Hannover Indians gewinnen Spitzenspiel in HerneIcefighters Leipzig halten überraschend Anschluss

Die Crocodiles Hamburg besiegten die Harzer Falken. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Die Crocodiles Hamburg besiegten die Harzer Falken. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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Während die Tilburg Trappers spielfrei hatten und sich auf das Topduell am Sonntag am Pferdeturm vorbereiten konnten, brauchten die Scorpions schon etwas Power, konnten sich aber letztendlich gegen die Rostock Piranhas durchsetzen. Einzige Freude für die Moskitos: Auch die Herner unterlagen, wenn auch erst nach Verlängerung, so dass die Stechmücken einen Punkt vor dem geografischen Rivalen blieben. Schön für Duisburg. Durch den Erfolg in Erfurt konnte Rostock überholt werden.

Herner EV – EC Hannover Indians 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1) n.V.

Es war ein Spiel, wie man sich Spitzenspiele vorstellt. Knisternder Kampf, höchste Emotionen, überraschend wenig Strafzeiten und schließlich die Entscheidung in der Verlängerung. Im ersten Drittel sahen die 1277 Zuschauer die einheimische 1:0-Führung durch Marcus Marsall in der 13. Spielminute. Der schnelle Indians-Ausgleich im zweiten Drittel nach nur drei Minuten durch Robert Peleikis schien die Herner etwas zu lähmen, die mit Glück das Remis in die zweite Pause retten konnten. Im dritten Drittel waren die Grün-Weiß-Roten wieder voll im Spiel und konnten sich über die 2:1-Führung von Cornelius Krämer in der 47. Minute freuen. Die Führung hielt bis zur 55. Minute, dann hatte Branislav Pohanka ein Einsehen mit den mitgereisten gegnerischen Fans und erlöste diese zunächst mit dem Ausgleich. In der Verlängerung hatten dann die Indians die Hose an, hätten in der 64. Minute fast das 2:3 kassiert um im Gegenzug durch erneut Branislav Pohanka eiskalt zuzuschlagen.

Black Dragons Erfurt – Füchse Duisburg 3:7 (0:2, 0:2, 3:3)

Die bis dato auswärts schwachen Füchse zeigten endlich einmal eine souveräne Partie, so dass am Ende der klare Sieg völlig in Ordnung ging. Bester Akteur der Füchse war Pavel Pisarik, der mit drei Toren (37., 45., 49.) erfolgreich war. Die anderen Duisburger Tore schossen Steven Deeg (7., 55.), Andre Huebscher (19.) und Michael Fomin (25.). Auf Erfurter Seite glänzte Reto Schüpping, der, ebenso wie Pisarik, auf drei Einschüsse (46., 48., 57.) kam.

Icefighters Leipzig – Moskitos Essen 5:4 (1:1, 1:1, 3:2)

Was für beide Mannschaften auf dem Spiel stand, zeigte sich während des Spieles. Beide versuchten diszipliniert, keine Fehler zu machen, kamen insgesamt auf nur 40 Schüsse und trotzdem fielen überraschend viele Tore.  Die 1320 Zuschauer mussten sich bis zur 16. Minute mit dem ersten Tor gedulden, dann schaffte Michal Velecky das 1:0. Die Führung hatte nur eine Minute Bestand, dann glich Artur Lemmer (17.) aus. Das gleiche Spiel im zweiten Drittel. Auch hier fielen zwei Tore auf beiden Seiten innerhalb vor nur 60 Sekunden. Aaron McLeod (29.) brachte Essen in Führung, Stefan Tramm (30.) glich im Gegenzug aus. Nicholas Miglio brachte die Gäste in der 44. Minute erneut in Führung, die diesmal Velecky (48.) ausglich und dann kam der große Auftritt von Florian Eichelkraut, der für Leipzig in der 49. Minute nicht nur das 4:3 schoss sondern in der 55. Minute sogar das 5:3. 76 Sekunden vor Schluss nahm Essens Trainer Frank Gentges seinen Keeper Cerverny vom Eis und hatte auch Glück als Miglio das 4:5 erzielte aber der Treffer fiel neun Sekunden vor Schluss und fiel definitiv zu spät.

Crocodiles Hamburg – Harzer Falken 7:2 (2:1, 2:0, 3:1)

Auch ohne den weggewanderten Reinig zeigten die Hamburger erneut eine starke spielerische Leistung und ließen vor 1445 Zuschauern den Harzer Gästen keine richtige Chance. Für die Crocodiles waren Leo Prüßner (1.,49.), Fabian Calovi (17.), Norman Martens (35.), Josh Mitchell (37.), Brad McGowan (51.) und Patrick Saggau (57.). Die Falken wurden bei 32:38 Torschüssen unter Wert geschlagen, zeigten jedoch nur bei den Spezialisten gute Leistungen, indem sie im Überzahlspiel auf 33 Prozent und im Penaltykilling gute 80 Prozent kamen.

Hannover Scorpions – Rostock Piranhas 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)

Gegen zwei Drittel äußerst stark auftretende Piranhas mussten die Scorpions bis an ihre Leistungsgrenze gehen, um drei Punkte einzuheimsen. Im ersten Drittel fanden die Gastgeber keinen Weg zum 1:0, mussten in den letzten Minuten vor der ersten Pause sogar zittern, als sich drei Scorpions insgesamt nacheinander acht Strafminuten leisteten und die Piranhas an der Führung rochen, diese jedoch nicht realisieren konnten. Das wurde prompt bestraft mit dem 1:0 von Björn Bombis in der 23. Minute, aber die Rostocker glichen umgehend durch Greg Classen 126 Sekunden später aus. Zwei weitere schöne Kombinationen der Rot-Schwarzen brachte das 3:1, als erst in der 34. Minute Dennis Arnold und in der 38. Minute Andrej Strakhov den Favoriten in Front brachten. Die Rostocker mussten dann im letzten Drittel ihrem Powereishockey Tribut zollen, mussten sich vermehrt Defensivaufgaben stellen und konnten sich zugutehalten, dass es nur einmal hinter ihrem Keeper Jan Dalgic einschlug. Das vierte Tor erzielte Chad Niddery in der Schlussminute.

Saale Bulls Halle – Preussen Berlin 12:1 (2:0, 6:0, 4:1)

Dieser Einstieg ging komplett in die Hosen. Berlins neuer Deutsch-Kanadier Tyler Bower konnte bei seinem ersten Auftritt in Europa nur zum Teil sein Können zeigen, kam aber sofort zu seinem ersten Assist. 25 Sekunden vor Spielende bediente er Justin Ludwig und dieser überwand Halles Torhüter Justin Schrörs und verdarb diesem den Shutout. Auf der anderen Seite musste Berlins Torhüter Erik Reukauf im Sekundentakt eingreifen und kassierte trotz guten Auftritts acht Gegentore. Dann hatte Preussen-Trainer Uli Egen ein Einsehen mit seiner Nummer 1 und wechselte ihn gegen Morten Braun aus, der von 19 Torschüssen im letzten Drittel immerhin 15 abwehren konnte. Die Tore der hoch überlegenen Bulls erzielten Maximilian Spöttel (20., 51.), Nathan Burns (20., 22., 35., 39.), Marius Stöber (24., 48.), Chris Francis (49.), Tyler Mosienko (34.) und Maximilian Schaludek (53.). 

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