Glückliches 3:1 für Indians zum SaisonstartHannover Indians

Glückliches 3:1 für Indians zum SaisonstartGlückliches 3:1 für Indians zum Saisonstart
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Für einen Saisonbeginn war es schon ganz ordentlich. Beide Trainer, Bernd Wohlmann von den Falken wie auch Peter „Peewee“ Willmann von den Indians, betonten nach der Partie, dass sie ein äußerst engagiertes Match gesehen haben, dass in ihren Augen hochklassig war. Wie eng die Partie ausging, zeigte auch die Schussbilanz von 30:31 (11:12, 8:9, 11:10).

Tatsächlich war es, vom Kampf und Einsatz gesehen, hochklassig. Beide Vertretungen bewiesen, dass sie im Sommer etwas für die Kondition getan hatten. Sie schenkten sich nichts, ging ein relativ hohes Tempo, spielten taktisch klug und agierten diszipliniert. Dazu kam, dass beide Teams bereits am Freitag zum Saisonauftakt in die Verlängerung mussten und dabei unterschiedlich erfolgreich waren. Die Indians unterlagen trotz Überlegenheit mit 2:3 nach Verlängerung beim HSV, die Falken gewannen mit 3:2 nach Verlängerung im Nordost-Pokal gegen Erfurt.

Weniger hochklassig war dagegen die technische und taktische Ausführung. Beide Teams waren auf den Kufen schneller als mit den Gedanken und so zogen sich technische Probleme wie eine rote Linie durch die ganze Partie. Beide wollten, konnten aber nicht, zumindest im Augenblick noch nicht so wie sie wollten.

Vor allem die Indians schien der misslungene Auftakt beim HSV zu lähmen. Über nervös brachten sie kaum einen gelungenen Spielzug bis vor den Kasten von Falken-Keeper Bannach und das 1:0 von Nils Bohle (11.) nach einem Schlagschuss von Neuzugang Aaron Reckers kam schon ziemlich überraschend. Die Fans hofften, vergebens. Die nun aufgeweckten Falken pressten bereits erfolgreich im Mittelfeld, drängten die Gastgeber in das eigene Drittel und scheiterten mehr oder weniger an der eigenen Unzulänglichkeit oder am gut aufgelegten Boris Ackers im Indians-Kasten.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Die Hannoveraner immer darauf bedacht fehlerlos zu bleiben, die Harzer im versuchten Vorwärtsgang. Nachdem dann Ex-Indian Schwab in der 25. Minute knapp am exzellent reagierenden Ackers scheiterten, hatte Falken-Neuzugang Andrew Bailey mehr Glück. Wie Ski-Slalom-Ass Christian Neureuther umkurvte Bailey die blau-schwarzen  Verteidigungsstangen und war am Ende noch einen Tick schneller als Ackers. Der Ausgleich war glücklich aber nicht unverdient. In der Folgezeit schien das zweite Gästetor näher als das 2:1, denn ganze zehn Minuten bekam die Falken-Defensive fast nichts zu tun.

Das änderte sich auch in den letzten zwanzig Minuten kaum. Die Gäste optisch leicht im Vorteil, die Indians im Versuch, mit den letzten Kräften Ordnung ins System zu bringen. Die Vorentscheidung dann in der 48. Minute. Robert Wittmann saß auf der Gästestrafbank, als Christoph Koziol im Powerplay einen doppelten Abpraller  über die Linie stochern konnte. In der Folge versuchten die Harzer alles, überschritten mehrfach die Grenze des Erlaubten, scheiterten jedoch immer wieder an den jetzt wieder konzentrierter wirkenden Gastgebern. Die endgültige Entscheidung fiel jedoch erst in der 58. Minute. Falkentrainer Wohlmann spielte sicherlich mit dem Gedanken, seinen Keeper für einen sechsten Feldspieler einzuwechseln als sich sein Abwehr -Ass Michael Schwindt einen üblen Fehltritt erlaubte. Nach einem Stockschlag musste er mit einer Spieldauer vom Eis und da Christian Wittmann bereits dort saß, musste Braunlage in den letzten 70 Sekunden gar mit 3:5 spielen. Trotz starker Gegenwehr war es letztendlich Indians-Neuzugang Andre Gerartz (60.), der mit dem 3:1 endgültig den Weg zu dne ersten drei Punkten bahnte.

Der Sieg war wohl verdient, aber 69 Strafminuten in einer ziemlich fairen Partie waren des Guten zu viel. Ein Sportsprichwort sagt: „Wenn die Schiedsrichter nicht auffallen, dann waren sie gut.“ Am heutigen Abend fielen sie deutlich auf und sie waren mit Abstand die Schlechtesten auf dem Eis. Am Anfang ohne konsequente  Linie, stellenweise die neuen Regeln ignorierend, am Ende rigoros ohne immer den Richtigen zu treffen.

Falken-Trainer Bernd Wohlmann: „ Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Über die Schirileistung sage ich lieber nichts.“ Indians-Coach Peter Willmann: „Wir haben heute ein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Sie hat alles gegeben und wir sind weiter in der Lernphase.“

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