Hannover Scorpions besiegen Leipzig im SpitzenspielIndians im Torrausch – Krefeld überrascht Erfurt

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An der Spitze näherten sich die Scorpions bis auf zwei Punkte Halle, aber die haben auf Grund von bisher vier weniger ausgetragenen Spielen beim Punktequotienten mit 0,282 einen riesigen Vorsprung. Deutlich enger sieht es für die Scorpions nach hinten aus, denn Tilburg liegt nur 0,036 Punkte zurück. Leipzig steht trotz der Niederlage in Mellendorf relativ klar auf Rang vier und dahinter balgen sich Indians, Herne und Hamburg um Platz fünf. Unglaublich knapp auch der Vorsprung von Herford auf Platz 10 zu Essen. Die Moskitos haben einen Rückstand von 0,002 Punkten. Erstaunlich auch die Leistungssteigerung von Krefeld, dass scheinbar den Limburgern gerne Platz 12 abnehmen würde.

Hannover Scorpions – Icefighters Leipzig 3:2 (2:0, 0:0, 1:2)

In einem echten Play-off-Fight gelang dem Titelverteidiger die Revanche für die 2:3 Heimniederlage vom Oktober 2021. In dem, trotz der hohen Kampfbereitschaft, extrem fairen Spiel mit nur acht Strafminuten, sahen die Gastgeber nach 45 Minuten wie der sichere Sieger aus. Mit 3:0 führten die Scorpions und hatten bis dahin ihrem Wappentier alle Ehre gemacht. Mit gezielten Torstichen versetzten sie die Icefighters in Panik und diese konnten erst erfolgreich kontern, als alles zu spät war. Zwar kam das erste Tor vielleicht noch rechtzeitig, aber der zweite Treffer, Torhüter Mark Arnsperger hatte seinen Kasten verlassen, kam mit 41 Sekunden vor Schluss definitiv zu spät, bescherte den heimischen Zuschauern aber noch eine kurzweilige Zeit. Beste Akteure beim Sieger waren Brad Ross und Torhüter Ansgar Preuß, bei Leipzig Connor Hannon und Torhüter Mark Arnsperger.

Tore: 1:0 (10:52) Victor Knaub, 2:0 (16:44) Andre Reiß (Ross, Hammond), 3:0 (44:39) Tyler Gron (Ross, Klöpper 5-4), 3:1 (52:49) Sebastian Hon (Noack, Hannon), 3:2 (59:19) Patrick Demetz (Slanina, Eichelkraut)

Tilburg Trappers – EG Diez-Limburg 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)   

Ein klarer Erfolg der Tilburger, die sich allerdings mit der zähen Gegenwehr der Limburger schwertaten. Mit fast kompletten drei Reihen hatten die Rheinland-Pfälzer auch die physische Power, um dem Druck der Niederländer standzuhalten. Bis zur 51.Minute stand es nur 3:1, dann reichte die Kraft der EGDL nicht mehr, aber der Tabellenzwölfte kann auf seine Leistung stolz sein. Bei den Niederländern, bei denen Back-up Jowin Ansems im Tor stand, gefiel vor allem das Trio Ties van Soest mit vier Punkten, sowie Max Hermens und Mickey Bastings mit je zwei Scorerpunkten.

Tore: 0:1 (04:30) Cody Drover (Köhler, Loppatto), 1:1 (19:04) Ties van Soest (Hermens, de Bonth), 2:1 (26:22) Ties van Soest (Bastings, van Oorschot), 3:1 (41:41) Kevin Bruijsten (van Soest, Bastings), 4:1 (50:31) Diego Hofland (de Hondt, van Soest), 4:2 (56:32) Nikita Krymskiy (Köhler, Weis), 5:2 (57:44) Brett Bulmer (Hermens, van der Schuit)

Hannover Indians – Herforder EV 11:0 (5:0, 3:0, 3:0)

Dass die Hannoveraner vor der Partie als Favorit gehandelt wurden, war klar, aber dass es am Ende so klar ausgehen würde nicht. Mit dem höchsten Sieg seit dem Februar 2016, damals gegen Preußen Berlin, gaben die Indians definitiv eine Kampfansage um Platz fünf ab. Sie überholten im Punktequotient Herne, liegen aber noch mit 0,16 Punkten gegen Leipzig zurück, weil diese noch drei Spiele aufzuholen haben. Überragende Akteure in einer homogenen Mannschaft waren Kyle Gibbons, Robin Palka, Joe Kiss und Nicolas Turnwald mit je vier Punkten, gefolgt von Tobias Möller, Niko Selivanov-Esposito, Sebastian Christmann und Parker Bowles, die je drei Punkte beisteuerten. In der Plus/Minus-Statistik herausragend Tobias Möller mit plus 6. Nicht zu vergessen auch Torhüter David Böttcher-Miserotti mit seinem ersten Saison-Shutout. Bei Herford enttäuschte die gesamte Mannschaft. Keeper Philip Lehr, ehemals selbst ein Indian, zog nach 26 Spielminuten selbst die Konsequenz und ging mit 65,1 Prozent Fangquote und beim Spielstand 0:7 vom Eis. Sein Nachfolger Kieren Vogel zeigte sich zwar statistisch stabiler, konnte aber das zweistellige Ergebnis auch nicht verhindern. Auch hier eine Statistik zum Staunen: In der Indians-Statistik seit der Gründung 1998 gab es gegen Herford mehr Heimniederlagen als Siege. Dies war erst der dritte Indians-Sieg in der siebten Begegnung.

