Hannover Indians zementieren Platz drei mit Sieg gegen Tilburg Trappers nur noch fünf Punkte vor den Scorpions

Läuft beim EVD: André Huebscher hat beste Laune nach seinem Overtime-Treffer gegen den Herner EV. Der sechste Füchse-Erfolg in Serie. (Foto: Roland Christ)Läuft beim EVD: André Huebscher hat beste Laune nach seinem Overtime-Treffer gegen den Herner EV. Der sechste Füchse-Erfolg in Serie. (Foto: Roland Christ)
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Damit ist eine volle Hütte und jede Menge Spannung garantiert. Die Indians selbst zementierten ihren dritten Platz mit dem Erfolg. Freude in Essen. Nach den zuletzt nicht so erfolgreichen Wochen konnte jetzt Platz vier zurückerobert werden, nachdem Hamburg unterlag und Halle spielfrei war. Herne hätte auf diese beiden Teams aufschließen können, holte an der Wedau jedoch nur einen Punkt und spürt den heißen Atem der Füchse bereits im Nacken, die Blut geleckt haben und vom HEV nur noch fünf Punkte entfernt sind. Allerdings haben auch die knapp hinter den Füchsen stehenden Leipziger und Rostocker gewonnen, so dass sich hier noch einiges verschieben kann. Auf den Rängen elf bis 13 wird sich dagegen nichts mehr tun, außer die Berliner Preussen treten eine Siegesserie an und machen den Harzer Falken den vorletzten Platz noch streitig.

EC Hannover Indians – Tilburg Trappers 4:3 (0:2, 2:0, 1:1, 1:0) n.P.

Das Spitzentreffen des Tages bot, wenigstens in Teilen, spielerischen Glanz und vor allem Spannung pur. Wie mittlerweile üblich gingen die Niederländer früh in Führung. Max Hermens (2.) und Mickey Bastings (3.) brachten ihre Farben schnell mit 2:0 in Front, aber die Indians wollten sich nicht unterkriegen lassen und vor allem auch das 3:6 gegen Erfurt wieder gutmachen. Branislav Pohanka (23.) und Robert Peleikis (27.) glichen aus. Nach verteiltem Spiel schienen die Indians auf die Siegerspur einzuschwenken, als Neuzugang Arnoldas Bosas in der 54. Minute die Indianer in Führung brachte, aber eine Unaufmerksamkeit in der Defensive bescherte die Trappers in der 58. Minute den verdienten Ausgleich. Trotz klarster Chancen in der Verlängerung schafften die Niederländer nicht das 4:3 und wurden dann im Penaltyschießen dafür bestraft, weil nach sieben Fahrkarten ausgerechnet Robert Peleikis mit einem Penalty der Marke „abgezockt“ für die Entscheidung zugunsten der Indians sorgte.

Harzer Falken – Icefighters Leipzig 0:7 (0:2, 0:2, 0:3)

Es ist schon komisch im Harz. Wenn man sich die Schussstatistik ansieht, dann halten die Falken meistens mit, nur an der Effizienz mangelt es extrem. Während Braunlages Keeper Fabian Hönkhaus von 44 Leipziger Schüssen nur 37 abwehren konnte (84,1 Prozent), konnte Leipzigs Keeper Benedict Roßberg einen Shutout feiern. Die Tore der Icefighters markierten Damian Schneider (11., 31.), Kenneth Hirsch (12.), Florian Eichelkraut (25., 47.), Neuzugang Ryan Warttig (42.) und Niklas Hildebrand (53.)

Füchse Duisburg – Herner EV 4:3 (1:2, 2:0, 0:1, 1:0) n.V.

