Halle übernimmt dank Leipzig Platz eins in der Oberliga NordScorpions fallen auf Platz drei zurück

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Hinter Halle folgt Mitfavorit Herne. Danach kommt ein breites vorderes Mittelfeld mit vier Teams, die alle 17 Punkte auf dem Habenkonto besitzen. Neben Leipzig und den Scorpions sind dies noch Tilburg und die Hannover Indians. Dahinter folgt bereits eine Klippe von fünf Punkten und an deren Spitze stehen, mit zwölf Zählern, die Crocodiles Hamburg.

Hannover Scorpions – Icefighters Leipzig 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)

Die Überraschung des Tages lieferten schlechthin die Icefighters Leipzig ab, die dem hohen Favoriten ein Bein stellten und letztendlich sogar verdient die drei Punkte in die Messestadt holten. Das Warum ist schnell erklärt. Die Leipziger zeigten eine taktisch und kämpferisch einwandfreie Leistung und weil den hochgelobten Hausherren dazu nicht viel einfiel, gingen die Punkte am Ende für die Scorpions verloren. Herausragend natürlich Leipzigs Keeper Patrick Glatzel, der bei den Gegentoren praktisch chancenlos war. Zwischen den beiden Gegentoren entschärfte er 22 Schüsse, kam somit auf 92 Prozent Fangquote. Brett Jaeger auf der Gegenseite stand ihm zwar nach, schaffte nur 89 Prozent und war trotzdem ein Gewinner, denn ohne ihn wäre das Spiel vermutlich schon früher entschieden gewesen. Ein Beispiel dafür gab es im zweiten Drittel, als der Leipziger Robin Slanina einen an ihn geahndeten Penalty schon fast dilettantisch gegen Jaeger vergab. Vermutlich war auch die frühe Führung Gift für die Scorpions, die das Spiel schon vor Spielbeginn abgehakt hatten. Wer 11:1 gegen Halle gewinnt, für den sollte Leipzig kein Problem sein. War es aber, und am Ende liefen die ideenlosen Gastgeber einem Rückstand hinterher, der am Ende fast noch ausgeglichen wurde. Nach Robin Thomsons Traumtor, von der blauen Linie genau in den rechten oberen Winkel von Glatzel, wurde es noch einmal eng, aber Glücksgöttin Fortuna hatte kein Einsehen mit den Scorpions, dafür war deren Leistung an diesem Freitagabend einfach zu inkonstant. Auf Leipziger Seite überzeugten neben Glatzel noch Michael Burns, Ian Farrell und Robin Slanina.

Tore: 1:0 (02:34) Patrick Klöpper (Gron, Hammond), 1:1 (10:55) Maximilian Spöttel (Noack, Burns), 1:2 (33:20) Connor Hannon, 1:3 (47:42) Michael Burns (Schön, Geiseler), 2:3 (55:58) Robin Thomson (Raabe, Reichel).      

Krefelder EV U23 – EG Diez-Limburg 3:4 (1:2, 1:0, 1:2)

Ein verdienter Erfolg der Gäste, die damit bewiesen, dass sie, zumindest in dieser Saison, sich scheinbar auswärts wohler fühlen als zuhause. Dreimal gingen sie in Führung und am Ende reichte es zu einem 4:3, so dass sich die Limburger auf Platz neun in der Tabelle verbesserten. Der beste Akteur der siegreichen Gäste war überraschend David Lademann. Dem Mitglied der dritten Limburger Reihe gelangen zwei Punkte (1 Tor). Enttäuschend auf Krefelder Seite der erste Block, der in der Plus-Minus-Statistik gesamt auf -9 kam. Lediglich Tim Dreschmann konnte gefallen, dem auch zwei Tore gelangen, davon eines in Unterzahl.

Tore: 0:1 (01:36) Jan Wächtershäuser (Voronow, Patocka), 1:1 (10:37) Markus Freis (Mahkovec 5-4), 1:2 (13:08) Kevin Lavallee (Brothers, Seifert), 2:2 (38:00) Tim Dreschmann (Ehrich 4-5), 2:3 (42:19) Niko Lehtonen (König, Lademann), 2:4 (49:13) David Lademann (Brothers), 3:4 (55:40) Tim Dreschmann (Bauermeister).

