Hannover Indians zementieren vor ausverkauftem Haus Platz drei3:0 im Spitzenspiel gegen die Hannover Scorpions

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Nach der Niederlage des Tabellenzweiten können in Tilburg schon die Sektkorken knallen, denn acht Punkte Vorsprung bedeuten schon eine Vorentscheidung. Doch auch Rang drei ist noch nicht entschieden, denn die Verfolger aus Essen, Halle und Herne gewannen ihre Spiele. Die Hamburger Crocodiles zeichnet in dieser Saisonphase eines besonders aus: Sie lassen sich nicht gehen und machen es jedem Gegner schwer. Trotz der Niederlage in Leipzig haben sie zu genau diesem Gegner noch sechs Punkte Vorsprung, denn die Icefighters profitierten von den Niederlagen der direkten Gegner Duisburg und Rostock. Die Plätze elf bis 13 dagegen sind schon längst entschieden und werden sich bis zum Saisonende auch nicht mehr verändern. Der Einlauf wird lauten: Erfurt vor den Harzer Falken und den Berliner Preussen.

Füchse Duisburg – Saale Bulls Halle 1:2 (0:0, 0:0, 1:2)

Einen Rückschlag, gerade in der augenblicklichen Situation mussten die Duisburger Füchse hinnehmen. Auch wenn die Hallenser Favorit waren, mit dem Schwung der letzten Spiele hofften die Duisburger auf drei Punkte. So kam was kommen musste. Die Bulls spielten defensiv stark und diszipliniert und die Füchse fanden kein Durchkommen. In der 42. Minute wurde dann der Spielverlauf etwas auf den Kopf gestellt, als Nathan Burns auf Zuspiel von Francis die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Die Füchse verstärkten die Offensivbemühungen, blieben aber immer wieder hängen bis zur 58. Minute. Da gelang David Cespiva endlich der Ausgleich aber die Freude hielt nur ganze 78 Sekunden. Mit einer Einzelaktion erzielte Chris Francis das zweite Tor der Bulls und entschied damit die Partie.

Icefighters Leipzig – Crocodiles Hamburg 4:3 (1:1, 3:1, 0:1)

Die Leistung der Hamburger war unfassbar. Mit ganzen elf Feldspielern waren sie angereist und trotz dieser Schwächung lieferten sie den Icefightern einen heroischen Kampf, der am Ende nur knapp verloren wurde. Im ersten Drittel waren die Crocos sogar gleichwertig, konterten den schnellen Rückstand von Niklas Hildebrand in Unterzahl (4.) mit dem Ausgleich durch Daniel Lupzig (7.). In der 26. Minute brachte Gianluca Balla seine Farben erneut in Führung, ehe ein Dreifachschlag innerhalb von drei Minuten die Partie zugunsten der Icefighters entschied. Florian Eichelkraut (30., 33.) und Stefan Tramm (32.) brachten die Leipziger mit 4:2 in Führung. Die konditionsstarken Hamburger verkürzten in der 53. Minute durch Lennart Palausch im Powerplay auf 3:4, danach hatten beide Mannschaften ihr Pulver verbraucht.

Herner EV  - Rostock Piranhas 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

Die nur 860 Zuschauer in der Hannibal-Arena brauchten am Ende ihr Kommen nicht bereuen. Ihr HEV war siegreich und sie hatten ein sehr spannendes Spiel gesehen, wobei die Rostocker einen gehörigen Anteil hatten. Dabei hatte es Anfang nach einem Herner Schützenfest ausgesehen, brachte ihr Kanadier Patrick Asselin seine Farben doch bereits nach 30 Sekunden mit 1:0 in Führung. Ebenso so schnell der Gastgeberstart in die zweiten zwanzig Minuten. Nach 89 Sekunden traf Denis Fominych zum 2:0 für den HEV. Kevin Piehler schaffte in der 30. Minute den Anschluss, Patrick Kuhnekath erzielte kurz darauf in der 38. Minute das 3:1. Als Constantin Koopmann in der 49. Minute wiederum verkürzte, schien der HEV-Sieg in Gefahr aber mit Glück und Können verhinderten die Gysenberger das 3:3 und die damit drohende Verlängerung.

Moskitos Essen – Preussen Berlin 9:2 (2:1, 3:0, 4:1)

Die Berliner wehrten sich verzweifelt, waren am Ende aber chancenlos und können sich bei den Essenern und bei den Keepern Erik Reukauf und Morten Braun bedanken, dass es nicht zweistellig wurde, was bei einem Schussverhältnis von 52:16 auch logisch gewesen wäre. Die Tore der hoch überlegenen Moskitos schossen Veit Holzmann (10., 48.), Nicolas Strodel (16.), Nicholas Miglio (32., 35.), Julian Airich (33.), Thomas Gauch (42.), Stephan Kreuzmann (48.) und Aaron McLeod (53.), für die unterlegenen Berliner waren Lukas Ogorzelec (2.) und Jakub Rumpel (57.) erfolgreich. Zu erwähnen wäre noch, dass das erste Tor und das letzte Tor der Partie von Berlin geschossen wurden und sich der Berliner Daniel Bozinis eine Fünfer plus Spieldauer abholte und für die nächste Partie am Sonntag gegen die Hannover Indians gesperrt ist.

Hannover Indians – Hannover Scorpions 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Doppelte Premiere am Pferdeturm. Den einheimischen Indians gelang der erste Punktsieg gegen den geografischen Nachbarn in dieser Spielzeit, wenn man mal das 5:0 aus der Vorbereitung ausnimmt und die Gäste brachten erstmalig in dieser Saison kein Tor zustande. Interessant am Ende das Schussverhältnis, das viel über das Spiel aussagt. Die Indians gewannen diese Statistik mit 34:33 (13:8,16:8,5:17), wobei die 4608 Zuschauer ein Spiel zu sehen bekamen, das von der Qualität an der DEL2-Grenze kratzte. Die Tore der Indians erzielten Thore Weyrauch (35.), Andreas Morczinietz (50.) und Igor Bacek (53.).

Harzer Falken – Tilburg Trappers 2:10 (1:1, 1:5, 0:4)

Ein Königreich für einen Torjäger, das werden sich die anwesenden 515 Zuschauer gedacht haben. Dabei sah es im ersten Drittel noch ganz annehmbar für die Falken aus. Verteidiger Nico Ehmann traf in der zwölften Minute zum 1:0 für die Gastgeber und diesen Rückstand glichen die Gäste in der 19. Minute durch ihren Torjäger Kevin Bruijsten aus. Auch im zweiten Drittel blieb es zunächst spannend. Nardo Nagtzaam spielte seine Torjägerqualitäten aus, traf in der 27. Minute in Unterzahl und 32. Minute zum 3:1 für die Trappers aber Bobby Sokol antwortete noch in der gleichen Minute mit dem 2:3. Die Entscheidung fiel dann in den letzten fünf Minuten des Mitteldrittels. Mitch Bruijsten (36.40.) und Floris van Elften (37.) erhöhten auf 6:2 und damit war das Spiel entschieden. IM letzten Mittel versuchten die Harzer mit allen Mitteln dagegenzuhalten aber ihnen fehlte schlicht die Kraft und ab der 50. Minute wurde es bitter. Kevin Bruijsten (53.), Ivy van den Heuvel (55.), Brock Montgomery (55.) und Reto de Hondt (58.) erhöhten am Ende auf ein unfaires 10:2 für die niederländischen Gäste.

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