Die Füchse wollen scheinbar das Feld von hinten aufrollen. Der Sieg gegen den geografischen Nachbarn war nun schon der sechste Sieg in Folge und wenn das so weitergeht, dann könnte am Ende sogar noch Platz vier in Reichweite kommen. Zunächst kamen fast 1600 Zuschauer in die Kenston-Arena und sie bekamen eine Partie zu sehen, wie sie spannender kaum sein kann. Bereits nach fünf Minuten führten die Füchse nach einem Tor von Alexander Spister mit 1:0. Die langsam in Fahrt kommenden Herner schlugen noch im gleichen Drittel zurück, drehten das Ergebnis. Patrick Asselin (11.) und Dennis Thielsch (16.) trafen zum 2:1 für den HEV. Was wären die Duisburger ohne ihren Fabel-Ausländer Pavel Pisarik? Dieser zeigte seinen Wert für die Gastgeber im zweiten Drittel, als er höchstpersönlich innerhalb von 110 Sekunden aus dem 1:2 ein 3:2 machte. Seine Saisontore 39 und 40. Mit diesem Spielstand ging das Geschehen weiter bis zur 55. Minute, dann machte Markus Marsall mit dem 3:3 den Drei-Punkte-Hoffnungen der Gastgeber ein Ende. Es ging in die Verlängerung und da hatten die Füchse mit André Huebscher in der 63. Minute den Game-Winner in ihren Reihen.

Moskitos Essen – Black Dragons Erfurt 5:1 (0:0, 3:1, 2:0)

Ein klarer Erfolg der Stechmücken, die in dieser Partie permanent drückten und lediglich durch Abschlussschwächen ein höheres Ergebnis verpassten. Entscheidend für den Erfolg gegen eine bis zur 33. Minute sattelfesten Erfurter Abwehr war ein kompletter, 89 Sekunden dauernder Blackout der schwarzen Drachen. In dieser Zeit trafen Aaron McLeod, Moritz Israel und Andre Gerartz und es stand folgerichtig 3:0. Immerhin konnten sich die Black Dragons noch zu einem erfolgreichen Angriff in der letzten Minute des zweiten Drittels aufraffen, den schließlich Oliver Kämmerer abschloss. Im letzten Drittel ging der Sturmlauf der Moskitos weiter und wurde mit zwei Toren belohnt, als McLeod (53.) und Gerartz (58.) erfolgreich waren.

Rostock Piranhas – Crocodiles Hamburg 3:2 (1:0, 2:2, 0:0)

Was ein schnelles Tor alles im Kopf freimachen kann? Nach dem 1:0 nach 87 Sekunden durch Michal Bezouska zeigten die Rostocker cleveres Defensiveishockey und wurden mit der Drittelführung belohnt. Eine Strafe für Rostocks Kröber wurde von Dominik Lascheit mit dem 1:1 bestraft, aber die Piranhas hatten die richtige Antwort. Tomas Kurka schoss sie bereits eine halbe Minute nach dem Ausgleich wieder in Führung. Als Bezouska in der 27. Minute sogar das 3:1 erzielte, schien eine Vorentscheidung gefallen, aber die mit nur 14 Mann angetretenen Hamburger machten es durch Lennart Pallausch (31.) mit dem 2:3 wieder spannend. Allerdings blieb es trotz aller Offensivbemühungen auf beiden Seiten bei diesem Ergebnis.

Preussen Berlin – Hannover Scorpions 2:8 (0:1, 2:4, 0:3)

Ohne jede Chance waren die Berliner Preussen im Spiel gegen den Tabellenzweiten der Liga. Die Scorpions beherrschten den Gegner und schossen in regelmäßigen Abständen acht Tore durch Sebastian Lehmann (6.), Dennis Arnold (23.), Marian Dejdar (24., 39.), Björn Bombis (24.), Sean Fischer (46.), Chad Niddery (50.) und Dennis Schütt (57.). Rekordverdächtig: Den Scorpions gelangen im zweiten Drittel innerhalb von 61 Sekunden drei Tore und die Preussen schossen ebenfalls im Mitteldrittel durch Justin Ludwig (31.) sogar ein Tor in Unterzahl zum 2:4. Den ersten Berliner Treffer markierte Josh Rabbani (27.).

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