Hannover Indians stürmen die Trappers-FestungSchützenfest in Mellendorf – Herne gewinnt Ruhrderby

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Diese feierten ein Schützenfest gegen die gebeutelten Limburger, konnten sich aber Halle nicht wirklich nähern, weil diese aus einem 0:3 noch ein 5:3 in Krefeld machten. Damit überholten die Indians die coronabedingt spielfreien Leipziger, nehmen jetzt, bei zwei Spielen mehr, punktgleich den vierten Platz ein. Ebenfalls erst 29 Spiele hat Hamburg absolviert, musste am Sonntag die im Ruhrderby siegreichen Herner bis auf einen Punkt herankommen lassen. Zehn Zähler dahinter Erfurt, dass die Herforder Niederlage in Rostock nutzte, um am HEV vorbeizuziehen. Das gleiche Spielchen um Platz zehn. Essen verlor und Rostock überholte die Moskitos, nimmt jetzt wieder Rang zehn ein.

Tilburg Trappers – Hannover Indians 4:5 (0:2, 3:1, 1:1, 0:1) n.V.  

Eine echte Überraschung. Die Indians, deren Offensive am Freitag in Mellendorf noch versagte, zeigte auf einmal, dass sie durchaus in der Lage ist, mit den Topteams der Liga, auch auswärts, mitzuhalten. Nach ausgeglichenem Start begann die Partie richtig mit der One-Man-Show des Igor Bacek. Der (noch) 35jährige Slowake überwand Ruud Leeuwesteijn gleich zweimal, brachte seine Farben mit 2:0 in Führung. Die Folge: Geschockte Niederländer, die sich in die Kabine retten mussten. Dort wird es etwas lauter geworden sein, denn die Trappers kamen mit Verve zurück und schockten ihrerseits die Indians mit einem Dreifachschlag. Das mussten die Indians, vor allem Keeper David Böttcher-Miserotti, erst einmal verkraften, war dies doch seit Anfang Dezember sein erst zweiter Auftritt. Und die Gäste kamen psychisch gestärkt wieder zurück und drehten das Ergebnis, wobei das 4:3 kurz nach der zweiten Drittelpause fiel. Nach dem erneuten Ausgleich neutralisierten sich beide Teams, gingen in die Verlängerung und hier war es eine schöne Kombination über Gibbons und Strakhov, die schließlich Jayden Schubert mit seinem achten Saisontor entschied. Bei den Indians überzeugten noch Parker Bowles mit drei Vorlagen, sowie Igor Bacek, Andrej Strakhov und Kyle Gibbons mit zwei Punkten und Keeper David Böttcher-Miserotti. Bei den kampfstarken, aber manchmal zu ungestüm agierenden Hausherren überzeugten Max Hermens (3 Punkte), Jordy Verkiel und Brett Bulmer mit je zwei Punkten. Verlierer des Tages war der zweite Trappers-Block, der keinen Punkt holte aber mit minus 10 aus der Plus/Minus-Wertung ging.

Tore: 0:1 (11:46) Igor Bacek (Bowles, Böttcher Miserotti), 0:2 (15:46) Igor Bacek (Bowles, Hertel), 1:2 (20:33) Raymond van der Schuit (Hermens, Bulmer), 2:2 (24:29) Kevin Bruijsten (de Bonth, Bastings), 3:2 (25:13) Max Hermens (Verkiel, Bulmer), 3:3 (31:36) Nico Turnwald (Pohanka, Bowles), 3:4 (40:43) Branislav Pohanka (Gibbons, Strakhov 5-3), 4:4 (42:57) Jordy Verkiel (Hermens, Bastings 5-4), 4:5 (61:07) Jayden Schubert (Strakhov, Gibbons)

Hannover Scorpions – EG Diez-Limburg 14:4 (5:0, 4:1, 5:3)  

