Hammer Eisbären ziehen Herne den SteckerSpitzenteams gewinnen ihre Spiele

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Herne wird sich ärgern, dass sie sich nach einem ausgezeichneten Dezember schon wieder in einer Minikrise befinden. Ansonsten blieb alles beim Alten. Bis auf die Hannover Scorpions, die schon 33 Spiele auf dem Buckel haben, waren die drei aktuellen Topteams Halle, Tilburg und Indians an der Arbeit und das Trio machte seine Hausaufgaben und gewann seine Spiele mehr oder weniger eindeutig. Erwähnenswert wäre noch, dass der Krefelder EV nach zwei Niederlagen (3:5, 3:4) gegen die EG Diez-Limburg erstmals einen Sieg einfuhren.

Herforder EV – Saale Bulls Halle 3:9 (1:5, 1:2, 1:2) 

Auch gegen den Tabellenführer wurde es wieder deutlich. Die Herforder leben in der ersten Linie von ihrem Toptrio Rinke, Biezaijs und Begovs und sie versemmeln noch zu viele Chancen in Spielen, bei denen jede Tormöglichkeit mühevoll herausgespielt wurde. Während die Herforder 24 Chancen für drei Tore (12,5 Prozent Schusseffizienz) brauchten, benötigten die Bulls für ihre neun Tore nur 34 Chancen (26,5 Prozent). Dazu fehlten dem HEV die physische Power, denn mit der Notbesetzung von gerade einmal 12 Feldspielern war man gegen den Tabellenführer, der 16 Mann aufbot, schon von Anfang an ohne große Siegchancen. Trost für die Gastgeber: Im Powerplay waren sie gegen Halle mit 33:20 Prozentpunkte sogar besser.

Tore: 0:1 (00:22) Maurice Becker (Halbauer, Niemelä), 0:2 (09:49) Lukas Valasek (Vihavainen, Niemelä 5-4), 0:3 (12:54) Lukas Valasek (Vihavainen, Halbauer), 0:4 (14:50) Joonas Niemelä (Vihavainen, Valasek), 0:5 (15:46) Michael Fomin (Hildebrand, Schmid), 1:5 (16:44) Elvijs Biezaijs (Reckers, Rinke 5-4), 1:6 (24:25) Sergei Stas (Schmid, Pfennings), 1:7 (32:20) Tatu Vihavainen (Niemelä, Valasek), 2:7 (33:40) Ralf Rinke (Biezaijs, Begovs 5-4), 2:8 (44:44) Patrick Schmid (Pfennings, Stas), 2:9 (45:26) Michael Fomin (Hildebrand, May), 3:9 (49:54) Justin Unger (Rinke, Reckers)

Black Dragons Erfurt – Hannover Indians 2:4 (0:1, 1:2, 1:1)  

Ein verdienter Erfolg der Gäste, die über die gesamte Spielzeit leichte optische Vorteile hatten und am Ende auch im Schussverhältnis mit 35:26 dominierten. Interessant im taktischen Detail, dass die erste Reihe die Verlierer der Erfurter waren, denn sie schoss kein Tor, kam aber in der Plus/Minus-Statistik mit minus 15 richtig unter die Räder. Der erste hannoversche Block holte zwar keinen einzigen Punkt, hatte am Ende aber in der Plus/Minus-Statistik die Null stehen. Dafür glänzte die zweite Reihe mit +10 und die dritte mit +5. Trost am Rande auch für Erfurt: Beide Tore konnten in Überzahl erzielt werden, aber auch in dieser Einzeldisziplin waren die Indians mit 33:30 Prozentpunkten besser.

Tore: 0:1 (19:55) Tobias Möller (Gibbons 5-4), 0:2 (24:57) Branislav Pohanka (Bowles, Bacek), 0:3 (29:52) Joe Kiss (Thalmeier, Mieszkowski), 1:3 (31:52) Arnoldas Bosas (Beach, Gerartz 5-4), 2:3 (43:16) Reto Schüpping (Beach, Schmid 5-4), 2:4 (48:57) Parker Bowles (Bacek, Pohanka)

Tilburg Trappers – Moskitos Essen 6:0 (3:0, 0:0, 3:0) 