Tore: 1:0 (00:21) Robin Palka (Kiss, Gibbons), 2:0 (05:17) Niko Selivanov-Esposito (Aichinger, Turnwald), 3:0 (08:50) Niko Selivanov-Esposito (Kiss, Palka 5-4), 4:0 (12:46) Parker Bowles (Möller, Pohanka), 5:0 (18:40) Sebastian Christmann (Selivanov-Esposito, Thalmeier), 6:0 (23:52) Sebastian Christmann (Bovenschen, Bowles), 7:0 (25:17) Niko Turnwald (Palka, Gibbons), 8:0 (32:40) Branislav Pohanka (Turnwald, Bowles 5-4), 9:0 (40:38) Joe Kiss (Gibbons, Möller), 10:0 (50:17) Sebastian Christmann (Gibbons, Turnwald), 11:0 (53:31) Joe Kiss (Palka, Möller)

Krefelder EV U23 – Black Dragons Erfurt 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

Ein Achtungszeichen aus Krefeld. Der Tabellenvorletzte bezwang die eindeutig favorisierten Erfurter und überholte, zumindest was die Pluspunkte betrifft, die EG Diez-Limburg. Das Spiel war ausgeglichen, Krefeld erarbeitete sich einen Vorteil, in dem es bei vier Versuchen wenigstens ein Powerplay ausnutzen konnte. Bester Punktesammler beim KEV war Edwin Schitz mit zwei Zählern, bei Erfurt sammelten Kyle Beach und Louis Anders ebenfalls zwei Punkte. Verlierer des Spieles war Erfurts zweiter Block, der keinen Punkt beisteuerte, aber alle Gegentore kassierte.

Tore: 1:0 (15:46) Ty Kolle (Schitz, Schaaf), 2:0 (26:21) Luca Hauf (Rutkowski, Mahkovec 5-4), 2:1 (30:45) Kyle Beach (Anders, Böttner), 3:1 (33:54) Manuel Nix (Schitz, Schuster), 3:2 (57:21) Louis Anders (Beach, Gerartz)

Crocodiles Hamburg- Hammer Eisbären 7:0 (0:0, 4:0, 3:0)

Das war wohl nix für die Eisbären. Die Spar-Fahrt nach Hamburg mit zwei Auswärtsspielen innerhalb von 24 Stunden ging mit null Punkten und 0:11 Toren voll in die Binsen. Auch als Tabellenletzter hatte man sich bei dem Trip an die Elbe sicherlich mehr vorgestellt. Wie schon am gestrigen Tage übernahm Hamburg sofort die Iniative, drängte Hamm in die Defensive und schoss dessen Keeper Daniel Filimonow warm. Waren die Eisbären im ersten Drittel noch mit im Spiel, konterten durchaus gefährlich, ging das zweite Drittel komplett an Hamburg. Während Filimonow schwitzte, drohten seinem Gegenüber Nils Kapteinat Erfrierungen mangels Einsatzmöglichkeit. Nach einem vermutlichen Donnerwetter in der Hammer Kabine zum dritten Drittel wurde dann auch von Hamm wieder Eishockey gespielt, aber während die Gäste alles versiebten, gelangen den Crocodiles noch drei verdiente Tore. Überragender Hamburger war Thomas Gauch, dem mit sechs Punkten ein persönlicher Rekord gelang und der sich in der Scorerliste von Platz 86 auf 66 mit jetzt 32 Punkten verbesserte. Weiterhin brillierten Jan Tramm mit vier Punkten und Dominik Lascheit und Thomas Zuravlev mit je drei Punkten. Nicht zu vergessen Torhüter Nils Kapteinat, der mit seinem Shut-out auch eine Saisonpremiere feierte. Bester Hammer neben Keeper Filimonow war David Trivellato, der immerhin beide Bullys gewann und in der Plus/Minus-Wertung mit nur einer -2 herauskam. Und noch ein Schmankerl am Rande: Das 7:0 war noch nicht einmal der höchste Sieg der Crocodiles gegen Hamm. Im März 1998 gab es gegen den ASV Hamm ein 15:2.

Tore: 1:0 (23:35) Sam Verelst (Gauch, Lascheit), 2:0 (34:16) Thomas Zuravlev (Tramm, Gauch), 3:0 (35:26) Maximilian Schaludek (Gauch, Tramm 5-4), 4:0 (38:00) Adam Domogalla (Verelst, Rennert), 5:0 (49:04) Thomas Zuravlev (Gauch, Tramm), 6:0 (51:47) Dominik Lascheit (Tramm, Gauch), 7:0 (56:09) Thomas Gauch (Zuravlev, Lascheit)


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