Tag der offenen Tür in Mellendorf. Nach dem Sparkurs vom Freitag wurden am Sonntag alle Schleusen geöffnet und es fielen gleich 18 Tore, davon 14 für die Gastgeber. Wer jedoch eine Strafzeitenflut erwartet hatte, lag völlig falsch. Das Schiedsrichterduo Michael Fendt/Ali Soguksu hatte einen geruhsamen Abend, musste nicht eine Strafzeit aussprechen. Für die Scorpions, die den höchsten Sieg seit dem 15:1 gegen Preußen Berlin im Februar 2019 feierten, holten Tyler Gron, der zum dritten Mal in dieser Saison drei Tore schoss, Mike Hammond, dem zum siebten Mal in dieser Saison drei Assist gelangen und Louis Trattner, dem erstmals in seiner Karriere drei Tore gelangen, jeweils fünf Punkte. Für die tapferen Limburger, die gerade einmal mit zehn Feldspielern angereist waren, und bei denen bis auf Wächtershäuser und Ketter alle Spieler zu Punkteehren kamen, zeigte Noureddine Bettahar mit drei Assist die beste Leistung. 

Tore: 1:0 (04:22) Tyler Gron (Valery Trabucco, Pietsch), 2:0 (07:43) Victor Knaub (Thomson, Kabitzky), 3:0 (14:42) Julian Airich (Just, Kabitzky), 4:0 (15:56) Thomas Supis (Reiß, Just), 5:0 (18:27) Andre Reiß (Supis, Airich), 6:0 (27:46) Mike Hammond, 6:1 (28:04) Nico Lehtonen (Slaton, Bettahar), 7:1 (29:32) Thomas Supis (Klöpper, Just), 8:1 (32:40) Louis Trattner (Pietsch), 9:1 (36:28) Tyler Gron (Valery Trabucco, Hammond), 9:2 (41:13) Paul König (Bettahar), 10:2 (41:25) Mike Hammond (Gron, Trattner), 11:2 (41:51) Louis Trattner (Pietsch, Hammond), 11:3 (42:05) David Lademann (Bettahar, Valenti), 12:3 (44:27) Louis Trattner (Pietsch, Gron), 12:4 (51:32) Henry Wellhausen (Krymskiy, Lehtonen), 13:4 (58:26) Andre Reiß (Klöpper, Airich), 14:4 (59:16) Tyler Gron (Hammond, Trattner)

Krefelder EV U23 – Saale Bulls Halle 3:5 (1:0, 2:2, 0:3)  

Zwar hatten am Ende die cleveren Gäste die Nase vorn, aber davor mussten sich am Ende ganz schön zusammenreißen, um nicht ein blaues Wunder zu erleben. Der Krefelder Nachwuchs ärgerte jedenfalls den Tabellenführer, ging sogar mit 3:0 in Führung und konnte diesen Vorteil volle 23 Minuten erfolgreich verteidigen. Danach übernahmen die physisch stärkeren Bulls das Kommando. Bester Heimakteur war Ty Kolle, bei den Gästen überzeugten Tatu Vihavainen, Joonas Niemelä und Patrick Schmid.

Tore: 1:0 (18:31) Ty Kolle (Mahkovec, Hauf 5-4), 2:0 (20:24) Marcel Mahkovec (Maierhofer, Hauf), 3:0 (26:29) Ty Kolle (Mahkovec, Ehrich 5-3), 3:1 (36:00) Niklas Hildebrand (Stas, Schmidt), 3:2 (36:29) Joonas Niemelä (Halbauer, Vihavainen), 3:3 (49:39) Patrick Schmid (Vihavainen, Schütt 5-4), 3:4 (56:09) Jannik Striepeke (Fomin, May), 3:5 (59:04) Tatu Vihavainen (Niemelä, Valasek)

Herner EV Miners – Moskitos Essen 7:1 (2:0, 3:1, 2:0)  

Ein hochüberlegener Erfolg der Herner, die sich damit für die 2:5 Heimniederlage in der ersten Runde vom 17. Oktober revanchierten. Für die spielfreudigen HEV-Cracks waren Marcus Marsall, Alexander Komov und Denis Fominych mit jeweils drei Punkten die besten Scorer. Bei Essener ragte trotz der sieben Gegentore nur Fabian Hegmann hervor, der mit 63 Torschüssen eingedeckt wurde und der somit auf stolze 88,9 Prozent Fangquote kam. Zu erwähnen wäre noch, dass die Iserlohner Leihgabe Marlon Polter in der 56. Spielminute bei seinem 14. Auftritt seinen ersten Assist in der Oberliga schaffte.

