Hannover Scorpions bauen Führung auf drei Punkte ausTilburg weiterhin Zweiter, Diez-Limburg überrascht in Herne

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Vor allem Herford und Diez-Limburg stehen auf den Plätzen drei und sieben, das hatte vorher niemand erwartet. Hamm tut sich da etwas schwerer, wird aber sicherlich auch bald die ersten Siege einfahren. Im Spitzenduell des Tages setzte sich Tabellenführer Hannover Scorpions gegen den Zweiten aus Tilburg durch und hat nun drei Punkte Vorsprung. Den Sprung auf Platz drei wollte Herne realisieren und setzte sich gegen Diez-Limburg voll in die Nesseln. Vielleicht hilft diese Erdung ja für die  kommenden Wochen. Den ersten Sieg, wenn auch erst in der Verlängerung, fuhr Leipzig ein und schickte damit die Krefelder, die im Augenblick mehr mit der Pandemie als mit ihren Gegnern kämpfen müssen, auf den Platz mit der roten Laterne.

EC Hannover Indians – Rostock Piranhas 5:4 (2:2, 1:0, 2:2)

In einem äußerst hart umkämpften, aber gleichzeitig auch sehr fairen Spiel mit insgesamt nur zehn Strafminuten, setzten sich die Hannover Indians dank einer explosiven Leistung ihres neuen Topstürmers Brett Bulmer mit 5:4 gegen die Rostocker durch. Diese zeigten eine sehr couragierte Leistung und hätten eigentlich einen Punkt verdient gehabt. Besonders die beiden Ausländer Stanley und Pistilli, aber auch von Ungern-Sternberg zeigten starke Einsätze, waren läuferisch brillant und setzten die Indians, die trotz der vier Gegentore wiederum in Keeper David Zabolotny einen ihrer stärksten Akteure hatten, unter Dauerstress. Für die Gastgeber trafen neben Brett Bulmer (4., 34., 59.) noch Parker Bowles (20.) und Mike Glemser (42.), während die Ostseestädter in Felix Stopinski (9.), Tom Pauker (15.), von Ungern-Sternberg (44.) und Pistilli (49.) ihre Torschützen hatten.

Crocodiles Hamburg –Hammer Eisbären 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

Ein Arbeitssieg der Hamburger, die mit den kampfstarken Westfalen so ihre Probleme hatten. Vor allem der Start passte den Elbestädtern überhaupt nicht, denn Alexander Zaslavski brachte Hamm schon nach fünf Minuten in Führung. Eine schöne Kombination in der 13. Minute brachte durch Thomas Zuravlev den Ausgleich und erst durch ein doppeltes Überzahlspiel gelang den Crocodiles die Führung, erzielt von Dennis Reimer. Keine 200 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels war dann die Partie auf einmal entschieden. Erst traf Michal Bezouska zum 3:1, dann Patrick Saggau zum 4:1. Für Hamm das Zeichen, den Back-up-Keeper Sebastian May gegen Stammkeeper Ilya Sharipov auszutauschen und mit ihm kam die Sicherheit der Verteidigung zurück. Die Hamburger wurden nervös, leisteten sich mehrere Strafen hintereinander und in der 33. Minute wurden sich mit dem zweiten Hammer Tor bestraft,  als Samuel Dotter ein doppeltes Powerplay des Gegners bestrafte. Im dritten Drittel war es dann Dennis Reimer, dem in der 45. Minute sein zweites Tagestor gelang und der damit die Partie zugunsten der Hausherren entschied.

Black Dragons Erfurt – Saale Bulls Halle 4:3 (0:2, 3:1, 0:0, 1:0) n.P.

Verkehrtes Spiel in Erfurt. In einem mit viel Offensivpower durchgeführten Match waren die Bulls leicht überlegen, hätten bei 53 abgegebenen Torschüssen das Spiel für sich entscheiden müssen und mussten sich am Ende doch den kampfstarken heimischen Drachen geschlagen geben. Diese lagen bereits mit 0:2 nach Toren von Kyle Helms (18.) und Artur Tegkaev (18.) zurück, die innerhalb von nur 30 Sekunden einlochten. Ein schnelles Anschlusstor in der 21. Minute, erzielt von Reto Schüpping, brachte Erfurt wieder zurück ins Spiel und in der 29. Minute traf Sean Fischer zum 2:2, wobei die Erfurter im Powerplay nur sechs Sekunden brauchten um zu treffen. Halle war geschockt, musste sich finden und hatte in der 37. Minute Erfolg, als Kai Schmitz die Bulls erneut in Führung brachte. Dieser Vorsprung hielt gerade einmal in etwa 100 Sekunden, dann hieß es 3:3. Maurice Keil hatte einen Pass von Geiseler erfolgreich verwertet. Im dritten Drittel passierte nichts Entscheidendes mehr und auch nicht in der Verlängerung. Im Penaltyschiessen war es dann Kyle Beach, der den Erfurtern mit seinem Tor zwei überraschende Punkte bescherte.