Die zuletzt doch im heimischen Eissportzentrum ziemlich gebeutelten Tilburger schossen sich gegen Aufsteiger Essen den Ärger von der Seele. Am Ende hatten sie 45:23 Torschüsse in ihrer Statistik stehen und ließen von Essen lediglich Torhüter Fabian Hegmann glänzen, dem nach seiner Einwechslung in der 16. Spielminute, als er von Marvin Frenzel (76,9 Prozent Fangquote) übernahm, mit 90,6 Prozent glänzen. Auf der anderen Seite konnte sich Ruud Leeuwesteijn über einen Shut-out freuen. Damit nähert sich Leeuwesteijn mit 1,86 Gegentoren/Spiel dem Spitzenreiter Patrick Glatzel (Leipzig; 1,72 Gegentore) an. Auffallend in dem Match waren der Blitzstart der Trappers mit dem ersten Tor nach fünfzig Sekunden und der Doppelschlag von Bartek Bison zum 3:0 und 4:0, wobei Bison dafür volle 28 Minuten benötigte.

Tore: 1:0 (00:50) Jordy Verkiel (Bulmer), 2:0 (09:48) Brett Bulmer (Hermens, de Bonth 4-5), 3:0 (14:52) Bartek Bison (Vogelaar, Hessels), 4:0 (42:49) Bartek Bison (Hessels, van Gorp), 5:0 (54:29) Diego Hofland (Verkiel, Hermens), 6:0 (59:48) Raymond van der Schuit (Hofland, Vogelaar)

Herner EV Miners – Hammer Eisbären 3:4 (1:1, 0:2, 2:0, 0:1) n.V.  

Der Spieler des Tages war Hamms Keeper Daniel Filimonow. Der 25jähirge Deggendorfer mit russischen Wurzeln entzauberte die hochfavorisierten Herner mit 50 gehaltenen Schüssen (94,3 Prozent Fangquote) und schenkte seinem Team langersehnte zwei Punkte. Aber auch die restliche Hammer Truppe zeigte sich als Hammertruppe, hielt über zwei Drittel das Geschehen auch optisch offen und führte bis zur 40. Spielminute mit 3:1. Dann gingen die Herner in den Frontalangriff über, belagerten über zwanzig Minuten das Gehäuse von Filimonow, glichen aus um 12 Sekunden vor dem Penaltyschiessen von David Trivellato das völlig unnötige 3:4 zu kassieren.  Zweiter Matchwinner der Eisbären war Neuerwerbung Kyle Brothers, der aus Limburg gekommen war. Der startete sein Eisbären-Abenteuer mit bisher vier Punkten in zwei Spielen. Es war im übrigen die erste Herner Heimniederlage gegen Hamm nach fünf Siegen in Folge seit dem 7:8 vom Januar 2014.

Tore: 0:1 (14:02) Artyom Alexandrov (Calovi, Junge), 1:1 (15:15) Kevin Orendorz (Liesegang, Marsall), 1:2 (20:58) Christopher Schutz (Brothers, Limböck), 1:3 (34:59) Kyle Brothers (Gretz, Schutz), 2:3 (42:08) Michel Ackers (Liesegang, Marsall), 3:3 (42:15) Alexander Komov (Elten, Ziolkowski), 3:4 (64:48) David Trivellato (Calovi, Filimonow)

Krefelder EV U23 – EG Diez-Limburg 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 1:0)  n.V.   

Das Kellerderby ging vor gerade einmal 25 interessierten Besuchern knapp an die Krefelder Hausherren. Ein letztendlich glücklicher Sieg, der zwar den Abstand der Krefelder auf Diez-Limburg um einen Punkt verkürzte, der aber mit acht Zählern immer noch gewaltig ist. Die Limburger dagegen konnten den Rückstand auf Essen um einen Punkt reduzieren, aber auch sie haben acht Punkte Rückstand. Vielleicht gelingt ja die Aufholjagd mit den neuen Kontingentspielern Kevin Loppatto, der aus der zweiten französischen Liga (Mont-Blanc Chamonix) kam und Jordan King, den es von der kanadischen Lakehead Uni nach Limburg zog.

Tore: 0:1 (07:12) Jordan King (König), 1:1 (12:58) Florian Maierhofer (Onckels, Mahkovec 5-4), 2:1 (33:02) Tim Dreschmann (Pfeifer),  2:2 (58:02) Noureddine Bettahar (Lademann, Ketter 5-4), 3:2 (61:15) Matthias Onckels (Mahkovec, Kolle).

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