Hannover Indians springen nach Kleiner Siegesserie auf Platz vierNur 0,02 Punkte Differenz zwischen vier und sieben

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Die Hannover Indians gewannen wie die Crocodiles Hamburg und überholten Erfurt, das nicht in Herford antreten durfte. Gleich hinter Erfurt blieb Herne. An der Tabellenspitze erhöhten die Hannover Scorpions ihren Vorsprung wieder auf 0,29 Punkte. Genau diese Punktzahl haben die Leipziger Rückstand auf Herne, so dass sie jetzt eine kleine Siegesserie brauchen, wenn sie noch eine Chance auf Platz sechs haben wollen. Um die zwei Pre-Play-off-Plätze 9 und 10 rangeln sich weiterhin Diez-Limburg, Herford, Krefeld und Rostock. Abgeschlagen und komplett aus dem Rennen ist mittlerweile Hamm.

Hannover Indians – Icefighters Leipzig 4:2 (2:0, 2:0, 0:2)

Der Siegeszug der Indians, begünstigt durch vier Heimspiele in folge, geht weiter. Auch gegen stark ersatzgeschwächte Leipziger, sie kamen mit nur elf Feldspielern an den Turm, gab es einen klaren Erfolg und zur Belohnung einen Sprung auf Platz sechs auf vier. Allerdings ist dieser äußerst fragil, denn der siebtplatzierte Herner EV liegt nur 0,02 Punkte zurück und am Sonntag müssen die Indians nach Hamburg und die Elbestädter stehen mit ebenfalls 1,74 Punkten nur einen Platz hinter Hannover. Die Indians, die auf den verletzten Michael Burns verzichten mussten und mit Keeper David Zabolotny wieder antraten, führten nach dem ersten Drittel nach Toren von Igor Bacek (4.) und Branislav Pohanka (17.) mit 2:0. Im zweiten Drittel entschied ein konsequentes Powerplay bereits die Begegnung. Innerhalb von nur 20 Sekunden wanderten die Leipziger Eichelkraut und Israel auf die Strafbank und diese personelle Überlegenheit wurde von den Indians-Stürmern Parker Bowles (27.) und Brett Bulmer (28.) zum 4:0 ausgenutzt. Danach gingen die Hausherren in den Verwaltungsmodus über, mussten im dritten Drittel zwar noch zwei Gegentore, geschossen von Michal Velecky (43.) und Sofiene Bräuner (57.) hinnehmen, waren aber nie wirklich gefährdet. Traurige Meldung am Rande. Kapitän Branislav Pohanka musste das Eis mit einer Verletzung verlassen, ein Einsatz am Sonntag ist ungewiss.

Rostock Piranhas – Crocodiles Hamburg 4:6 (2:0, 1:1, 1:5)

Die Rostocker kommen einfach nicht von der Stelle, auch begünstigt stellenweise durch katastrophale Drittel. So geschehen am gestrigen Freitagabend, als man selbst einen 4:1-Vorsprung gegen die Hamburger Crocodiles nicht über die Ziellinie retten konnte. Im ersten Drittel waren die Piranhas leicht besser, konnten sogar einen 2:0-Vorsprung erarbeiten. Die Tore markierten Tom Pauker (17.) und Sean Morgan (20.). Im Mitteldrittel erhöhte Lukas Koziol (27.) auf 3:0, ehe Thomas Zuravlev (30.) mit dem 1:3 ein erstes Hamburger Lebenszeichen von sich gab. Als Christian Bauhof in der 44. Minute auf 4:1 für die Gastgeber erhöhte, da schien die Partie zugunsten der Ostseestädter entschieden, aber jetzt kamen die Hamburger, auch begünstigt durch nervöses Rostocker Spiel richtig in Fahrt. Ein doppeltes Powerplay nutzte Norman Martens (47.) zum 2:4. Völlig von der Rolle gerieten die Rostocker nach dem Hamburger Doppelschlag in der 52. Spielminute, als Tobias Bruns und Victor Östling ausglichen. In der 57. Minute gelang Dominik Lascheit gar das 5:4 für die Hamburger und 47 Sekunden vor Schluss, Rostocks Torhüter Nils Velm hatte sein Gehäuse verlassen, erhöhte Harrison Reed mit einem Empty-Netter noch auf 6:4 für die Gäste.

EG Diez-Limburg – Hannover Scorpions 3:6 (0:2, 2:2, 1:2)

Die Scorpions wollten die drei Punkte und das zeigten sich recht eindrucksvoll, auch wenn die Diezer am Ende auf ein Schussverhältnis von 45:37 kamen. Aber der Tabellenführer war nicht nur effizient, er zeigte sich auch gnadenlos beim Powerplay, denn er bekam nur eine Chance und die wurde genutzt: Endquote 100 Prozent, während die Diezer sich mühten, aber am Ende stand in dieser Disziplin die Null. Im ersten ausgeglichenen Drittel gingen die Scorpions durch Robert Peleikis (7.) und Fedor Kolupaylo (17.) mit 2:0 in Führung. Mike Glemser (26.) und Christoph Höhenleitner (28.) trafen zum 4:0. Dann traten auch die Hausherren als Torschützen in Erscheinung. Kyle Brothers (29.) und Alexander Seifert (31.) verkürzten auf 2:4. Für Seifert war es das erste Saisontor, und er hatte es angedeutet, hatte er doch in den letzten beiden Begegnungen schon mit einem Assist geglänzt. Im Abschlussdrittel spielten die Gäste ihren Vorsprung geduldig und ausgekocht über die Zeit, blieben dabei immer gefährlich und kamen noch zu zwei Toren. Patrick Schmid (50.) erzielte das anfangs erwähnte einzige Überzahltor und Tomi Wilenius setzte in der 60. Minute mit dem 6:3 den Schlusspunkt. Zuvor hatte Mark Zajic (51.) auf 3:5 verkürzt und als Victor Knaub nach einer Rangelei mit Jeff Feering für vier Minuten alleine auf die Strafbank musste, hätte es Diez noch einmal spannend machen können, aber die EGDL verpasste diese Gelegenheit.

Herner EV – Hammer Eisbären 7:0 (0:0, 2:0, 5:0)

Ein hochverdienter Sieg des HEV, der jedoch um einige Tore zu hoch ausfiel. Die letzten vier Treffer fielen nämlich erst, als den tapferen Hammern die Kräfte ausgingen. So fiel das erste Tor des Tages erst in der 37. Minute, als Nils Liesegang eine Vorlage von Marsall nutzte. Zwei Minuten später erhöhte Patrick Asselin auf 2:0 und in der 42. Minute Nico Kolb gar auf 3:0. Danach war zwölf Minuten Ruhe, ehe sich nacheinander Dominik Piskor (55.), 16 Sekunden später Rene Behrens (55.), weitere 24 Sekunden später Christoph Ziolkowski (56.) und Marcus Marsall (57.) in der Spieltorschützenliste verewigten.


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