Hannover Indians gewinnen Verfolgerduell bei den MoskitosTrappers unterliegen Crocodiles – und sammeln 10.915 Euro für die Hamburger

Die Hannover Indians konnten sich über einen Auswärtssieg in Essen freuen. (Foto: dpa/picture alliance)Die Hannover Indians konnten sich über einen Auswärtssieg in Essen freuen. (Foto: dpa/picture alliance)
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Freude dagegen bei den Hannover Indians, die das peinliche 3:6 gegen Erfurt mit einem 2:0 in Essen vergessen machten und sich zumindest für einen Spieltag Platz drei sicherten. Durch die Essener Pleite konnte sich Halle wieder heranschieben. Punktgleich mit den Bulls die Crocos und direkt dahinter, nur einen Punkt getrennt, die wieder erstarkten Herner. Den Leipzigern tat das 3:4 in Halle weh, denn die Konkurrenz aus Rostock und Duisburg gewann ihre Spiele und zog nun mit drei bzw. vier Punkten Vorsprung davon. Die letzten drei der Tabelle verloren ihre Spiele, aber hier sind auf Grund der Punkte die Plätze schon seit Wochen festgemeißelt.

Tilburg Trappers – Crocodiles Hamburg 2:5 (0:3, 1:1, 1:1)

Dass der Niederländer im Allgemeinen gastfreundlich ist, ist bekannt. So sammelten die Gastgeber für ihre finanziell angeschlagenen Gäste und übergaben diesen am Ende einen Scheck über sage und schreibe 10.915 Euro mit nach Hause. So etwas ist großes Kino und sollte auch an dieser Stelle einmal sehr positiv erwähnt werden. Aber auch sportlich wollten die Spieler der Trappers nicht hintenanstehen und sie ließen im ersten Drittel die Gäste bei gleich verteiltem Spiel gewähren und die Hamburger ließen sich nicht lumpen. Tobias Bruns (2.), Moritz Israel (5.) und Josh Mitchell (11.) ließen die 2555 Zuschauer im IJssportcentrum Stappegoor nicht schlecht staunen. In der Tilburger Kabine muss es in der ersten Pause etwas lauter geworden sein, denn ab dem zweiten Drittel berannten die Niederländer das Tor von Hamburgs Keeper Kai Kristian ohne besonders erfolgreich zu sein. Erst gelang Gianluca Balla in der 31. Minute im Powerplay sogar das 4:0 für die Crocodiles, ehe Ryan Collier die drückende Trappers-Überlegenheit mit dem ersten heimischen Tagestor in der 38. Minute umsetzen konnte. Als Lennart Palausch in der 47. Minute mit dem dritten Überzahltor die Powerplay-Quote auf 50 Prozent hochsetzte, war das Spiel endgültig gelaufen. Das letzte Tor des Tages erzielte zwar Reto de Hondt (55.), aber es hatte nur noch statistischen Wert. Es war übrigens die erste Heimniederlage der Tilburger seit dem 22. Dezember 2017, als die Essener Moskitos mit 4:1 gewannen. Witziges Detail am Rande. In den letzten fünf Spielen zwischen den Tilburgern und den Crocodiles fielen immer sieben Tore. Am 17. März 2017 verloren die Trappers 3:4, gewannen danach drei Spiele in Folge und jetzt gab es eben ein 2:5.


Black Dragons Erfurt – Herner EV 4:5 (2:1, 1:2, 1:2)

Dass die Erfurter ernst genommen werden müssen, bewiesen sie nach dem überraschenden Erfolg vom Freitag in Hannover auch im heutigen Spiel, auch wenn es knapp verloren wurde. Viermal gingen die schwarzen Drachen in Führung und es reichte nicht, denn in der 59. Minute traf Markus Marsall für den HEV und das reichte für drei Punkte für die Ruhrpottler. Die Tore der am Ende enttäuschten Thüringer erzielten Reto Schüpping (4.), Oliver Kämmerer (13.,46.) und Tom Fiedler (35.). Die Herner glichen bis zur 52. Minute viermal aus durch Moritz Schug (11.), Cornelius Krämer (32.), Denis Fomynch (39.) und Brad Snetsinger (52.). Das Ganze fand vor nur 517 Zuschauern statt.