Black Dragons Erfurt – Hannover Indians 1:3 (1:2, 0:0, 0:1)

Ein verdienter Erfolg der Gäste, die in Erfurt lediglich im ersten Drittel Probleme hatten, weil sie den Black Dragons zu viele Schusschancen gönnten. Im zweiten und dritten Drittel funktionierte die Abwehrarbeit deutlich besser und damit kamen die Erfurter einfach nicht zurecht. Während sich bei den Erfurtern lediglich Torhüter Konstantin Kessler mit 89,3 Prozent Fangquote besonders auszeichnen konnte, waren dies bei den Indians Igor Bacek und Parker Bowles mit jeweils zwei Scorerpunkten und Keeper David Böttcher-Miserotti, dem exzellente 94,7 Prozent gelangen.

Tore: 0:1 (05:21) Mike Mieszkowski (Gibbons, Thalmeier), 1:1 (05:41) Felix Schümann (Schüpping, Kiedewicz), 1:2 (12:23) Parker Bowles (Bacek, Pohanka), 1:3 (47:06) Igor Bacek (Bowles, Turnwald).

Herner EV – Hammer Eisbären 7:3 (1:0, 3:2, 3:1)

Ein verdienter Erfolg des Favoriten über einen Tabellenletzten, der sich bis zum Schluss wehrte und der auf seine drei erzielten Tore durchaus stolz sein darf. Für Herne überragend das Trio Tomi Wilenius (3 Tore), Marcus Marsall und Nils Liesegang, die zusammen auf neun Scorerpunkte kamen. Bester Spieler bei Hamm war Christopher Schutz, dem zwei Tore gelangen. Interessante Details am Rande: Die ersten vier Tore fielen sämtlichst in Überzahl und Kevin Orendorz, letztes Jahr in Hamm noch unter Vertrag, gelangen gegen seinen alten Verein zwei Assist.

Tore: 1:0 (02:52) Denis Fominych (Hüfner, Orendorz 5-4), 2:0 (22:53) Sebastian Moberg (Marsall, Wilenius 5-4), 2:1 (24:11) Christopher Schutz (Spacek, Alexandrov 5-4), 3:1 (26:19) Tomi Wilenius (Liesegang, Marsall 5-4), 3:2 (30:28) Thomas Lichnovsky (Hoppe, Renke), 4:2 (37:58) Tomi Wilenius (Peleikis, Liesegang), 5:2 (41:41) Denis Fominych (Behrens, Orendorz), 6:2 (42:38) Tomi Wilenius (Liesegang, Peleikis), 6:3 (49:35) Christopher Schutz (Roach, Junge), 7:3 (59:39) Christoph  Ziolkowski (Marsall, Bruns)

Rostock Piranhas – Crocodiles Hamburg 6:5 (0:1, 2:2, 3:2, 1:0) n.V.

Ein am Ende verdienter Sieg der Piranhas, die sich die beiden Punkte gegen die Hamburger redlich verdienten. Dafür gab es vier Gründe. Zum einen ein perfektes Überzahlspiel. Wenn man in einem Spiel nur zwei solche Situationen erhält und daraus zwei Tore macht, was nach Adam Riese 100 Prozent Erfolgsquote darstellt, dann ist dieser Fakt erwähnenswert. Der zweite Grund ist die Scorermaschine August von Ungern-Sternberg. Der Amerikaner mit dem deutschen Pass befindet sich im Augenblick in Topform, was auch die drei heutigen Tore verdeutlichen. Grund Nummer drei ist Justin Maylan. Der Kanadier hat bisher erst ein Tor geschossen, aber gleich 14 aufgelegt, was ihn in der Scorerliste auf Platz vier bringt. In der reinen Assistliste steht er auf eins, hat drei Punkte Vorsprung vor dem Scorpion Jan Pietsch. Maylan sorgte auch gegen Hamburg für vier Vorlagen. Und Punkt vier betrifft Jesse-Ray Dudas. Der Ungar-Kanadier traf in seinem ersten Spiel für die Piranhas gleich zweimal und bestätigte somit seinen Wert. Auf Hamburger Seite zeigte auch Harrison Reed mit drei Punkten, dass er ein Leader ist. Ansonsten noch erwähnenswert wäre, dass die Crocodiles nicht aufgaben und einen Zwei-Tore-Stückstand fünf Minuten vor Spielschluss noch für einen Punkt umbogen.

