Hannover Scorpions bezwingen Südmeister Selb in Spiel drei deutlichZwei Tore von Mario Valery Trabucco beim 5:1-Sieg

Wieder drin: Die Hannover Scorpions haben gerade das Tor zum 5:1 erzielt. (Foto: Manfred Schneider)Wieder drin: Die Hannover Scorpions haben gerade das Tor zum 5:1 erzielt. (Foto: Manfred Schneider)
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Wer jetzt jedoch glaubt, dass das bereits der Aufstieg der Hannover Scorpions sein muss, könnte gehörig schief liegen. Tatsächlich zeigten die Selber vor allem ein kämpferisch gutes Spiel. Aber auch taktisch gesehen waren sie mehr als ebenbürtig. Es war eine Begegnung, die stellenweise Zweitliganiveau aufwies und die am Ende um zwei Tore zu hoch für den Sieger endete. Jetzt können die Scorpions mit ihrer 2:1-Serienführung am Freitag in Selb den Sack zu machen. Die Begegnung beginnt um 19.30 Uhr.

Schon zu Spielbeginn zeigte sich, dass beide Teams versuchen würden, neben ihren zweifellos vorhandenen spielerischen Qualitäten auch über die Psychoschiene zum Erfolg zu kommen. Von Anfang an begleiteten Nickligkeiten die Aktionen und auch hier hatten die Scorpions einen kleinen Vorteil. Die Wölfe zeigten sich anfällig und kassierten bereits nach drei Minuten das 0:1, weil Felix Linden nach einem Zweikampf ohne Helm den Puck spielte, was verboten ist. Die folgende Zweiminutenstrafe wurde prompt von Andre Reiß bestraft und dieser Spielstand hatte schließlich Bestand bis ins zweite Drittel. Der Grund war, dass beide Vertretungen sicher in der Verteidigung standen und darüber hinaus auch beide Torhüter zunächst keine Schwächen zeigten. Lediglich einmal wurde es für die Wölfe richtig haarig. In der 18. Minute, Selb war mal wieder in Unterzahl, lag die Scheibe auf der Torlinie der Wölfe, konnte aber noch rechtzeitig wieder aus der Gefahrenzone befördert werden.

Auch im zweiten Drittel zeigten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Scorpions, die im ersten Drittel noch stellenweise auf die Angriffe ihrer Gäste gewartet hatten, zogen ihr Pressing vor, so dass die läuferisch starken Wölfe gezwungen waren, längere Pässe zu spielen. Zunächst brachte die Scorpions-Maßnahme jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Robert Hechtl (27.) kam nach Ondruschka-Vorlage zum Schuss und gegen diesen Knaller hatte Scorpions-Keeper Brett Jaeger absolut keine Chance. Jetzt hatte der Südmeister Blut geleckt und verstärkte seine Angriffe auf das gegnerische Gehäuse. Die Scorpions, bis dahin mit mustergültiger Abwehrdisziplin, kamen kurzfristig ins Schwimmen und konnten von Glück sprechen, dass sie vor dem eigenen Gehäuse mit Brett Jaeger einen nervenstarken Goalie hatten. Eine Kuriosität folgte dann in der 31. Minute. Die am Dienstag in Überzahl extrem starken Scorpions kamen zu ihrem zweiten Überzahltor. Kurios vor allem, weil Tomi Wilenius fast die kompletten zwei Minuten auf dem Eis stand. Als keiner mehr mit einem Tor rechnete, schlug der Finne zu. Alexander Heinrich hatte Wölfe-Keeper Michael Weidekamp gefordert, die Scheibe kam zu Wilenius und der traf per Direktschuss ins rechte Eck. Der Schienenbeinschoner von Weidekamp kam um einen Bruchteil zu spät. Hart für Selb, dass man in dieser Phase besser war und wieder einem Rückstand hinterherlaufen musste.

Und der langsam beginnende Alptraum wurde immer schlimmer. In der 38. Minute traf Mario Valery Trabucco aus relativ naher Entfernung, wobei der Schuss für Weidekamp haltbar schien, weil er ihm durch die Hosenträger rutschte. Erstmals in dieser Serie führte eine Mannschaft in einem Spiel mit zwei Toren Vorsprung.

Die verärgerten Selber versuchten, im Drittel die Kontrolle an sich zu reißen, und immer dann, wenn es für die Scorpions hätte eng werden können, schlugen diese eiskalt zu und beendeten damit Selbs Siegesträume. In der 48. Minute erzielte der für Spiel zwei gesperrte Julian Airich, erneut im Powerplay, das 4:1 und vier Minuten vor Spielende erhöhte Mario Valery Trabucco sogar auf 5:1. Spätestens nach dem 1:4 war jedoch die Selber Gegenwehr erloschen und die Scorpions konnten ihren Vorsprung verwalten, was ihnen auch gelang. Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski war dann auch sehr zufrieden: „Ein hoch verdienter Erfolg für uns. Aber noch haben wir das Ziel nicht erreicht. Am Freitag wird Selb sicherlich alles in die Waagschale werfen und wir brauchen eine ähnlich konzentrierte Leistung wie heute um am Ende als Sieger dazustehen.“

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