Icefighters Leipzig – Herforder EV 3:2 (1:0, 0:0, 1:2, 1:0) n.V.

Auch wenn es eine Niederlage gab, die Herforder können mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein. In Leipzig bestätigten die Westfalen ihre starke Form und der erkämpfte Punkt war mehr als verdient. Nach vierzig Minuten war lediglich ein Tor gefallen, erzielt vom Leipziger Michal Velecky in der 14. Minute. Im dritten Drittel kamen die Herforder wie verwandelt aus der Kabine. Ralf Rinke gelang gleich beim ersten Angriff nach 26 Sekunden der Ausgleich und drei Minuten später brachte Tim Krüger den HEV sogar in Führung. Jetzt zogen sich die Herforder zurück und lediglich ein Abwehrfehler in der 51. Minute brachte die Leipziger zurück ins Spiel, als Florian Eichelkraut das 2:2 markierte. Die anschließende Verlängerung dauerte dann ganze sechs Sekunden, dann war das Spiel entschieden, nachdem Robin Slanina für die Icefighters das 3:2 geschossen hatte.

Hannover Scorpions – Tilburg Trappers 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)

Das Spitzenspiel des Tages ging zu Recht an die Scorpions, die damit ihre am Freitag erkämpfte Spitzenposition nicht nur hielten sondern auch ausbauten. Die Tilburger, die bis jetzt nur Auswärtsspiele absolviert hatten, diese allerdings erfolgreich, hatten vor einer Woche am Pferdeturm noch 4:1 gewonnen und sie hatten auch vor, diese Leistung zu wiederholen, aber sie scheiterten am Spieler des Tages, dem hannoverschen Keeper Brett Jaeger. Dieser konnte 41 von 42 Torschüssen abwehren, kam so auf eine Fangquote von 97,6 Prozent. Lediglich beim Rückstand in der 23. Minute durch Ties van Soest, musste der gebürtige Kanadier hinter sich greifen. In dem relativ fairen Spiel brachte der einzige Powerplay-Treffer des Tages den Ausgleich, als Mario Valery-Trabucco in der 34. Minute erfolgreich war. Die Konfusion in den Reihen der Niederländer nutzte Routinier Christoph Koziol bereits 100 Sekunden später mit dem 2:1 aus. In den letzten zwanzig Minuten übernahmen die Trappers wieder die Spielkontrolle, scheiterten aber immer wieder an der überzeugenden Scorpions-Defensive. Bevor Trappers-Coach Bohuslav Subr aber seinen Keeper Ruud Leeuwestijn aus dem Kasten nehmen konnte, besorgte Robert Peleikis mit einer Einzelaktion das entscheidende 3:1.

Herner EV – EG Diez-Limburg 2:5 (1:2, 1:1, 0:2)

Normalerweise ist der Torwart die halbe Miete, bei der EG Diez-Limburg war er heute fast achtzig Prozent. Jan Guryca, mit 38 Jahren dienstältester im Team des Neulings wollte eigentlich vor der Saison aufhören, wurde dann überredet, bekam einen Vertrag bis 2022 und zeigte heute allen, wie wichtig die Überredungskünste des Vorstandes waren. Fünfzig Torschüsse kamen auf das Tor von Guryca und 48mal fanden sie in ihm ihren Meister. Eine Fangquote von 96 Prozent, unglaublich. Die Herner, die zuletzt 2015 gegen Diez gespielt hatten und damals 12:0 gewonnen hatten, hatten diesmal nur drei Spieler in besserer Form, von denen sie mehr gebraucht hätten: Dennis Thielsch, Richie Müller und Manuel Malzer. Alle drei verbuchten zwei Scorerpunkte, heute beim HEV der Maximalwert. Thielsch brachte die Gastgeber erwartungsgemäß in der fünften Minute in Führung, Richie Müller traf in der 22. Minute zum 2:2 und Malzer gab in beiden Fällen eine Vorlage. Solche Spieler wie dieses Trio hatten die Diezer auch, in diesem Fall sogar zwei mehr. Drei von ihnen holten drei Scorerpunkte, einer immerhin noch zwei: Andre Bruch, Kevin Lavallee, Ross Reed und Cheyne Matheson. Bruch traf in der 9. Minute, Reed in der 15.. Als Herne das 2:2 markiert hatte, schien der Umschwung eingeläutet, aber die Grün-weiß-roten scheiterten immer wieder an Guryca und die Limburger versuchten sich im Kontern, hatten in der 34. Minute Erfolg, als Matheson mit dem 3:2 seinen ersten Tagespunkt verbuchte. Kevin Lavallee versetzte den Hausherren in der 44. Minute schon fast den Todesstoß und als Matheson bereits in der 50. Minute das 5:2 der Limburger erzielte, war die Überraschung in der Oberliga Nord perfekt.  

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