG Diez-Limburg 9:2 (6:0, 1:1, 2:1)

Ohne Probleme besiegte der bisherige Tabellenzweite und Titelverteidiger Hannover Scorpions die Limburger und bestieg im Norden damit den Thron.

Wie schon gegen Halle wurden auch die Limburger in den ersten zwanzig Minuten vor vollendete Tatsachen gestellt. Danach nahmen sich die Scorpions zurück, verwalteten das Ergebnis und hätten es trotzdem wieder fast zweistellig werden lassen. Spielverderber war in diesem Fall der Limburger Keeper Tim Stenger, der von 63 Schussversuchen der Scorpions 54 vereiteln konnte und trotz der neun Gegentore sogar noch auf hervorragende 94,7 Prozent Fangquote kam. Der deutlich beschäftigungslosere Ansgar Preuß, der für den gesperrten Brett Jaeger, antrat, konnte am Ende auf 92,9 Prozent zurückblicken. Als Ersatzkeeper bei den Scorpions fungierte Fabian Gensicke. Stark bei den Hausherren Tyler Gron, der sich fünf Punkte anschreiben konnte und damit auf Platz zwei in der Scorerstatistik hinter dem Hallenser Joonas Niemelä vorrückte. Auf Platz drei im übrigen Mike Hammond und auf Platz sieben, als bester Ligaverteidiger Jan Pietsch, der schon 13 Punkte sammeln konnte. Für die sturmschwachen Limburger trafen Kyle Brothers und Thomas Voronow.

Tore: 1:0 (10:33) Mario Valery Trabucco (Pietsch, Heinrich 4-5), 2:0 (11:27) Jan Pietsch (Gron, Hammond), 3:0 (12:14) Patrick Klöpper (Hammond, Gron), 4:0 (12:49) Robin Just (Airich, Valery Trabucco), 5:0 (13:42) Louis Trattner (Knaub, Thomson), 6:0 (19:59) Jan Pietsch (Gron, Heinrich), 6:1 (26:42) Kyle Brothers (Lademann, Slaton), 7:1 (33:36) Thomas Supis (Knaub, Gron 5-4), 8:1 (49:03) Louis Trattner (Marek, Knaub), 8:2 (49:57) Thomas Voronow (Slaton, Patocka), 9:2 (59:03) Tyler Gron (Klöpper, Hammond).


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