Hannover Indians mit blauem Auge davon gekommenSieg gegen Preussen nach 0:2-Rückstand

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Bevor jedoch die drei Punkte in den nachweihnachtlichen Sack gesteckt werden konnten, wurden die Zuschauer wieder durch ein Wechselbad der Gefühle getrieben. Die wiederum auftretende Sturmschwäche sollte möglichst bald abgestellt werden, damit auch die Herzinfarktgefährdeten wieder zu den Indians gehen können. Von Anfang an ging das Spiel in Richtung Preussen-Tor, dass im Übrigen ausgezeichnet von Olafr Schmidt verteidigt wurde. 16 Mal wurde Schmidt in den ersten zwanzig Minuten geprüft, fünfmal nur sein Pendant Niklas Deske, aber an der Anzeigetafel stand es 0:2. Nach dem die erste Indians-Offensive überwunden war, zeigten die Preussen, dass sie ihr Überzahlspiel durchaus beherrschen. Justin Ludwig ließ sich von Rabbani anspielen und vollendete zum 0:1. Angesichts des vorherigen überlegenen Spielhergangs wirkten die Indians geschockt und die Gäste wussten dies auszunutzen. Der an diesem Tage zwar etwas raubeinig auftretende, aber auch spielfreudige Julian van Lijden ließ nach Vorarbeit von Ludwig das 0:2 folgen und hinterließ fragende Gesichter. Nicht nur beim Publikum, auch bei der sportlichen Leitung der Hannoveraner.

Im zweiten Drittel kein anderes Bild. Die Preussen verteidigten, wie zu erwarten war, massiv ihren durchaus komfortablen Zweitorevorsprung, wobei dieser schnell um 50 Prozent schmolz. Jörg Arnold, in den letzten Wochen durchaus einer der Lichtblicke in einer verunsicherten Indians-Mannschaft verkürzte bereits in der 23. Minute auf 1:2. Dabei blieb es jedoch, da die Anzahl der abgegebenen Schüsse auf das Preussen-Tor auf 30 anstieg, aber die Gästedefensive plus ihrem Torwart mit Können und Glück weitere Einschläge verhindern konnte.

Zum Glück für die Gastgeber zeigten sich die Schützlinge von Indians-Coach Tobias Stolikowski zu Beginn des dritten Abschnitts einsichtig. Es dauerte gerade einmal vier Minuten und dann auch noch im Doppelpack. Erst traf endlich wieder einmal Abwehrspieler Robert Peleikis, diesmal in Überzahl und eine halbe Minute später brachte Carsten Gosdeck endlich einmal den Favoriten in Führung. Wie schon gegen FASS Berlin zeigten sich die Hannoveraner angesichts der herausgespielten Führung keineswegs als gefestigt. Es war ein Zitterspiel, zumal die Preussen, die drohende Niederlage vor Augen, ihr Defensivspiel aufgaben und sich häufiger in die hannoversche Zone begaben. Als dann auch noch Indians-Stürmer Gosdeck sechs Minuten vor Schluss auf die Strafbank musste, da begann das große Zittern, doch diesmal passierte nichts. Die Indians überstanden die kritische Zeit und hatten dann endlich auch einmal Glück. Der gerade von der Bank zurückgekehrte Carsten Gosdeck ließ sich von Pohanka und Neuzugang Bovenschen bedienen und es stand 4:2. Damit war das Spiel fast entschieden aber wer die kanadische Mentalität von Preussens-Trainer Lenny Soccio kennt, der weiß, dass dieser alles für den Erfolg versucht. Also zog er seine letzte Option und nahm seinen Keeper vom Eis aber es half nichts. Peleikis bestrafte die Handlung mit seinem zweiten Tor und dem endgültigen 5:2.

Tore: 0:1 (10:11) Ludwig (Rabbani/5-4), 0:2 (13:41) van Lijden (Ludwig), 1:2 (22:26) Arnold (Kraus, Noack), 2:2 (43:40) Peleikis (Lambacher, Grass/5-4), 3:2 (44:12) Gosdeck (Valasek, Pohanka), 4:2 (57:18) Gosdeck (Pohanka, Bovenschen), 5:2 (59:47) Peleikis (Gosdeck, Finkel/ENG). Strafen: Hannover 6, Berlin 10. Zuschauer: 3052.

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