Hannover Indians erobern Rang vier zurückTilburg macht es zweistellig – Herfords Auswärtssieg kommt zu spät

Branislav Pohanka trifft zum 3:1 für die Hannover Indians im Spiel gegen Leipzig.  (Foto: Manfred Schneider)Branislav Pohanka trifft zum 3:1 für die Hannover Indians im Spiel gegen Leipzig. (Foto: Manfred Schneider)
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Die Tilburg Trappers machten es gegen die Black Dragons Erfurt zweistellig und näherten sich damit den Scorpions bis auf 0,04 Punkte. Auch um Platz vier geht es hoch her. Die Hannover Indians überholten nach dem Spiel die Icefighters Leipzig, treffen aber morgen auf die Hannover Scorpions.

Hannover Indians – Icefighters Leipzig 4:1 (2:1, 2:0, 0:0)

Das Spiel des Tages brachte auch bestes Oberliga-Eishockey zu Tage. Beide Teams brachten eine gute Leistung zuwege und nicht umsonst war auch Gästetrainer Sven Gericke nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Er betonte bei der anschließenden Pressekonferenz, dass besonders der fehlende Spielrhythmus das Hauptproblem gewesen war. Das gleich galt allerdings auch für die Hannover Indians, die jedoch von Anfang an wie aufgedreht wirkten und die Leipziger in ihrer Zone festnagelten.  Besonders beeindruckend im ersten Drittel Hannovers Kanadier Parker Bowles, der für die ersten beiden Tore verantwortlich zeichnete, wobei dessen 2:0 alleine schon fast das Eintrittsgeld wert gewesen war. Sein Sololauf mit Abschluss, bei dem Leipzigs vorzüglicher Torwart Eric Hoffmann am Ende chancenlos war, war exzellent. Nach dem Anschlusstor der Icefighters im zweiten Drittel schien sich das Blatt zu wenden, aber die Indians ließen sich nicht beirren. Sie spielten ihren Part weiter und als Branislav Pohanka aus dem Gewühl und wenige Minuten später Robin Palka gar das 4:1 geschossen hatten, da schien der Indians-Sieg klar. Aber die Fans hatten ihre Rechnung ohne die Disziplinlosigkeiten ihrer Lieblinge gemacht. Kurz vor Ende des zweiten Drittels kassierte Mike Mieszkowski, und kurz vor Spieleende auch Branislav Pohanka, jeweils eine Fünf-Minuten-Strafe, die absolut unnötig war. Leipzig konnte zwar diese Vorteile nicht nutzen, aber den Indians wird Mieszkowski gegen den Lokalrivalen Hannover Scorpions am morgigen Mittwoch (20 Uhr) fehlen. Am Ende hatten jedenfalls die Indians die Nase vor und sie überholten damit ihren heutigen Gegner, liegen mit nun 0,02 Punkte vorne. Ob der Vorsprung hält, wird der Mittwoch zeigen, wenn die Indians auf den Lokalrivalen Hannover Scorpions (9. März, 20 Uhr) treffen. Beide Teams sind im Augenblick in Topform und es wird interessant sein, ob die Scorpions ihre Siegesserie gegen die Indians mit zehn Siegen in Folge ausbauen können. Auf alle Fälle gefordert werden wird die Indians-Defensvie, aus der am Dienstagabend Torhüter Jan Dalgic herausragte. Dalgic, der sogar einen Scorerpunkt holte, zeigte eine zweitligareife Leistung (95,2 Prozent Fangquote) und war lediglich durch  ein Tor von Felix Stopinski zu bezwingen. Auf der anderen Seite war Leipzigs Torhüter Eric Hoffmann ebenfalls der Felsen in der Brandung, konnte trotz der statistisch schwächeren Leistung mit 89,2 Prozent beeindrucken.

Tore: 1:0 (03:32) Parker Bowles (Möller, Dalgic), 2:0 (15:10) Parker Bowles (Pohanka, Mieszkowski 5-4), 2:1 (18:46) Felix Stopinski (Burns, Slanina), 3:1 (23:39) Branislav Pohanka (Bowles, Möller), 4:1 (28:35) Robin Palka (Möller)

Tilburg Trappers – Black Dragons Erfurt 10:0 (4:0, 3:0, 3:0)

