Hannover Indians bleiben durch Erfolg gegen Halle in der Spur3:2 nach Verlängerung gewonnen

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Beide Trainer meinten dann auch in der anschließenden Pressekonferenz, dass das erste Drittel nicht gerade das Gelbe vom Ei war. Zwar konnten beide Mannschaften Torchancen verbuchen, aber diese hielten sich im Rahmen, was auch an den konzentriert arbeitenden Defensiven beider Mannschaften lag. Besonders die Hannoveraner, die auf ihren Topmann Lasse Uusivirta sowie Lucas Fröhlich verzichten mussten, spielten zumindest in dieser Phase hinten gut und wenn mal ein Puck durchkam, war da immer noch Sebastian Albrecht zwischen den Pfosten, der große Ruhe ausstrahlte.

Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da lag die Scheibe auch schon im Indians-Tor. Die Defensive der Gastgeber hatte den Überblick nach einem Schuss von Kevin Schmitz verloren und der Pole Kacper Guzik war der lachende Torschütze. Im sowieso schon fast leeren Stadion, nur 1218 Zuschauer hatten sich trotz der Kälte zum Stadion aufgemacht, hatten nun die wenigen Hallenser Gästefans die akustische Nase vorn und es kam noch schlimmer für die Indians. Diese kämpften zwar wie üblich aber immer wieder gab es einen Pass zu viel oder es wurde sogar über den Puck geschlagen. Die Bulls brauchten jedenfalls nur auf die hannoverschen Fehler zu warten und so fiel dann auch das 0:2. Halles Neuzugang Thomas Zuravlev erkämpfte sich an der Bande die Scheibe, brachte sie zu Jannik Striepeke und dieser brachte sie an Albrecht vorbei. Den anwesenden Fans schwante Böses, zumal die Hannoveraner bereits das letzte Heimspiel gegen Halle im Januar mit 0:3 verloren hatten. Die Bulls hatten die Katze (fast) im Sack, um dann durch ein Unterzahlspiel das 1:2 zu kassieren. Der wieder von seiner Verletzung genesene Andreas Morczinietz stand im Powerplay in der 28. Minute goldrichtig und schob das Spielgerät aus kürzester Distanz über die gegnerische Torlinie. Das Spiel war wieder offen und beide Seiten hätten für die Entscheidung sorgen können, zeigten sich aber, bei aller Klasse der jeweiligen Keeper, unkonzentriert. Die beste Möglichkeit der Indians sollte aber noch erwähnt werden. Bacek wurde bei einem Konter beim Schussversuch derart behindert, dass Schiedsrichter Seedo Janssen auf Penalty entschied, den Robby Hein jedoch mit einem schwachen Schuss fahrlässig vermasselte.

Die letzten 20 Minuten begannen zunächst mit einer hannoverschen Offensive, die aber ohne Erfolg blieb. Danach war Halle dran, drängte die Indians in deren Drittel, aber auch hier gab es keine Erfolgsmeldungen zu verzeichnen. Besonders Thomas Zuravlev hatte zwei dicke Chancen, vergab jedoch beide. In der 48. Minute zeigte sich dann, dass Glücksgöttin Fortuna die Indians trotz der Kälte nicht vergessen hatte. Hein und Tramm scheiterten an Beech und der mehrfach abgefälschte Schuss landete bei Andreas Morczinietz, der die Scheibe über die Linie stocherte. Hatten die Indians zuvor eine Menge Pech gehabt, diesmal hatten sie Glück und sie benötigten noch eine dicke Portion davon, als Philipp Gunkel in den letzten sechs Minuten gleich dreimal am jeweils sensationell reagierenden Albrecht im Indians-Kasten scheiterte.

Wer jetzt jedoch dachte, dass in der Verlängerung die Kräfte der Indians nachließen, sah sich getäuscht. Nicht die normale Reihe mit Pohanka, Bacek und als Uusivirta-Ersatz Tramm war für den Siegtreffer verantwortlich, sondern Bacek, Hein und der Torschütze Turnwald. Dieser lupfte den Puck nach einem Traumpass von Bacek über den am Boden liegenden Beech ins gegnerische Netz.

Saale-Bulls-Coach Dave Rich: „Im ersten Drittel haben wir schlecht gespielt und Glück gehabt. Danach hatten wir das Spiel beim 2:0 im Griff und haben die Indians wieder zurückkommen lassen. Das 2:2 war unglücklich, kann aber passieren.“

Indians-Coach Lenny Soccio: „Die ersten 20 Minuten haben wir gut gestanden. Nach dem 0:2 mussten wir wieder aufstehen und das haben die Jungs gut gemacht. Wie wichtig eigentlich Uusivirta ist, haben wir gemerkt. Das 3:2 von Turnwald war toll herausgespielt und sehr gut abgeschlossen. Neben Uusivirta fehlte heute noch Fröhlich und Valasek wurde angeschlagen. Jetzt muss ich mir was für das kommende Wochenende gegen Tilburg und Duisburg überlegen.“

Tore: 0:1 (20:37) Guzik (Schmitz, Tarasuk/5-4), 0:2 (25:49) Striepeke (Zuravlev), 1:2 (27:29) Morczinietz (Pfennings, Turnwald/5-4), 2:2 (47:44) Morczinietz (Hein, Tramm), 3:2 (62:21) Turnwald (Bacek, Hein).  Strafen: Hannover 8, Halle 16. Zuschauer: 1218.

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