Preussen Berlin – Füchse Duisburg 2:6 (0:1, 1:3, 1:2)

Es war die alte Leier. Vor nur noch 110 Unentwegten waren die Berliner optisch gleichwertig, hatten auch ihre Chancen, kamen am Ende aber nur auf zwei Tore, die mit Justin Ludwig (33.,60.) auch noch nur einziger Spieler erzielte. Die mäßig spielenden Füchse brauchten letztendlich noch nicht einmal eine Spitzenleistung, um klar mit 6:2 zu siegen. Die Tore des Siegers schossen Alexander Eckl (7.), Pavel Pisarik (31.,41.), Alexander Spister (32.), Artur Tegkaev (37.) und Lasse Uusivirta (52.).

Saale Bulls Halle – Icefighters Leipzig 4:3 (2:1, 2:2, 0:0)

Das Spiel hatte die Zuschauerzahl verdient. Gute 2325 Zuschauer wollten die Partie sehen und sie wurden nicht enttäuscht, zumindest was die Bulls-Fans angeht. Besonders in den ersten zwei Dritteln ging, was die Torchancen und die erzielten Tore betraf, die Post ab. Halles Verteidiger Eric Wunderlich begann den Torreigen in der vierten Minute, den Leipzigs Stephan Tramm, ebenfalls Verteidiger, bereits zwei Mintuen später mit dem 1:1 ausglich. Auch beim 2:1, erzielt ovn Kai Schmitz in der achten Minute, war ein Defender erfolgreich. Erst das 3:1 von Tim May (23.) war eine Stürmerproduktion. Doch die Leipziger wehrten sich vehement. Bereits 71 Sekunden nach dem 1:3 traf Antti Paavilainen zum 2:3 und noch einmal 90 Sekunden später Florian Eichelkraut zum Ausgleich. Als dann bereits in der 27. Minute Alexander Zille Halle wieder mit 4:3 in Front brachte, ahnte keiner der Anwesenden, das dies bereits das Game Winning Goal war.

Moskitos Essen – EC Hannover Indians 0:2 (0:1 ,0:1, 0:0)

Entweder gibt es für die Moskitos gegen den Angstgegner einen klaren Sieg oder eine Niederlage, die meistens sehr ärgerlich ist. In den letzten neun Heimspielen setzte es gleich vier Niederlagen aber das Torverhältnis lautet 29:17, da die Moskitos gleich vier Siege zu null einfuhren. Auch in dieser Saison zeigten sich die Indians als, spielerisch betrachtet, knüppelharter Gegner, der auch mal auf vier Spieler (Pape, Bovenschen, Michael Knaub und Morczinietz) verzichten kann und nach der peinlichen Niederlage vom Freitag gegen Erfurt seine Lektion trotzdem erfolgreich umsetzte. Entscheidend waren die Überzahlsituationen, wo es insgesamt nur fünf gab und während Essen mit null Prozent versagte, kamen die Indians nach Toren von Lukas Valasek (8.) und Brent Norris (30.) auf 67 Prozent. Zudem zeigte sich Gästekeeper Kevin Beech wieder auf der Höhe und rettete mit zahlreichen Paraden nicht nur den Sieg, sondern auch seinen verdienten Shutout.

Rostock Piranhas – Harzer Falken 4:1 (1:0, 3:0, 0:1)

Der Mann des Tages hieß zu Recht Viktor Beck. Der Deutsch-Kasache, der vor der Saison aus Duisburg gekommen war, traf gegen kämpferisch starke, aber erst im letzten Drittel gleichwertige Harzer dreimal (14., 25., 36.). Das vierte Piranha-Tor markierte Kevin Piehler (26.). Die Harzer kamen durch Artyom Kostyrev (47.) zu ihrem verdienten Ehrentor.

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