Halle sorgt im Spitzenspiel gegen Scorpions für klare VerhältnisseDuisburg überholt Hamm – Diez holt Punkt in Herne

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Vielleicht kam der Schuss vor den Bug Scorpions-Trainer Kevin Gaudet ganz recht in der Play-Off-Vorbereitung. Da auch Tilburg gewann, bleibt das Duell um Platz zwei spannend und ganz abschreiben darf man aus Hallenser und Tilburger Sicht die Hannover Indians auch nicht, die ebenfalls gewannen. Da auch Hamburg seine drei Punkte gegen Krefeld behielt, ist oben noch einiges möglich.

Im Duell um Platz sechs verlor Herne gegen Leipzig einen Punkt, hat aber immer noch drei Spiele Rückstand. Daher kommt es für den HEV in dieser Woche zu einem brutalen Einsatz. Nach diesem Wochenende am 14. Februar gegen Hamburg (20 Uhr), am 15. Februar in Herford (20 Uhr), am 17. Februar in Krefeld (19.30 Uhr) und am 19. Februar gegen Duisburg (18.30 Uhr).

Da Hamm in Tilburg unterlag, konnten die Füchse Duisburg die Westfalen überholen und Rang acht einnehmen. Im hinteren Teil der Tabelle blieb alles beim Alten, da alle Mannschaften ihre Spiele verloren.

Saale Bulls Halle – Hannover Scorpions 6:1 (1:0, 1:1, 4:0)  

Das absolute Spitzenspiel gewannen die Saale Bulls Halle verdient, wenn am Ende auch etwas zu hoch und sie stellten gegen die Scorpions einen neuen Rekord auf. Der bisherige Rekordsieg war ein 5:1 vom Januar 2018, den Pfennings mit seinem Treffer zwei Minuten vor Ende ablöste. Mitentscheidend für den klaren Erfolg war das herausragende Powerplay der Bulls, die von ihren acht Chancen gleich drei nutzten, im Gegensatz zur Scorpions-Nullnummer. Dazu zeigte Halles Torhüter Timo Herden ein perfektes Spiel, konnte sich 96,3 Prozent Fangquote gutschreiben lassen. Jakub Urbisch, der für Brett Jaeger im Tor stand, lag am Ende bei nur 86,7 Prozent. Ein weiterer Bulls-Leistungsträger war Thore Weyrauch, der mit seinen zwei Toren sich in der Scorerliste von Platz 81 auf 63 verbesserte.

Tore: 1:0 (18:26) Matias Varttinen (Kaplan), 1:1 (20:27) Christoph Kabitzky (Rinke, Reimer), 2:1 (39:04) Thore Weyrauch (Gauch, Pfennings), 3:1 (49:06) Thore Weyrauch (Gauch, Stas 5-4), 4:1 (53:41) Thomas Merl (Vihavainen, Schmid 5-4), 5:1 (57:17) Jordan Kaplan (Vihavainen), 6:1 (58:09) Roman Pfennings (Merl, Vihavainen 5-4)

Tilburg Trappers – Hammer Eisbären 5:1 (3:0, 0:0, 2:1)  

Ein glücklicher Erfolg der Niederländer, die auch im sechsten Heimduell gegen die Eisbären die Nase vorn hatten. Allerdings war es diesmal deutlich knapper, denn die Hammer waren gleichwertig, lediglich beim Toreschießen zeigten sie sich klar ineffizienter als die Trappers. Bester Trapper war Janne de Bonth mit zwei Toren. Hamm gab nie auf, scheiterte am immer wieder an der aufmerksamen heimischen Defensive und an Torhüter Ruud Leeuwesteijn, der diesmal den Vorzug vor Andree bekommen hatte.