Eine recht einseitige Angelegenheit war die Begegnung zwischen den Tilburg Trappers und den Erfurter Black Dragons. Die Niederländer pressten und stürmten die volle Spielzeit und ließen den Gästen kaum Zeit zum Atmen bzw. Kontern. Am Ende standen 50:9 Torschüsse in der Statistik für die Gastgeber. Beste Spieler waren wieder einmal Brett Bulmer mit vier Scorerpunkten sowie Ties van Soest, der sich drei Punkte anschreiben lassen konnte. Und auch Nachwuchsspieler Marvin Immer konnte feiern. Er erzielte seine beiden ersten Saisonpunkte, sein erstes Tor für Tilburg und war am Ende mit 100 Prozent Schusseffizienz sogar noch bester Trappers-Akteur in dieser Kategorie. Bei Erfurt, dass mit einigen Nachwuchsspielern antrat und so wenigsten auf 13 Feldspieler, hatte man den Eindruck, dass sie sich von vornherein keine Chance ausgerechnet hatten und einfach nur für die Pre-Play-offs Kräfte sparen wollten.

Tore: 1:0 (07:05) Raimond van der Schuit (Bulmer, Vogelaar), 2:0 (07:54) Ties van Soest (Stempher, Hessels), 3:0 (10:01) Brett Bulmer (4-5), 4:0 (16:12) Nico Hessels (de Hondt, van Soest), 5:0 (29:18) Brett Bulmer (Verkiel, Hermens), 6:0 (29:56) Max Hermens (Muller, Bulmer), 7:0 (32:28) Marvin Timmer (de Bonth, Hessels), 8:0 (45:27) Raimond van der Schuit (Muller, van Oorschot), 9:0 (49:06) Reno de Hondt (van Soest, Stempher), 10:0 (58:42) Giovanni Vogelaar (Hessels, Timmer)

EG Diez-Limburg – Crocodiles Hamburg 3:10 (1:2, 1:6, 1:2)

Vor 136 Zuschauern konnten die Limburger lediglich ein Drittel mithalten. Danach übernahmen die Hamburger das Kommando, erzielten mit einem Doppel- und einem Dreifachschlag innerhalb von drei Minuten fünf Tore und ließen es danach etwas ruhiger angehen. Bester Limburger war Steve Slaton mit zwei Scorerpunkten, bei den Hamburgern überzeugten Adam Domogalla mit fünf Punkten, sowie Sam Verelst mit vier Zählern.

Tore: 0:1 (05:27) Constantin Zimmermann (Zuravlev, Lascheit), 1:1 (14:18) David Lademann (Wellhausen, Slaton), 1:2 (19:38) Harrison Reed (Suchomer, Reimer), 1:3 (25:09) Adam Domogalla (Gauch, Verelst), 1:4 (27:04) Victor Östling (Reed, Rennert), 1:5 (27:58) Thomas Gauch (Zuravlev, Lascheit), 1:6 (31:05) Patrick Saggau (Lascheit, Zuravlev), 1:7 (31:55) Yannic Walch (Domogalla, Habel), 2:7 (32:40) Nico Lehtonen (Krymkiy, Drover), 2:8 (34:45) Adam Domogalla (Schaludek, Verelst), 2:9 (45:46) Maximilian Schaludek (Verelst, Domogalla), 2:10 (47:22) Sam Verelst (Domogalla, Schaludek 5-4), 3:10 (50:23) Konstantin Firsanov (Slaton, Seifert 5-4)

Hammer Eisbären – Herforder EV 2:5 (0:1, 1:2, 1:2)

Der Sieg der Herforder wäre Gold gewesen, wäre er früher gekommen. Jetzt steht nur noch ein Spiel aus, am Freitag gegen Diez-Limburg und selbst wenn dieses Spiel gewonnen werden würde, wird es am Ende nicht reichen für die Pre-Play-offs. Das Spiel selbst war aber dem zweiten Drittel ausgeglichen. Davor beherrschten die Herforder die Begegnung, ohne sich abzusetzen. Das holten sie im zweiten Drittel nach, gingen mit 3:0 in Führung und hielten diesen Vorsprung bis zum Ende.

Tore: 0:1 (06:22) Max Pietschmann (Brinkmann, Biezaijs 5-4), 0:2 (27:25) Ralf Rinke (Pöpel, Lehr), 0:3 (29:56) Justin Unger (Garten, Berezovskij), 1:3 (34:19) Kyle Brothers (Weißleder), 1:4 (48:56) Ralf Rinke (Biezaijs, Pietschmann), 2:4 (53:40) Christopher Schutz (Roach, Otte), 2:5 (58:55) Elvijs Biezaijs (Rinke, Pöpel ENG)

Verschoben:

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