Tore: 1:0 (06:13) Kevin Orendorz (Peleikis, Marsall), 2:0 (13:36) Marcus Marsall (Orendorz, Elten), 3:0 (24:06) David Kirchhoff (Marsall, Komov), 3:1 (25:38) Lukas Mannes (Zajic, Lamers), 4:1 (32:34) Denis Fominych (Komov), 5:1 (33:09) Alexander Komov (Elten, Fominych), 6:1 (55:37) Dennis Swinnen (Polter, Ziolkowski), 7:1 (59:48) Denis Fominych (Peleikis, Wilenius)

Rostock Piranhas – Herforder EV 6:2 (0:1, 4:0, 2:1)  

Nach vier Niederlagen endlich wieder ein Sieg, der auch deutlich und verdient war. Allerdings zeigten sich die Herforder in dem fairen Spiel mit insgesamt nur acht Strafminuten lange Zeit gleichwertig, hatten aber das Problem, dass ihre Startrio Rinke, Begovs, Biezaijs lange Zeit abgemeldet war. Nicht so die Kontingentspieler bei Rostock. Vor allem von Ungern-Sternberg glänzte wieder als Torschütze und auch Maylan und Balla zeigten mit jeweils zwei Scorerpunkten ihren Wert für den REC. Jesse Dudas konnte sogar drei Punkte für sich verbuchen.

Tore: 0:1 (06:26) Ralf Rinke (Begovs, Biezaijs), 1:1 (20:59) Tom Pauker (Koopmann, Dudas), 2:1 (29:11) Constantin Koopmann (Dudas, Pauker), 3:1 (35:45) Florian Kraus (Balla, Dudas), 4:1 (39:28) Mark Ledlin (Balla, Gerstung), 5:1 (50:55) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Morgan), 6:1 (58:04) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Ladusch), 6:2 (59:41) Quirin Stocker (Biezaijs, Reckers)

Black Dragons Erfurt – Hammer Eisbären 10:1 (5:1, 4:0, 1:0)   

Eine eindeutige Sache für die Erfurter, die mit dem zweistelligen Erfolg ihren Anspruch auf Platz acht untermauerten. Hauptakteur der Begegnung war Erste-Reihe-Stürmer Maurice Keil, dem ebenso wie seinem Mannschaftskollegen Louis Anders vor kurzem, vier Tore gelangen, wobei Keil sogar alle vier im ersten Drittel schoss. Damit verbesserte er seinen Saisonrekord von drei Toren, erzielt am 19.11.21 gegen die Scorpions, um ein Tor und er verbesserte sich in der Scorerliste von Rang 65 auf 48. Mit herausragend auch Thomas Schmid und Kyle Beach. Beide holten sogar fünf Scorerpunkte. 

Tore: 1:0 (00:23) Maurice Keil (Gerartz, Schmid), 2:0 (05:28) Maurice Keil (Beach, Schmid 5-4), 2:1 (06:01) Artyom Alexandrov (Limböck, Junge), 3:1 (08:07) Maurice Keil (Schmid, Beach), 4:1 (12:28) Maurice Keil (Gerartz, Beach), 5:1 (15:36) Kyle Beach (Fischer, Schmid), 6:1 (25:16) Louis Anders (Wunderlich, Fischer), 7:1 (26:55) Tobias Banach (Herrschaft, Gulda), 8:1 (37:39) Andre Gerartz (Beach, Schmid), 9:1 (39:51) Sean Fischer (Bosas, Schüpping), 10:1 (46:05) Felix Schümann (Fischer, Bosas)

Hammer Eisbären – Icefighters Leipzig verschoben


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