Tore: 1:0 (07:09) Janne de Bonth (Jacobs), 2:0 (08:53) Danny Stempher (Richards, de Hondt), 3:0 (10:00) Diego Hofland (Virtanen, Hessels), 4:0 (45:38) Janne de Bonth (Verkiel), 5:0 (49:26) Max Hermens (van der Schuit), 5:1 (52:13) Kevin Lavallee (Schutz, Tegkaev)

Hannover Indians – Herforder EV Ice Dragons 5:2 (0:0, 2:1, 3:1)  

Wie im November blieben die Indians auch in der zweiten Saisonpartie gegen die Ice Dragons mit 5:2 siegreich. Dabei machten es die Westfalen, die ohne Topscorer Rustams Begovs an den Pferdeturm gereist waren, den Gastgebern recht schwer. Vor allem im ersten Drittel fanden die behäbig auftretenden Gastgeber nicht so richtig zu ihrem Spiel, wobei sich die Herforder, die recht giftig, aber nie unfair zu Werke gingen, sich diesen Schuh durchaus anziehen konnten. Erst ein Glücksschuss von Riku Tiainen, der den bis dahin starken Justin Schrörs im HEV-Tor durch die Schoner glitt, brachte den Umschwung. Als Tobias Möller das 2:0 besorgt hatte, schien eine Vorentscheidung gefallen, aber die nicht immer sattelfeste Indians-Abwehr ließ nur eine Minute später Berezowskij aus den Augen und der überwand den gut haltenden Sebastian Graf im ECH-Tor zum Anschluss. Richtig beruhigt wurde das Indians-Spiel erst zu Beginn des dritten Drittels, als Branislav Pohanka in Überzahl mit einer Soloaktion das 3:1 erzielte, dem Sebastian Christmann das 4:1 folgen ließ. Wieder schien alles klar, aber als Dominika Patocka keine Minute später auf 2:4 verkürzte, war wieder das große Freischwimmen bei den Indians angesagt. Und richtig hart wurde es fast vier Minuten vor dem Ende, als Herfords Trainer Milan Vanek sogar seinen Torhüter aus dem Kasten nahm. Jetzt spielten sich einige heiße Szenen vor dem Tor von Graf ab, der jedoch zum Glück die Ruhe behielt und erst das zweite Tagestor von Pohanka beendete nun endgültig die Frage nach dem Sieger.

Tore: 1:0 (24:37) Riku Tiainen (Bacek, Selan), 2:0 (32:05) Tobias Möller (Bräuner), 2:1 (33:50) Ulib Berezovskyy (Garten, Müller 5-4), 3:1 (43:41) Branislav Pohanka (Turnwald, Selan 5-4), 4:1 (53:02) Sebastian Christmann (Bräuner, Schubert), 4:2 (53:51) Dominik Patocka (Hutt, Denoble), 5:2 (58:44) Branislav Pohanka (Pohl, Tiainen ENG)

Black Dragons Erfurt – Icefighters Leipzig 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) n.V. 

In einem dramatischen Spiel setzten sich die Leipziger in Erfurt durch, hielten damit erste einmal Platz sechs vor Herne, dass am heutigen Spieltag spielfrei ist. Spielentscheidend war vielleicht auch, dass Leipzig mit vollen vier Reihen antrat, während Erfurt, konditionsstark, nur drei aufweisen konnte. In dem äußerst fairen Spiel mit gesamt nur sechs Strafminuten glänzte der Kanadier Alexandre Ranger mit zwei Assist bei Erfurt, bei Leipzig überzeugen besonders Joonas Riekkinen und Michael Burns, wobei letzterer in der Verlängerung für die Entscheidung sorgte.

Tore: 1:0 (00:59) Tim May (Herrschaft, Ranger), 1:1 (22:41) Ian Farrell (Kanya, Piskor), 2:1 (31:25) Reto Schüpping (Bezouska, Bosas), 2:2 (34:41) Jonas Wolter (Riekkinen, Burns), 2:3 (52:49) Victor Östling (Sauer, Miethke), 3:3 (59:12) D’Artagnan Joly (Ranger 6-5), 3:4 (63:29) Michael Burns (Hannon, Riekkinen)

Crocodiles Hamburg – Krefelder EV U23 6:2 (2:1, 2:0, 2:1)  

Ein klarer Erfolg des Favoriten, der jedoch über eine halbe Stunde schwer kämpften musste, ehe den jungen Krefeldern die Luft ausging. Erst ein Doppelschlag im Mitteldrittel in Überzahl brachte die Hamburger, die in Adam Domogalla ihren besten Mann hatten, deutlich in Führung. Nachdem Bruns und Schaludek auf 6:1 erhöhten, durften die Krefelder mit ihrem zweiten Tor wenigstens den Schlusspunkt setzen. Einer der Assistgeber des zweiten KEV-Toren war Dorian Kielbasa. Dem 19jährigen gelang damit sein erster Punkt im Erwachsenen-Bereich.

