Hannover Indians legen Widerspruch gegen DEB-Entscheidung einGang in die Regionalliga Nord ist denkbar

Die Hannover Indians im Leipziger Kohlrabizirkus – auch den Icefighters droht der Lizenzentzug in der Oberliga. Beide haben nun Widerspruch eingelegt.  (Foto: dpa/picture alliance)Die Hannover Indians im Leipziger Kohlrabizirkus – auch den Icefighters droht der Lizenzentzug in der Oberliga. Beide haben nun Widerspruch eingelegt. (Foto: dpa/picture alliance)
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Damit wehrt sich der Oberliga-Klub zunächst einmal gegen den DEB, der den Indians, aber auch den Icefighters Leipzig für die Oberliga keine Lizenz erteilt hat. Inwieweit in drei Wochen, wenn die Entscheidung über eine Teilnahme der Indians fallen soll, diese noch zum Tragen kommt, steht im Augenblick in den Sternen. Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass die Hannover Indians in der kommenden Saison in der Regionalliga Nord antreten werden.

Einer der Hauptgründe dafür dürfte sein, dass sich angekündigte staatliche Fördermaßnahmen an Profiligen richten. Das sind im deutschen Eishockey die DEL und die DEL2 – aber eben nicht die Oberliga. Zwar hat sich die Oberliga Nord durchaus in Richtung einer Profiliga entwickelt, wird aber nicht gefördert. Die Vereine fühlen sich daher im Stich gelassen.

Die Hannover Indians argumentieren, dass die zunächst bis Ende August laufende generelle Absage von Veranstaltungen mit über 1.000 Zuschauern bis Ende Oktober verlängert worden ist und man bis heute nicht genau sagen kann, ob diese erste Verlängerung nicht noch weiter ausgeweitet wird. Bei kalkulierten Mindereinnahmen im Bereich der Zuschauer und des Sponsorings gehen die Indians von einem Jahresverlust von 250.000 Euro aus. Nach eigenen Worten lassen sich jedoch Einsparungen im Bereich der – wie der Klub erklärt – vor der Corona-Krise eingegangen Arbeitsverträge und bei weiteren Kostenpositionen nicht umsetzen, so dass von einer Existenzgefährdung gesprochen werden könne.

Laut der Hannover Indians wäre deshalb ein Gang in die Regionalliga eine Chance, den Auswirkungen der Pandemie zu entgehen und vor allem den Verein zu erhalten. Ein Schritt, der besonders auch nach einigen Konkursen in der Vergangenheit verständlich wäre. Ein Vorteil der Regionalliga wäre auch, dass einmal das Startrecht sicher wäre und zum anderen auch die anstehenden Kosten (Personal und Betrieb) deutlich geringer wären. Für die Fans sicherlich nicht schön, aber alle aktuellen Spielerverträge wären vermutlich nichtig, eine neue Mannschaft müsste schnellstmöglich für die vierte Klasse aufgebaut werden.

Sollten die Hannover Indians die Klasse wechseln, dann hätte sich der Vereinszuwachs mit den Teams aus Diez-Limburg, Hamm und Herford – nach den freiwilligen Rückzügen in Duisburg und Essen – wieder ausgeglichen. Da aber auch die Icefighters Leipzig um eine Lizenz und um das Überleben kämpfen, sieht es wohl im Augenblick in der Oberliga Nord so aus, dass die gesamte Liga ins Wanken geraten könnte. Ein Domino-Effekt droht, da beide Mannschaften, Indians wie Leipzig, reisefreudige Anhänger besitzen mit denen die restlichen Vereine sicherlich kalkulieren. Dazu kursiert das Gerücht, dass der Herner EV als Nachrücker für die Bietigheim Steelers infrage kommen soll, die wiederum (zunächst) keine Lizenz in der DEL2 bekommen haben.


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