Tore: 0:1 (13:03) Harrison Reed (Verelst, Domogalla), 1:1 (20:25) Jesse-Ray Dudas (Koziol, Morgan), 1:2 (32:32) Jan Tramm (Gauch, Domogalla 5-4), 2:2 (38:11) August von Ungern-Sternberg (Balla, Maylan 5-4), 2:3 (39:56) Norman Martens (Tramm, Reimer), 3:3 (46:24) Lukas Koziol (Ledlin, Lavallee), 4:3 (53:48) August von Ungern-Sternberg (Morgan, Maylan), 5:3 (56:06) August von Ungern-Sternberg (Maylan), 5:4 (56:39) Carl Zimmermann (Reed, Östling), 5:5 (59:07) Dominik Lascheit (Martens, Reed), 6:5 (60:09) Jesse-Ray Dudas (Maylan, von Ungern-Sternberg 5-4).

Tilburg Trappers – Moskitos Essen 6:1 (1:0, 2:0, 3:1)

Ein hochverdienter Erfolg der Trappers, die ihre besten Spieler in Max Hermens und Reno de Hondt hatten. Hermens machte vier Punkte, Reno de Hondt konnte drei Punkte für sich verbuchen. Für die tapferen, aber chancenlosen Essener traf kurz von Schluss Enrico Saccomani. Bester Mann war jedoch Keeper Fabian Hegmann. Er vereitelte 44 von 50 Schusschancen, erreichte starke 88 Prozent Fangquote.

Tore: 1:0 (12:19) Max Hermens (Bulmer, Loginov 5-4), 2:o (36:13) Reno de Hondt (Hermens, Loginov), 3:0 (38:04) Reno de Hondt (Hermens, Hofland 5-4), 4:0 (51:37) Raymund van der Schuit (Hessels, de Bonth), 5:0 (56:02) Ties van Soest (Bulmer, Bastings), 5:1 (57:39) Enrico Saccomani (Zajic, Luft), 6:1 (58:09) Max Hermens (de Hondt, Hofland).

Herforder EV – Saale Bulls Halle 2:8 (0:1, 2:2, 0:5)

Das 1:11-Trauma von Mellendorf ist von den Bulls abgehakt worden. Jetzt wird auswärts wieder der Ton angegeben, auch wenn es in Herford relativ eng war. Zumindest bis zur 48. Minute. Bis dahin führten die Bulls gegen hingebungsvolle Herforder nur knapp mit 4:2 und hätten die HEV-Bemühungen Früchte getragen, hätte es noch einmal spannend werden können. Tatsächlich aber ging den Hausherren die Kraft aus und die technisch beschlagenen Gäste konterten die Hausherren gnadenlos aus, feierten einen, zumindest in der Höhe, unverdienten Sieg. Überragend auf Gästeseite dabei das Trio Patrick Schmid, Joonas Niemelä und Finn Walkowiak, das auf starke 14 Punkte kam. Auf Herforder Seite konnte kein Akteur richtig gefallen. Ganz schlimm war es jedoch für die Keeper. Trainer Michael Bielefeld wechselte in der 34. Minute seinen Keeper Philip Lehr gegen Pascal Lorenz ein und das Eigengewächs kassierte in der verbliebenen Restzeit gleich fünf Gegentore, schaffte gerade einmal 61 Prozent Fangquote.

Tore: 0:1 (11:16) Michael Fomin (Pietschmann, May), 1:1 (21:47) Björn Bombis (Garten, Berezovskyy), 1:2 (29:27) Finn Walkowiak (Stas, Schmid), 1:3 (30:32) Joonas Niemelä (Schmid, Walkowiak), 2:3 (38:52) Elvijs Biezais (Rinke, Begovs), 2:4 (40:30) Patrick Schmid (Niemelä, Pfennings), 2:5 (48:43) Patrick Schmid (Halbauer, Niemelä), 2:6 (50:26) Michael Fomin (Stas, Hoffmann), 2:7 (53:13) Denis Gulda (Niemelä, Schmid), 2:8 (54:57) Joonas Niemelä (Walkowiak, Schmid).


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