Tore: 1:0 (03:54) Adam Domogalla (Spöttel, Henkel), 2:0 (06:31) Luis Müller (Tramm, Rennert), 2:1 (16:46) Manuel Nix (Dobryskin, Schymainski), 3:1 (35:51) Ilya Fleischmann (Domogalla, Tramm 5-4), 4:1 (36:34) Thomas Zuravlev (Kupiainen, Lascheit 5-4), 5:1 (47:08) Tobias Bruns (Lascheit, Rennert), 6:1 (52:56) Maximilian Schaludek (Domogalla, Kuschel), 6:2 (57:09) Martin Schymainski (Kielbasa, McLeod)

Herner EV Miners – EG Diez-Limburg 6:5 (3:0, 0:1, 2:4, 1:0) n.P.

Endlich wieder ein Sieg nach drei Heimniederlagen in Folge. Wie verwundet das Nervenkostüm der Ruhrpottler war, zeigte die zugelassene Aufholjagd der Limburger, die am Ende zurecht in die Verlängerung gingen und nur um Haaresbreite am zweiten Punkt vorbeischlitterten. Die nie aufgebenden Limburger, die ihre besten Akteure mal wieder im Trio Zolmanis, Bajaruns und Fedor Kolupaylo hatten, letzter verbesserte sich mit seinen drei Toren von Rang 30 auf 18 in der Torschützenliste, versetzten die Herner Defensive immer wieder in Alarmstimmung und der Ausgleich von David Lademann in der Schlussminute war dann auch mehr als verdient. Am Ende neigte sich das Füllhorn von Göttin Fortuna dann doch über die Miners und Biezais besorgte den so wichtigen Zusatzpunkt im Kampf um Platz sechs.

Tore: 1:0 (09:59) Marlon Polter (Shmyr, Becker), 2:0 (11:14) Chris Seto (Shmyr, Swinnen), 3:0 (12:51) Alexander Komov (Stelzmann, Kirchhoff), 3:1 (23:31) Fedor Kolupaylo (Bajaruns, Zolmanis 5-4), 3:2 (40:36) Lauris Bajaruns (Zolmanis, Fleischer 4-5), 4:2 (46:05) Denis Fominych (Liesegang, Biezais), 4:3 (47:59) Fedor Kolupaylo (Seifert, Zolmanis), 5:3 (52:05) Nils Liesegang (Biezais, Fominych), 5:4 (55:23) Fedor Kolupaylo (Zolmanis, Lademann), 5:5 (59:15) David Lademann (Bajaruns 5-4), 6:5 (65:00) Elvijs Biezais (PEN)

Rostock Piranhas – Füchse Duisburg 2:4 (1:0, 1:2, 0:2)  

Eines konnten die 900 Zuschauer in der Rostocker Eishalle ihrer Mannschaft nicht vorwerfen. Dass sie nicht kämpft. Nach viel Arbeit gelang den Duisburgern in der 49. Minute durch Manuel Neumann der Führungstreffer, den Pontus Wernerson Libäck in der 55. Minute ausbaute. Als sich Füchse-Akteur Marvin Cohut 99 Sekunden vor Spielende eine Strafzeit abholte, wurde es richtig hektisch, aber den Piranhas, den am Ende auch ein bisschen die Kraft und somit die Konzentration fehlte, schafften nicht mehr den erhofften Umschwung.

Tore: 1:0 (06:23) Tom Voronow (Hahn, Renke 5-4), 1:1 (23:32) Lennart Schmitz (Nedved, Lundh Hahnebeck 5-4), 2:1 (26:16) Stephane Döring (Voronow, Pauker 5-4), 2:2 (29:23) Oula Uski (Fischer, Neumann), 2:3 (48:22) Manuel Neumann (P. Wernerson Libäck, Krämer), 2:4 (55:08) Pontus Wernerson Libäck (L. Wernerson Libäck, Fischer)


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